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Dienstag den 9. März
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AMize- uii Amtsblatt fit b?n Kreis Gieße«.
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Bekanntmachung.
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p ' Dr. Boekmann. _____________________________—--
mitanzugeben.
Gießen, den 5. März 1880.
Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Gießen. Dr. Boekmann.
Die Militär-Dorlage.
ES gehört zu den herkömmlichen Phrasen, daß der Moloch des Militär- Etats Alles verschlinge und für andere Ausgaben keinen Raum lasse; wveflen lehrt die Geschichte, daß sich jedenfalls jetzt bereits ein begeres Verhättn.ß »wischen den einzelnen Zweigen des Staatswesens herausgebildet hat, a s es früher bestand. In dieser Beziehung enthielt die Rede des Abg. Gneist in der Miiitärdebaite, welche unter der Unruhe des Hauses großtentheils verloren ging, werthvolles Material, welches den Vorwurf des immer mehr um fick greifenden Militarismus entk-ästet. . , ,, (
c>n Bezug auf Preußen wies der Redner darauf h,n, daß dieser Staat seit der Zett Friedrich Wilhelms I. bis zur Zeit Friedrich Wilhelms■ HI. allerdings als Militärstaat angesehen werden müste, weil der größte Theil der Einnahmen des Staates für das Militär verwendet worden sei. So betrug die Militärlast unter Friedrich Wilhelm 1. 83 M., unter Friedrich dem Großen 75 pCt., unter Friedrich Wilhelm III. bis 1807 71 pCi., nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht nur 40 pCt. des Ganzen Sie beträgt jetzt nach gleichmäßiger Verihettung der Heeresiast nur 20 pCt. des ganzen Staatsbedarfs, während 80 pCt. für Eulinrzwecke verwandt werden. Es ist damit also die Myihe von einer bis in's Unerträgliche anwachsenden MiliiLUast ^zurückgew^esen^ fac8 deutschen Volkes fällt das Armee-
budgei nicht in dem Maße in'S Gewicht, wie in alten Zeiten. In Preußen, wie auch sicherlich In allen deutschen Staaten, hat sich seit den Zeiten Friedrichs des Großen, in welchen Preußen, arm und schwach bevölkert, % säumst, lieber Einnahmen für das Heerwesen ausgeben mußte und nur 74 (ur Cultur- ,wecke verwenden konnte, sich das Verhältniß vollständig umgekehrt.
Im Allgemeinen scheint man stch im Reichstage, wie auch rm Volke allmälia mit der neuen Armeevorlage zu befreunden, da sie von hervorragenden Seiten einmal als nothig hingestellt worden ist. Sie wird also angenommen werden und das Volk wird die neue Last gern tragen, wenn es dabei nur hoffen kann, daß der Friede wirklich eine Sicherung erhält. Gegenwärtig lckaut der volittsche Himmel wieder einmal klar und unbewölkt auf uns herab. Die Worte des Kaisers Wilhelm leuchten gleich der Sonne des Friedens, und hoffentlich dringen ihre Strahlen In das Herz unserer Nachbarvölker-____
Krutfchland.
Darmstadt, 6. März. (Militärdienstnachrichten). Durch Verfügung des Kriegsmtntstertums wurden die Kas-rnen-Jnspectoren M arlert ber«,er von Gießen nach Ptllau, Dubois von Bruchsal nach Gießen, Muller von "ÄKstag. B-rathung über den vom Buudesrathe erstatteten >»eaienf6ah8be'ri6t über die in Verfolg des Soeialistengesetzes von der preußischen RegievüuggeUosstnen Maßregeln. — Bembel halt den Bericht für unzulänglich und arm
Bekanntmachung.
Durch Be.witU.ng d-- ,.»dwi..dschnftliche» Be>i.e---.-in» Gi.»en f=H.n 600-800 6.nl«.. ««I. e«.ie«.toff.l» -"“‘‘"ÄS,'”- M.I. swd «njll.nl M ,n» 20. 1. M «n... °n P,°i-n N LnM
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Pfarr-Conferenz. Mittwoch den 10. März 1880 zu Gießen.
Lang-Göns, den 2. März 1880. '
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nieten anderen Orten verhängt werden müssen. Aus Berlin feien zahlreiche Personen nuSnemiefen die feit wahren nicht mehr als Socialdemokraten lN die Oestentlichk^t götreten seöen.^^ Gründe ^für "die Ausweisung würden aus alle Beschwerden nicht 9e0Cbeminifter Gras Eulenburg weist aus die schon im vorigen Jahre von ihm ge- dw Verhängung "des "Be'lagenmgszustandes^rechift?t1giem ' eSm S* S38SMS » W» äSäss. 7 SiÄHi swz’ää ä
WWMMZKWZ wie vor lö t Der Minister schließt mit der Bitte, dav, w.e tm vorigen Jahre, so auch KSLfM^r^DLZKSSL«» für zu L gehknd " d.e geltend gemachten Gefahren eigentlich nicht vorge- U6<" ^ach wiederholter Replik Bebel's schließt der Präsident die Beraihung mid con- !>^'ers.?°ze?a"chL7^s°Entwur^'üb!r ÄUS des Soeialisten-Gesetzes bis 3t ^Agemdneter °. Hertling führt ans, daß das^nttum die S°-mlde.n°krMie^stets aui's Entschiedenste bekämpft habe, daß es aber dtes S bev Socialisten nicht zustimmen könne, da mit bloßen Po^zetmaßregeln: d n Mop SociQlbcmofr(ltie it)rem dcizukommen sei Hier könne nur dn cheligton helfen, nunaen Gottes. Nur die Wesen nach Nichts sei als die Auflehnung ßegen . A ipciale sdraae Rückkehr aller Klassen der Geftllschast zur w°^n GotteAcht k°.me erag
lösen, v. Hertling beantragt ^oeber m schassen, dann werde auch
statt des Ausnahmegeietzes Em allgeme be°n ^lussührungen v. Hertling's eine
^..^ustlmmen können- . b^ntrums aeaenüber dem Socialistengesetze. Das Eentrum Nuckwaitsconcentrnung des Centr 0 0 Wettkampf begriffen um den Einfluß auf den^Fürsten Bismörck, !ahör die seltsam unklare Haltung des Centrums beim Militärgesetze und-rü hier. bie Ertheilung der geforderten Vollmacht auf
.. ,,v; f?inwei5 nui die Gefahren, welche Staat und Religion und
weitete d Jahre unter Agitation erwachsen. — Namens der Deutschen Reichs- Ne!'erkl'r?sick!°Ml!ie^ebeu1a°lls'im Sinne" der Vorlage. - «ahlieich proteft.rt


