hing der finanziellen Beziehungen Niederländisch-Indiens zum Mutterlands, mit 45 gegen 19 Stimmen ab. Der Minister der Colonien zog hierauf den ganzen Gesetzentwurf zurück.
Das Erdbeben in Croatien.
Agram, 16. Novbr., 9 Uhr Vorrn. Meine gestern ausgesprochene Hoffnung war zu früh, mein Wunsch war zu kühn. Seit Mitternacht ist die Erde in fortwährend zitternder Bewegung. Man fühlt diese im sichersten Winkel de- Hauses, wie unter jedem Pflasterstein der Straße. Wie viel Stöße uns die Erde von Mitternacht bis jetzt versetzt hat, wer mag sie zählen, und was ihre Stärke anbelangt, so ist uns auch die- sehr gleichgiitig. Genug, daß wir alle hier in fortwährender Lebensgefahr stehen, erschlagen, verschüttet oder begraben zu werden. Das sind nicht Nedensarten, daS ist die ledigste, entsetzlichste Wahrheit. Dazu das unterirdische Rollen des tellurischen Gewitters, daS man bei Tage weniger hört, als bet der Nacht. Nach Mitternacht kam der erste der von unterirdischem Donner begleiteten Stöße und schon w. r der Jellactcplatz voll von Männern, Frauen und Kindern. Die Männer schweigend, mit tiefernstem Blick sich befragend, während die Frauen still weinten oder die schreienden ober unruhigen Kinder zu begütigen versuchten. lieber dieser traurigen Scene leuchtete in mildem Lichte der prachtvollste Mondenschein, tiefe erhabene Ruhe am stcrnfunkelnden Firmament, das Entsetzen, der Schmerz, die Verzweiflung auf der Erde. Die Stöße und Bewegungen folgten einander ziemlich rasch, der Boden zitterte, hier schwächer, dort stärker, in grauenvollem Wechsel. Noch immer kamen aus allen einmündenden Gaffen die Menschen, suchten Trost und Hoffnung und fanden im Antlitze der Anderen das Spiegelbild der eigenen Furcht. Man wagte kaum zu sprechen und btese Stille inmitten des durch das fortwährende Beben und Rollen verursachten Geräusches war unsäglich ergreifend. Der Donner rollte immer fort wie der dumpf dröhnende Ton aus dem wetten Schallloche eines umherschleichenden höllischen Ophtkletdes. Die zitternde Bewegung ging ihren Gang, thetls stärker, theils schwächer, hörte aber nicht einen Augenblick auf. Der furchtbare Gedanke, Agram stehe auf einem vulcanischen Boden und werde veröden müffen, ergreift die Menschen immer mehr. Keine Zukunft, nicht einmal eine Gegenwart mehr, sondern nur Vergangenheit, solche und ähnliche Ideen wirbeln im Kopfe umher. Dann kommt die Vernunft und sagt, daß solche Erdbeben und zitternde Bewegungen der Erde auch schon durch mehr als wie hier acht Tage lang gewährt und am Ende weder Stabt noch Bevölkerung geschädigt haben. Nach halb 5 Uhr Morgens wieder ein, ich weiß nicht wievielter, aber starker Stoß. Der Jellactcplatz noch immer voll mit Menschen, ebenso alle dortigen Kaffeehäuser und noch immer die seufzenden Frauen, die ächzenden Kinder, die ernsten Männer. Da wird erzählt, tote nach dem ersten Stoße um Mitternacht die ganze Familie sich um das Oberhaupt derselben drängte, angstvoll seine Arme und Knie umklammernd; welche Mühe es kostete, ohnmächtig ge wordene Frauen zum Bewußtsein zu bringen, Kinder die Treppe hinunter zu tragen, wie man die Thüren verfehlte, niederstürzte und sich blutig auffiel, Kleider zerriß und d.e Fetzen um den lebenden Leib schlang, tote der Bahnhof überfüllt sei und die Menge die Waggons stürmt, kurz, eine schreckens- und grauenvolle Nacht Im Freien. Es heißt nur, den Kopf nicht verlieren. Vor Allem werden heute Frauen und Kinder, wenn möglich alle, entfernt, wenn nöthig mit Gewalt, denn ihr Schreien lähmt die Thätigkett und Energie der Männer. Eine Menge von Ihnen ist schon reisefertig und geht eilig, jeder Train entführt ihrer nach Hunderten. Heute dürfte überhaupt Alles, was nicht hier bleiben muß, Agram verlaffen. Dann muß die Regierung große Barackenlager bauen und dieselben thetlS sehr billig, theils unentgeltlich der Bevölkerung überlasten. Die kommende Nacht dürfte kaum ein hiesiger Einwohner, wo anders als unter einem niedrigen Dache zubringen. An Lebensmitteln ist kein Mangel und wer von Arbeitern arbeiten kann, arbeitet rüstig. Das Wetter ist prachtvoll, die Luft milde, beinahe warm. Ein Einsturz von Mauern oder Häusern kam seit acht Tagen und auch heute Nachts nicht vor. — (Frd. Bl.)
Agram, 16. Novbr., 1 Uhr Mittags. Heute war wieder eine Nacht wahnsinnigen Schreckens. Wenige Minuten nach dem ersten Stoße waren bereits Straßen und Plätze mit angsterfüllten Männern, verzweifelnden Weibern und schreienden Kindern angefüllt. Es war ein furchtbares Nachtbild. Der Mond schien heiter am prachtvollen Sternenhimmel, während im Inneren der Erde dafür die furchtbarsten Elemente entfestelt schienen. Fast jeder Erdstoß kündigte sich durch ein vorausgehendes unheimliches Brausen an. Vom Gebirge her waren heftige Detonationen vernehmbar. Man glaubte stets, nun müsse in der nächsten Secunde die Katastrophe eintreten. So furchtbar wie die heutige war noch keine der jüngst verflossenen Nächte. Mit den Morgenzügen verließen wieder zahlreiche Bewohner die Stadt. Für den Abend steht eine weitere Maffenflucht in Aussicht. Die Bevölkerung beklagt sich sehr darüber, daß die Behörden sich wohl um die Reconstructions-Arbeiten, aber nicht um den höchst nöthigen Barackenbau kümmern. Die Bevölkerung wagt nicht, in den erschütterten Häusern zu bleiben und sucht Zuflucht im Freien. Auf dem Zrimplatze waren heute Nachts nicht blos alle Bänke besetzt, sondern auf dem bloßen Erdboden lagerten Frauen und Kinder aus den besten Claffen. In Folge deffen find Krankheiten zu befürchten. (N. fr. Pr.)
— Die Kranken im Spliale der Barmherzigen Brüder wollten sich zum Fenster hinaus- stürzen. Die Stimmung ist eine unbeschreiblich aufgeregte. (D. Z.)
Vermischte-.
, , , November. Seit dem Bestehen des preußischen Staates haben wohl
in keinem The» e desselben ähnliche Zustande geherrscht, wie augenblicklich in dem Kreise Bochum. Kaum sind einige Tage vergangen, seit der gräßliche Mord an der Hebamme Becker hier verübt worden, der fünfte Mord dieser Art seit etwa 13/4 Jahren, und schon wieder hat ein Scheusal, wahrscheinlich daffelbe, welches die anderen Mordthaten verübt, eine Frau aniufaflen 8rau aus Langendreer wollte am vergangenen Freitag Mittag Ihrem außerhalb beschäftigten Manne das Mittageffen bringen, als sie p'.ötzlick in einem Hohlwege non einem Menschen überfallen wurde, der ihr eine Schlinge um den Hals zu werfen und fte iu erdrosseln suchte- Zum Glück kam in demselben Augenblicke ein Milchfuhrmann angefahren, der den Un- menschcn verscheuchte. Leider sah sich der Mlichknecht nicht veranlaßt, den Flüchtigen äu ver- solgen, obgleich die Behörde 3000 auf die Ergreifung des Verbrechers ausgejetzt hat Die Frau war von dem Ueberfall so erregt, daß sie erst gegen Abend der Behörde Anzeige machte. Die Hoffnung, des Scheusals habhaft zu werden, ist jedoch gestiegen, denn die Frau hat den Angreifer erkannt, wenn sie auch seinen Namen nicht anzugeben vermag.
PestH' 14. November. Pechy richtete im Unterbaute eine Anfrage an die Regierung Uber die m Klausenberg von zwei Officieren gegen den Redacteur Bartha begangenen Ausschreitungen. (Nikolaus Bartha, der Redacteur des Blattes „Eüenzek", wurde am 13. vs. Vormittags, von zwei Officieren herausgefordert, weil in seinem Blatt eine Notiz erschienen war, welche das Vorgehen des Militärs gegen Freiwillige scharf tadelte. Der Redacteur lehnte den Zweikampf ab, worauf die Dfficiere mit Peitschenhieben antworteten. Bartha wehrte sich mit (einem Stocke; darauf hieben ihn die Dfficiere mit ihren Säbeln nieder. An Bartha's Auskommen wird gezweifelt. Anläßlich der Aufregung, welche dieser Vorfall in Klausenburg hervorrief, ist das Militär in den Casrrnen consigmrt. Heute findet eine Volksversammlung ftatt, um eine Beichwerde an die Regierung und den Reichstag zu beschließen.) Auf Pechv's Anfrage antwortete der Ministerpräsident Tisza unter mehrfachen Unterbrechungen der äußersten Linken, baß allerdings Ausschreitungen vorgekommcn seien. Der Gerichtshof habe sofort die Untersuchung elngcleitet, um den Thatbestand der Ausschreitungen festzustellen. Das Mllitär- Commando in Hermannstadt laffe die Angelegenheit durch eine gemischte, aus Militärpersonen und Burgern bestehende Commission untersuchen. Die Thäter seien bereits verhaftet. Der Meister versicherte, daß die Schuldigen nach Maßgabe der Untersuchung mit erforderlicher Strenge bestraft werden würden, er warne aber davor, wegen Ausschreitungen Einzelner gegen eine ganze Körperschaft aufzureizen. Die Antwort wurde vom ganzen Hause zur Kenntnlß genommen. Die Sitzung verlief sehr bewegt.
- [®ie Ohrgehänge der Muttergottes-Statue.) Ein intereffanter Rechtsstreit wird gegenwärtig in Wien lebhaft besprochen. Die Gattin eines der angesehensten Bürger der Leo- poldstart starb vor einigen Jahren unter Zurücklassung eines Testaments, in welchem dieselbe em Paar prachtvolle Brillant-Ohrgehänge im Werthe von 3000 fl. der Muttergottes,Statue in der Johanneskirche in der Praterstiaßc vermachte. Jedoch war an dieses Vermächtniß die ausdrückliche Bedingung geknüpft, daß die Muttergottes diese Ohrgehänge auch wirklich tragen muffe. Das Legat wurde von der Kirche zu St. Johann ordnungsmäßig übernommen und der Wunsch der Erblafferin in allen Theilen ausgeführt. Da verschwanden vor einiger Zeit die Brillanten von der Marien-Statue. Als der Gatte und Testamenlsvollstrecker von diesem Umstande Kenntnlß erhielt, begab er sich sofort zum Pfarrer zu St. Johann, um denselben zu bestimmen, die Statue in der früheren Weise wieder zu schmücken. Der Pfarrer setzte jedoch diesem Verlangen Widerstand entgegen Die Ohrgehänge feien an der Statue zu febr betrachtet und liege also die Befürchtung eines Diebstahles nahe. Da der Polizeibehörde die permanente Aufstellung eines Detective zur Bewachung der Statue nicht zugemuthet werden dürfte, so habe er, der Pfarrer, die Brillanten vorläufig in Verwahrung genommen. Hiergegen legte der Gatte der Erblafferin jedoch entschiedenen Protest ein; et berief sich auf den Wortlaut des Testaments, In welchem die Bedingung, daß die Statue die Brillanten stcktbar trage, besonders betont sei. Könne oder wolle die Pfarre diese Verbindung nicht einhalten, so habe sie das Recht auf daS Legat überhaupt verwirkt. Nichtsdestoweniger beharrt der Pfarrer auf seinem Entschlüsse, die Brillanten an der Statue nicht mehr zu befestigen, und so wird cs wohl zu einem Rechtsstreite kommen.
Dirmstein, 13. November. Bel heutiger Treibjagd, an der ca. 80 Schützen thell nahmen, wurden etwas über 700 Hasen geschoffen. Außerdem soll einem Schützen in die Hand geschoffen worden sein und ein anderer soll es nur dem Umstand, nicht einige Centimeter größer zu sein, zu verdanken haben, daß ihm eine unliebsame Berührung seines Kopfes mit Schrot- körnern erspart blieb.
SehifiTeberlelit. Mitgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Llood. C. W. Dietz in Gießen.
Bremen, 18. Novbr. Der Postdampfer Mosel, Capt H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. November von Newyork abgegangen war, ist gestern 12 llhr Nachts wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Paffagiere, Post und Ladung 4 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 92 Passagiere und volle Ladung.
Lokales.
Gießen, 19. November. Kommenden Montag und Dienstag wird der „Zauberkünstler" F. Basch im Saale des Casö Leib zwei Vorstellungen :n seinem „Cagliostro- Theater" veranstalten. Wir entnehmen der „Creselder Zeitung" über die Leiftunaen gedachten Künstlers das Nachstehende: 0
Einen recht genußreichen Abend bereitete gestern im Nebeck'schen Saale der Zauberkünstler Herr F. Basch dem mit Beifall keineswegs kargenden, leider aber nicht sehr zahlreich erschienenen Publikum. Bei den Herren der „schwarzen Kunst" heißt es bekanntlich immer „Geschwindigkeit >st keine Hexerei" und „Alles geht auf ganz natürlichem Wege zu", doch bot Herr Basch gestern so viele neue und im höchsten Grade überraschende Piecen, daß man schier an der Richtigkeit dieser Versicherung hätte zweifeln und glauben können, es sitze doch irgendwo in den Taschen des Herrn Basch ein Helfershelfer in Gestalt eines kleinen Koboldes versteckt. Schon die erste Nummer des reichhaltigen Programms: Einige Dutzend Gläser schmackhaften und dazu noch dampfenden Punsches aus einer offenbar leeren Bowle hervorzuzaubern, war eine Leistung, bei der man nicht mehr wußte, wo die Geschwindigkeit aufhörte und die Hexerei anfing. Auch die übrigen Nummern boten ungemein viel des Staunenswerthen Herr Basch entnimmt einer ohne allen Zweifel leeren Schatulle eine Unzahl von Puppen, gefüllten Weingläsern und schließlich gar ein Centnergewicht; auf der Oberfläche eines Spiegels erscheinen auf geheimnißvolle Weise prächtige Rosen, die ihre Farben ändern, verwelken und wieder verschwinden rc. rc. Doch nicht allein'auf Pro- ductionen solcher Art beschränkt sich Herr Basch, sein Programm ist ein weit vielseitigeres. So entlockt er einer unscheinbaren Mundharmonika die schönsten Melodien eine Leistung, die wir derart noch nie zu hören bekamen. Etwas Außerordentliches ist auch die „geheimnißvolle Mühle", die, wie sich Jedermann überzeugen kann, leer ist und der, aller Beobachtung ungeachtet, bei nachheriger Oeffnung dock ein Mensch entsteigt oder in der auf unbegreiflicher Weise Menschen verschwinden. Zum Schluß seiner Vorstellung bringt uns Herr Basch noch eine Reihe prächtiger agioskopischer Bilder reich in Farben, Beleuchtung und Mechanik. „Selbst der Anspruchsvollere wird in' diesen Soireen etwas Neues und Interessantes zu hören bekommen und sich einiae Stunden bestens amüsiren." 0
Gießen, 19. November. Gestern Nachmittag 3 Uhr brach abermals in Lana- Göns Feuer aus, das 5 Scheunen nebst 2 Ställen mit Anbauten in Asche legte Es brannte an 3 verschiedenen Stellen rechts und links der sog. Hundstedenstraße in den Hofraithm von Conrad Müller XVI. Frau, Anton Velten XIII. Johannes Jung, Johannes Hartmann IV. Wittwe, Johannes Brückel VI. und Anton Stahl II.
In Abwesenheit des Bürgermeisters war der Ausbruch des Brandes durch die Güte des Herrn Dekan Strack den hiesigen Behörden telegraphisch mitgetheilt worden deren Vertreter sich alsbald an Ort und Stelle begaben und die Untersuchung ein- leiteten. Hoffentlich gelingt es, die Entstehung des Brandes zu ermitteln.
Noch verdient erwähnt zu werden, daß die umliegenden Orte bis über den Umkreis von 2 Stunden hinaus Spritzen und Mannschaften zu Hülfe gesandt hatten so daß es den vereinten und eifrigen Kräften gelang, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. 8
— Die Schutzmannschaft verhaftete heute Morgen zwei Handwerksburschen welche als der Brandstiftung in Lang-Göns dringend verdächtig erschienen. '
— Heute Morgen riß der Sturm die 70 Fuß lange Fahnenstange auf dem „Heidenthurm" herunter. Die Stange richtete an dem unten im botanischen Garten stehenden Treibhaus arge Verwüstungen an.
Irischvöcker in Gießen.
Sonntag, den 21. November. Ernst Wallenfels, Wallthorstraße. Friedrich Hennings, Seltersweg. Georg Spieß, Neustadt.
j Kirchliche Anzeigen
| der evangelifchenGemeinde ?uGießen.
Gottesdienst:
Sonntag, den 21. November.
8 Todtenfest.
MorgenS 9i/z Uhr in der Stadtkirche: Pfarrer Schlosser.
Nachmittags 2 Uhr in der Friedhofcapelle: Pfarrer Dr. Naumann.
I Am 1. Advent, Sonntag, den 28. November, wird das hell. Abendmahl gefeiert werden;
die Beichte findet Tags zuvor Nachmittags 2 Uhr statt.
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 21. bis 27. November besorgt Pfarrer Schlosser.
Sanges Brüder! *)
Am 22. d. MlS. werden es 100 Jahre, daß Eonradin Kreutzer, der große Lleder-Componist, geboren wurde.
Ihm, dem der deutsche Männergesang so viele der schönsten Lieder verdankt, wird an diesem Tage allerorten eine Gedächtnißfeier bereitet.
Soll der Tag hier in Gießen, wo so Viele- für Gesang gethan wird, unerwähnt vorüber gehen -
Schaart Euch zusammen, damit dem Componisten der „Kapelle" und einer Menge der schönsten Lieder, eine seine Verdienste würdigende Feier veranstaltet werde. Laßt an einem solchen Tage einmal allen Unterschied und alle Parteilichkeit fallen, wenn es gilt, eine» Mann zu ehren, der nur für da- Deutsche Lied gelebt und gearbeitet hat.
Darum nochmals: Feiert den Tag gemeinsam!
*) Im Anschluß an unsere Briefkasten-Notiz in Nr. 269 ds. Bl. bemerken wir heute, daß der Lieder-Componist Conradin Kreutzer 1780 zu Mößkirch in Baden geboren ist. Das Conversations - Lexicon sowohl von Meyer als auch Brockhaus, welche 1788 al? das Geburtsjahr bezeichnen, enthalten somit eine Unrichtigkeit.
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