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Frankfurt, 8. Septbr. (Fruchtbertcht.) Mehl Nr. 1 «AL 40, Nr. 2 38, Nr .3
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I (Berliner Marke) 26.00—26.50, do. II (Berliner Marke) «AL 21.50—00.00. Weizen effectiv hiesiger ab Bahnhof hier «AL 21.00—21.25, ab unserer Umgegend «AL 20.50—21.00, do. fremder je nach Qualität «AL 00.00—00.00, Roggen, je nach Qualität «AL 19.75—00.00, Gerste «AL 17.50-19, Hafer «AL 13—13.25, Kohlsamen «AL 27.25—28, Erbsen «AL 19—27, Wicken «AL 16—18, Linsen «AL 20—40, Bohnen, weiße, «AL 23—25, Roggenklete X —, Weizenkleie, grobe und feine «AL —, Rüböl, detail, «AL 63. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.)
Franksurl, 8. Septbr. (Marktbericht.) Der heutige Hen- und S^rohmarkt war gut befahren. Altes Heu kostete je nach Qualität der Gentner «AL 2.50—4.00, neues Heu X 0.00—0.00, Stroh X 3.00—0.00 Butter das Pfd. im Großen 1. Qual. X 1.00—00, 2. Qual. X 0.90—00, im Detail das Pst X 1.40—00, 2. Qual. X 1.30—00. Eier das Hundert ital. X 7.00, deutsche Eier 5.50 X, Qchsenfieoch per Pfund 65—70 Kuh , Rind und Farrenfleisch 45—60 H, Kalbfleisch 40—55 H, Hammelfleisch 45—65 H, Schweinefleisch 75—80 ein Hahn X 1.80—2.50, etn Huhn X 1.90-3.10, eine Ente X 2.70—3.20, eine Taube 50—00 H, Kapaunen «AL 0—0.00, Wälscher Hahn X 5—00. Kartoffeln 100 Ko. X 6—7, das Bescheid 0—00 Kohlrabi 7—10 Blumenkohl 1 St. 40-90 Wirsing 00—0 Gelberüben 1 Bund 0—0 Zwiebeln 1 Bund 6 Sellerie das Stück 6 Meerrettig 1 Stück i>0—00 Spargel das Pfund 00—00 Radieschen 0-0 Artischoken
50 Erbsen das Pfund 20 RomatmSalat 30-00 Bohnen 1 Eentner 10—14 X,
Gurken das Hundert X 2—0.00.
Limburg, 8. September (Fruchtmarkt.) Rother Wetzen X 18.30, Weißer Weizen X 17.90, Korn «AL 14.90, Gerste «AL 10.40, Hafer X 6.50, Erbsen X. 00 00. (Durch- scknittspreis pro Malter.)
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(4309
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11Dn d-r genannten Hauptstelle an das Haus Rothschild und beim Nachzahlen dieser Million Mark eraab sich, daß vier Tausend-Markschetne fehlten. Auf e ne dteserhalb vom Empfänger erhobene Mcclamation wurde das Manko sofort ersetzt,. nun aber zu einer Nachzählung sämmt- ltcher vorhandenen Pallete nach allen einzelnen Stücken geschrittcn, wobei sich ein ferneres Manko von 60,000 X herausstellte.
_ Beim Brautexamcn fragte ein schwäbischer Pfarrer da8 die Trauung bestellende Brautpaar: „Ihr wollt also, meine lieben Brautleute, in Den heiligen Ehestand treten. Habt c>hr Euch denn auch genügend auf diesen sehr wichtigen Schritt vorbereitet?" „Freili, Herr Pfarrer", antwortete die Braut, „wir hab'n a Sau g'stocha und zwölf Hendln abgemurkst; und Nudeln und Kucha san g'macht, daß ’n Tisch biegt, dös werd wohl g'nug seyn."
— Ein schauerliches Verbrechen wurde in den legten Tagen in Tivoli bei Rom beengen Luigi Petringa, ein siebzigjähriger Mann und zum drittenmale Wittwer, hatte zum viertenmale eine schöne Bäuerin geheirathet, die wenigstens um 40 Jahre junger war a!s er. Die Kinder der drei ersten Ehen sahen mit scheelen Augen auf dieies neue Bünvniß und ließen es nicht an Vorwürfen gegen ihren Vater fehlen, der, von seinem Weibe gedrängt eine seiner Töchter, die mit einem gewissen Sonzini verhrirathet war, aus dem Hause verstieß. Dieser erschien am 28. August In der Wohnung seines Schwiegervaiers und gerieth dort in heftigen Wortwechsel mit ihm, der dann in Tätlichkeiten ausartete. Beim Fortgehen schleuderte Son- zini der Frau Petringa's eine grobe Beleidigung zu, welche diese in seinem Blute adzuwaschen beschloß Sie brachte es dahin, daß Petringa mit ihr und dem einzigen ihm treu gebliebenen Sohne am Eck einer Straße auflauerte, wo Sonzini vorbeikommen mußte. Er war mit einem Dolche bewaffnet und wollte seinen Schwiegersohn über die seiner Frau zugefügte Beleidigung zur Rechenschaft ziehen. Kaum hatten die drei Verschworenen einige Minuten gewartet, als stch Sonzini am Arm seiner Gattin zeigte. Diese erkannte schon von Weitem ihren Vater und Bruder „Kehren wir um!" rief sie, ihren Mann fortziehend, „ich bin überzeugt, daß sie Böses gegen Dich im Schilde führen?' — „Ich fürchte mich nicht," rief Sonzini, einen langen Dolch aus der Tasche ziehend, „wenn sie mich nicht passiren lasten so tödte ich sie." — Und damit verließ er fein Weib und ging auf die Gruppe zu Petringa kam ihm entgegen, aber Sonzini ließ ihm keine Zeit, den Mund zu öffnen, sondern streckte ihn mit einem Dolchstich in s Herz tobt zu seinen Füßen. Nun stürzte sich der Sohn seinerseits mit einem Dolch auf Sonzini, der ihn festen Fußes erwartete. Es entspann sich ein fürchterlicher Kampf; die beiden Gegner wälzten sich auf der Erde und stachen aufeinander los. Sonzini erhielt zwei le.chte Wunden am Kopf, während sein Schwager von fünf Stichen in den Bauch und in die Brust getroster, wurde. Drei seiner Wunden sind tödtlich und die Aerzte zweifeln an seinem Aufkommen. Dieses Drama brachte in der Stadt Tivoli große Aufregung hervor.
— Am 23. v. M. brachte daS Dampfschiff „Kong Sperre" den prachtvoll geschmückten Sarg, in welchem die irdischen Uederreste von Ole Bull ruhen, von der kleinen Insel LySö nach Bergen. Von der Bull'schcn Villa auf Lhsö war der Sarg unter großem Gefolge von Den Bauern an Bord deL „Kong Sperre" getragen worden. Von Bergen aus waren vierzehn Dampfer dem „Kong Sperre" entgeqengefahren und folgten demselben unter Traucrmusik bis an die geschmückte Hasenmole. Beim Einsegeln in den Hafen falutirten die Festung und einige •auf der Rhede liegende Kriegsschiffe. Um 2 Uhr wurde der Sarg per Wagen von der Hol- dergLbrygge unter Salutschüssen von der Schanze nach dem Friedhöfe gebracht. Eine unzählige Schaar von Leidtragenden erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre. Der Componist Ed. Grieg trug hinter dem Sarge den Ole Bull in Kalifornien geschenkten großen Kranz aus massivem Golde. Am Grabe sprach Björnstjerne Björnsen in ergreifender Rede über die Verdienste de8 Verblichenen alS Künstler und Mensch und brachte ihm den Dank des Vaterlandes. Ueberall waren die Häuser mit fiorumwundenen Fahnen auf halber Stange geschmückt. Nach der »Berg. Post" nahm Ole Bull am Morgen de8 18. August von den Seinen Abschied; einige Stunden vor seinem an demselben Tage erfolgten Tod bat er seine Frau, ihm einige Stücke au« Mozari'S Requiem vorzuspielen. Er hauchte das Leben still und ohne Schmerzen aus.
— (Aus der alten guten Zeit.) „D, dees kann i dir schon sage, Schulzebau'r, daß i vor lauter Schreiberei bald auSsätzig werd'! Wie einfach ischt das Aemtle bei mein'o VaterS sel'ge Zeit g’roefe. Sieh', da hot mein Vater selig, der alt' Gemeindspfleger, am End' vom Iohr d' Gemeind-Rechning mit Kreide auf den längsten Tisch im WirthShaus geschrieba, links V Einnahme und rechtS d' Ausgabe und in der Mitt' an Strich. Drauf hat ma die ganz Gmoan in's WirthshauS geschrtea, und jeder Bauer hat von der Rechning Einsicht genomma unb hat zum Zoacha, daß er einverstanden is, auf'n Tisch gespuckt; und wia decs der letzt Hot thon gehobt, hernach Hot der olt Gmoanpfleger mit'm Rockärmel d' Rechning auSg'wtscht. So hat ma damals Gmoanrechning abg'l-gt und 's Dorf is au nit z'Grund ganga."
— Die Verwaltungsbehörde in Schotten in Oberhessen hat ein Ausschreiben erlassen, worin dieselbe auf einen an unheilbarem Wahnsinn leidenden, sich bettelnd umhertreibende ehemaligen Dienstknecht aus Stumpertenrod aufmerksam macht. Derselbe mit Namen Johannes Stein, 40 Jahre alt, befand sich zur Verbüßung einer ihm zuerkannten mehrjährigen Strafe im Zuchthause zu Kassel, erschlug in einem Wuthanfall feinen Werkmeister, entwich dann im Juni l. I. mit Durchbrechung einer Gebäudewand aus dem Heiligen-Gcist-Hospital in Fulda, wurde hierauf nach seiner Wiederergreifung in Stumpertenrod verpflegt, von wo er abermals entfloh. Wenn derselbe auch meist ruhig erscheine, so sei nach Anschauung der Aerzte doch nicht ausgeschlossen, daß gefährliche Wuthanfälle wiederkehrten und daher im öffentlichen Interesse eine sorgfältige Jnternirung und Ueberwachung des Kranken erforderlich sei In dem beigegebenen Signalement wird derselbe als 1,80 Meter groß, von kräftiger Statur, mit großen dunkeln Augen mit verglastem Blick, dichtem braunem Haar, kurzem, dichtem Vollbart, hervorstehenden Backenknochen geschildert; seine Stimme sei tief und rauh und spreche er in kurzen abgebrochenen Sätzen. Seine Kleidung soll bei seiner Entweichung in einem hellgrauen Sackrock, Hose und Weste von demselben Stoff und einer schwarzen Tuchmütze bestanden haben.
— fVerurtheilung einer ©tigmatifirten.] Der „Bad. Brob." berichtet: Das Schöffengericht zu Buchen hat die 17jährige Sabine Schäfer von Rinsckheim zu 10 Wochen Haft ver- urtheilt. Dieses Mädchen hatte sich für stigmatistrt auSgegeben und mehrere Wochen lang ihre Angehörigen und einige andere Personen zu täuschen verstanden, so daß man wirklich glaubte, übernatürliche Erscheinungen an ihr wahrzunehmen. Extase, Blutschwetß, Nahrungsenthaltung, Blindheit und Lahmheit, Krämpfe, zuletzt wirkliche Stigmatisation wußte sie so täuschend nachzuahmen, daß sie selbst Aerzte und Geistliche irre führte. Erst in der Klinik des Dr. Förster zu Heidelberg wurde der Schwindel entdeckt. Sie wurde sodann von ihren Angehörigen dem Kloster zum guten Hirten in Trier übergeben, jetzt aber durch die Polizei nach Bucken gebracht und dort, wie gesagt, verurtbeilt.
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Grüningen, den 6. Septbr. 1880. Großh. Bürgermeisterei Grüningen.
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Dienstag den 14. dS. Mts.,
Mittags 1 Uhr, sollen die der Gemeinde und Pfarrei dahier gehörigen
Aepsel und Zwetschen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort.
Bellersheim, den 7. Septbr. 1880. Großh. Bürgermeisterei Bellersheim. 5879) Bopp.
Freitag den 24. Septbr,
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