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wett besseres in etwas zu Wenn die 5- so würde der
Hauptkasse auszuzahlea und hier die Auszahlung mit auffälliger Langsamkeit bewerkstelligen zu laffen, so daß wenigstens um Tage der Abfluß von Goto verzögert wurde. — Zu alledem kam noch eine Agitation für Beseitigung der Goldwährung, welche thatsächlich noch nicht besteht, und für Einführung der Doppelwährung.
Daß diese Agitation von mächtigen Bankhäusern unterstützt wird, glauben wir ganz gern; diese mächtigen Bankhäuser würden bet Ausführung der Doppelwährung außerordentlich gewinnen, denn sie wären in der Lage, sich rechtzeitig die auf Stlberwährung lautenden Staatspaptere (z. B. die öfter, reichtschen) zu dem jetzigen, in Folge der Unterwerthigkeit des Stlb rrs gedrückten Course anzuschaffen und den erheblichen Gewinn zu ziehen, welcher daraus erwachsen würde, daß das Silber in ein bestimmtes günstigeres Werthverhält-
Kleinverkehr mehrere hundert Millionen Goldmünzen unbedingt festhaltm, weil er ungefähr eine Milliarde braucht und nur etwas über 400 Millionen Mark Scheidemünze hat. Von den Freunden der Goldwährung ist im vorhinein verlangt worden, daß man nicht vermittelst der kleinen Caffenschetne den Goldmünzen Concurrenz mache und letztere verhindere, sich im Kletnvrrkehr etnzubürgern.
Berlin, 11. Septbr. Die „Magd. Ztg." schreibt: Ja einer vor seinen Wählern in Ludwigsburg gehaltenen Rede hat Freiherr v. Vrrnbüler zur Begründung seiner Haltung den militärischen Mehrforderungen gegenüber die folgende interessante Darstellung derjenigen internationalen Verhältnisse gegeben, welche zu der Verstärkung der deutschen Militärmacht und zum Abschlüsse des deutsch-österreichischen Bündnisses geführt haben. Es war, sagt Herr v. Varnbüler, officiell nachgewiesen, daß Rußland auf zwei Stunden von der deutschen Grenze rückwärts, angehäuft an den Eisenbahnen, eine kriegsbereite Armee aufgestellt hatte. Es ist darüber eine Karte von Major v. Tröltsch herausgekommen, woraus zu ersehen, wie die Truppen angehäuft sind, und zwar so, daß sie in drei Tagen mit über 300.000 Mann bei Breslau über die Grenze gehen können. Dazu kam, daß Rußland Frankreich den Antrag gestellt hatte, ein Offensiv-Bündniß gegen Deutschland abzuschließen und sofort zu verwirklichen, und zwar deshalb, weil Deutschland zugegebm, daß Oesterreich Bosnien und die Herzegowina besetzt habe. Dieser Antrag wurde nach Paris
Deutschland.
Darmstadt, 11. Septbr. Der zweiten Kammer der Stände ist in diesen Tagen seitens des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz ein Gesetzentwurf, betreffend das Civildiener-Wittwen-Jnstitut, zugegangen, durch den namentlich die Aufnahme der durch die Organisation der richterlichen Behörden neugeschaffmen Dienststellen herbeigeführt werden soll. Es sollen danach Aufnahme finden in der I. Klaffe des Instituts der Präsident des Oberlandesgerichts, in der II. Klasse die Präsidenten der Landgerichte, Senatspräsidenten und der Oberstaatsanwalt bei dem Oberlandesgericht; eine neu zu bildende Klasse Ilb., in der die Pensionen, Eintrittsgelder u. s. w. genau die Mitte zwischen den für die Klassen II. und III. geltenden Normen einhalten, soll die Oberlandesgerichtsräthe, die Dircctoren und ersten Staatsanwälte bei den Landgerichten aufnehmen; die Mitglieder der Landgerichte, Amtsrichter, Staatsanwälte, Gerichtsschreiber bet dem Oberlandesgericht und den Lmd- gerichten reiht der Entwurf in die III. Klasse ein, wenn sie einen Gehalt von 4400 eX oder mehr jährlich beziehen, in die IV., so lange sie einen geringeren Gehalt beziehen.' Außer der Einreihung der richterlichen Beamten sieht der Entwurf uoch eine rnibere Klasflfication einzelner bestehender Stellen und die Aufnahme von einigen neuentstandenen, beziehungsweise noch nicht aufgenommenen Stellen vor.
Darmstadt, 11. Septbr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 8. Septbr. den ordentlichen Professor an der technischen Hochschule Dr. Philipp Büchner — auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Eifer und Treue geleisteten Dienste — in den Ruhestend zu versetzen.
— Deine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: bem Dtstrictseinnehmer der Distrtctseinnehmerei Gießen 1, Peter Walther, den Chrarakler als „Rendant" zu verleihen.
Berlin, 11. September. Seit geraumer Zeit hat unsere Münzpolitik mannigfache Schwankungen erfahren. Die Goldwährung, welche durch Gesetz in Deutschland eingesührt worden ist, und welche jüngst noch als ein Theil der Neuordnung unseres Münzgesetzes von der ministeriellen „Prov.'Corr." alS besonders preiswerth bezeichnet wurde, ist eigentlich noch gar nicht zur Tharsache geworden. Die großen Silbervorräthe, welche wir aus der Zeit der Silberwährung noch besaßen, sind nicht alle abgestoßen worden, sondern wir haben die Thaler in sehr erheblichem Betrage erhalten und uns für die Uebergangszeit das Auskunftsmittel geschaffen, die Thaler als Goldmünze zu behandeln, jeden Thaler gleich 3<X Golb zu nehmen, während er thatsächlich nur 2 »X. 60 H Gold werth ist. Gleichzeitig wurde die Reichsbank ermächtigt, Deckung für ihre Noten nicht blos in Gold, sondern auch in Silberthalern zu suchen. — Als nun in jüngster Zett eine nicht unbeträchtliche Ausfuhr von Gold nach dem Auslande, insonderheit nach Nordamerika sich bemerklich machte, versuchte das Reichsbankdirectorium, dieser Ausfuhr durch wiederholte Erhöhung des Discontsatzes entgegenzutreten. DaS war ein schlimmes Auskunftsmittel, denn es traf vor allen Dingen den heimischen Handel, dem der nothwendige und solide Credit vertheuert wurde, so zwar, daß der Zinsfuß bet uns um 3 pCt. sich höher stellte, als in London und selbst nach Wien hin noch eine Differenz von IV2 pCt. aufwies. Dazu kam, daß diese Dtscvntoerhöhung die Ausfuhr von Gold zu verhindern gar nicht in der Lage war. Man dachte nun ferner an das Auskunftsmittel, daß die Bank ihre Noten in Silberth llern einlöfte, welche nach dem Buchstaben des Gesetzes doch als Goldmünzen Geltung hatten. Glücklicherweise wies man diesen Gedanken doch noch zur rechten Zett zurück und begnügte man sich mit dem von Kleinlichkeit nicht ganz freien Auskunftsmittel, größere Summen Goldes nur noch in Berlin selbst an der
Bürgermeister Nicolaus, Beigeordneter Herbert, 1 Gemeinderathsmitglied, Lehrer Prätorius.
Steinheim.
Bürgermeister Hirtzinger, Beigeordneter Stoll, Lehrer Würtenberger.
Weickartshain.
Bürgermeister Becker, Beigeordneter Tröller, Lehrer Adolph.
Weilershain.
Bürgermeister Daulstich, Beigeordneter Kaufmann, Lehrer Schmehl.
Wieseck-
Bürgermeister Lang, Beigeordneter Mauk, 2 Gemeinderathsmitglieder, Lehrer Fuhr.
Stockhausen.
Bürgermeister Knöß, Beigeordneter Jochim, 1 Gemeinderathsmitglred.
Trais-Horloff. Bürgermeister Schneider, Beigeordneter Ble, Lehrer Reuhl.
Treis a d Lda. Bürgermeister Benner, Beigeordneter Will, 1 Gemeinderathsmitglied, Lehrer Deiß.
Trohe Bürgermeister Schwarz, Beigeordneter Rühl, 1 Gemeinderathsmitglied.
ntß zum Gold gesetzt würde.
Die Calamität, welche angeblich vorhanden ist, wird nun als ein Verschulden der Goldwährung hingestcllt, während in Wahrheit nicht die Goldwährung, sondern das Jnhibiren der Durchführung der Goldwährung allein die Störungen verschuldet hat. Im U-brigen wird die vorhandene Calamität zum mindesten außerordentlich übertrieben. Wenn Gold aus Deutschland ab- flteßt, so bat dieser Abfluß doch ausschließlich darin seinen Grund, daß wir dem Auslande Geld schuldig sind, und wir sind dem Auslande Geld schuldig, weil wir ein- Mißernte hatten und in Folge desien erheblich mehr tmportirca mußten, als wir exportirt haben. Namentlich Nordamerika hat uns sehr viel Getreide geliefert und in Bezahlung dieses Getreides schicken wir nach Nordamerika Gold. Man kann uns doch unmöglich hindern wollen, unsere Schuld zu bezahlen, und unsere Schulden können wir nur bezahlen mit Gold oder mit Maaren. Die Wahl zwischen diesen beiden Dingen muffen wir unseren Gläubigern überlassen. Wenn man aber glauben sollte — wozu unseres Erachtens gar keine Veranlassung vorliegt — daß der Abfluß von Gold solche Dimensionen annehmen könnte, daß wir schließlich selbst davon entblößt sein würden, so träfe einmal die Schuld daran Diejenigen, welche " der Silberverkäufe angeordnet haben, und dann gäbe es ein Mittel, als die Disconterhöhung es ist, um den Goldabfluß mindern, nämlich die Beschränkung der kleinen Cassenscheine. und 20-Markscheine von der Bank eingezogen werden würden,
B c k a n n t m a ch u n g,
ien Wintercurfus der Ackerbauschule des landwirthfchaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffen zu Friedberg pro 1880/81 betreffend.
Der diesjährige Wintercurfus der hiesigen Ackerbauschule beginnt Dienstag den 2. November in 2 Classen und währt bis gegen Ende März. Der Unterricht erstreckt sich aus die Fortbtldungsfächer, sowie aus die verschiedenen Zweige der Naturkunde und Landwirthschaflslehre; er wird in diesem Winter von zwei ausschließlich für die Anstalt angestellten Landwtrthschaftslehrern, von dem Großherzogltchen Kreisvetertnärarzt, dem Vereinswiesenbaumetster, dem Culturingenieur und mehreren anderen geeigneten Hülfslehrern ertheilt. 5)ie nöthige Anschauung wird durch vorzügliche Lehrmittel, sowie durch Exrrstonen aus nahe gelegene Gutswirthschaften erreicht. Aufnahmsfähig sind alle unbescholtenen Jünglinge, welche die Volksschule durchgemacht haben. Ja die 2. Classe werden nur solche junge Leute aufgenommen, welche früher die 1. Classe mit Erfolg besucht haben, oder nachweisen, daß sie sich anderswie die Kenntnisse an» geeignet haben, welche das Lehrziel der 1. Classe bilden; alle anderen Schüler kommen in letztere. Dis Schulgeld beträgt für die 1. Klaffe 45, für die 2. Klaffe 35 <X Anmeldungen nimmt das unterzeichnete Curatorium und der Anstaltsdirigent, Professor Dr. Tobisch, entgegen, von welchen beiden Stellen auch gewünschtenfalls anderweitige bezügliche Auskunft ertheilt wird.
Friedberg, den 7. September 1880. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg.
Dr. Braden, Kreisrath. Küchler, Kreisassessor. Schmidt, Kreisschultnsvector.
Bekanntmachung.
Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat einem von dem Stadtvorstande von Grünberg zu wählenden Comitö gestattet, gelegene lich des im October l. I. stattfindenden Gallusmarktes, eine Verloosung von Vieh und landwirthfchaftlichen Geräthen vorzunehmen, sowie zu diesem Zwecke 5000 Loose ä 60 z^, oder 3000 Loose ä 1 eX. im Kreise Gießen auszugeben.
Gießen, am 10. September 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Boekmann.
Stangenrod.
Bürgermeister Rau, Beigeordneter Hofmann, Lehrer Wagner.
Staufenberg mit Friedelhausen.
Bürgermeister Bogel, Beigeordneter Vogel, Lehrer Landmann.
Steinbach-
Utphe
Bürgermeister Filsinger, Beigeordneter Junker. Lehrer Heeb.
Villingen
Bürgermeister Zimmer, Beigeordneter Koch, 1 Gemeinderathsmitglied. Lehrer Repp.
Watzenborn mit Steinberg-
Bürgermeister Schäfer, Beigeordneter Philipp, 1 Gemeinderathsmitglied, Lehrer Kling in Watzenborn. Lehrer Heilmann m Steinberg.
ffitr erwarten, daß die Commtssionsmitglieder die ihnen übertragenen Functionen mit dem der Wichtigkeit der Sache entjprechenden Eifer und mit Sorgfalt aussühren und sich zu diesem Zwecke ungesäumt mit den erlassenen Vorschriften bekannt machen.
Dr. Boekmann.
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