Werth 1000 JL.
21,b92
K
Ä
int Jahrr.
2,072,158 Kilo, 3,802,335 „
ca. 15,499 „ 1,680 „ 1.416
„ 673
„ 8,200
Werth 1000 JL.
5,836
1,915
993
648
12,000
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau.
Konstantinopel, 19. October. Montenegro verlangte, die Mächte sollten je einen Officter destgntren, um an den Verhandlungen zum Abschlüsse der Convention mit Riza Pascha bezüglich Dulctgnos theilzunebmen. Rußland hat dem Verlangen zugesttmmt, d'.e übrigen Mächte jedoch haben noch nicht geantwortet.
Cettinje, 19. October. Bereits vorgestern wurde in Rijeka zwischen Bedri Bey und den montenegrinischen Delegirten über die v n dem Ersteren Vorgelegte Convention für die Uebergabe Dulcignos verhandelt. Nachdem von montenegrinischer Gelte zwei Punkte des türkischen Entwurfes abgelehnt worden waren, erklärte Bedri, die Verhandlungen aussetzen zu müssen, u-n neue Instructionen etnzuholen.
London, 19. October. Gegenüber der Angabe, die übrigen Mächte seien einem weiteren Zwange zum Zwecke der Durchführung der Berliner Verträge abgeneigt, bemerkt die „Times": Daß der Vertrag soweit durchgeführt worden, sei hauptsächlich der Beharrlichkeit und Entschlossenheit Englands zu verdanken. Das Piincip der britischen Politik sei gewesen, tm Einoernehmen mit Europa zu handeln. Ohne dieses Einvernehmen werde England nicht weiter gehen, als es jetzt gegangen sei.
München, 19. Octbr. Der Schriftsteller Hermann v. Schmid ist heute früh gestorben.
Petersburg, 19. Octbr. Die „Agence russe" bemerkt bezüglich der jüngsten Wendung der Dulcigno-Frage, das Versprechen des Dultanö, Dul- cigno abzutreten, habe eine allgemeine Beschwichtigung hervorgebracht, denn es berechtige zu der Hoffnung, daß die Orientangelegenheiten nunmehr in ein normales Geleise kommen würden. Im Interesse des Sultans wäre es, fretmüthig sein Versprechen auszuführen, während die Beweise bösen Willens, welche er seitdem Montenegro gegeben habe, die Mächte zu der Ueberzengung brächten, daß die feste Aufrechterhaltung des europäischen Einvernehmens jetzt unentbehrlicher als je geworden sei.
Paris, 19. Ociober. Felix Pvrt wurde wegen Vertheidigung des Königsmordes in contumaciam zu zweijährigem Gcfängniß und 1000 Frcs. Geldstrafe, der Gerant des Journals „Commune affranchte", Robert, zu sechsmonatlichem Gefängntß und 1000 Frcs. Geldstrafe verurthetlt.
Paris, 19. Octbr., Abends. Im Generalrath der Seine beantragten die Generalräthe Lanneffan und Guyot ein Votum, durch das der Generalrath gegen die Rede Gambetta's in Cherbourg protesttre und die sofortige Rückberufung der Flotte aus dem Orient verlange. Der Seine-Präfect proresttrte energisch gegen diesen Antrag; er beantragte Uebergang zur Tagesordnung, welche mit 31 gegen 20 Stimmen angenommen wurde.
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England.
London, 17. October. Aus Smyrna gelangte die Nachricht hierher, daß die Pforte darauf bedacht ist, den dortigen Hafeneingang vermittelst Torpedos gegen ungebetene Gäste sicher zu stellen. Die Mühe dürfte eine vergebliche sein. Hier zum mindesten ist die Besorgniß, daß Gladstone, wenn erst die Dulcigno-Angelegenhett abgethan ist, ohne viel Verzug zu weiteren Zwangsmaßnahmen gegen die Türket schreiten werde, merk! ch verblaßt. Die ihm am nächsten stehen, weisen auf Irland, das jetzt seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehme, und in den Blättern, die bisher den Ruf „Nach Konstantinopel" ertönen ließen, wird die KreuzzugSfrage in weit vorsichtigerer Weise als bisher besprochen oder auch ganz mit Stillschweigen übergangen.
Niederlande (1877) Schweden (18771 143,700 „
Dänemark du.chschnittlrch 126,000 „
Finnland „ 2u0,000 „
Jnsgesmnmt producirt Europa ungefähr 189,388,793 Kilogramm.
Die Gcsammtproduction aller angeführten Länder der Erde ist auf 1,007,000,000
Kilo zu veranschlagen.
2,8 2,s 2,3 v 1,0 1,3 0,9 0,8 0,8 0,7 0,2 0,i 0,1
Leid des Anblicks vernichteter Existenzen auch materiell Diejenigen empfinden, welche zu der in Folge des UuterstützungSgesetzes den Städten obliegenden Alimentation als Steuerzahler betzutragen haben.
Köln, 18. Octbr. Die Zahl der Fremden, welche des Festes wegen in unserer Stadt wellten, war ganz ungeheuer, und trotzdem am Samstag, nachdem der Festzug sein Ziel erreicht hatte, viele wieder in die Heimath zu- rückkehrten, vermochten doch die Gasthöfe und Prtvatlogis die hier Bleibenden nicht alle zu faffen. Mancher wanderte am späten Abend noch durch die Straßen, vergebens ein gastliches Obdach suchend. Am Sonntag spielte sich eine Art Nachfeier des Festes ab. Vielleicht nie an einem Sonn- oder Feiertage vorher hat der Dom sowohl während des Gottesdienstes, als auch in der übrigen Zeit solche Menschenmengen in seinen wetten Hallen gesehen, wie an diesem Tage. Auch in den Straßen unserer Stadt, welche sämmtltch den Festschmuck noch nicht abgelegt hatten, zogen dichtgedrängte Schaaren von Schaulustigen umher und das patriotische junge Deutschland fand sich auf den öffentlichen Plätzen zusammen, um in Zügen unter Trommelwirbel und Musik, VaterlandSlteder singend, seinen Umzug zu halten.
— Der Kaiser hat dem Dombaumetster, Herrn Geh. Regierungsrath Votgtel, für die Werkleute der Dombauhütte einen Betrag von 10,000 JL übergeben. Jeder Geselle erhält 30 Jl. Heute Abend findet im Vtctoriasaul ein Festesten für die Werkleute statt, welches ebenfalls tm Auftrage Sr. Maj. gegeben wird.
San Salvador (1878) .
Argentinien (1876) . .
Bolivia (1877) - . .
. Ecuador (1877) . . . Argentinien, das jetzt nur mit einer
Britisch-Ost'nbien (1878)
Japan (1877) . . . .
China (1878) . . . .
Türkei (1875) . . . .
1000 Kilo Rohtabak. . . ca. .......
Für den Verbrauch an Tabak pro Kopf der Bevölkerung in verschiedenen Ländern führt die österreichische „Statistische Monatsschrift" folgende Tabelle als annähernd zuverlässig auf:
Vereinigte Staaten von Nordamerika auf den Kof 3zl Kilo,
Lokales.
Gießen, 20. October. Nächsten Sonntag, den 24. October, feiert die fretw. Gatl'sche Feuerwehr ihr 25jähriges Stiftungsfest. Das Corps, welches am 6. Octbr. 1855 gegründet wurde und sich bis auf den heutigen Tag der Protection des Hauses Gail, welches an der Gründung den regsten Antheil nahm, erfreut, hat sich seit dieser Zeit im Verein mit dem Schwestercorps, der freiw. städtischen Feuerwehr, stets wacker da bethätigt, wo es galt, „des Bürgers Dach zu schütze n", wo es galt, dem entfesselten Element „Feuer" Einhalt zu thun. Und nicht nur in unseren Mauern hat es gewirkt, es erschien auch dann auf dem Plane, wenn die Sturmglocken der Nachbargemeinden ihren Hilferuf ertönen ließen, wenn in graußiger Flammennacht die geängstigten Bewohner dem Anrücken der Gießener Feuerwehr entgegensahen. Wir geben uns deßhalb der Hoffnung hin, daß speciell die Einwohnerschaft Gießens auch der freiw. Gail'schcn Feuerwehr an diesem ihrem Ebrentage die Anerkennung nicht versagt, die sie verdient, und die der freiw. städtischen Feuerwehr gelegentlich ihres Stiftungsfestes in so reichem Muße zu Thcil wurde. — Das Fest selbst, welches durch Weckrus der hiesigen Rcgimentsmusik am Sonntag Morgen eingeleitet wird, verspricht denn auch, ein der Feier des Tages entsprechendes zu werden Das Programm für dasselbe ist folgendes: I. Morgens 7 Uhr: Ta^-Reveille. — Empfang und Geleite der auswärtigen Kameraden zum Hauptquartier (Lindenhof). — II. Mittags 1 Uhr: Festessen in Wenzel's Saalbau, Decoration des Mitgründers und activen Kameraden Emil Junker. — UI. 3 Uhr: Aufstellung des Zuges im Oswald's Garten. — Uebung am „Lmdcnhof". — Zug durch einige Straßen der Stadt. — IV. 6 Uhr: Festbankel in Wenzel's Garten. Wir glauben erwarten zu dürfen, daß die Einwohnerschaft Gießens diesen Tag mitfeiert und namentlich durch Beflaagen ihrer Häuser ^eigt, daß sie die Verdienste, die sich die freiw. Gail'sche Feuerwehr als Tbeil der gcfammten G ießener Feuerwehr erworben hat, zu würdigen weiß. Auch richten wir an Alle, welche Einladungen zu dem Feste erhalten haben, die Bitte, denselben Folge zu leisten, namentlich gilt dies den Mitgliedern der freiw. städtischen Feuerwehr, die an diesem Tage zeigen mögen, daß nicht nur die Augenblicke höchster Gefahr, sondern auch die Stunden
Brasilien (1876/77) . San Domingo (1878) Portor>co (1877) . . Peru (1877) . . .
Argentinien, das jetzt nur mit einer kaum belangreichen Tabakspioduction auf- tritt, soll nach fachkundigen Versicherungen in mehieicn seiner Provinzen einen dem Tabaksbau sehr günstigen Boden und dadurch Aussicht haben, dermaleinst mit den Hauptproductionsländern für Tabak in Amerika zu concurriren. Im Ganzen exportirt Amerika also ungefähr 180 Millionen Kilo im Werthe von 206 Millionen Mark.
In Asien wird Tabak producirt am stärksten ui den spanischen und holländischen Colonien in Ostindien, auf den Philippinen und insbesondere in Manila. Java soll unter den holländischen Colonien im Lrunda-Archipel allein im Stande sein, bei guter Ernte 15 Millionen Kilo im Jahre zu liefern. — Der in Britisch-Ostindien, namentlich tn der Präsidentschaft Bombay gebaute Tabak, der reichlich erträgt, wird meist im Lande selbst consumirt. Das gleiche ist in Japan der Fall, wo ebenfalls Tabak in flrofjem Umfange, aber von geringer Qualität erzeugt wird; hier sind die Exporte aber beträchtlich im Steigen (361,600 JL im Jahre 1876 auf 9992,825 JL im Jahre 1877. Enyland importirte aus Japan 1876: 785,000 Pfd., 1877: 1,262,427 Pfd. und 1878: 2,0v7,414 Pfd. (engl.) Rohtabak). — In China baut fast jeder Landnnrth Tabak zum eigenen Gebrauche; im größeren Maßslabe herrscht Tabaksbau aber nur tm nördlichen und südlichen Chma und in der Provinz Hupi. Der Export ist theils für den fpecifisch chinesischen Geschmack präparirt und geht in die chinesischen Niederlassungen, zum anderen Theile geht er, zumeist zur Mischung mit türkischem Tabak, nach Europa, resp. nach England. Persien exportirt unbekannte, aber nicht unbedeutende Mengen ^abak nach der Türkei. Rußland und Aegypten und die Türkei producirt in Syrien etwa 2,5 Millionen Kilo und insgesammt in allen ihren asiatischen und europäischen Provinzen ungefähr 34 Millionen Kilo im Werthe von 25 Millionen Mark. — Die wichtigeren asiatischen Exporte, incl. der der gesammten Türkei, bezifferten sich auf:
1000 Kilo Rohtabak. ~ .......
Philippinen (1877) . .
Zusammen 27,468 21,392
In Afrika wird in Algier ein ziemlich bedeutender Tabaksbau getrieben (Ertrag zwischen 5 und 6 Millionen Kilo) und in Egypten, trotz aller Mühen der Regierung, ein sehr unbedeutender; der Export kommt indeß dort so wenig in Betracht wie hier.
Unter den europäischen Ländern, die Tabak erzeugen, steht Oesterreich Ungarn oben an; seine Production belief sich 1877 auf 61,698,900 Kilogramm, wovon über 57 Millionen auf Ungarn entfallen. Diese Menge genügt indeß qualitativ wie quantitativ nicht für den einheimischen Bedarf, und die österreichische Monarchie führte in Folge dessen in dein betreffenden Jahre 137,433 metrische Centner fremden Tabak im Werthe von 28,324,000 Gulden ein gegen 69,667 metrische Centner (5,367,000 Gulden) ausgeführten einheimischen. Das deutsche Reich lieferte im Jahre 1877 29,863,100 Kilogramm eigenen trockenen Tabak (Werth etwa 14% Millionen Mark), wovon etwa 64% am oberen Rhein, in der baierischen und badischen Pfalz (36,7%), im badischen Oberland (14,2%) und im Elsaß (13,4%) gebaut wurden. Die Tabakscultur ist in Deutschland stark im Abnehmen begriffen, da sie noch im Jahre 1873 saft die doppelte Menge des Erzeugnisses von 1877 lieferte. Der Export deutscher Tabake beträgt ungefähr 17% Millionen Kilo, wogegen der Verbrauch auf 83% Millionen zu schätzen ist- Rußlands Tabaksbau, der im Jahre 1872 nur noch 36,26 Millionen Kilo ertrug, lieferte im Jahre 1878 schon fast 72 Millionen Kilo; er wird namentlich in Klein- rußland, in Bessarabien, an der Wolga und in der Krim betrieben. Die Qualität des russischen Tabaks ist gering; die Ausfuhr beläuft sich auf etwa 13,65 Millionen Kilo, die Einfuhr übersteigt den doppelten Betrag davon. Frankreich producirte 1876 etwa 15,Z8 Millionen Kilo gegen 23,86 im Jahre 1872 und verbraucht 31,4 Millionen Kilo. In Italien ist der Tabaksbau geringer, als es nach den günstigen klimatischen und Bodenverhältnissen sein könnte, er erträgt auf etwa 5000 Hectarc Fläche 4,16 Millionen Kilo. Von anderen europäischen Ländern produciren:
Rumänien (1876)
Die Production und Consumtion von Tabak.
Es ist nicht leicht, ein übersichtliches und zuverlässiges Bild von der Menge der Production und Consumtion von Tabak in den verschiedenen Ländern zu geben da der Anbau zu einem großen Theile in Staaten fällt, in denen eine sichere und regelmäßige statistische Controle nicht stattfindet und nach Lage der Verkehrsverhältnisse auch kaum stattfinden kann, und da bei der Berechnung der Consumtion der in Folge der meist auf den Tabak gelegten hohen Steuern häufige Schmuggel und die anderweitigen Formen der Steuerdefraudation einen das Resultat trübenden Einfluß üben. Gleichwohl hat von Neumann Spallart in seinem werthvollen Merkchen.- „Uebersichten über Production, Verkehr und Handel in der Weltwirthschaft" (Stuttgart, Jul. Maier) sich die Mühe genommen, möglichst der Wahrheit annähernde Daten zusammen tu suchen, um den Werth zu verdeutlichen, den der Tabak im Leben und im Verkehr der Völker besitzt-
Die Tabaksproduction ist am stärksten in Amerika und da wieder in den Vereinigten Staaten, in denen 1877 eine Fläche von 745,000 Ackern oder 1,303,750 preuft Morgen mit Tabak bebaut war, die einen Ertrag von 280 Millionen Kilo im Werthe von 40 Millionen Dollar ober 162,4 Millionen Mark gab. Der nordamerikanische Export beziffert sich ungefähr auf 144,580,000 Kilo im Werthe von 112,461 000 vH. In Westindien nimmt bekanntlich Kuba die Hauptstelle unter den tabaksprodu'cirenden Ländern ein. In Folge der langjährigen Jnsurrection ist dort indeß die Tabakserzeugung stark heruntergegangen — die Zahl der Tabakspflanzungen soll sich seit dem Jahre 1845 fast um die Hälfte vermindert haben. Jedenfalls ist ein großer Theil des kubanischen Erportes, der sich auf 7,757,100 Kilo ober 52,800,000 JL beläuft, jetzt nicht kubanisches Gewiss, fonbern von ben Nachbarinfein unb selbst von Brasilien im- 1 portirt Von weiteren amerikanischen Staaten exportirt: ' \
13,333
15,470
5372
8000
2241
7200
388
873
258
262
73
81
15
66
7
10
Nieberlanbe.....
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Belgien......
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Oesterreich-Ungarn ....
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bo.
Italien ......
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Offner
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Allen Perfonei furgmaffe gehör haben oder zur schuldig find, wii an bin Gemeinsä oder zu leisten, 1 anseüG, von t und von den $ au8 der C friedigung in 8 KonkurSoerivatte ötaibn 1880 I, Gießen, den 1 A»
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