vortrefflich, denn die Mitwirkenden sind mit Lust und Liebe dabei, zumal auch Text und (Scnv Position feierlich unv schwungvoll sind.
— Unsere Göthephilologen leisten Unglaubliches! Neulich erschien eine lateinische Schrift, die sich u. A. die Erklärung des Namens „Weither" zum Ziel gesetzt bat. Das große Resultat der gelehrten Untersuchung läuft darauf hinaus, daß Göthe seinen Helden aus dem Grund Weither genannt habe, weil derselbe der Lotte werthcr gewesen sei, als ihr Verlobter!
— Im Stadttheatcr zu Kiew kam es kürzlich zu einem so scandalösen Auftritte, wie er wobl selten in einem Theater passirt sein mag. Eine junge Schauspielerin, Fräulein Wera L ponow, welche sich durch ihre vielfachen Extravaganzen hervorthat, mit den Studenten der landwirthschaftlichen Akademie rauchte, ritt, trank und spielte, beleidigte einen der ältesten der - selben beim nächtlichen Gelage mit den Worten: „Verfluchter Hundesohn!" Da die Beleidigerin ihr Wort nicht zurücknahm, wurde sie sans fa$on aus dem Locale geworfen, während Die Studenten ihr furchtbare Racke schworen. Am genannten Tage hatte Fräulein Liponow ihr Benefiz und der Kassirer constatirte zum Vergnügen, daß alle theuren Plätze im Theater besetzt seien. — Schön, wie der junge Morgen, betrat nach dem Aufzuge des Vorhanges die Denefiziantin die Bühne; doch — was war das — Reihe an Reihe saßen die Studenten der landwirthschaftlichen Akademie im Parquet, große Packete in den Händen haltend. Ein Pfeifen und Zischen erscholl, hageldicht flogen faule Gurken, Schalen von Waffermelonen, faule Eier, leere Schnapsflaschen, tobte Katzen und Hunde, ganze Düten voll Sonnenblumenkerne und alte Dreikopekenstücke von Kupfer auf die Bühne, begleitet von einem Gesänge, der wohl geeignet gewesen wäre, eine Horde von Indianern in dir Flucht zu treiben Bleich vor Wuth über den Schimpf verließ die beleidigte Dame die Bühne, während die Studenten ihre Plätze aufgaben, um schleunigst das Weite zu suchen, damit der anwesende Gorodowoy nicht ihre Namen fcststelle. Die Rache war glänzend gelungen, denn Fräulein Liponow sah sich genöthigt, am genannten Tage nach Odesia abzureisen. Der hinkende Bote in Gestalt von 23 Relegationen erfolgte bald darauf; doch haben dergleichen Kleinigkeiten in Rußland keine große Bedeutung.
Frankfurt, 6. Oktober. Des auf dem hiesigen Mainweserbahnhof einem badischen Polizisten entsprungenen Hanauer soll man in Memel wieder habhaft geworden sein.
— Die Düffeldorfer Ausstellung hat einen Ueberschuß von 400,000 «M. erzielt. Von dieser Summe sollen 100,000 JL für den zoologischen Garten und 300,000 JL für Kunst- und gewerbliche Zwecke verwendet werden.
— Förster und Landwirthe prophezeihen Heuer einen gelinden Winter Ob sich die Prophezeihung erfüllen wird, ist ja aber eine andere Frage. Den Förstern dienen seit altersher die Haidekräuter, zumal die Erycäen, als Richtschnur für die Wttterungs Diagnose. Während im vorigen Jahre die Erica vulgaris und herbacea auf den Blüthenrispen bis in die oberste Spitze mit Blüthen besetzt war, setzt sie Heuer kaum zur Hälfte Blüthen an, welcher Umstand auf einen gelinden Winter schließen läßt. Auch an den Bienen bcurtheilt man Gleiches, Denn während diese um dieselbe Zeit des Vorjahres sich schon verbaut hatten, setzen sie Heuer noch Wachs an, und zwar häufig auch außerhalb der Stöcke, welche Heuer meistens ganz gefüllt sind und ungewöhnlichen Ertrag abwerfen.
— Eine sehr beachtenswerthe Jubelfeier feierte in diesen Tagen ein Hamburger Trichinenbeschauer. Er lieferte nämlick der dortigen Polizei den tausendsten amerikanischen Schinken ein, in welchem er Trichinen gefunden. Wenn man hinzufügt, daß dies Resultat in der Zeit vom 1. Janunr 1879 bis jetzt erzielt ist, und daß in Hamburg 34 Untersucher für Trichinen amtlich angestcllt sind, so erhält man ein Bild von der furchtbaren Gefahr, welche die Trichinen bilden. Es ist gerade jetzt, wo mit dem Eintreten der kälteren Jahreszeit der Verzehr von ge- räuchertem Schweinefleisch zunimmt, darauf ernstlich hinzuweisen.
— Vor einigen Tagen hat man in Lausanne das Grab des Bischofs Roger geöffnet, welcher im Jahre 1220 in der dortigen Kathedrale bestattet worden ist. Merkwürdigermeise war der Körper noch beinabe ganz erhalten, die Gesichtszüge erkennbar und die bischöflichen Gewänder unbeschädigt, trotz der sechs und ein halb Jahrhunderte, welche verfloffen sind, feit der Bischof in seinen Steinsarg gelegt wurde.
tEBza möKtwe: BM—aa
Allgemeiner Anzeiger.
S'
3
Psd. Mandarin-Ptccothcc P'd. bochf Lovchong Psd. sehr fdjönrn Conqolhcc Psd. fein Imperial (grün) , Psd. rein entölt. Cacaopulvee ganze Stangen Vanille
fürl4.25 *Pf. „13.30 Pf.
9^. Psd feinsten Menado 9\. Psd. drill. Perl-Ceylon Sl,Psc>. gelben Java 9 2 Psd. biiD. gr. Java 9^ Psd. asric. Perl-Mocca 9^ Ps: guten Santos 9^ Pid. reinfchm. Kaffeebraih
„ 12.82 Pf.
,, 10.92 Pf.
„ 10.45 Pf.
„ 9.50 Ps.
7.60 Pf.
„ 4.—Ps. ,, 2.50 Pf. „ 2.-Ps. „ 3.-Ps. „ 3.—Ps. „-.50 Pf.
gegen Einsend. be5 Betrages oder Nachn. das Waarcn-Vcrsandt-Hagazin in fjumbitrg, an der Koppel 50
Höhere Kgl. angestellte Beamte erhalten die Waare auch aus Wunsch ohne Postnachn.
fleörannte Zerste als billigster und bester Kaffeezusatz empfiehlt (6467
Robert Stuhl,
Marktstraße 23.
Dlrect Ham-
ans ** > ■ , borg.
Thee, Cacao & Vanille • versendet trotz der neuenSteuer ohneVreiS- erhöbnng, franco in's Haus, versteneri, incl.
Verpackung in kleinen Säckchen:
Neue holl. Häringe, beste Qualität k 6 Pfg., empfiehlt 6569)jSa$lfpffer, Markts^. 205.
Ieinltes Frankfurter
Exportbier aus der Brauerei Leschhorn Machs., ä Flasche 23 Pfg frei in's Haus, liefert (5682
I. Weber, _____„Stadt Cassel“.
Trockenes Krennhotz
empfiehlt (6255
S. Katzenstein, Holzhandlung.
Kaiser-Oel
(nicht erplodirendes Petroleum)
empfiehlt
6088) Emil Fischbach.
Alle Sorten Oelfarbon auf's Feinst-' gerieben, fertig zum Anstrich, sowie sämmtliche Sorten
Lack-, Oel- u.Weingeiststrnisse empfiehlt in anerkannt vorzüglichen Qualü täten (1423
Fritz Flimm, Materialist, Wallthorstraße.
Aeilgeöotener. 6575) Ein kreuzsaidiges großes prachtvolles Piano, erst ein Jahr alt, wegzugshalber zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.___________________________
Süßer und raufcher iepfelwein bei L. Herbert, 6257)__________Mäusburg._______
Sommersprossen-Seife bei Gustav Gerhardt, 4013)_______________Lindenvlatz.__________
6413) Eine größere Stcinsammlung mit schönen Versteinerungen billig zu ver- kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.
6279) Das Neueste in
WoKwaarett
als: Kopf- und Umhängetücher, gestrickte, gehäkelte mib gewebte Kinderkleidchen, Gamaschen, Socken, Damen- und Kinderstrümpfe, Filzröcke, Unterjacken und Beinkleider für Damen, Herren und Kinder, sowie wollene Hemden emvfehlen zu den billigsten Preisen Geschwister Heers, ____________________________Neuenweg.___________
Eine Muster-Collektion der von Herrn Bertram in Siegburg fabrtcirten Thonwaaren: als Blumentöpfe, Pflanzenständer, Baumstämme, Jardintören u. s. w. halte einem vcrehrlichen Publikum bestens empfohlen und lade zu deren Besichtigung ergebens) ein.
B. Pfeiffer, Geschirrhandlung,
4589) Neuen-Bäuen.
«S' Herren-Wäsche: HD Weiße und bunte Hemden, Kragen, Manschetten, Chemis- setten, Hemden-Einsätze, Taschentücher, sowie seidene, wollene und baumwollene Unterjacken, Unterhosen, Socken. Stets das Neueste in schwarzen und farbigen Shlipsen, Hosenträgern, Glaes- und Sommer-Handschuhen, Regenschirmen für Damen u. Herren rc. empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen
H. Mühsamen.
NB. Herren-Hemden nach Maaß unter Garantie des Gut-Paffens liefere zu billigen Preisen._______________________________________________________ (2252
Wichtig für jeden Haushalt!
fi? nhaltbarstes Fabrikat zum Selbst- Lackiren der Fußböden, trocknet Fussboden Oel-Lack-Farbe gwnt’nb™ eiunbcn i)ort unt
Nieverlage bei:
2950)_____ Fr. Seibel, Mäusburg.
4669) Aus gestreckte Maschinen Treib- Äiemen aus bestem Kern, leder, Elevator-Becher, Näh- und Binde-Riemen. Alleinige Vertretung von tiandy’s UaiianwoU-Patent-Treibrieineii aus dem Central-Depot von J. Levy junior in Hamburg. Original-Preise ab Hamburg. Preislisten stets zur Verfügung.
WilMcSt II.
Schlackensand,
per 2spännige Fuhre X 1,50, „ Ispännige „ „ 1,—,
Schlackenmehl per Centner 10 4
Margarethenhütte bei Gießen.
6i5s) _______Hebt*.
J. H. Fuhr
empfiehlt in großer Auswahl und zu äußerst billigen Preisen:
Eine parthie Lnrgefaugeuer Schuhe;
ferner: Baschliks und Kaputzen, Weston und Shawlü (Handarbeit und gewebte), Ksnderkleidchen und -Jäckchen, Veinlängen, Strümpfe und Gamaschen in allen Größen, Unterhosen und Jacken, Glace, Wildleder- und 6254)__ Stoffhandschuhe rc.__
Winter Ueberzieher
in großer Auswahl billig bei (6164
K. Grünebaum.
Ia. neue ljoll. Votlh»ringe in extra schöner Waare per Stück 8 empfiehlt (6530
H F. Nassauer.
KeinschmeckmdcnKassee
stets srisch gebrannt,
per Pfund «X 1,20, 1,40, 1,60 u. 1,80 Ferner
rohen Kaflee von <X 1 bis 1,60 pr. Pfd. empfiehlt
C. Roth,
5615)Neue Baue.
Brennholz.
ä Nmtl
Lannenscheitholz, la. Qualität Jl. 7.— geschnitten........ 8—
gehackt........ 9.—
oder per Ctr......„ 1.2V
Buchenholz per Ctr. . „ 1.3t •
Bei 10 Centner frei in's Haus, liefen 4457)Andr- Euler- Bettfedern und Bannen, Drell, Barchent u. Federleinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung empfiehlt Die Möbelfabrik u. -Lager von
Th.. Brück, (4459
Schiossgasse Lit. 8 Nr. i.
cs p u->
CD Z-t
Strickgarne, Frauenstrnmpfe, Kinderstrnmpse, Socken, Beinlängen, Gamaschen,
empfiehlt zu billigen Preises (6399 Kobert Stuhl, Marktstraße 23.
5083
■Vereinigt vorzüglichste Qualität mit mässigem Preise >
Frische Gefe
6555) bei Carl Wetdig, Sonnenstraße
6554Ein Fasselochs, roth, Vogelsberger Nace, l^/i Jahr alt, zu verkaufen bei
Heinrich Scheid II.,
____ Wirth zr^Harbach.
Ztal. Maronen
empfiehlt (6568
Emil Fischbach,
Obstgelöc und Apfelkraut
empfiehlt (6466
Robert Stuhl, Markistraße 23.


