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Mittwoch ben 7. Januar

1880

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A«M- nih Amtsblatt fit bell Kreis Gieße»

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Erscheint ISgttch mit Ausnahme des Montags

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Die dem Staaismtnisterium und die dem Ministerium des Innern und

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ber Degen in seitheriger Form mit der seitherigen Degenquaste. Zur Befestigung der letzteren an den Degen dient ein gewirktes g^deues Band. Der Degen wird unterhalb der linken Hüfte durch den Rock gesteckt getragen;

als Ueberkleid kann der seitherige Paletot von dunkelgrauem Tuche getra gen werden.

lang- schwarze Beinkleider mit Goldtreffen längs der äußeren Nähte; dreieckiger Hur in der seitherigen Form;

weiß/ offene W/ste;

weiße Halsbinde; *

Peet» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohu.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

1.20

1.30 fert

Laut einer am 22. v. Mts. ergangenen neuen Verfügung des General" Postamts sind nicht nur die nut dem Hektographen, sondern auchmittelst eines ähnlichen, zur Beförderung gegen die ermäßigte Taxe nicht berechtigenden Verfahrens hergestellten Schriftstücke", sofern sich aus ihrer Verpackung, Fran- ktrnng u. s. w. entnehmen läßt, daß der Absender sie als Drucksachen bat an­gesehen wissen wollen, als vorschriftswidrig beschaffene Drucksachen zu behan­deln.Derartige Sendungen sind daher, falls dieselben im Jnlande zur Einlieferung kommen, nicht abzusenden, sondern dem Absender, wenn derselbe bekannt ist, wieder zuzustellen."

Die Anmeldungen zu der Anfangs October dieses Jahres in Mel.

1*'

Politische Hoffnung.

Das neue Jahr tritt uns gleich einem unschuldigen Kinde entgegen, ver- borgen in der Zukunft Schooße liegen die heitern und die schwarzen Loose. Unsere Wünsche find die Väter der Gedanken, welc^n bei dem Abschiede von dem Unglücksjahre 1879 bewegen, aber wir können nicht wiffen, ob das Schicksal der Völker und der Menschen ihnen Erbörung gewähren wird. In- deffen mag es immerhin das Herz erleichtern, wenn wir auch einmal ohne Pessimismus dem neuen Jahre ein günstiges Horoskop stellen, sei es aus die Gefahr bin, daß die Ereigniffe uns Lügen strafen.

In erster Linie stehen die Combinationen für den Weltfrieden. In Frankreich gedenkt allem Anschein nach Präsident Grevy nicht in den Fehler seines Vorgängers zu verfallen und dem radikalen Andringen gegenüber von seinem Platze zu weichen; damit ist zu gleicher Zeit eine Bürgschaft geschaffen, M die Revanchepolitik nicht zur Geltung kommen kann. Auch in Rußland durfte der wahnsinnige großrussische Chauvinismus von seinem Feldzuge gegen Deutschland Abstand nehmen, indessen ist die russische Orientpolitik, welche soeben ihren Druck auf das serbische Eisenbahnwesen geäußert hat und in Kon- stantinopel intriguirt, nicht minder beunruhigend, als das englische Ultimatum und vor Allem werden die Schwierigkeiten der völligen Durchführung des Berliner Vertrages noch mehrfach hervortreten. Die Hoffnung aber, daß auch der alte Krebsschaden Europas. die orientalische Frage, im neuen Jahre ae- , ist ebenso berechtigt, als die Erwartung, daß Rußland ' tinb England in Centralasien eine feste Grenze ziehen und getreue Nachbar­schaft halten werden.

dunkelblauer Rock mit umgelegtem Kragen und runden Auf der Vorderseite b,finken sich zwei Rethen von je 6 vergoldeten Chiffreknöpfen, von welchen jedoch nur die zwei oder zugeknöpft werden, da die oberen Brusttdecke nach Außen getragen werden. Auf den Rockschöße-; sind hinter zwei senkrechte Taschenleisten angebracht auf welchen sich je 3 vergoldete Chiffrekrivpfe befinden; äi

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atarev an Mslkwerken WÜimbMN

Hartmann,

nnacher, ,14 «r- 30.

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n:ifjnr:a;=. die Rentämter unb Cotreimie^mereien, dir HauptßeuerSmterlrc. untergeordnet.

,. Darmstadt, 4. Januar. Das Großh. Regierungsblätter. 1 enthält üte Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, die Untformirug der Civil- beamten betreffend.

Dieselbe lautet:

Seine Königliche Hoheit der Großhirzog haben sich veranlaßt gesunden, Folgendes zu bestimmen:

Das Reglement, die Ilntformirung der Civilbeamten betreffend/^vom 14. Juni 1852 und die Bestimmungen über das äußere Erscheinen derWivil- üeanten in Uniform vom 7. Juli 1852 sind aufgehoben.

Für die Beamten bis zum Rathsrang einschließlich abwärts wird die nachfolgend beschriebene Uniform eingeführt, welche bei feierlichen Gelegenheiten und am Hofe anzulegen ist.

Sämmtlichen Beamten ist gestattet, ihre seitherige Uniform aufzutragen. Den^enigkn Beamten, für welche die neu- Uniform nicht bestimmt ist, bleibt bis auf Weiteres gestattet, die seitherige Uniform weiter zu tragen.

Von den Beamten bis zum Rathsrang einschließlich abwärts wird als Uniform getragen:

2 cYnnllnr e. c k ~ , Während des jüngsten bösen Wetters haben die unterirdischen T»l,°

, 77 ' IN. L c>'i. »nd Staatshandbuch des Groß. graphen-Leitungen den günstigen Erwartungen durchaus entsprochen, welche

ir hn« g^r 5, Erschienen. , Aus dem Inhalte bezüglich ihrer Leistungen für den Telegraphenverkehr gehegt wurden. Die

»Icktn umfafit nickt ®a8 ftapitel ö6er die Orden und oberirdischen Leitungen wurden zum Schaden des pünktlichen und stcheren

?wen b* ®L,ii«nifi®Cr 4 » 204 Seiten- Von Militärvertretern Dienstes beeinflußt durch das Reißen der Bindedrähte, das Zerbrechen von

ftiden ich fnTk Dutzend hessischer Isolatoren, durch muthwillige Beschädigung der letzteren; außerdem brachte

Nrenben »»b ©ffanbte !N Darmstadt vertreten: der Sturm sonst vielfach Störungen hervor, während der Frost viele Draht-

tzioßbritannien, Preußen und Rußland; eine Reihe anderer Staaten ist durch brüche und das Umfallen der Tragestangen ost auf weite» Strecken herbei-

Gesandte und Consuln vertreten, ohne daß jedoch die bei verschiedenen SRe- führte. Von allen diesen Unfälle» können die unterirdischen Leitungen nicht

zstrungen accredtt rten Vertreter m Darmstadt domiciliren. Heffen hat blos betroffen werden.

tn Berlin und Stuttgart einen Gesandten. Der ersten Kammer aebören 2

Prinzen, 19 Mitglieder des höheren Adels, der oberste katholische und evanae- IIsche Geistliche, der Kanzler der Landesumverfität und 11 von der Realer»»« -rnanntt Mitglieder an. Bon den 50 Sitzen der zweiten Kammer ist einer erlrbiflt Das Ministerium de« Innern und der Justiz ,heilt sich eille Zection für innere Verwaltung (Provinzialdirectionen, öffentliche Gesurrdbeits- oßrge, öffentlichen Cultus, öffentliche Unterrichts- und Bildungsanstalterl Be- oörb<n für Landesstatistik, Landwirthschaft, Handel, Bergbehörden, Wohlthätia- ' seitsanstalten ic ) und in eine Sektion für Justizverwaltung. Dem Ministerium I ter Kinanzen sind die Hauptstaatskassen, daS Münzamt, die Steuer-Eom-

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Dom deutschen Reichstage hoffen wir, daß er die versprochenen Steurr- erleichternugen für dos deutsche Volk durchführen wird; cs ist dies eine Vvr- tebinguua für unsere wirthschaftlickc Genesung. In diesem Falle würde sogar rauche Partei sich mit einer zweijährigen Budgetperiode und einer Dermmde- ntng des Parlamevtarikmus aussöhneu, abe- wir bedürfen jener Gegen- leestung der Reichsregierung, durch welche uns aufrichtige und feste, sowie ffeibeitlich entwickelungsfähige const iutionelle Verhältnisse für das Reich ge- schaffen werden. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so bessern sich die Erwerb«- verhältniffe der Ration zusehends, und es scheint der viel angefeinbeten Bis- marck'schen wirthschaftlicken Reform mindestens zu verdanken sein, daß sie für längere Zeit festen Boden für eine selbstständige und nationale Entwickelung der Handelspolitik geschaffen hat. Tritt die erwartete Befferung im Erwerbs.

l° F °uch nicht nur die Hoffnung sondern die Sicherheit da, , ------------------------------- ... ............. Jllun unD

lc olnanzwesen des Reiches und damit der Einzelrstaaten von den der Justiz angehörigen, sowie die der Section dieses Ministeriums für innere

$ befreien und wieder den idealen Gütern der Nation, der Pflege Verwaltung unterstehenden Beamten tragen auf Kragen und Aufschlägen dun-

ver Kunst und Wissenschaft, wie der nationalen Erziehung gerecht wer- kelkorrblauen Sammet, die Mitglieder der Sektion für Justizverwaltung,

®en ffl' . < .urc.e sowie die dieser Section unterstehenden Beamten schwarzen Sammet, die Be-

Hoffnung aus, daß die socialistischen Umtriebe durch amten des Finanzministeriums, sowie bie diesem Ministerium unterstehenden

nichts bester besiegt werden können, als durch eine Hebung des Lebensstarldes Beamten und die Beamten der Oberrechnungskammer carmoifinrothen Sam-

of life unserer Arbeiterwelt. Eine Regierung des natio»mlen tuet. Kragen und Aufschläge sind in Gold gestickt.

Wohlstandes brmgt höhere Arbeitslöhne, und die sociale Unzufriedenheit basirt Die Forstbeamten tragen die für sie vorgejchriebene Uniform weiter, zum großen Theil auf den gedruckten Lohnverhältniffen. Das Nähere über die Unterscheidungszeichen der verschiedenen Grade

. » horten wir von Tag zu Tag den Abschluß des kirchlichen wird den Behördell und Beamten durch die Ministerien mitgetheilt werden.

Friedens. Er rst nothwendig für die Ruhe der Gemüther, und darum erseh- Darmstadt, den 27. December 1879 neu wir ihn. etaat und Kirche sind keine feindlichen, sondern schwesterliche AuS Allerhöchstem Auftrag:

Gkwalten, itnb olle religiösen Zwiste und Glaubenshetzereien sind einer fried- Großherzogliches Staatsministerium.

lichen Entwickelung des öffentlichen Lebens feindlich. v S t a r ck

So erwarten wir vom neuen Jahre das Beste, und hoffen um so weni- ' ' Rothe,

per Enttäuschungen zu erleben, als wir annehmen, daß das Maß der Trübsal Berlin, 4. Januar. Laut Bekanntmachung desReichS-Änz.^ ist der jür unser Volk voll und es an der Zeit ist, daß ein gütiges Geschick den Betrag der für die Natural-Verpflegung zu gewährenden Vergütung für das

bittern Kelch der Leiden ausgieße und uns unseres Lebens wieder einmal froh Jahr 1880 dahin fesigestellt worden, daß an Vergütung für Mann und Tag

werden lasten woge. | zu gewähren ist: für die volle Tageskost mir Brot 85 Pfg.; ohne Brot

70 Pfg.; für die Mittagskost 43 resp. 38 Pfg.; für die Abendkost 26 resp.

21 Pfg.; für die Morgenkost 16 resp. 11 Pfg.