Ausgabe 
4.1.1880
 
Einzelbild herunterladen

tl? sch

aJ« bi'

1 caren r ®lc

LZr.» ::>£«*?»; «teie

irJx, entdecken Mt worben, nach- ® ®>«8 sich aber

*rbkcn hehrere Post- ba§ der Zuge be- von 150 bis

. Wn 10% Uhr ld> bttroWch gelegt rwJU ^Wfnb. rartrge Mannn unb

- lebhaft. Ler- s'Mr bamtl zu thnn.

Wi an 3rme il |. ».

ler Lahn unb

üö:r Liliemngsver-

i. Morgens 810«, in; im bübischen

:F?Xältt; in Peters- r 1516o Kälte unb

-ährtnb er am 4-

i einten Aegenben täte die bis ju 15® i. der Monat 20») .-i$ in einen Stall

; doch brachte noch

2v- Kälte.. 18öl|52 '."v/.br^tn war der

wer See fror zu -

i u ab M dieser ' ,^nnrr Morgens -'L an wir ibn Üina am Ma; r -n die Kähne, in . v( Jtalte wieder ine 2aa mit 14'-

^chfte Kille em ir anhergewöhnlich Kuller, int Januar

Semerkens-

«rs gtlmb war ,^r» Amt« M jljostau vom

k.'^Iqlernen er-

H u. uv?;

: 71 der janmff 1(i tu 12° unter

»ällearade. 3® .4 bS folgenden

30 Rilt^

& am '& 'noi lWk

ie re«pl- cd.

*

Ufltef-

Ri* -je

1880,

Sonntag den 4. Januar

Nr. 8

ichrmr Wi^ciger

AMßk- «Ä IMsblrit fit den Kreis Klkßei.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

^edafticnsbrirean: \ Schulstraße B. 18.

^xpeditionsvurean:__

Amtlicher Hkeil.

Bekanntmachung.

machen zu lasten.

Gießen, am 2. Januar 1880.

Großherzogliches Kreis am r. Gießen.

Dr. B o e k m a n n.

Betreffend: Das Ersatz-Geschäft für 188«. . .

Mit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehr-Ordnung, fordern wir 1860 geborenen ^M'lttarpfl.chttgen, ftuhe-

«w*., ... 8-it .i»,s-»d Ito, smd d.» Ota, $..rnM«, «... »to. ,md W I« »>*..

HvMM M «,.M »,,« So*.« in sh.» * n°« >-I°ni« «f «->" »*-*

Schullehrer Peter rindeschme zu ßatv

Aeutschlaud.

Darmstadt, 31. Decbr. Schluß des Inhalts Großh. Regierungs­

blatts (Beilage Nr. 26): w t m .

12. Dienstenthebung. Am l^Oclbx. wurde der Schullel-rer Peter Göüel'von der ihm übertragenen Lehrerstelle an der Geckeindeschme zu Lam Lenhausen auf sein Nachsuchen enthoben und auf seiner seitherigen Strlle an der Gemeindeschule zu Angersbach belasten.

13. Dienstentlassung. Am 14. Octbr. wurde der Steueraufseher Wil­helm Reich zu Seligenstadt aus sein Nachsuchen seines Dienstes entlasten.

14. Ruhestandsversetzungen. Am 7. Octbr. wurde der Lehrer an der kath. Schule zu Nierstein Wilh. Hartmann auf sein Nachsuchen, am 20. Octbr. wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Fürfeld Joh. Jacob Krafft aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, am 21. Octbr. wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Langen Jacob Diehm, an dems. Tage wurde der Landge­richtsdiener bei dem Landgerichte Laubach Heinrich Heusing aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, am 1. Novbr. wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Gadernheim Konrad Bormuth aus sein Nachsuchen, an dems. Tage wurde der Landgestütsdiener bei dem Landeestüt Jacob Metzger, am 5. Novbr. der Schullehrer an der Gemeinde, schule zu Strebendorf Karl Kraußmüller auf sein Nachsuchen, am H. Novbr. wurde der Schullehrer an d-r Gemeindeschule zu Gau-Algesheim Joseph -cico- laus Göltz auf sein Nachsuchen, am 17. Novbr. wurde der Schullehrer an der evana- Schule zu Köngernheim Georg Gärtner aus sein Rachsuchen unter An­erkennung seiner langjährigen, mit Eifer und Treue geleisteten Dienste in den

$ ^15. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die evang. Psaristelle zu Grvß-Rohrheim; dotationsmäßiger Gehalt 3795 X Die evang. Planstelle zu Birkenau; dotationsmäßiger Gehalt 3654 X\ das Präsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Freiherrn Wambolt zu Umstadt zu, weicher dem Gesetze über die Classification des Diensteinkommens der evang. Geistlichen nicht bei­getreten ist. Di- mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bonsweiher mit einem Gehalt von 900 X, Prüfen tationsrecht steht dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg zu. <Ane mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gau-Algesheim mit einem nach dem Diev.stalter des betr. Lehrers sich b-m-sfend-n Schalt'von 1000 bis 1500 «X Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Storndorf mit einem Gehalt von 900 Eme mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der G-metnd-sch!ule zu Ober-Ohmen mit einem Gehalt von 900 X Eine mit einem evang. L hr zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zotzenbach mit thiem ®(< halt von 900 X; das Präsentativnsrecht steht dem Herrn Grasen zu Erbach. Schönberg zu. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Osthosen mit einem je nach dem Dienstalter des betr. Leh­rers sich bemeffenden Gehalt von 1000 bis 1250 X (Sine mit einem evang. Lchrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reichelsheim in der Wetterau mit einem Gehalt von 900 X Eine mit - nein evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wonsheim mit einem Gebali y.nn 900 jtc ftrret mit evang. Theologen zu besetzende Lehrerstellen au der Volksschule zu Gießen mit einem Gehalt von 1800 bis ^00 -tL, einschließ, lich d.r Vergütung sür Versehung der Mitpredigerflelle, und 200 bi« 400 Wohnungsvergütung. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Altenstadt mit einem Gehalt von 900 X.

Berlin, 1. Januar. Es bestätigt sich, daß hier eine geheime Druckerei für nihilistische Zwecke von der Polizei entdeckt und ausgehoben ist und meh- Tete Verhaftungen vorgenommen wurden. Jndesicn hat sich über die Bedeu­tung der Angelegenheit -wischen einigen fortschrittlichen Blättern und der gou» vernzn entalen ZRordd. Allg. Ztg." ein heftiger Streit erhoben. Jene Blatter beugten, die Sache sei ganz unbcdeui-nd und werde über dje Gebühr auf- gebauscht. DieNordd. Allg. Ztg." behauptet, von Seiten jener Blätter würden absichtlich all- Symptom« gefährlicher Umtriebe als unbedeutend dar- gestellt. Der Streit ist insofern müßig, als man am besten thut, das Ergeb- niß der Untersuchung abzuwarten. Die genannte Zeitung bringt folgende nähere Mittheiiung:Am ersten Weihnachtstage, Nachmittags, wurde Plan- User Nr. 20 in einem Quartier, welches der berüchtigte anarchistische Agitator, Schriftsetzer Emil Werner, bewohnte (derselbe ist anderen Angaben zufolge 33 Jahre alt und lebt seit Februar v. I. in Berlin), eine geheime Druckerei entdeckt und aufgehoben. Werner wurde beim S-tz-u der letzten Seite einer ultrarevolutionären Zeitung, betiteltDer Kampf", betroffen, von welcher eine sehr große Anzahl fast fertig gestellter Exemplare vorgefunden und nebst der Presse und allen Druckerei-Vorrichtungen in Beschlag genommen wurden. Di- Verhaftung Werners erfolgte unmittelbar darauf, seine Helfershelfer, ein österreichischer und ein sächsischer Socialdemokrat, wurden ebenfalls alsbald sestgenommen, am nächsten Morgen auch ein pvlnifcher Student, welcher den Vertrieb der Zeitung hierorts besorgen sollte. Dem Vernehmen nach ist gegen die Verhafteten bereits die Voruntersuchung wegen vorbereitender Handlungen -um Hochverrath eingeleitet worden. Weiner hat eine bewegt« Vergangenheit hinter sich; er betbeiligte sich u. A. an der letzten polnischen Revolution, ge- riech in russische Gefangenschaft und war mehrere Jahre in Sibirien detinirt. Später tauchte er in der Schweiz auf und gehörte zu den in Bern angeklag- ten Agitatoren der Internationale, weiche dort den bekannten Putsch in Scene gesetzt hatten. Es scheint nach d-n in Beschlag genommenen Papieren keinem Zweifel zu unterliegen, daß die Verhafteten mit den vorgeschrittensten revolu­tionären Elementen in Rußland, in der Schweiz u. s. w. in Verbindung stehen namentlich hat sich dies auch bezüglich der hier kürzlich verurtheilten Nihilisten Gurewitz und G-nosien aus der Vorgefundenen Correspondenz ergeben^ ^.Hebung einer Privatklage (Jnjurienklage) wegen Beleidigung, trotzdem dem Kläger der Ungrund der Klage bekannt ist, ist nach einem Er- kenntniß des Reichsgerichts, II. Straf-S-nats, vom 7. November 1879, ebenso wie die Denunciation einer Behörde, als wisientlich falsche Anschuldi­gung aus S 164 des Strafgesetzbuches mit Gefängniß nicht unter einem.Mo- nat zu bestrafen.Es läßt sich unmöglich verkennen, daß die Einreichung einer Piivaikiage auf Bestrafung wegen Beleidigung sich von einer an den Staatsanwalt zum Zwecke der Osficialversolgung bm'irtten^Anzetg« nur hin- sichtlich des gerichtlichen Verfahrens und nicht hinsichtlich des Zweckes unter ch-idtt, weicher in beiden Fällen sich aus Verfolgung einer strasbaren Hand- ung, deren der Beklagte, bezw. der Beschuldigte g-zt-hen wird, richtet.

Berlin, 1. Januar. I» derSchl-s- W »wd von mehreren Sei- ten daraus hingewiesen,daß Ausläufer al'er Sachen" sich von Breslau ja sogar von Berlin aus nach Oberschlesien begeben haben, um d e von den dor- tigen Noihstands-ComitöS vertheilten Bekleidungsstücke gegen - n Bill ges de.'. jenigeu Leute» abzunebmen, d.e in ihrer Schnapsgier zum Verkaufe der erhal- tenen Sachen geneigt sind. Gleichzeitig wird mit Bezug auf eine solche

Ausbeulung der Roth der Vorschlag gemacht, fämmtlicbe zur ^"bkilung be- ftiumiteu Kleidungsstücke, soweit dies augeht, mit einem stempel

(Rothstand-Gabe) zu versehen und außerdem anzuordneu, daß auf jene die