Telegramm des „Bersagltere" aus La Spezzia von heute meldet, daß eine Kanone auf dem Panzerschiffe „Duilio" zersprungen sei und bei der Katastrophe 6 Soldaten und 2 Ofstctere verwundet seien-
Außland.
Petersburg, lieber den Hingerichteten Mladetzki wird aus Wien gemeldet, daß derselbe schon mehrfach als verdächtig polizeilich eingezogen, jedoch wegen Mangels eines Beweises sretgelaffen worden sei. Nach einer anderen Mtttheilung wäre er bereits früher nach Sibirien transportirt worden, von dort jedoch entflohen und nach Petersburg zurückgekehrt. Was an diesen Angaben wahr ist, können wir noch nicht beurteilen; sicherlich bringen die näch- sten Tage ausführliche Meldungen. — Die Ansicht, daß die Nihilisten Verbindungen in Poltzetkretsen haben, ja, daß sie auch mit hochgestellten Personen im Einvernehmen handeln, wird jetzt in Rußland offen ausgesprochen. So schreibt die „Mosk. Ztg.", die sich schon mehr erlauben darf, als die Petersburger Blätter, in einem großes Aufsehen erregenden Artikel:
Wer find denn diese unsere Fetnve? Es ist nicht genug, wenn man die verwilderten und verkommenen Vollstrecker der Schändlichkeiten abfaßt. Man muß auch nach jenen suchen, welche diese Werkzeuge der Verbrechen erzeugen, hervorholen, unterstützen und denselben die wirkliche Orgamsattonskrast verleihen. Vor Allem ist es daher nothwendig, daß die acriven Behörden ihre Handlungen prüfen und ihr Personal, ihre Rathgeber und Executoren untersuchen. Wer bürgt uns dafür, daß sich unter den Agenten der gesetzlichen Regierung keine Agenten der geheimen Revolution befinden?! Die Erfahrung der neulichen Vergangenheit sollte uns eine Lehre sein und ein L>cht auf die jetzige Situation werfen. Die Macht der polnischen Revolutions-Organisation 1863 ruhte gar nicht in den erbärmlichen Mitgliedern der polnischen National- Regterung und Local-Commandanten, welche unseren heutigen Nihilisten aufis Haar ähnlich sind. Diese Macht ruhte in j?nen Beziehungen, welche zwischen der revolutionären Organisation und der Administration und Polizei der gesetzlichen Negierung bestanden: Im Königreich Polen war beinahe die gesammte Local-Administration und Polizei an der Verschwörung betheiltgt. Endlich bc weisen die Sierakowkis, Ogryzkis und viele andere Persönlichkeiten, daß die Verschwörung sogar in der Central-AdmtriistcaÜon des Reiches selbst ihre Letter hatte!
Amerika.
San Franei-eo, 7. März. Die Regierung sandte in Folge der Agitation gegen die chinesischen Arbeiter Truppen nach San Francisco. Die Waffendepots werden bewacht._____________________________________________
Telegraphische Depeschen.
Wagser'r telegr. Corresporrdeu- • Brrrear».
Berlin, 8. März. Reichstag. Bericht der Commission für den Retchs- haushaltsetats über Theile des Militäretats. Die dauernden Ausgaben werden nach dem Anträge der Commission unverändert genehmigt. B^i Cap. 35 (Militär-Erziehungs- und Bildungs-Wesen) erwähnt Rickert der Uebelstände des einseitigen Vorgehens des preußischen Kultusministers mit der Einführung der neuen Rechtschreibung, ohne vorher mit der Reichsrezierung ein Einvernehmen erzielt zu haben. Redner fragt an, ob etwa vom 1. April an in bei Milttär-Erziehungs-Anstalten die neue Orthographie etngeführt werden solle.
Krtegsminister v. Kameke erklärt, er habe noch keine Verfügung bezüglich der Rechtschreibung getroffen, da weder der Bundesrath, noch die Reichsregie- rung einen bezüglichen Beschluß gefaßt hätten. — Richter, v. Nordeck, Löwe, v. Mtnnigerode, Stephani und Völk sprechen sich ebenfalls gegen das einseitige Vorgehen des Ministers v. Puttkamer aus.
Krtegsminister v. Kameke erklärt gegenüber einer Aeuß-rung Richters die Nachricht öffentlicher Blätter, daß Minister v. Stosch für die Marine durch eine Verordnung die neue Puttkamer'jche Orthographie eingeführt habe, für trrthümlich. — Titel 1—9 der einmaligen Ausgaben der Militärverwaltung werden nach den Anträgen der Budget-Commission angenommen. — Titel 10 der Regierungsvorlage verlangt 198,000 für Errichtung des großen Sitzungssaales im Erweiterungsbau des großen GeneralstabSgebäudes bi Berlin zu Btbliothekzwecken. D'.e Badget-Commtssion beantragt, nur 88,000 «X hierfür in den Erat etnzustellen. Das Haus stellt auf einen Antrag Stumn's nach längerer Debatte mit sehr großer Majorität die Regierungsvorlage wiederher.
Das Extra-Ordinarium der Militärverwaltung wird nach unerheblicher Debatte den Anträgen der Budget-Commission genehmigt. An die Budget- Commission zurückverwiesen werden die Titel wegen der Kasernen- und Casino- Bauten in Lichterfelde (zusammen 440,000 X.\ Gegen 3% Uhr stellt sich bei der Zählung die Beschlußunsähigkeit des Hauses heraus und wird deshalb die Sitzung abgebrochen. Nächste Sitzung Donnerstag.
Der Geh. OberregierungLrath Tiedemann ist an Stelle des verstorbenen Ministers v. Bülow zum Bundesraths-Bevollmächttgten ernannt
Londou, 8. März. Unterhaus. Schatzkanzlec Northcote erklärt: Die Regierung hat beschloffen, das Parlament zu Ostern aufzulösen; das neue Parlament soll Anfangs Mai beginnen. Am Donnerstag bringt die Regierung das Budget ein.
Berlin, 9. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt bezüglich des Jubtläums'Arttkels des „Golos" vom 3. ds., welcher dem Glückwunscke des Kaisers Wilhelm gewidmet war: Bemeikenswerth an dieser Auslaffung ist, daß dieselbe nachdrücklich hervorhebt: Der wahre Schutzherr Deuschlands bltcb Kaiser Wilhelm, und daß trotz allen Vertrauens, das der Semen Rathgebern beweise Ihm allein das Recht zustehe, das letzte Wort zu sprachen. Nachdem dieses Wort gesprochen, erscheine durchaus gleichmltig, was etwa in Parlamente und Presse geäußert werde; das Cabinetsschreiben des Kaisers Wilhelm komme allein in Betracht. Die „Norddeutsche" ihrerseits zweifelt, ob sie den „Golos" ungewöhnlich gut oder schlecht unterrichtet nennen soll. Wenn „GoloS" sich auf das durch Petersburger Blätter veröfflntlichte Glück Wunschschreiben des Kaisers Wilhelm vom 22. Februar bezieht, so übersieht er, daß letzteres kein Cabinetsschreiben, sondern ein ministeriell redtgirtes, mit verantwortlicher Contrasignatur versehenes, im Namen des deutschen Reiches ergangenes Dokument ist. Vielleicht wiffe „Golos" wie auch die „Norddeutsche", daß außerdem ein eigenhändiges freundliches Schreiben des Kaisers Wilhelm an den russischen Kaiser erging; dann begreife man nicht recht, wie „Golos" den Gegensatz zwischen dem Kaiser und feinen Rathgebern pointtren kann. Die „Norddeutsche" vermuthet, daß es dem „Golos" ober seinen Gönnern nur darauf angekommen ist, Uebelwollen gegen den deutschen Reichskanzler auszu- drücken und in Rußland zu erregen.
Lokales.
Gießen, 8. März. Das gestrige (fünfte) Concert unseres Concert-Verein- ist als ein reiches unv in jeder Beziehung gelungenes zu bezeichnen. Die Leistungen des Orchesters sowohl, als die der Chöre waren sehr gut; sie sind in der Hand ihres mit manchen localen Schwierigkeiten kämpfenden, aber unermüdlichen Dirigenten zweifelsohne im Steigen begriffen, was bei der diesmaligen Zusammensetzung des Orchesters um so mehr anzuerkennen ist da, wmn wir recht gesehen haben, es nur durch sehr wenige auswärtige Künstler verstärkt war Die C höre sangen durchweg correct, stark und frisch bis zum Schluffe. Die Wahl der drei Solisten war ohne, Ausnahme eine sehr glückliche. Herr Felix Schmidt aus Berlin sang !m”C l Qll^lC vorzüglich durchdacht, durchaus geschult mit prächtiger, umfangreicher Stimme. Wir bedauern, daß ihm nur eine verhältnißmäßig kleine Rolle zusiel, wir hätten dem vonreff- lichen Sanger gerne noch lange zugehört. Herr Heinrich Müller-Franken sang seine durchaus nicht leichte und nicht besonders dankbare Rolle sehr gut, mit voükommin richtiger Auflassung der Händel'schcn Musik, einfach und sicher, seine Stimme scheint uns an Starke gegen früher gewonnen zu haben. Ein ganz besonderes Aufsehen erregte Fräulein Minna iLieoemann, Schülerin Stockhausen s und des Frankfurter Konservatoriums, welche durch die Reinheit, Hohe, Leichtigkeit und Kraft ihrer Stimme das Publikum in einem Grade entzückte und gewann, wie es nur wenigen Sängerinnen vor ihr in unseren Concerten gelang. DieS galt sowohl von ihrer Rolle in dem Alexandersrste, die sie reizend durchführte, als namentlich auch von der Loreley, in welcher ihr dramatisches Talent und die Anmuth und Kraft ihrer Stimme besonders zur Geltung kam. v
£)ei SeifuU sowohl dem Orchester und den Chören, als auch den Solisten gegenüber, war reichlich, aber wohl dem Charakter der Aufführung entsprechend weniger rauschend, als vielmehr pietätvoll. Das Concert läßt sich mit gutem Gewiffen dem Schlußconcerte des vorigen Wmteis, in welchem Haydn's Jahreszeiten aufgeführt wuiben, ebenbürtig zur Seite stellen. ».
Gießen, 9. März. In der Rächt von Samstag auf Sonntag wurde den Glasern wieder viel Aibeil an Laternen-Reparatur vor dem Wallthor verschafft. — In derselben Nacht gegen 4 Uhr focht cm junger Mann, welcher jedenfalls böse auf die Polizei zu sprechen ist gegen die vor der Polizeiwache aufgehängte Laterne. Unglücklicherweise wurde er jedoch bei dem Altentate ertappt und notirt.
— Gestern Mittag ereignete sich in der Büchse-rmacher-Werkstätte in der Zeughaus Kaserne ein Unfall, welcher möglicherweise ein Menschenleben kosten kann Einem dortjelbst beschäftigten Soldaten, Sohn einer hiesigen Familie, drang eine Revolverkugel in die Hüfte. Wie dies geschah, wird wohl die Unteriucyung ergeben. Der Schwerverletzte wurde in das Lazareth verbracht.
— Ein bereits bejahrter Bllber-Colporteur, welcher sich Tags ober Nachts vorher recht amüsirt hatte, mußte gestern Abend beigesteckt werden. Ein gleiches Schicksal erlitt ein Nachtfalter, welcher aus der neuen Anlage he>umflatterte.
Gießen, 8. März. In den Necurrenshospitaiern zu Gießen wurden in der Zeit vom 1. bis 5. d. M. aufgenommen 2 Kranke, genesen entlassen wurden 6, gestorben ist 1, und es verblieben in Behandlung 53 (48 M, 5 2ß.). Die Gesammtzahl der von Beginn der Epidemie ab dort zugegangenen Kranken belief sich auf 182 (163 M., 19 W.), von welchen verstorben sind 17 t15 M., 2 W ). Im Rccurrenshospitale zu Friedberg sind im gleichen fünftägigen Zeitraum zugcgangen 3 Kranke, als geheilt abgegangen sind 3, und es verblieben 25 (Männer^; insgesammt waren bis jetzt dort aufgenommen 69 Kranke (67 M., 2 W.) und davon der Krankheit erlegen 4 (M.). — Außerdem sind zur Zeit noch einzelne Recurrenskranke in Behandlung in dem Hospitale zu Darmstadt und in drn Orten Reiskirchen. Obenhausen, Saasen (Kreis Gießen), sowie in der Stadt Alsfeld; es dürfte hiernach nunmehr eine stete Abnahme der Erkrankungen zu ewarten sein. (D. Z.)
Vermischtes
Wetzlar, 7. März. Heute Nacht 11 Uhr ist Se. Durchlaucht der Fürst Ernst zu Solms-Braunfels in Folge eines Schlaganfalls verschieoen.
— [3 u r Gesund heitslehre.^ Im Verein für volksverständliche Gesundheitspflege in Berlin hielt Sanitätsrath Tr Niemeyer kürzlich einen populär-wiffenschaftlichen Vortrag über die Kleidung. Die jetzt übliche Art und Weise sich zu kleiden, so führte er aus, sei im Großen und Ganzen Icioer weit mehr von der Mode als von der Vernunft vorgeschrieben. Selbst die allenthalben herrschende Erkä^tungssurcht werde überall da in den Wind geschlagen, wo sie mit den Modevorschriften collibirt. Bei den Männern sei das frühe und vorzeitige Ergrauen und Ausfallen der Haare nicht einem uusoliden Lebenswandel zuzuschreiben, sondern der zu luftdichten Kopfbedeckung. Ein holländischer Bekannter des Vortragenden, den man nie anders als mit entblößlem Haupt umhergehen sah, habe sich jedermann mit den Worten vorgestellt: „Ich bin Vater Byron und verdan-ke meinen starken Haarwuchs nur dem Umstande, baß ich mit 16 Jahren meinen Hut verlor und mir seitdem keinen andern anschaffte." Da die weibliche Kopfbedeckung weit leichter, zierlicher und luftiger ist und mehr zum Schmuck des Kopses dienen soll, behält bas weibliche Geschlecht seinen üppigen Haacwuchs weit länger völlig unverändert. Auch den Hals solle man nicht so ängstlich in wollene und selbene Shawls einhüllen, vielmehr denselben nach Art der Seeleute frei und offen dem Zutritt Der Luft aussetzen Der Paletot oder Ueberzieher der Herrenwelt verfehle völlig seinen Zweck. Eng anschließend, verhindere et rme genügende Ausdünstung des Körpers Hauptsache für den Schutz gegen Erkältung seien warme Füße, erzeugt durch bequemes, warm gefüttertes Schuhwerk, daher hinweg mit den eng anschließenden zierlichen Bazar-Stiefelchen!
— Cs langen traurige Berichte über die Verheerungen ein, welche die strenge und andauernde Kälte des diesjährigen Winters in der Pflanzenwelt, namentlich an Obstbäumen und Ziergehölz, angerichtet hat, und es steht zu befürchten, baß mit dem Herannahen t>es Frühlings, welcher die verursachten Schäden erst recht sichtbar machen wird, solche Berichte aus ganz Mittel - Europa sich mehren und recht traurig gestalten werden. So berichtet Herr Garten- Direetor Maschek, daß im fürstlich Rohan'schen Parke zu Sichrow in Böhmen, diesem weitberühmten Sammelplätze fremdländischer Bäume, die daselbst im großen Maßstabe cultivirten exotischen Nadelhölzer und Laubbäume, namentlich die jüngeren, und unter diesen wieder die aus den Gebirgen Süd Europas, Vorder^Asiens, des südlichen Sibiriens, Nordamerikas und aus dem Kaukasus stammenden Coniferen und die Amerikynischen und Vorder Asiatischen Eichen durch die Kälte bedeutend gelitten haben und daß in den fürstlichen Baumschulen zu Swijan gegen 41,000 junge und in den Obst-Alleen an 2000 große Obstväume erfroren sind. — Einen ähnlich traurigen Bericht erhält die ^Boh." aus Paris vom ersten Rosenzüchter der Welt, Verdier de Ae-, welcher mittheilt. daß in Paris alle Rosenstöcke, alles fremdländische Strauchwerk, die meisten Coniferen und sehr viele starke Bäume in den Avenuen durch den Frost vernichtet wurden, und seinen Bericht mit den Worten schließt: „Es ist ein großes Unglück."
— (Gefahr im Verzuges Nichts kann einen Lrz- mehr ärgern, als wenn er in aller Eile wohin gerufen wird und dann nach seiner Ankunft findet, daß dem Patienten entweder gag nichts oder doch wenigstens nicht viel fehlt Ein solcher „dringlicher Fall" passirte einmal dem nicht bloß wegen seiner großen und glücklichen Kuren, sondern auch wegen seiner derbe» Ausdrucksweise bekannten Dr. H. in Berlin. Ein vornehmer Herr, der sich aus Versehen eint leichte Wunde beigebracht hatte, ließ ihn Hals über Kopf rufen. Dr. H. erschien und befahl, nachdem er die Wunde untersucht, dem Bedienten, so schnell als möglich nach der nächsten Apotheke zu eilen und ein gewisses Pflaster zu holen. Der vornehme Patient ward todten- blaß und stammelte: ,,Mein Himmel, bester Dockor. ich will doch nicht hoffen, daß die Wunde g-fäh'lich ist?" -- „Ja freilich ist sie es", antwortete Dr. H , „denn wenn der Kerl nicht recht geschwind läuft, so ist sie zugeheilt, ehe daß Pflaster kommt."
Handel und Verkehr.
Gießen, 9. März. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd.^L 1,00 Hf 105, Hühnereier 2 Stück 9—11 H. Gänseeier per Stück 12—00 Enteneier per Stück 6—0 H. Käse per Stück 5—9 H, Kasematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 22 X Linsen 1 Liter 24 X Tauben das Paar JL 0.80, Hühner per Stück 1.00—1.50, Hahnen per Stück Jt 1.00 bis 1.70, Enten per Stück 2 00 —3 00, Kartoffeln per 100 Kilo JL 6—9.00, Zwiebeln p. Ctr. 15—00, Milch per Liter 16 und 18 X Ochsrnfleisch 66—68 H per Pfv., Kuh« und Rindfleisch 48—56 X Kalbfleisch 40—45 X Hammelfleisch 45—60 X Schweinefleisch 60 H.
Frankfurt, 8. März. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 JL 43, Nr. 2 JL 41, Nr. 3 X 35, Nr. 4 X 31, Nr 5 X 25, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 28.50—00, do 1 (Berliner Marke) X 27.00—00.00 vo. 11 (Berliner Marke) X 20.00-21.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 24.25 - 24.50, ab unserer Umgegend X 23.75—24.25, do. fremder je nach Qualität X 24.00—24 50, Roggen, je nach Qualität X 19.75—20.75, Gerste X 17.00- 21, Hafer X 13—16.00, Kohlsamen X 27—2<00, Erbsen X 19—27, Wicken X 16 17, Linsen X 20 -40, Bohnen, weiße, X 23—25, Roggenkleie X Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 65. Stimmung ruhgi. Hauptsächlich gefragt war: —- Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.)
Frankfurt, 8. März. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen und Stiere, 230 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 260 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 68—70, 2. Qual. X 64—66, Kühe und Rinder 1. Qual. X- 58-60, 2. Qual X 48-52, Kälber 1. Qual. X 54—56, 2. Qual. 48-50, Hämmel 1. Qual. X 58-60, 2. Qual. X 44 - 50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund —
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