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140* Samstag den 19. Juni 1880.

Aichener Mmeiger

APkigk- nib Amtsbistt fil Lkll Kreis Gikßkn._________________

.. - .. i- ----------------------------- Drei- vierteijührttch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

ex L B 18 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. die Post beiogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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Zmlticher HHeik.

Schotten, den 16. Juni 1880.

Betreffend: Die Aushebung des Großherzoglichen Rentamts Schotten.

Schotten und Ulrichstein, sowie die Obersorstereten Etchelsdorf, Feldkrucken, IbenhainDomantalgefälle aus den Oberförstereien Etchelsdorf und die Obersörsterei Laubach dagegen dem Rentamt Gießen zuzutheilen, ferner die U h g s Schotten. im Uebrtgen die Erhebung der

und Schotten sowie thetlweise aus den Obersörstereien Feldkrucken und in Nr. 6 des dies-

Domanialgefälle aus der Obersörsterei Feldkrücken dem Tnstrictsemnehmer zu Ulrichstein zu übertragen sind, gemäß 9

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Großherzogltches Rentamt Schotten.

Heim.

Pfarr-Conferenz.

Pfarr - Confer-nz auf dem Schiffenberg künftigen Mittwoch den 23. Juni, Nachmittags 1 Uhr.

Lang.Göns, den 17. Juni 1880. ' Strack, Dekan.

Deutschland.

Darmstadt, 16. Juni. Das beute ausgegeben- Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 20 enthält das Gesetz, Maßregeln gegen die Reblaus betr.

Darmstadt, 17. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht:

Am 14. Juni den praktischen Arzt Dr. Hermann Dannenberger zu Crumstadt zum Kreisärzte des Kreis-Gesundheits-Amtes Lauterbach zu ernennenden, gunf. Im vorigen Monat wurde in Bielefeld der fünfte westfälische Lehrertag abgehalten. Bet dem gemeinschaftlichen Mahle, welches sich den Verhandlungen anschloß, bracht- der R-gi-rungs- und Schul- ratb Hielscher aus Minden einen Trinkspruch aus, in welcher er dl- Verdienste des Ministers Falk um die Schule feierte. In einer -weiten Red- auf b e tüchtigen, braven Lehrer machte er einige maßvolle Bemerkungen über die schweren Vorwürfe, di- dem preußischen Lehrerstande geawcht worden seien und bk in dem Umfange, der ihnen gegeben, und an der Stelle, wo sie aus. gesprochen worden,vielleicht nicht verdient gewesen" se en. Er nannte nicht den, der jenen Vorwurf erhoben hatte; die Zuhörer aber wußten, daß die unglücklichen Aeußerungen des Ministers v. Puttkamer im Landtage g-münt waren. Und Herr v. Puttkamer hat nicht gezögert, seinerseits Herrn Hielscher zu widerlegen. Er hat dies allerdings nicht gethan, indem er für seine Kritik des L-Hrerstandes die Beweise beibrachte, sondern indem " H-rn'Hielscher von Minden nach Gumbinnen versetzte. Wir entsinnen uns nicht, daß Herr Falk jemals auf den klugen Gedanken gekommen wäre, einen Mangel an Gründen in solcher Weise durch schlagende Thatsachen zu ersetzen. (Köln.Ztg.)

Man erinnert sich an den Vorfall im R-tchtstage, daß der Abg. v. Stzbel di- Centrumspartei beschuldigt hatte, bei Erwähnung des Kaisers aelaibt zu hoben. DieGermania" griff Herrn v. Sybel deshalb heftig an und überreichte ihrem Liebling ein Bouquet von Artigkeiten, besten mittelste Blurne der Vorwurf derVerlogenheit" bildete. Herr v. Sybel verklagte deshalb den verantwortlichen Redacteur derGermania , Herrn Falkenberg, und dieser ist jetzt von der Strafkammer des Landgerichts I zu sechs Wochen Gesängniß verurtheilt worden.

Die deutsche CorvetteAriadne" ist wegen der pölitischen Vorgänge in Buenos-Ayres noch in Montevideo zurückgehalten worden.

Belgien.

Brüste», 16. Juni. Die nationale Ausstellung wurde heute feierlich eröffnet unter großer Betheiligung deS Publikums. Der König und die Mal« sowie Graf und Gräfin von Flandern mit ®efolge langten unter den erwbu sta'stIschen Zurufen ter Bevölkerung um 2 Uhr vor dem Ausstellungs- Palaste an, empfangen von dem Comits der Ausstellung Das dip.omat sch- Korvs war vollständig vertreten, ferner waren anwesend zahlreiche Deputirte ..^Ken-toren di-Civil- und Militär-Behörden, geistliche Würdenträger, «ami ie sand die Aufführung einer Cantate statt, worauf vor der Königs- Tribüne -ine lange Reihe Aussteller und Arbeiter, annähernd 6000, defilirten. S dan b trat der König mit der königlichen Familie die Ausstellung. Auf di- beaiüstende Ansprache des Ministers des Innern erwiderte d r König: Er beglückwünsche das Comitä, deffen wohlwollenden Bestrebungen dieses große nationale Unternehmen zu danken sei, das seinen Platz in der belgischen Ge­schichte behalten werde. Auf die Ansprache des Bürgermeisters von Brussel, worin der Bemühungen des Königs um Eröffnung neuer H°"d°kwege gedach wurde, erwiderte der König: Di- Industrie könne nicht gedeihen, »en«-man nicht neue Absatzgebiete aufzufinden trachte. Der Handel sei die beste Stutze

Telegraphische Pepeschen.

»«g«-,'« telegr. «,rr-sp»n»e«i Bure««.

Raausa, 17. Juni. Das Eomitö der albanesischen Liga in Skuiari ist nach Tust gegangen, um mit den Befehlshabern der Tnippen zu confertren. Der britische Consrrl Green begab sich neuerdings nach Cettüije, was den Verdacht der Liga erregt. Der Gouverneur von Skutari versucht unter dem britischen Einfluß die Liga zu überreden, die Entscheibungen der Mächte anjunebmeiL^ DemDiritto" zufolge sind Italien, Frankreich und

England in Betreff der griechischen Grenzlinie vollkommen einig. Das Blatt meint, auch die übrigen Mächte würden diese Trace acceptiren. Lachwierrg- keiten könnten erst entstehen, wenn es sich darum handle, die neue Grenze praktisch zu ziehen. Es bestätigt sich, daß Crispi sein Mandat als Depu- tirter mU>ergelegt^ hat gestern früh eingeiroffene Großherzog von

Heffen hat am Vormittag den hier weilenden Mitgliedern des kaiserl. Hauffs Besuche abgestattet und hieraus den Fürsten Alexander von Bulgarien und den britischen Botschafter Elliot besucht. Nachmittags 5 Uhr gab der Kaiser in Schön­brunn zu Ehren des Großherzogs ein Gala-Diner, welchem außer dem Kaiser und dem Großherzog die obersten Hofchargen, die Minister v. Haymerle, v Bvlandt die Botschafter Prinz Reuß, Elliot und die Suite des Großher» zögs?insgesammt 28 Personen, theilnahmen. Der Großherzog saß dem Kaiser

der Industrie; wenn man sein- Ausdehnung fördere, werde man auch der nationalen Industrie einen größeren Wirkungskreis schaffen.

Knglaud.

London, 16. Juni, Abends. Bei dem von der Stadt London zu Ehren des Königs von Griechenland in der Guildhall gegebenen Dmer waren der Prinz von Wales und Gladstone unter den Tischgästen. Der König erwt. beite auf5 den Toast de« Lordmayors: Er danke sür die Griechenland bewie- ene Sympathie und erachte die ihm erwiesenen Ehren als derSache der Freiheit dargebracht. Der Prinz von Wales diuckie Wunsche für Griechenlands Gedeihen aus. Gladstone sprach seine Befriedigung über die Fortschritte Griechenlands aus, wofür jeder Engländer Theilnahme empfinde. Es fei ein glückliches Zusammentreffen, daß gerade heute die Conserenz bezüg­lich der griechischen Frage in Berlin zusammengetreten, welche die b-tr. Be- stimmungen des Berliner Vertrages zur praktischen Wirkung bringen werde.

Aegypten.

Kairo, 16. Juni. Verschiedene Paläste und Immobilien in Abdlrn Ghiz-h und Ghezvich sind durch amtliches Decret zu Staatseigenthum erklärt.

Amerika.

New-Avrk, 5. Juni. Während der verfloffenen Woche wurden am Castle Garden zusammen 11,502 Einwanderer gelandet. Für den Monat Mai stellt sich die gelammte Einwanderung auf 55,083 Personen gegen 18,325, 11,450 und 9882 in den Jahren 1879 1878 unb 1877 unb 51 317 Personen im Jahre 1872. Während der ersten 5 Monate des lau- senden Jahres trafen im hiesigen Hafen 135,346 Einwanderer ein, gegen 118 382 in 1872, in welchem Jahre die gesammtc Einwanderung für 12 Mo­nate 294 581 betrug. Seit dem 1. Mai 1847, seit welchem Zeitpunkte Castle Garden als Einwanderungs-Depot eingerichtet wurde, bis zum 1. Januar 1880 sind hier zusammen 5,857,025 Einwohner gelandet worden, von diesen tarnen 2,195,938 aus Deutschland, 2,042,046 aus Irland und 1,619,581 aus allen übrigen Ländern. .....