Telegraphische Depeschen.
Wagner's telegr. Correfpondenz-Bureau.
Darmstadt, 7. Decbr. Der Großherzog begibt sich morgen nach Schloß Philippsruhe zum Besuche des Landgrafen von Hessen und wird am Donnerstag Abend zuiückkehrem .. .
Berlin, 7. December. Die „Nordd. Allg., Ztg. erklärt die Mel- düngen des „Standard" aus Köln über französisch-deutsche Verabredungen in Frtedrichsruh in jedem einzelnen Punkte für völlig auS der Luft gegriffen. Die Besprechungen des Reichskanzlers mit dem Fürsten Hohenlohe und dem Grafen St. Vollter hätten gleich allen anderen Beziehungen in der jüngsten Zett den Beweis geliefert, daß die Regierungen der beiden großen Nachbar, länder in ihrer friedlichen Tendenz, ihrer Politik und ihren Ansichten über die
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RedactionSbnreaur 1 Schulstraße B. 18.
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Darmstadt, 6. Decbr. Nach vorläufiger Feststellung des Resultats der am 1. December I. Js. stattgehabten Volkszählung stellt sich die Bevölkerung einschließlich des Militärs im Polizeibezirke Darmstadt wie folgt:
tm I. Polizeirevier auf 19 964
Regiment eine Batterie neu formtrt. Zur Erreichung der Etatsstärke sind Dispositions-Urlauber und eventuell UebungSmannschaften der Reserve zum Dienst^etnz^ruf ^„den die acht neuen preußischen Infanterie-Regimenter sämmtlich rothe Achselklappen und blaue Paspel an den^Handausschlägen erhalten, welche gleichmäßige Uniformtrung wohl mit Bestimmtheit daran, hwdeutet, daß aus diesen Regimentern in Zukunft ein eigenes 15. ArmeecorpS gebildet
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mehr aufhören, die Nothwendtgkett, anstatt des dermaligen provisorischen Zu» standes eine definitive Vermehrung des retchsgerichtlichen Personals vorzunehmen, wird sich daher nicht länger umgehen lassen. Zu erwähnen bleibt noch, daß die vom Reichsgericht in der Zett vom 1. Januar biS 1. November ge- fällten Urtheile die höchst respektable Zahl von 4460 erreicht haben, welche zur Hälfte der Civtl-, zur andern Hälte der Staatsrechtspflege angehören.
Kesterreich.
Wien, 6. Decbr. Die vereinigte Flotte ist, Nachrichten aus Castel» nuovo zufolge, gestern abgefahren. Die österreichischen Schiffe haben die frpmbfn Sckiffe einige Seemeilen wett begleitet.
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Erstes Blatr. Donnerstag den 9. December
zusammen auf 48,803 Seelen.
Berlin, 5. December. Ueber die Dtslocation der neu zu bildenden Truppenth.Ue schreibt bie „Köln. Z'g.": „Bezüglich der nicht preußischen ent. nehmen wir der „Deutschen HeereS-Zeiiung", baß die zwei neuen Königlich Sächsischen Infanterie-Regimenter (12. Armeecorps) demnach die Nr. 133 und 134 erhalten werden (während jetzt die sächsischen Infanterie-Regimenter mit Nr. 108 abschnetden, Nr. 109—H4 Infanterie-Regimenter d^ 14. (badischenj Armercorps, Nr. H5-U8 Jnfant-rte - Regimenter der Großh. Hessischen 25. Division und Nr. 119—127 Infanterie-Regimenter des 13. (Königlich Württembergischenl Armeecorps sind) und nach Zwick^au und Leipzig in Garnison kommen. Durch Köntgl. Entschließung vom 2. November ist für d e Königlich Bayerische Armee bestimmt morden, daß daS neue 18. Snfftntwte' Regiment mit dem Stabe und zwei Bataillonen nach Landau und ein Bataillon nach Zweibrücken in Garnison kommen. Für die neuen beiden Feldbatterien des 3 bayerischen Feldartillerte - Regiments ist München, für je eine des 2. bayerischen Feldartillerte-Regiments Würzburg und Landau als Garnisonen
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^" ^Für°Baynn ist angeorbnet »erben: Dus neue 18. Infanterie-Regiment »trb gebilbet burch bie Abgabe von je einer -ompleien Compagnie bei 1., 4 5 6y 7 8 9 12., 13., 14., 15. und 17. Jnfanterie-Regiment?. Bei iebem’der a,nannten Regimenter wird an Stelle ber abgegebenen Compagnie ^Vu?Ä" Die Mannschaften ber Stäbe d-r drei Bataillone bes 18 ^knsanterie-Reaiments werden durch Uebertreten jener der 2 Bataillone des 6. unb 9. unb beb 3. Bataillons be8 7. Infanterie. Regim^tr. Mit ber Reuausstellung von 4 Felbbatterien erhöht stch bie Zahl ber Batterien jeber Felbabiheilung de» 2. unb 3. Felbartillerie-R-giment, von 3 aus 4. Diesen beiben Regimentern wirb je aus bem anderen Regiment d«/ 9>-tchen Brigabe Berbanbes eine Batterie abgegeben; gleichzeitig wirb bei jebem Feldartillerte
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b<Plm5n Betreff der zum 1. April 1881 neu zu formirenden Infanterie- Regimenter ist weiter Folgendes angeordnet: Jedes Jnfanterie-Regiment der Armeecorps 1 bis 14 — soweit dieselben unter preußischer Verwaltung stehen — gibt zum 8. April 1881 eine vollständige Compagnie ab mit sämmtlichrn Unterofficirren, Lazarethgehülfen, aber ohne Officiere. Diese Compagnien werden höheren Orts durch das Loos bestimmt und bis zum 11. April den Regimentern namhaft gemacht. Ein Umtausch von Unterosficieren und Mannschaften darf in der Zeit vom 8. bis 11. April unter keinen Umständen stattfinden. Die Regiments-Commandeure find hierfür öeTantroDrtlld). 3tbod) föiincn bk Ger eral-Commandos in einzelnen, besonders motivirten Fällen gestatten, daß verheirathete Unterofficiere und Einjährig - Freiwillige auch nach genanntem Termin noch zu anderen Compagnien übertreten. Die Vertheillrng derOsfi- ciere Sanitätsofficiere und Beamten auf die neuen Regimenter werd allerhöch. sten Orts speciell befohlen werden. Die nach diesem Modus für ein neues Regiment vorgesehenen zwölf Compagnien erhalten Seitensi desRegimen - Comwandeurs ihre Nummern zugewiesen, der auch die Bataillone etnthetlt, ebenso die Officiere, ausschließlich Stabsoffictere, welche das General-Com- mando designiren wird. Sämmtliche zu den neuen Regimentern abge^benen Mannschasten treten ohne Waffen und Gepäck über, rrur den Unterosficieren verbleiben die Seitengewehre für den Marsch zur neuen Garnison. Aus den verbleibenden elf Cou pagnien der alten Regimenter wird per Regimeneine Compagnie durch Abgabe von Mannschaften und Unterofficreren gebildet, welche an Stelle der abgegebenen tritt. Es werden formtrt: Jj.fanterre-Regiment 97 aus acht Compagnie» ber 21. unb 22. Division (H- Arme«°rpSj unb der Compagnien ber 28. Division (14. Armeeemps). Jnsanterie-Regiment 98 °uä vier Compagnien ber 6. Division (3. Armeecorps) unb acht bes 4. Arme corps. Jnfant<rt(.Regtment 99 aus acht Compagnien des 5. Armeecorps und vier der 20. Division (10. Armeecorps). Jnfanterte-Regiment 128 aus acht Compagnien des 1. Armeecorps und vier der 4. Division (2. Armeecorps). Jn- fanterte-Regiment 129 aus acht Compagnien des 9. Armeecorps und vier der 3. Division (2. Armeecorps). Jnfanterie-Regtment 130 aus acht Compagnien des 8. Armeecorps und vier der 29. Division. Jnfanterte-Regiment 131 aus acht Compagnien des 7. Armeecorps und vier Compagnien der 19. Division (10. Armeecorps). Infanterie-Regiment 132 aus acht Compagnien d s 6 Armeecorps und vier der 5. Division (3. Armeecorps). Das ebenfalls neu aufzustellende Füsilier-Bataillon des 2. Großh. Hessischen Infanterie- Regiments 116 wird durch Abgabe von je vier Compagnien der Großh. Hesst- scheu (25.) Division formtrt. Die mit ihrer Compagnie zu den neuen Regimentern übertretenden DtSposittons-Urlauber müssen bis zum 8. April 1881
Aus der Dislocattons-Vertheilung geht hervor, daß diese acht neuen -preußischen Regimenter auf acht unter den 12 preußischen Armeecorps vertheilt werden, nämlich auf das 1., 2., 3., 5., 6, 8. und 9. Bezeichnend ist, daß die neuen Truppen zur Verstärkung ber Grenzbesatzungen gegen Frankreich in den Reichslanden in kaum nennenswerther Welse verwandt werden. Für das 16. nach Metz verlegte Pionier-Bataillon rückt ein vorhandenes Nr. 15 nach Rastatt ab; bie 8 neuen gelbbatterien im Elsaß bienen nur b68u, eine Lucke in bet Artilletie Otganisatio» bes 15. Corps gegen bie anbeten Corps auszu- sülle». Ei» einziges Jnsanlerie-Bataillon wirb mehr aus dem rheinischen CorvS nach Diebenhofen geschoben; freilich hat nach 1877 eine Verstärkung der Garnisonen in den ReichSlanben stattgesunben. Die Hälfte ber neuen Infanterie (je ein Regiment in ber Rheinprovinz, in Westphalen, in Heften, in Branbenburg) kommt in bas Innere bes LanbeS. Dagegen bienen aller- dings vier andere Regimenter entweder selbst oder durch Tausch mit bisherigen Truppentheilen zur Verstärkung der Ostgrenze. Um 12 Bataillone werden die Garnisonen wie folgt verstärkt: Gumbinnen 1, Insterburg 1, Königsberg 1, Bro »berg 3, Krotoschin 1, Pleschen 1, Nawitsch 1, Gletwitz 2 und Beuthen 1 Bataillon. Auch das neue Fußartillerie-Regiment dient zur Verstärkung der Fußartillerte in Thorn. Es sind tm Ganzen aber nur 7000 Mann, welche von den 26,000 Mann der neuen Heeresvermehrung in der Nähe der langen, durch 4 ArmeecorpSbeztrke hindurch sich erstreckenden preußischen, poftnschen ck.id schlesischen Grenze gegen Rußland, von Gumbinnen btS nach Beuthen hinab — allerdings eine kaum nennenswerthe Verstärkung gegen die große Ansammlung von russischen Truppenkörpern längs der Grenze — mehr aufge- stellt werden. Bis auf Pleschen und Beuthen hatten die genannten Orte schon bisher Garnisonen. ~ c m „
Berlin, 6 December. In einer Correspondenz der „A. A. Ztg. aus Leipzig wird die Nothwendtgkett der Complrttrung des Reichsgerichts bet seinem augenblicklichen Geschäftsstande hervorgehoben. Vom 1. Januar biS 1 November d. Js. sind über 6800 Proceßsachen bet dem Retchsgerrcht etng-- gangen, nämltch 3960 Ctvtlsachen und 2870 Strafsachen. Wenn, wie anzu- nehmen ist, der Eingang der Geschäfte in den beiden noch fehlenden Monaten November und December der gleiche ist, wte tu den vorangegangenen Monaten, so wird am Schlüsse deS Jahres die Gesammtzahl aller bet dem obersten Ge- rtchtsbof etngegangenen Proceßsachen das achte Tausend uberschr.tten haben. Gewiß eine Geschäftsaufgabe, wie sie in btefem Umfange bei ber Emseßung des Reichsgerichts entfernt nicht rermuthet wurde. Daß Ue Geschäftsaufgabe späterhin abnehmen werde, läßt stch zwar für die Civtlrechtspflege annehmen, wenn hier das Gebot der Revtsionssumme seine Wirkung äußern wird; dage- gen ist im Straffache noch auf Jahre hinaus der gleiche, wenn nicht noch em stärkerer Andrang der Geschäfte zu erwarten. Einer so kolossalen Aufgabe gegenüber hat sich der etatsmäßige Personalbestand deS ReichsgertchiS mit 8 Präsidenten und 60 Räthrn längst als zu gering erwiesen. Es sind deshalb zwei Hilfscivtlfenate gebildet worden, an benen gegenwärtig 13 Räche (Hilfs- 'ichter) uncttoniren. Allein bie Thättgkeit dieser Senate welche nur für die
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