Ausgabe 
20.6.1880 Zweites Blatt
 
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1880

Sonntag den 20. Juni

Alveites Blatt.

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[ zur ftnrntniß, bafe ^Laschlrißrs des - Mineral-WasirrK en gezwungen M, uge per Füllung zu

dm 1. Mai 1880. reimer mxtck.

Mann, flink und cugniflen wird als lufer md. Vthall steigend' . b. Bl.

Friedberg. E b($g 3^r 1880 von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Kommunal - Bedürfnissen in der Gemeinde Friedberg. _ , , I

5. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Worms, die Erhebung einer Umlage für die deutsch-katholische Gemeinde zu Osthofen betreffend.

6 Ordensverleihungen.

7. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- anLdigst geruht: nm 17. Mat dem evang. Pfarrer Gustav Wolff von Freien. Steinau die evang. Psarrstelle zu Eschollbrücken zu übertrage».

Am 30. Mat wurde dem Schullehrer Konrad Böckner zu Otterbach die Lehr erstelle an der Gemeindeschule zu Oppenrod, dem Schulamtsaspiranten | Philipp Karl Wenzel aus Ni-d-r-Florstadt die L-hr-rst-lle an d-rGemeinde- . ickule au Reichelsheim i. W- übertragen, am 31. Mai wurde der Hüll^gerichts- schretber" bet dem Amtsgericht. Gießen Konrad Koch zum Gerichtsvollzieher I

----------------------------------------------------- PveiS Vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Blitz, Donner und Blitzableiter.

«Am «Aabre 1752 wurde bekanntlich von Franklin in Philadelphia_ der Blltzablelter £ . hnhpn seine vielen Versuche, sowie die von de Romas, Beccaria und

wÄnbmn MG-nüg- b-w'-s-n, daß'del Blitz -in- -lcctrisch-Ersch-inungist.- $inTtnirf^9Iu?fDrud) - Es gibt große Herren, denen man nur nut der grotzten Vorftcht wurde' an dem Professor Richmann zu St. Petersburg zur Wahrheit.

babi^cf), daß bei windstillem warmem Wetter, wo der ErÄoden^stark erhitzt wird, Luftströmungen, die viel Wasserdampf der sich fuhren, senk-

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itter und Mitteleuropa 20, Frank-

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D-ksog katt-Schlag »st derselbe wie der jiinbenbe, nur daß er -atwed-r schwacher war ober Gesenstünde! sand,'^l-tteten- reichen Verfahrens berechnet, mit welcher c^llinelllökeit sich der elektrische Funken bewegt und gefunden, daß dersettre in einer Sttunde^den Weg von ca. 450,000,000 Meter zurücklcgt, mithm in gleicher Zeit die Erde mehr denn Zehnmal-umkr^sen wurde. @rbe bi§ auf 200 Meter, die

^Weter entfernt dagegen ist chre gewöhnliche mittlere Höhe circa höchsten sind 5000 Mete !. , pxuae uon 8000 Meter erreicht haben. Wenn

KZ' Ä !° würde folglich die Zeit,

die Lange eines g ) 450 000sten Theil einer Secunde betragen.

Ä Schall von der uns am nächsten befindlichen Seite des Blitzstrahls unfer

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Brandschäden 96 394 Th°ler durch ^om 6. Januar 1875, allen

soll in ^olge dessen, laut Mühlen, weich gedeckten Häusern rc. Blitz-

Denen, die auf dem Lande, J . « t J Versicherungsgebühr erlassen werden, ablciter von richtiger Sonst uction aufstellen io ^Iglitz, mithin über 9 pCt.

Von 195 F-u-rschSd°n «^^Blitzablsit-niv-rs-h-n waren wurden in der Zeit von _ Ehe die Schiffe nut y vom Blitz getroffen und mehr oder weniger zerstört, 5 Jahren 70 englische Krieg ofch st wurden. Die Zahl der getroffenen Handels-

wobei Hunderte von Mensch n getodttt. wurdm Marine die Blitz-

Kl!it°e"eingesührt1i7d, hat sich die Zahl der von Blitzen zerstörten Schiff- auf e,n Unbedeutendes rebucirt. ber Blitz in das Pulvermagazin einschlug

und 20^0m"Ps7ndV°r -ÜnL^urde V, diese? großen Stadt vollüand.g zerstört und an 300 Menschen getodet.

; Vereins hier- che Freiquartier m 5. Deutzen W. fattfinben

a durch unseren llt worden sein, frecher, Herrn

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mit dem Amtssitze zu Friedberg ernannt; am 3. Juni wurde dem Schullehrer Jacob Kraft zu Pfaffen-Beerfurth die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zeilhard übertragen.

8. Dienstenthebung.

lO.^Ruhestandsversetzungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben alleranädigst geruht: am 8. Mat den Hauptsteueramtsdiener bet dem Haupt- steueramt Darmstadt Johannes Schnarr bis zur Wiederherstellung seiner Ge­sundheit in den Ruhestand zu versetzen. , -

Am 8. April wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule Brauns bard Rabannes Jost auf sein Nachsuchen, am 5. Mat wurde der Werkmeister !7dem A7/itsL zu Dieburg Johannes Köster am 31. Mat wurde der Amtsgerichtsdtener bei dem Amtsgerichte Wörrstadt Sebastian Ganß aus sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste in den Ruhestand ^rsttz^^ Gestorben find: am 19. April der Hostheater-Diener t. P. Jacob Burkhard zu Darmstadt; am 20. April der Mehrer i. P- Na ru Heppenheim; am 22. April der Forstwart L P. Forster Friedrich Schaaf u Köddingens am 23. April der Regterungsrath i. P. Dr. Wllhelm Rau-

Darmstadt am 24. April der Distrtctsemnehmer i. P. Rendanr Georg Wilhelm Kiefer'zu Heppenheim ; an dems. Tage der Revtstons-Jnspector L P ^Varena zu Wiesbaden; am 29. April der Hauptrechner ber allgemeinen aeistlichen Wittwenkasse und Rechner des evang. Centralktrchenfonds Friedrich Lauteschläaer zu Darmstadt; am 30. April der Schullehrer Heinrich Losekam ru Alsbach * am 22. Mai der Gesandte i. P. wirk!. Geheimerath Freiherr Heinrich v.' Gagern, Excell., zu Besiungen; am 26. Mai der Schullehrer Heinrich Fröhlich zu Bauschhetm; am 31. Mat der Kreisarzt Dr. m Sames zu Schlitz.

Politische Ueberficht.

Die orientaltfche Nachconferenz in Berlin findet in einem Empsangssaal des auswärtigen Amtes statt. Die amtlichen Vertreter der Stgnatarmächte find sämmtlich anwesend; Herr von Saburouder Botschafter, erschien, nachdem er wenige Stunden vorher aus St. Petersburg zurückgekehrt war. Ohne Gala und Glanz, ohne prächtige Auffahrten und Ceremonien kamen die Boischaster und Bevollmächtigten, '^ils zu Fuß an, nicht uniformirt, nicht mit den Orden geschmückt, sondern im selchten Pro- tnenaben. ober G-sellschafts-Anzuge. Die Cvnferenz ist streng beschränkt au die Frage der griechisch - türkischen Grenzregultrung; keinerlei diplomatische Nebenbesprechungen sind gestattet; selbst die Frage der eventuellen Durchfüh­rung der Beschlüffe soll vorläufig in der Conserenz unberührt bleiben. Die erste Sitzung war, wie wir erfahren, lediglich formalen Angelegenheiten ge­widmet ; alle zwei Tage gedenkt die Conferenz zusammenzutreten.

Die Regierung der französischen Republik ist aus der schiefen Ebene schon bei der vollen Amnestie für die Communards angelangt. Gambetta ist für dieselbe eingetreten und die gesammte republikanische Preffe unterstützt die weitgehende Lösung der Frage, wie fie der einflußreiche Kammer- prästdent vorschlägt. Allerdings reservirt Präsident Grevy sich noch ftme Ent- scheidung, allerdings ist der Senat noch in voller Gegnerschaft und das ge­jammte Ministerium ziert fich noch, ehe es nachgiebt, aber von einem ernstlichen Widerstreben, selbst nur von einer längeren Vertagung der vollen Amnestie dürste kaum noch die Rede sein. Und dabei find die Hetzereien der radikalen Preffe heftiger denn je; am Jahrestag der Bewältigung der Commune wurde offen ein revolutionärer Putsch versucht; Rochefort ist wieder der Held des Taaes und der alte Verschwörer Blanqut ist durch ferne Niederlage in Lyon nickt bekehrt. Trotz alledem wird die Amnestie kommen, und man kann nur hoffen, daß die Republik nicht ihre Kraft erschöpft, wenn sie die alten Umsturz- Elemente wieder nach der Heimath ruft.

Mr pie Einwanderung nach Ungarn werd gegenwärtig in Deutschland Propaganda gemacht, obwohl viele Ungarn selbst auswandern. Bei den unfichern R-chisveihältniffen daselbst muß davor gewarnt werden; auch erscheint gegenwärtig weder die Lage der Landwirthschafi, noch der In­dustrie in Ungarn verlockend oder ausnahmesähig für deutsche Einwanderer.

In England scheint man nicht allzugrohe Hoffnungen auf die Erfolge tcI englischen Politik in der Türkei zu ,'tzen; w-nigstens war die Rede Gran- v lle's b i dem Festeflen der Londoner FischhändlenGilde sehr zurückhaltend. Er nahm «s schon als einen Erfolg der Regierung in Anspruch, wenn der Friede erhalten bleibt, und in dieser Beziehung stutzte er sich auf das Zeugniß der deut,chen Botschafters in London, Grasen Münster, welcher meint daß die Anreicken bezüglich des europäischen Coneerls im gegenwärtigen Augenblick änüerst günstig Md. - Gladstone hat weder durch den Antrag, einem Gegner das Work u entziehen, also die berühmte englische parlamentarische Redefre - be t ui beschränken, noch durch sein Budget, das nicht seinen früheren Glanz, leistunaen entsprach, die Zahl seiner Freunde sonderlich enthusiasmirt.

Der Pforte ist Ke identische Note der Großmächte überreicht; auch die Berliner Conferenz dürste energisch austreten, so daß der Sultan wohl zur Einsicht kommen st-ird, es sei am besten, den Berliner Vertrag rasch und ^Vn^n11 ii»ein^feJ©aaten gilt die Wahl Garfield's zum Präsi. benttn®er Sieder Chilenen über Peru läßt hoffen, daß in Südamerika bald der Friede zu Stande kommt.

Darmfkadt, 15. Juni. Das Großherzogi. Regierungsblatt (Beilage ^r" 1 Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Kirchen- und Schul- bausonds für die Provinz Rheinhessen für das Jahr 1877.

2. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Vicinalwegbaufonds der Provinz Rheinheffen für das Jahr 1875.

3. Uebersicht der für das Jahr 1880 von Großherzoglrchem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur^Bestreitung von Com- munal-Bedürfniffen in den israelitischen Neltgions-Gemeinden des Kreises