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Position gestellt. Baron Desmichels, gegenwärtig Gesandter in Belgrad, ist zum Gesandten in Athen, Graf Canclaux zum Gesandten in Belgrad ernannt.

Pari-, 6. August. Den drei ArmeecorpS, welche diesen Herbst die großen Manöver machen, werden Felddruckereien beigegeben werden. ES ist hier der erste Versuch, den man in dieser Beziehung macht. In Lyon fand \ gestern ein Duell zwischen zwei Ofstcieren vom 9. Cürasster-Regiment statt. Der eine derselbe wurde am Unterleibe leicht verwundet. Anlaß zu dem Duell gab ein Streit über die Jesuiteu.

Hngtand.

London, 6. August. Dem gesetzgebenden Körper von Jersey ist im Hinblick auf die erwartete Ankunft der französischen Jesuiten ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, welcher die Bestimmungen einer Parlamentsacte Georgs IV. gegen die Niederlassung von Jesuiten in England einzuschärfen bezweckt. Die erwähnte Parlamentsacte verfügt die Verbannung eingewanderter Jesuiten und untersagt die Eröffnung von Jesuttenschulen ohne Erlaubniß der Legislatur bei einer Geldstrafe von 50 L.

telegraphische Depesche«.

telegr. Burean»

Gastein, 8. August. Der deutsche Kaiser nahm heute ein Bad, pro- menirte und fuhr sodann zur evangelischen Kapelle, wo Hofprediger Frommel die Predigt hielt. Morgen erfolgt die Abreise des Kaisers über Auffee nach Ischl.

Pari-, 8. August. Grevy, Gambetta und Say mit den Ministern Constans, Jaureguiberry und Varroy nebst deren Cabinetschefs und Prtvat- secretären sind heute Vormittag nach Cherbourg abgereist.

Sosta, 8. August. Das diesjährige bulgarische Ausgaben-Budget ist auf 27,306,267 Frcs. veranschlagt, wovon auf das Kriegsbuoget 11,250,000 kommen; der Mehrbedarf von 4 Millionen im Vergleich zum Vorjahre wird durch Erhöhung der Zölle, der Salz- und der Tabaks-Abgabe, sowie Neuein- führuna von Zöllen gegen Rumelien und Makedonien gedeckt.

New-UvkE, 7. August, Abends. Dr. Tanner beendete heute Mittag glücklich seine 40täg(ge Fastenzeit.

Saarbrücken, 8. August. Heute Mittag hat die feierliche Uebergabe des neuen Rathhaussaales mit den von dem Kaiser gestifteten historischen Ge­mälden durch den Oberprästdenten der Rhetnprovinz an die Stadt statt- gesunden.

Lokales.

Gießen, 9. August. Wie in jedem Jahre, so wird auch gcgenwärstg in der Zett vom 9. bi8 zum 14. August der sogenannte Laurentiusschwarm der Sternschnuppen auftreten. Die meisten Meteore zeigen sich in den Nächten des 10. und 11. August, doch handelt es sich hierbei keineswegs um einen sogen. Sternschnuppenregen, sondern um ein zahlreicheres Auftreten der Meteore, als in anderen Nächten. Im verflosienen Jahre wurden am Abend des 16. August zwischen 9 und 10 Ubt von einem Beobachter 49 Meteore ausgezeichnet, darunter 10, welche einen Lichtschweif nach sich zogen. Die Erscheinung ist schon vor sechszehn Jahrhunderten in China beobachtet worben, bei uns machten erst vor einem Menschenalter Forster und Quetelet darauf aufmerksam. Die meisten Meteore kommen aus dem Sternbilde des Perseus, weshalb man neuerdings den Schwarm auch als Perseiden bezeichnet. Daneben strahlen auch aus den Sternbilden Andromeda, Cassiopeja und Schwan, sowie aus dem Kopfe des Drachen Meteore aus. Gegenwärtig weiß man, baß dieser Sternschnuppenschwarm im Raume eine elliptische Bahn beschreibt. in welcher fast jeder Theil des Umfanges von Sternschnuppen besetzt ist und daß sich gleichzeitig in dieser Bahn auch der Komet III des Jahres 1862 bewegt.

Am 3. d. Mts. wurde in einer mit Wasser gefüllten Lehmgrube in der Gemarkung Münster der ll/zjährige Sohn des Backsteinmachers Dörr von Münster aufgefunden. Wieder­belebungsversuche biteben, trotz einiger noch vorhandener Lebenszeichen, erfolglos.

Gutem Vernehmen nach beabsichtigen die Herren Gebrüder Buderus den Hochofen derMargarethenhütte" bei Gießen demnächst als Ersatz für einen außer Betrieb gesetzten Ofen der Main Weser-Hütte in Kürze in Betrieb zu setzen.__

Vermischte-

Lich, 8. Juli. Durch die in neuester Zeit in dem nahe gelegenen Langsdorfer Wald stattgefundcnen Untersuchungen sind bedeutende Ablagerungen von Eisenerzen aufgefunden worden. Es ist das Gelingen dieses Unternehmens umsomehr zu begrüßen, als dadurch den Arbeitern und Fuhrleuten der Umgegend eine neue Erwerbsquelle bargeboten wird. Rufen wir deßhalb dem Unternehmen ein fröhlichesGlück auf" entgegen.

Offenbach, 6. August. Heute Mittag 1/-12 Uhr ereignete sich in der Biederer Straße, Ecke der Karlstraße, ein sehr schweres, bedaucrnswerthes Unglück. Es stürzte ein im Bau begriffener Kanal ein und begrub drei Arbeiter unter seinen Trümmer». Zwei davon waren mit dem Oberleib noch frei und konnten erst nach breivienelstündiger Arbeit, jedoch leider schwer verwundet, nach dem Hospital gebracht werden. Der dritte, gänzlich verschüttet, wurde um 2 Uhr todt ausgegraben.

Frankfurt, 7. August. Das Publikum wird es wohl interessiren, authentisch zu erfahren, wie viel Bier auf dem Festplatz getrunken wuide und wer am meisten ausgeschenkt hat. Die folgenden Zahlen sprechen: Groß u. Oberländer 109 Heetoliter 3,4 Liter, I. I. Jung 145 Heetoliter 78,7 Liter, Brauerei Leschhorn's Nachfolger 152 Heetoliter 56^3 Liter I. G. Henrich 155 Heetoliter 68,8 Liter, Fritz Reutlinger 189 Heetoliter 10,7 Liter, Konrad Dmding 244 Heetoliter 84,2 Liter, Heinrich Henninger und Söhne 265 Heetoliter 72,4 Liter, Aepfelwein Gebrüder Freyetsen 312 Heetoliter 87,6 Liter, Flaschenbierverbrauch in der Fest­halle: Henninger und Söhne 7000 Flaschen und I. I. Jung 3000 Flaschen.

Frankfurt, 7. August. Die Befürchtung vor einem Defieit bet dem fünften allge­meinen deutschen Turnfest schwindet von Tag zu Tag mehr. Wenn auch mancher Voranschlag um einige Hunderte, nicht Tausende von Mark überschritten sein möge, so wird dies doch wieder auf anderer Seite durch erzielte Ersparniffe und Mehreinnahme mehr als zur Genüge gedeckt. Es ist demnach die Hoffnung vorhanden, daß die erzielten 240,000 JL Einnahmen allen etwa noch bis zum 12. d. zu stellenden Anforderungen vollkommen genügen werden.

St. Andreasberg, 3. August. Die hiesigen Kanarienzüchter sind mit ihren Zucht- ergebniffen in diesem Jahre im Allgemeinen sehr zufrieden, durchschnittlich entfallen auf einen alten Hahn zehn junge Hähne. Die bedeutenderen Züchter erhalten von Händlern aus Berlin, Hamburg, Dresden, Frankfurt q. M. 8-9,50 für's Stück. Außerdem behalten die Züchter Vögel zum. Einzelverkaufe, welche zum Preise von 20150 JL an Liebhaber verkauft werden. Die Aufträge sind so zahlreich, daß schon jetzt wenig gute Vögel mehr zu haben sind. Im Ganzen mögen für 200,000 X Kanarienvögel ausgeführt werden.

Eberstadt, 4. August Die hiesige Station erhielt heute Mittag einen ebenso un­liebsamen wie überraschenden Besuch. Laut telegraphischer Benachrichtigung von Darmstadt trabte ein auf der hessischen Ludwtgsbahn entsprungener Ochse dem Schien, ngelets entlang nach hiesigem Bahnhof und traf auch daselbst, nachdem er unterwegs den hochbetagten Bahnwart Nungesser niedergestoßen und schwer verwundet batte, ein. Mehrere Beamten des Bahnhofpersonals gingen dem ganz rasenden Vteh entgegen, um es womöglich von dem Bahnkörper abzulenken, aber siehe da: Kaum gelang es den Beamten und Arbeitern, sich zu flüchten, denn der Wüthende ging auf jeden in den Weg Kommenden mit gesenktem Kopf los und hätte ihn unfehlbar auf­gespießt Nachdem er sich auf diese Weise den Weg frei gemacht, stieg er zu nicht geringem Schrecken der vielen anwesenden Paffagiere, welche nach allen Himmelsgegenden flüchteten, auf den Perron und jagte auch, hier jeden sich nur Nähernden den Bahndamm hinunter. Die Gefahr wurde nun noch erhöht dadurch, weil ein Per'onenzug von Heidelberg jeden Augenblick eintreffen mußte. Selbst als Vieser einlief, blieb der Ochse ruhig auf dem Perron, stets zum Angriff bereit stehen, so daß das Aus- und Einsteigen der Reisenden von der anderen Seite des Zuges bewerkstelligt werden mußte, was bc« der Angst, die Jedes beseelte, keine Kleinigkeit war. Bei Abfahrt des Zuges ging er selbst auf die Maschine los und schritt sodann ganz gemüthlich vor dem Zuge längere Zeit her, bis es endlich gelang, ihn auf die Seite zu bringen. Alle Züge waren in Folge dessen genöthigt, auf der Strecke anzuhalten, bis es dem Thier

gefällig war, aus dem Wege zu gehen. Erst Abends 6 ,/.J Uhr gelang es den ihm folgenden Metzgern in der Nähe von Beffungen, nachdem sie ihm die Augen ausgeschlagen, seiner Herr zu werden und zu fcffeln. Nur der großen Aufmerksamkeit Seitens des Bahnpersonals ist es zu verdanken, daß zu dem einen traurigen Fall nicht noch ein größeres Unglück hinzu- gefügt wurde.

Frankfurt, 6. August. Den durch die Explosion auf dem Festplatz verunglückten Per­sonen geht es sowohl in den Spitälern wie in der Privatpflege den Verhältnissen entsprechend gut. Zu den erheblich Verletzten kommt noch ein Arbeiter aus Nied bet Höchst, der durch einen.Eisensplitter am Kinn verletzt ist und sich in ärztlicher Behandlung befindet. Derselbe ist vollständig erwerbslos.

Die Sammlung für die Verwundeten hat die Höhe von 21,000 JL erreicht.

London, 5. August. Amtlicher Meldung zufolge hat ihrer Majestät Schiff,Danae", zwei Dörfer in Samoa beschoffen, deren eingeborene Bewohner gedroht hatten, sämmUiche Weiße zu ermorden. Ein später im auswärtigen Amt eingegangenes Telegramm meldet inbefi, daß die Rebellen sich ergeben haben und die Ruhe wieder hergestellt sei.

Die Zuckerzange war seit ungefähr 50 Jahren von der feinen Gesellschaft aus­geschloffen und fristete ihr Dasein nur mehr auf einsamen Ladensitzen. Die launische Mode, welche sie verworfen, hat sie plötzlich wieder zu Ehren angenommen und gegenwärtig soll sie auf keinem Kaffeetische fehlen. Es ist Übrigens nicht ganz leicht, mit der Zuckerzange umzu- gehen^sie hat ihre kleinen Bosheiten und es bedarf immer einer gewissen Dosis Vorsicht und Selbstvertrauen, um sich ihrer mit Grazie zu bedienen. Herr Z. ist nun ein gescheidter und liebenswürdiger Mann und ein freier Schweizer dazu und mag sich mit der Zucker­zange nicht befreunden. Vor Kurzem war er mit Andern bei dem reichen Bankier M. in Frankfurt zur Tafel geladen. Der Kaffee ward in einem Salon neben dem Speisesaal servirt und die Dame des Hauses nahm mit ein paar Auserwählten auf dem Balkon Platz. Als Herrn Z. der Kaffee präsentirt wurde, legte er die Zuckerzange auf das silberne Plateau und nahm sich, feiner Gewohnheit gemäß, den Zucker mit den Fingern. Die Dame runzelte die Stirne und winkte dem Diener. Wortlos leerte sie die Zuckerbüchse über den Balkon aus. Die Gäste sahen einander bestürzt an, der Bankier M. war in tödtlicher Verlegenheit über die beleidigende Handlung seiner Frau, nur Derjenige, dem die schroffe Lehre galt, blieb unbe­kümmert. Herr Z. trank mit Behagen seinen Kaffee aus, dann erhob er sich, trat an ein Fenster und warf die reizende ächt chinesische Taffe mit samrnt dem goldenen Löffelchen ebenfalls auf die Straße.

Werden, 30. Juli. DieEff. Volks-Ztg." berichtet: In vergangener Nacht brack in hiesiger.Strafanstalt ein zu 15 Jahren verurtheilcer, in Einzelhaft sich befindender Gefangener aus dem über der Zellentbür angebrachten Gitter eine Stange heraus und schlüpfte durch die Oeffnung in den Flur. Mit Schlüsseln, die er sich zu verschaffen gewußt, öffnete er nun noch toter Zellenthüren und befreite zwei zu lebenslänglicher, einen zu 15jährtger und einen zu 18monatlicker Zuchthausstrafe verurthetlte Mitgefangene. In der Nähe der Krypta der nebenan- liegenben Abteikirche bogen dieselben in einem Flurfenster vermittelst eines mttgebrachten Weber baurnes eine Stange im Eisengttter so weit aus, daß ein Mann sich durchzwingen konnte. Der in der Nähe stehende Posten Nr. 4 scheint jedoch hinderlich gewesen zu fein; die Flüchtlinge schlugen nun den Weg zur Thür der Anstaltskirche ein, die mit dem oberen Flur in Verbindung steht; da diese aber mit starken Hängeschlössern versehen war, zu denen die vorhandenen Schlüffel nicht paßten, so war guter Rath theuer. Bei dem Vorhaben, nun durch die nebenanliegende Anstaltsschule einen Ausweg zu suchen, wurden sie von den Nachtdienst habenden Aufsehern ertappt und wieder in Nr. Sicher geschafft.

Rüdes heim, 30. Juli. Auf dem am Sonntag Morgen um 9 Uhr zu Thal fahren­den Salonboot ereignete sich kurz vor Bingen eine herzzerreißende Scene, welche leider zwei Menschenleben zum Opfer forderte. Ein Vater nämlich, in Begleitung seines kleinen Töchterchens, saß mit mehreren anderen Herren im Salon zu Tische, während das kleine Mädchen in beffen Nähe auf dem Verdecke umherltef Plötzlich ertönte ein Schrei, die Herren sahen in dem Augenblick das Kind über das Geländer des Schiffes in die Tiefe fallen. Ohne Besinnen wirft der Vater den Hut von sich, springt seinem Kinde nach und beide fanden, ohne noch ein­mal das Licht zu erblicken, in den Wellen ihr Grab. Der ganze Vorfall war das Werk einiger Sekunden; die Matrosen des Schiffes, welche sogleich mittelst eines Kahnes gründliche Suche hielten, konnten leider keine Spur der Verunglückten mehr entdecken.

sAus der höheren Töchterschule.^ Vorsteherin (lehrend):.. . Und so, meine Damen, werden wir erleben, daß der Mensch, das Ebenbild Gottes, nicht mehr das arme Thier hinschlachten wird, um seiner Nahrung genügen zu können, da sich der Fleischextract und die mannigfaltigen Fleischconserven, die in England und Amerika massenhaft angefertigt werden, immer mehr und mehr in unserem Haushalte Geltung verschaffen und die verschiedenen rohen Fleischsorten nach und nach verdrängen!"

(Der Liebe Sieg.) In allerletzter Zeit spielte sich in Hamburg ein Geschicht- chen ab welches einen neuen Bewe-s für die Richtigkeit der alten Wahrnehmung liefert, daß das Leben Dinge zu Tage fördert, die romanhafter sind, als das m Romanen gewöhnlich Erzählte. Ein mit Glücksgütern reich gesegneter 86jähriger Mann verlobte sich ganz im Stillen mit seiner 35jährigen Haushälterin. Als die Verwandten des alten Herrn das durch das Standesamt vollzogene Aufgebot in den Zeitungen lasen, ver­suchten sie alles Mögliche, um die Schließung der Ehe zu verhindern. Sie ließen eine Untersuchung des Geisteszustandes des Bräutigams durch einen Physikus beschaffen und verlangten, auf deren Ergebniß gestützt, daß der Ehelustige unter (Suratei gestellt werde Da indessen sein Hausartt ihn für geistig und leiblich gesund erklärte, verwies das Gericht die Sachlage zur Prüfung an ein Collegium von fünf Aerzten zur Ent­scheidung und siehe da, das Ergebmß war, daß der Bräutigam unter Curatel gestellt ward, also die Eheschließung vorläufig nicht anging. Der Liebende zog nun mit seiner Herzenserwählten nach Altona, um vor dem dortigen Standesamt ein zweites Auf­gebot zu erwirken, aber der Hamburger Curalor paßte auf, that Einspruch, und auch in der Nachbarstadt konnten sick Hymens Bande nicht um dieLiebenden" schlingen. Der alte Herr verlor auch den Muth nicht; er dampfte mit seiner Donna nach der englischen Felseninsel Helgoland, wo schon manches Paar getraut ward, welches dies in Deutschland nicht fertig bringen konnte. Der Heirathscandidat war von der See­reise so angegriffen, daß er vom Landungsboote bis ins Logis getragen werden mußte. Aber der Curator, ein Hamburger Anwalt, hatte auch von diesem neuen Schritte seines Pflegebefohlenen Kunde erhalten und telegraphiite an den Gouverneur von Helgoland, daß derselbe gütigst die Trauung untersagen möge. Der Telegraph brachte die Rück­antwort:Zu spät!" Das glückliche Brautpaar war bereits in den Hafen der Ehe eingelaufen. Von den Verwandten ist nunmehr die Nichtigkeitserklärung der Ehe ge­richtlich beantragt. Der alte Herr ist jedoch von den vielen Liebesbeweisen seiner Ver­wandten wenig erbaut; er hat einen tüchtigen Anwalt mit der Sache betraut, um zuerst von dem lästigen Curator befreit zu werden und dann seiner Gattin fein sehr bedeu­tendes Vermögen testamentarisch vermachen zu können.

Handel und Verkehr.

Lauterbach (Oderheffen). Der am 2. ds. abgehaltene Viebmarkt war, wie es in Folge der begonnenen Ernbte voraußzusehen war, sehr schwach, mit 330 Stück bestellt. Die Qualität des zugeführten Viehes war eine gute unv ging auch bas Meiste zu höheren Preisen um. Be­zahlt würben für Ochsen 36 45 Carolin bas Paar, für Kübe 812 Carolin bas Stück. In Schweinen, wovon 19* Stück zugetriebcn waren, war bas Geschäft noch lebhafter und wurde fa t Alles verkauft unb sehr gut bezahlt. Nächster Markt 30. August.

Frankfurr, 7. August. (Marktbericht.) Der heutige Heu- unb Strohmarkt wa, gut befahren. Altes Heu kostete je nach Qualität ber Centner JL 3.00 4.00, neues Heu JL 2.503.00, Stroh at 2.00 - 3.40. Butter bas Pfb tm Großen 1. Qual. 0.9000, 2. Qual JL 0.80-00, im Detail bas Pfd. JL 1.1000, 2. Qual. JL 1.0000. Eier bas Hunbert ital JL 6 20, deutsche Eier 4.80 JL Ochsenfleych per Pfunb 6570 H, Kuh , Rind unb Farrenfleisch 4560 H, Kalbfleisch 4555 Hammelfleisch 4065 H, Schweinefleisch 7075 H, ein Hahn JL 1.902.50, ein Huhn 2.00-3.50, eine Ente JL 3.003.50, eine Taub- 50- 00 H, Kapaunen 3 3.5<>, Wälscher Hahn JL 5 10. Kartoffeln 100 Ko. «X 67 bas Gescheib 1012 Kohlrabi 58 \ Blumenkohl 1 St. 40100 H, Wirsing 000 H, Gelberüben 1 Bunb 6 10 H, Zwiebeln 1 Bunb 20 H Sellerie bas Stück 50 Meerrettig 1 Stück 0000 Spargel baS Pfunb 0000 H, Radieschen 34 H, Arttschoken 50 Erbsen bas Pfunb 20 Nomain-Salat 30-00 4, Bohnen 100 Stück 0.000 3L. Gurken 6 0 H

In allen Zeitungen der Welt findet man Stellengesuche, Vacanzen, An- und Verkaufs-Gesuche rc., billig und discret besorgt durch Haasen- stein <fc Vogler in Frankfurt a. M. Ein Beweis, welch' allgemeines Vertrauen diese älteste Annoncen' Expedition befitzt und sich zu bewahren versteht. (4212

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