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1880.

Donnerstag den 15 Juli

Nr. 162

AnM- M Amtsdikit fir de« Kreis Gießen

Erscheint täglich mit Ausnahme des MotttagS.

NedaettonSbureaur | Schulstraße B. 18.

«^veditto«»bureau r J r

bei

dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großher-

2.

3.

Spamer.

'«reiS viertchährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mari 50 Pr.^

Deutschland.

Darmüadt, 13. Juli. Das gestern ausgegebene Großherzogliche gteaierunSt Nr. 22 enthält die Instruction üb-r Behandlung der E nnah- men aus den Erträgen der Gemeindewaldungen und der darauf sich beziehen- den Abgaben. ^ieNat.-Ztg." schreibt: Einer der bedrohtesten

Dünkte um welche sich die liberale Partei zu schaaren hat, ist ble 9r°6c «reiheit's.S?andart° des R-tchsctvtlstands. Gesetzes. Es kann nicht genugsam darauf aufmerksam gemacht werden, welche Gefahr das genannte Gesetz in der Session 1881 zu bestehen haben wird. Jetzt nach Annahme des kirchenpolrtt- scheu Gesetzes ^und ven damit angebahnten Partei - Combtnationen ist diese tN-söbr nock viel näher gerückt. Unverhohlen wird von orthodoxer Seite auf

BeruBiaen au können glaubt, es sei undenkbar, der Staat werde die wtchMe Errungenschaft aus dem Errungenschafts-Proceß zwischen Staat. und 'rche, seine Unabhängigkeit im Eherechte aufgeben, der könnte vielleicht. do ) ch enttäuscht werden Wir lehnen eS allerdings immer noch ab, zu glauben, daß

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u? I snoiilbriaen Periri ung das urchrtstliche Princip der

1 nämlich ,nnä' « Gebiete niedergelegt. Weil

Glaubens- und Gew si t h b(efeg Gesetzes fast ganz übersehen ist, hat ÄSr'ÄSÄ»«, - w«- -«*.«*

und dennoch großen Patrioten. In ihnen lebte der alte Heldenmuth, bte nationale Idee, der tiefe Glaube und der edle Freiheitsdrang. Sie sind nicht schlechter geworden in den jüngsten fünfzig Jahren. Dw Söhne und Enkel iener Freiheitskämpfer sind noch heute bereit, Gut und Blut für Heerd und Mar zu opfern, Mann für Mann wider den türkischen Erbfeind zu ziehen und darum sind sie seien wir gerecht! würdig unserer Sympathien, werth der europäischen Unterstützung!

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Griechenland.

Die große Begeisterung, welche in Deutschland im Jahre 1830 fürdie Griecken und die Polen herrschte, ist verschwunden; das damalige Deutschland Vw.hr GeM sür leidende Völker, weil es selbst PoUtif^ bebrüdt «ar, während das heutige deutsche Reich den kühl rechnenden V-istand Kerrschen läßt und die Realpolitik eines Bismarck feiert. Zuweilen aber sollten wir uns doch fragen, ob wir nicht ungerecht gegen an_ ßanb sind, dem wir die klassische Bildung und dadurch die deutsche Wisienschast, desien alten Kunst schätzen wir noch heute den ewig neu strömenden Born unvergänglicher Scho« Hellen verdanken. Ein wenig Sympathie für Griechenland st nicht nur deutsche, ist eine europäische, ja eine Culturpflicht der ganzen civiltsirtm Welt, die endlich die Zeit der schweren Prüfungen, fast zwei Jahrtausente blutiger Unterdrückungen deS Griechenvolkes beenden sollte. Vielleicht ist es kein ZiI , sondern ein Werk der Vorsehung, daß die griechischen Jnteresieu bet dem deut- schen Reiche von einem Gesandten wahrgenommen werden, der als Gelehrter an die schöne Tradition vom alten glücklichen Griechenland« erinnert, von Alexander Rizo Rangabä, der nicht nur sein, sondern auch unser Vaterland studirt^e^ König Georg von Griechenland hat bet seinem Besuch in Berlin sich entschlossen, die Reise nach Petersburg aufzugeben; er wird da- aegen nochmals nach Berlin zurückkehren, um der Gast des deutschen Katscr- vaares zu sein. Auch hiermit ist «in deutlicher Fingerzeig gegeben, daß Griechenland sein Schicksal nicht allein auf eigene Kraft stellt, sondern den Sympathien des mächtigen deutsch-österreichischen Kaiserbundes empfiehl . Und in ter Tbcll eS wäre ein edler Gedanke, ein Streben, das an antike Klarheit unb an klassische Dankbarkeit erinnert, wenn das große mächtige Deutschland, das fr"ne Lebensweisheit den hellenischen Ueberlieserungen verdankt, den Epigo­nen der alten Griechen mit voller moralischer Kraft betspringen würde, um sie ttir ewig von der Bedrohung durch die türkische Barbarei zu-befreien Han­

delt es sich doch auch hierbei um den endlichen Steg des Kreuzes über den Halbmond. « h^te bet mißgünstige Scepticismus in der Geschichte, < i Beutiaen Griechen nicht die würdigen Söhne ihrer klassischen Ahnen, wer Lnsie schuldig sprechen, wenn er bedenkt, daß zwanzig Jahrhun- berte 'bitterer Fremdherrschaft sich schwer an diesem Völkchen versündigt haben. Vor sünsüa Jahren erhob Griechenland sein Haupt wider das Joch der »vrannei ^und alle ctvtlisirten Nationen jubelten ihm- zu, obwohl diese Er- kbung nicht ausging von einem reichen hochgebildeten Volke, sondern nur von ^sachen Männern, beraubt der guten Erziehung und der socialen Bildung,

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4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufugen:

«) Zkburts'Z-ugnib; ofccT Bormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fährgke.t den Frei-

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specielle Ladung kann nicht gerechnet werden.

Darmstadt, den 28. Juni 1880. w Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige.

Der Vorsitzende:

der unterzeichneten Prüfungs-Commifsion einzureichen. bemerkt

tstnficBtlid) der Anbringung der Gesuche wird im Specrellen das Fo g

der unterzeichneten 9VttTA'at

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