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1880
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raße B. 18.
Pfarr-Conferenz
Strack, Dekan.
Meuae bearnßt wurde, — immer machte er, welche Partei auch die Regterung Z-ZZMWM- lasiiwA oab. —
Garibaldi.
Garibaldi hat mit seinem Sohne Menotti seinen Austritt aus dem ita- licnischen Parlamente erklärt, angeblich, weil er mit der auswärtigen Politik der Regierung nicht zufrieden fei, in Wirklichkeit aber, weil sein ^ch^Her- sohn, der General Canzio, wegen eines Ausrubracteö von den ordentlichen Gerichten mit einer Gesängnchstrafe belegt worden ist, und weck der : Röntg denselben nicht begnadigt hat. Der Entschluß an sich ist nur zu billigen, aber die Art und Weise, in der dieser Austritt erfolgte, fordert denn doch enlschie- bene Mißbilligung. Er schreibt an seine römischen Wähler, „es sei ihm im* möglich, noch ferner zu den Gesetzgebern eines Landes zu gehören, in.welchem die Freiheit der Jesuiten, der Erzfeinde der italienischen Einheit, geschützt wird, für welche seit sechzig Jahren die Knochen der besten Sohne Italiens auf allen Schlachtfeldern gesäet wurden." Diese Behauptung ist völlig unklar, und der Vorwurf, der aus ihr spricht, em durchaus ungerechter.
Man muß sich stets gegenwärtig halten, welche Verdienste der greise Freiheittkämpfer sich um die Herstellung der Einheit seines Vaterlandeserwor- den. welchen idealen Aufgaben er seine Jugend und den größten Theil seines Mannesalters gewidmet, welche Opfer er für die Sache seines Vaterlandes und die Freiheit gebracht hat, um nicht über all' die Thorheiten, die er n feinem Alter begangen, die er noch fortwährend begeht, einfach den Stab zu brechen, um nicht Angesichts all' dieser einfältigen Kundgebungen, die in kurzen Zwischenräumen sich seit Jahren unausgesetzt wiederholen, um nicht Angesichts so vieler unüberlegter Handlungen ein summarisches Urrheil über den Einsiedler von Caprera zu fällen und ihn einfach einen allen Narren zu nennen. Garibaldi war für den Kampf geboren; seitdem dieser vorüber, seitdem der eigentliche Zwick desielben, die Herstellung der Einheit seines Vaterlandes, "reicht ist, seitdem es die Lösung anderer Aufgaben als derjenigen gilt, sür welche er in seinen besten Jahren gekämpft und gelitten hat, seitdem das Vaterland nicht mehr die Dienste seines Herzens und seines Armes braucht, — ist der General Garibaldi nicht mehr im Stande, eine politische Rolle zu spielen. Aber Niemand verlangt auch von ihm, daß er eine solche spielen soll, denn im Jtatl) war er niemals hervorragend; nur wo die Weisheit allein und kluge Berechnung und planvolle Einsicht den Erfolg verbürgen, hat er niemals eine solche zu spielen vermocht. Leider ist siine Einsicht nicht groß genug, um ihn dies erkennen zu lassen; so wenig die Eitelkeit in dem Leben dieses Mannes jemals emc bestimmende Rolle gespielt hat, - die dankbare Verehrung, welche ihm seine Landsleute zu Theil werden lassen, die Popularität, welche sein Name errungen hat, der Weihrauch, der ihm weit über die Grenzen seines Vaterlandes gestreut wurde, haben seinen niemals sonderlich klaren Kopf völlig umnebelt und statt darauf zu verzichten, eine politische Nolle zu spielen, der er Ucht gewachsen ist, sucht er bet allen Anläsien, die irgend hierzu geeigne er- scheinen, in Action zu treten. So beging er während des deutsch-französischen Krieges die ungeheure Thorheit, ein Parteigänger Frankreichs zu werden, als an die Stelle des Kaiserreichs die „Regierung der nationalen Verthiid'gung getreten war. Er hat es lediglich der großen Rücksichtnahme der preußischen Heeresleitung zu danken, daß ihm damals das Schlimmste erspart geblieben ist; eine Gefangennahme des alten italienischen Freiheitskämpsels wäre eine gewiße Verlegenheit für die preußische Regierung gewesen und man ging daher der Gelegenheit zu einer solchen sorgfältig auS dem Wege.
So ost der alternde Kämpfer sein Felsen-Eiland verließ und auf der politischen Schaubühne erschien, so oft er immer von dem EnthustaSmus der
237. Zweites Blatt. ^onntaß den 10. Oktober
Bekanntmachung.
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nachstehende Durchfchnitlsmarktpr-is- vom a-pi-mbeH880 veröffentliche ^gramm.
Gießen, den 7. O-tob-r 1880. ' ' Großh-r^glich^ K-°isamt Gießen._________________________
Äliittwoch den 13. Oktober.
------------------------------------------------------ Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerloh«. Erscheint täglich mit Ausnahme des MStttngs. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 PL,
Köln. 6. October. Auf dem AZM Enichmng'dtt'TrÄen
und Hunderte von Mrnschin schauen der geich f g . Stadt sieht man schon Vor-
und zur Ausschmückung des Platzes zu. Auch all-nthalbemgestern hatten die 2000 kebrungcn für festliche Beleuchtung und Sch'nuck d r ©efammtpxobe. Schön
Kinder der Bcz.rksschulen, 1000 Mädchen und 10i. R _ ' n au6. Trotz der Einwirkungen und ergreifend nahm sich der Gesang dieser bellen Kl st tfinDer versucht, haben
aller Art, die dem F.ste feindilch gesinnte Z-lottn au dte Schlußstein-
die Ellern mit Freuden zugestimmt, daß ihre Kle'nen ^n v fdbft ^beln mit freudigem legung des Domes mit verherrlichen helfen sollten, u m ßcben nicht vergeßen werven.
Hirzen dem Tage zu, den sie mit simen Ein nuntwTobe der von Dr. Ferd. von Hiller Gestern Abend fand auf dem Gürzenich w'eder G ntate, die von den Sängerinnen und componirten und von Emil Ritteihaus »edicktetrn vstatt. Die Cantate dauert Sängern auch auf dem Domhofe bet der »e ° Einleitung, Strophenlied und Finale. Sie etwa ein- Viertelstunde und zerfällt in d«t Th-ile, Emtei 650 P^a^n
'st für gemischten Cbor und Ä>.ilitar.Orchest Männergesangverein und Lehrer-
K;‘n d7s in d-.is-ch« ««f«»»»«- Di. bish-'ig-n P'°b." Bingen
Lan g-Göns, den 8. October 1880.
Bekanntmachung.
B.treffend: Den H.rbstfaseimarkt des landwirthschaftlichen B.züksver.ins F^berg pr° 1880^ Monats ju
Der diesjährige Herbstsaselmarkt des --"dwirthlchaftlich-n,^B-zi' Fn-db-rg mmtssion^genulster^ und wird den Elgenlhümern der als preis-
Friedberg abg-hait-u weiden. Die au gclinbenen Fch-i werden durch ® b djeK„isstadt Friedberg haben hierzu ent prechende Beträge
würdig -rkannien Thiere -in- Geldprämie b-w.lligt- Der Ianb^U^^<iaUlt<^^eJBeJiTt^rein und die Krns-am «r y $lä^lrung. Von der Preis. ,iii Disposition gestellt. Die eigene Züchtung der Thiere durch deren Eig°nthum-r am Platze sind^ Für Fasel, welche als tauglich brsundeu,
bewerbnng sind G-m°ind-fasel ausgefchlosien, desgleichen F-rs-l, d e uwr 9 Uh ! * ’L.J Thiere werten vom Platze weggewiesen werden.
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zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Director des landwirthschaftlichen Bezirksveretns Friedberg.
Friedberg, dcn 5. October 1880. Dr Braden.
dingungen. Unter ganzen montenegrinischen Handels
Korrespondenz eine bSrd) ben von San Stefano
6'bt- Sie geht aus von derZeit, wo w ^jne Gebietserweiterung zugewlesen dem Fürsten Nlkita, dem rusmcyen , Durch den Berliner
wurde, die bedeutend großer ist, als^,?maä>s bestimmt • da aber der Stamm Frieden wurde Montenegro embeschelden r -8 Lerae gusdebnt und in der ganzen der Montenegriner sich kE über die schwarzen aus ch sollen, -in Gebiet WBsss die ganze Darstellung die F'age nahe, ob r M ) Y Unterthanen
zusammenihue. um ein paar lausend Emwoyne. wioer mr ^are, die Mächte der verhaßten Montenegriner zu machen und ob mit Geld entschädigen,
räumten den begangenen i'L ßefannt ist über die griechische und
Auch was dw ^te, sowest efc^t^nenCen *türfifen Provinzen und
armenische Frage, überdie Berwauu v ' . brinflt wenig neues und
und vollends uber die Ausnahme oer Zin z ) o Unterhaltung weiter zu spinnen, scheint nur dazu bestimmt lein, d F ber Provinzial-Correspon-
Was die Mächte nun weiter ^hun w d - darif h deutsche Regierung wegen se ;13K fortbou°ernben^rofjbu?gari\c^en Bestre^ Verwages^w bie Luft
S SW d-r M-k-i
h erbeizusühren.___ —


