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Berliner Wespen, arin enthalten stnd.

80 Pfg., »»für en werden.

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Nr. 9.

Sonntag den 11. Januar

1880,

AMlgk- Md Amtsblatt sm dk« Kreis Gieße«.

Redaettonsdureau r

ExPedittonSburea« r

Schulstraße B. 18.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Amtlicher Hheit.

Gießen, am 7. Januar 1880.

Betreffend: Die Einsendung der Tage- und Handbuchs-Auszüge für 1879.

Das Großherzogliche Kreisamt Gieße»

an die Großherjoglichen Bürgermeistereien, die Kirchenvorstände und die Vorstände der israelitischen Religionsgemeinden.

Wir fordern Ste auf, die rubrtcirten Handbuchs-AuSzüge nebst zugehörigen Kaffensturzprotocollen Binnen 8 Tagen einzusenven.

____________________________________________Dr. Boekmann.___

Bekannt m achun gi

In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nacb- steheude Durchschnittsmarktpreise vom Monat December 1879 veröffentlicht:

Hafer Jt. 15,20, Heu JC. 6, Stroh 5,67 per 100 Kilogramm.

Gießen, den 8. Januar 1880. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Boekmann.

Gefundene Gegen st ander

1 Glacehandschuh, 1 Vorstecksnadel, 1 Vorhängeschloß mit Schlüffe!, 1 Taschenmeffer, 1 Paar wollene Kinderhandschuhe, 1 Glacehandschuh, 3 Schlüssel,

1 schwarzwollenes Umhängetuch, 1 Taschenmeffer, 1 Paar Handschuhe, 1 Futteral mit Stahl- und Bleifedern.

Die Gegenstände sind auf der Polizeiwache (Schloßgaffe 258) aufbewahrt.

Gießen, den 10. Januar 1880. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen.

__Fresenius.___

Pfarr-Conferenz.

Mittwoch den 14. Januar Psarr-Conserenz zu Giehen.

Lang- Göns, den 8. Januar 1880. Strack, Dekan.

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Deutschland.

Darmstadt, 9. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäkigst geruht:

Am 10. Decbr. 1879 den Oberförster der Obersörsteret Lengfeld, Hermann Am en dt, in dieObersörsteret Treis a. d.L. aus sein Nachsuchen zurückzuversetzen.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aüergnäoigst geruht: Am 31. Decbr. 1879 dem Kreisarzt zu Ortenberg, Medicinalrath Dr. Friedrich Bose, das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 31. December 1879.

1) den Kreiswurdarzt Dr. Ferdinand Schmidt zu Gießen zum Kreis- asfistenzarzt für den Kreis Gießen;

2) den Kreiswundarzt Dr. Johannes Jhring zu Lich zum Kreisasst- stenzarzt für den Kreis Gießen;

3) den Kreiswundarzt Dr. Karl Stammler zu Alsfeld zum Kreis- asfipenzarzt für den Kreis Alsfeld;

4) den praktischen Arzt Dr. Kerl Brettel zu Gedern zum Kreisassi- stenzarzt für den Kreis Schotten zu ernennen.

m. Darmstadt, 9. Januar, lieber die Vorlage Gr. Ministeriums der Finanzen, i Nachweisungen über die definitiven Einnahmen und Ausgaben bei dem Bau und Betrieb icr Staatseisenbahnen, sowie bei der Eisenbahnschulden-Tilgungökasse während der Jahre 187375 betreffend, hat, Namens des Finanzausschusses der zweiten Kammer der Abge­ordnete Wolfskehl einen sehr detailirten Bericht erstattet. Hiernach hat der Ausschuß l'iei Prüfung des Standes der Baukapitalien, der Betriebsergebnisse und der Ergebnisse Jsr Eisenbahnschulden-Tilgungskasse während der genannten Periode einen Anstand nicht gefunden und beantragt deshalb: die Kammer wolle

1. den Stand der Baukapitalien zu Ende 1875

a. bei der Main-Weser-Bahn mit 9,599,001 fl. 54i/a kr.

b. bei der Main-Neckar-Bahn mit 5,395,764 8i/2 als richtig anerkennen;

2. die Betriebscrgebnisse pro 187375

a. der Main-Weser-Bahn mit einer (tzesammteinnahme von 9,188,513 Thlr. r, Sgr. 5 Pf. incl. eines auf das Jahr 1876 übertragenen Einnahmerückstandes von *223,234 Mark 29 Pf., oder 74,411 Thlr. 12 Sgr. 11 Pfg., ferner mit einer Gestimmt» ausgabe, einschließlich eines auf 1876 übertragenen Ausgaberestes von 159,229 Thlr. <j Sgr. 6 Pf. oder 477,687 Mark 95 Pfg., von . . . 7,949,844 Thlr. 18 Sgr. 7 Pf.

mit einem Einnahmc-Ueberschuß von 1.238,668 Thlr. 17 Sgr. 10 Pf.

mit den Ausgaberesten aus vorhergehenden Jahren von 656,587 27 6

unb einer Vertheilungssumme von 1,895,256 Thlr. 15 Sgr. 4 Pf.

unb resp., zuzüglich der ausschließlich von Preußen zu

übernehmenden Beträge mit....... 11475

von 1,906,731 Thlr. 15 Sgr. 4 Pf. unb mit dem hiervon an die Eisenbahnschulden-Tilgungskasse gezahlten Antheil von 1188,294 fl. 521/2 kr;

b. der Main-Neckar Bahn mit einer Gesammtnnnahme von 8,683.849 fl. 43 fr.

einer Gesammtausgabe von 5,758,886 3 unb einem Btlriebsübcrschusj von 2,924,603 fl. 40 kr.

beziehungsweise, abzüglich eines auf das Jahr 1876 übertragenen, unvertheilt gebliebenen Einnahmerestes von...... 69,387 5>/.>

" sowie einem vertheilten Ueberschuß von * 2,855,216 st. 34l/>> kr. wovon der diesseitige Antheil sich beläuft auf 1,236,809 37 kr. und zuzüglich eines im Jahre 1872 unvertheilt gebliebenen Restes von 215,104 30

auf 1,451,914 st. 7 kr.

wovon an die Eisenbahnschulden-Tilgungökasse bezahlt worden sind 1,447,118 56

e. der Frankfurt'Offenbacher Bahn mit der nachträglich in die Eisenbahn- schulden Tilgu. Ukasse geflossenen Einnahme von 155 fl. 30 kr. für richtig und flerrdii« fertigt erklären;

3. die Ergebnisse der Eifenbahnfchulden-Tilgungskaffe pro 187375 mit einer

Gesammteinnahme von 3,503,501 fl. 281/2 kr. einer Gesammtausgabe von !...... 3,159,942 3

und einem Kaffevorrath Ende 1875 von 334,559 fl. 25i/2 kr.

mit dem Gefammtbestand der Passiven Ende 1875 von ... 8,644,721 531/2

mit dem Gesammtbestand der Activen Ende 1875 (einschließlich

des Kassevorrathes) von . . . .'........ 702,059 25i/2

und endlich einem Mehrbetrag der Passiven Ende 1875 von . 7,942,662 fl. 28 !r.

für richtig und gerechtfertigt anerkennen und erklären.

Berlin, 8. Januar. Die Fürstin Bismarck ist gestern Abend nach

Varzin zurückqereist; man folgert d.iraus, daß der Gesundheitszustand des Fürsten eine Reise nach Berlin zunächst noch nicht zuläßt. Allem Anschein nach verdienen die Berichre über eine Verschlimmerung in dem Befinden des Reichs­kanzlers doch mehr Glauben als andere Angaben, welche von einer nahezu vollständigen Herstellung zu berichten wiffen. Geh. Rath Hübler aus dem Eultusministertum wartet aus Instructionen des Reichskanzlers, um nach Wien zu weiteren Verhandlungen mit der römischen Curie zurückzukehren, welche, wie b sher, von dem deutschen Boischafter in Wien, Prinzen Reuß, unter Asfistenz des Geh. Raths Hübler geführt werden. Der letztere ist gestern von dem Kronprinzen empfangen worden, um demselben über ven bisherigen Gang der Verhandlungkn Vortrag zu halten. ***** ' (Köln. Ztg.)

Berlin, 8. Januar. Berichte auS Athen melden neue interessante Funde in O'ympia. In der Nähe des Heraion wurde ein rechter Fuß mit vergoldeter Sa- dale, zum Hermes gehörig, und außerdem ein gepanzerter Kaisertorso gefunden.

Schweiz.

Bern, 7. Januar. Im Gotthard Tunnel ist man nun auch auf der Seite von Göschenen wieder aus festes Gebirge gestoßen, welches Anwendung der Bohrmaschmen zuläßt. In Folge deffen beträgt der Fortschritt deS Richt­stollens auf dieser Seite neuerdings durchschnittlich täglich 7m. Am 4. d. M. waren noch 370m zu durchbohren. Wie von fachmännischer Seite mitgetheilt wird, hofft man auf das baldige Auftreten von Zerklüftungen, welche frischen Luftzug erzeugen und den Arbeitern ihr schweres Tagewerk bedeutend erleichtern.

Telegraphische Depeschen.

Wagner'» telegr. <?orrespondeni - Bureau.

Berlin, 9. Januar. Abgeordnetenhaus. Der Gesetzentwurf, betreffend die Aus­hebung des Verhältnisses der vagirenden und Gastgemeinden der evanaelischen Kirche Schlesiens wird nach unerheblicher Debatte zur zweiten Berathung im Plenum gestellt, nachdem der Culkusminister denselben gerechtfertigt hat. Hierauf legt Finanzmin stcr Bitter den Gesetzentwurf, betreffend die Bewilligung von Staatsmitteln zur Beseitigung deS Notbstandes in Oberschlesien vor, zu dessen Erläuterung er sich im Allgemeinen auf das bei Beantwortung der bezüglichen Interpellation Gesagte beziehen könne. Seit diesem Zeitpunkte hätten die Verhältnisse sich leider noch zum Schlimmer» gewendet. Inzwischen hätten die betheiligten Minister unter Zuziehung der Provinualbeamten die Sachlage an Ort und Stelle untersucht. Die Zahl der Hülfsbedürftigen betrage 105 000 bis 106,000.Mit Ende dieses Monats ist weitere Staatshülfe unabweisbar : bis'dahin ist gesorgt. Auf 4 Monate sind 1,500,000 «41 erforderlich. Im Weiteren muß für Aussaat und andere Hülfsmiitel gesorgt werden. Im Ganzen sind 6 Mill. Mk. erforderlich, deren Bewilligung jetzt beantragt wird. 1 Va Millionen zur Ernührun»