Bismarck behauptet, daß die Klerikalen nicht zu fürchten seien, weil sie nicht gefährlicher noch heftiger werden können, als sie in den ersten Jahren des Culturkampses waren, so vergißt er, daß die Lage sich geändert hat. Die Begeisterung für das Reich, das patriotijche Feuer, welches vor Kurzem noch Alles erleichterte und jedwede Opposition machtlos machte, nimmt von Monat zu Monat, von Tag zu Tag ab. Der Klertkalismus aber zieht immer und überall Vortheil aus den Stunden des Unglücks. Die Lage scheint uns also gefährlich. Wir haben aber schon gesagt und werden es noch oft wiederholen, Herr v. Bismarck ist der Mann dazu, alle gegen ihn verbündeten deutschen Parteien zu überwinden. Wir halten ihn sogar für fähig, diese Parteien dazu zu bringen, alle möglichen directen oder indtrecten Steuern, die er von ihnen fordern wird, zu bewilligen, freilich mit Murren. Es gibt Länder, wo die gefährlichen Situationen aus unbestimmte Zetten dauern können."
Paris, 29. Mai. Die „Republique Francaise" stellt folgende beach- tenswerthe Berechnung über die Streitkräfte Frankreichs an: „Die Einrichtungen , auf welchen unsere nationalen Kräfte beruhen, sind gegenwärtig voll- ständig entwickelt. Unsere permanente Armee hat eine Iststärke von beinahe 500,000 Mann; man rechnet ungefähr ebenso viele Reservisten und Landwehrmänner, welche jährlich zu einer Uebung einberufen werden. Die Rekruti- rungs-Osficiere haben dieses Jahr mit Controlversammlungen begonnen, zu welchen sich ungefähr 450,000 verfügbare oder den Hülfsdtensten angehörenve Mannschaften zu stellen haben. Die Revisions-Commissionen haben die aus etwa 280,000 Dienstpflichtigen bestehende nächste Klasse untersucht und man kann die Zahl der Mannschaften, welche am 30. Juni zur Reserve der activen Armee oder zur Landwehr, bezw. zur Reserve der Landwehr übergehen, auf 400,000 veranschlagen. Kurz, mehr als 2 Mill. Mann haben sich jetzt jedes Jahr einem Acte zu unterziehen, der sie in irgend einer Weise an ihre Militärdienstpflicht erinnert. Ein solches Resultat ist die beste Antwort, welche den Kritikern aus Ungeduld, Unwissenheit oder Böswilligkeit gegeben werden kann.
Selrgraphische Depeschen.
Wagaer'S telegr. Corresp-udeirr * lvrrreau.
Berlin, 31. Mai. Die Commission des Abgeordnetenhauses zur Vor- berathung der Ktrchenvorlage hat stch heute alsbald constitutrt; ihren Bera- thungen wird der Cultusmtnister mit Geh. Rath Hübler beiwohnen.
London, 31. Mat. Meldung der „Daily News" aus Konstantinopel. Der Rath der Ulemas sprach sich gegen die Hinrichtung Veli Mahomed's, des Mörders des russischen Obersten Kummerau, und ebenso gegen eine Einmischung europäischer Mächte in die türkische Verwaltung aus.
Konstantinopel, 31. Mat. Nachdem der Sultan das Verlangen des vormaligen Khedtve Ismail Pascha, nach Egypten zurückkehren zu dürfen, genehmigt hatte, wurde dasielbe vom Khedive Tewsik zurückgewiesen. Als Ismail darauf erklärte, er wolle nach Konstantinopel kommen, um den Schutz des Sultans anzurufen, ließ der Großvezir Said Pascha ihn wiffen, daß er in diesem Falle seine sofortige Wiederentfernung zu gewärtigen habe.
Wien, 31. Mai. Meldungen der „Poltt. Correspondenz". Aus Bukarest: Die Fürsten von Rumänien und Bulgarien sind persönlich bemüht, den zwischen ihren Regierungen ausgebrochenen Conflict zu begleichen. Der rumänische Agent Sturdza kehrt demnächst nach Sofia zurück, um das Versöhnungswerk nachdrücklich zu betreiben. — Aus Skutart: In einer Con- ferenz, welche am 29. d. M. das Comite der albanesischen Liga mit den Bergstämmen hielt, wurde ein neues Memorandum an die Consuln der Großmächte beschlossen. In Folge der vom Comtte auferlegtcn großen Contrtbuttonen herrscht tiefe Unzufriedenheit. Außerdem besteht auch Uneinigkeit zwischen den mohamedantschen Albanesen und den mit großer Uebermacht auftretenden katholischen Bergstämmen.
Berlin, 1. Juni. Zur Tagesordnung der heute Mittag stattfindenden Plenarsitzung des Bundesrathes gehört |u. A. auch die Vorlage wegen Einverleibung der unteren Elbe in das Zollgebiet,
Lokales.
Gießen, 1. Juni. Ein hiesiger Einwohner wurde wegen Verdachts des Diebstahls von Gartenstühlen, verübt in einer Restauration am Seltersweg, gestern Nachmittag verhaftet.
Vermischtes.
Grünberg, 29. Mai. Der Derbandstag der hessischen Vorschuß-Vereine wurde feilte in unseren Mauern abgehaltcn, wie es auf dem Verbandstag zu Fulda im vorigen Jahre beschloffen worben war.
Auf demselben waren die zum Verband gehörigen Vereine: Alsfeld, Cassel, Friedberg, Fulda, Gießen, Grünberg, Hersfeld, Schotten, Wächtersbach, Wetzlar und Wiejeck vertreten, außerdem waren Abgesandte der Vereine Laubach und Blctchenbach, sowie der Volksbank in Alsfeld anwesend.
Auf der Versammlung Tags vorher war die Tagesordnung für die Hauptversammlung fcstgestellt worden, und diese wurde Morgens 9 Uhr im Saale des Gasthauses „zum Hirsch" durch den Verbands-Director Diehls aus Cassel eröffnet.
Die Anwaltschaft war Durch Schulze-Delitzsch selbst, die deutsche Genossenschaftsbank aber durch Meißner aus Frankfurt vertreten. Eine größere Zahl von Bewohnern Grünbergs und der Umgegend, welche sich für das Genoffenschaftswesen inleressirten, verstärkte die Ver sammlung zu einer recht zahlreichen und wohnte, gleich den Verbandsabgcordneten, den Verhandlungen mit wachsender Aufmerksamkeit von 9 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags bei.
Die Gegenstände der Tagesordnung, insbesondere der Jahresbericht des Verbands-Dl- rectors, die Mitthetlungen aus den einzelnen Vereinen, wobei über Prüfung der Jahresrechnungen, Strafzinsen, Maximal-Credite, Instruction der Aufsichtsräthe und die Steuerfragc der Genoffenschaften discutirt wurde, sowre die Dtscussion über die von Gegnern der Gewerbcfreiheit gewünschte „Bes^ränkung der allgemeinen Wechselfäbigkett" waren allerdings auch geeignet, die Aufmerksamkeit der Zuhörer anzuregen und zu fesseln.
Dor Allem wurden die Anschauungen des Gründers und Anwalts der Genoffenschaften, Schulze-Delitzsch, mit gespanntester Aufmerksamkeit ausgenommen und erzielten durch Klarheit und Wahrheit durchschlagende Wirkung; überhaupt wird das Bild des ehrwürdigen Nestors unter den Leitern der Genossenschaften bei den Teilnehmern der Versammlung ein unverlösch- bares sein. (®- A.)
Wächtersbach, 27. Mai. Gestern ereignete sich hier ein Vorfall, der um Weniges die Lynchjustiz der empörten Bevölkerung gegen den Urbeber desselben herbeigeführt hätte. Segen 11 Uhr morgens hielt vor dem Hause eines hiesigen öffentlichen Beamten ein Wagen, in dessen Ecke ein sterbendes Mädchen von 15 Jabren lag. Es war eine Waise — eine Verwandte des Beamten, die derselbe seit Ostern als Magd zu sich genommen hatte. Vor Pfingsten wurde sie, krank, und die Krankheit naim einen solchen Verlaus, daß das arme Mädchen in das Lanbkrankenhaus nach Hanau gebracht werden sollte. Es wurde in einem Wagen an die Bahn gefahren, wo jedoch der Bahnhofsvorsteher sofort erkannte, daß es in den letzten Zügen liege, weßhalb er die Aufnahme desselben verweigerte. Man fuhr daher wieder vor die Wohnung des Beamten zurück und bald hatte sich um den Wagen eine große Schaar Kinder und Erwachsener versammelt, die voll Mitleid und Entsetzen bas röchelnde Kind umstanden. Ein Sendarm forderte den Beamten auf, die Sterbende wieder in das HauS aufzunehmen; anstatt
aber Folge zu leisten, lief dieser in der Stadt umher, nach Pferden für den Weitertransport, wenigstens nach Gelnhausen, suchend. Endlich nach Verlauf einer Stunde gelang cs dem energischen Einschreiten des herdeigerufenen Bürgermeisters und Arztes, das Kind m das Haus zu bringen, wo es nach wenigen Stunden starb. (H. Z)
— sDer Soldat wie er sein soll.j Herr von P. in Wien, der bei dem letzten Mai- Avancement vom Obersten zum General befördert worden war, kündigte sofort nach diesem Ereigniß seine Wohnung „Warum wollen Sie ausztehen?" fragte ihn der Hausbesitzer; „Sie waren doch mit Ihrer Wohnung immer so zufrieven " „Ja, ' antwortete der neue General, „das bin ich auch jetzt noch. Aber da ich nun General bm, so müssen, wenn ich sterbe, nach dem Reglement zu meinem Begräbniß zwei Bataillnne auSrücken. Nun bitte ich Sie, wo sollen sich die zwei Bataillone in dieser engen Gaffe hier aufsteüen?"
— sUnartig und höflich.^ Große Heiterkeit erweckte am Donnerstag im ungarischen Abgcordnetenhau;e eine witzige Bemerkung Jokai's, mit der er den Abgeordneten Korizmics, welcher bekanntlich eine gefährliche Augenoperation überstanden hatte, begrüßte: „Ich freue mich nicht," jagte er, „daß ich Dich wieder sehe, sondern daß Du mich wieder siehst.
— [©in unterbrochenes Frühjahrtzfest.j Nur wenige Meilen von New-Aork liegt im Staate New.Jersey die Stadt Paterson, em ruhiger Fabriksort mit einer starken deutschen Bevölkerung. Am 1. Mai feiert man dort alljährlich unter der Leitung der deutschen Gesangvereine ein Frühlingsfest, an dem viele Tausende stck betheiligen. DaS diesmalige Fest nahm nun e.nen unerwarteten Ausgang und gestaltete sich zu einer wahren Schlacht. Man war in den Wald hinetngezogen und vergnügte sich. Ein junger Mann, Namens van Houten, ging mit seiner Braut ein wenig über Feld und betrat dabei eine uneingezäunte Wiese, welche den beiden Irländern Hazell, Vater und Sohn, gehörte. Die Hazells sind als Raufbolde bekannt. Harmloses Vergnügen ist ihnen verhaßt. Und so fanden sie Denn ein „einfaches" Mittel, die Fremden von ivrer Wiese zu verscheuchen: der alte Hazell nahm seine mit Schrot geladene Doppelflinte und schoß beide Läufe auf die nichts Ahnenden ab. Van Houcen war sofort eine Leiche, seine Braut lag blutüberströmt auf der Erde. Im Nu änderte sich die Scene. Im Wäldchen hatte man die Unthat gesehen und die Menge stürmte wüthend auf die Mörder ein. Die aber verrammelten sich in einem auf der Wiese stehenden Hause und stellten sich mit frisch geladenen Gewehren an die Fenster. Mehreremale feuerten sie in die Menge und verwundeten eine Anzahl Personen. Inzwischen war von der Stadt Polizei betbeigeetU, welche Die Mörder in sicheren Gewahrsam nehmen wollte Aber das Volk verlangte die sofortige lynchgerichtliche Hinrichtung. Ueber den Ast eines Baumes warf man starke Stricke uno griff dann die Polizei und die Mörder an. Nach einer Weile gelang cs, das Haus in Brand zu stecken. Die Flamme schlug hoch auf, aber geschützt durch den Rauch, gelang cs den Sicherheitsbeamtcn, sich und ibre Beute nach einem wenige hundert Schritte entfernten zweiten Hause zu retten. Auch dies I Haus war balo demolirt, während das erstere ein rauchender Schutthaufen war. Schließlich tobte der Kampf zwischen hundert Polizisten und der aufgeregten Volksmenge. Die Zahl der Verwundeten ist überaus groß. Die Milizsoldaten weigerten sich, gegen die Menge zu ziehen, j Es blieb nichts übrig, als reguläres Milit r zu Hilfe zu rufen. Die Ablieferung Der Mörder in's Gefängnip war mit schweren Opfern erkauft worden. Bei Der grenzenlosen Wuth Der Bevölkerung ist jedoch nicht abzusehen, ob nicht noch ein Versuch gemacht wird, die Hazells aus dem Gesängniß zu holen und kurz und bündig aufzuknüpfen
Paris, 29. Mai. Aus Nancy toiro von einem fürchterlichen Auftritt berichtet, bet sich dort in der Menagerie des Thierbändigers Salva zugetragen hat. Gestern nämlich, während dieser gerade vor dem Publikum seine Künste mit den Panthern zeigte, zertrümmerten die in einem benachbarten Käfig hausenden Löwen die Eisenstangen, welche sie von den Panthern trennten, stürzten sich auf die letzteren und gerieten mit ihnen in einen wüthenden Kampf. Em Panther schlitzte einem Löwen den Bauch auf, daß er vor Schme.zen heulte. Lralva verlor inmitten dieses Schauspiels nicht seine Geistesgegenwart; er trieb die Panther in einen anderen Käfig und ließ dann denjenigen, welcher den Löwen so schwer verwundet hatte, gegen diesen los. Der Panther erwürgte den Löwen, nachdem er ihm eine Rippe gebrochen hatte. Seit diesem Kampfe, welchem das Publikum mit athemloser Spannung zugesehen hakte, befinden sich die wilden Thiere in einer unbeschreiblichen Aufregung.
— Einen schrecklichen Vorfall meldet der Privacbrief einer Dame aus Magdeburg an ihre Verwandten in Bielefeld, den die „Wests. Ztg." mittheilt: In den letzten Tagen ging ein 7jähriges Mädchen an einem Nachmittag auf den Kirchhof und pflückte bei seinem Herum streifen eine Blume von einem der Gräber ab. Der Todtengräber, der dies bemerkte, ergriff die Kleine und wollte dieselbe nicht ohne eine empfindliche Strafe wieder entlaffen. Zu diesem Zweck sperrte er das Kind — man denke — in Die Leichenhalle ein, in welcher zur Zeit vier Tobte aufgebahrt lagen. Der Tag neigte sich zu Ende, es würbe Nacht und bie Eltern suchten angstvoll ihre Tochter, welche immer noch nicht beimgekehrt war. Die Nacht verging und am Morgen, als der Todtengräber wieder an seine Arbeit gehen wollte, fiel es dem Manne erst ein, daß er gestern ein Kind in die Leichenkammer gesperrt und es herauszulaffen vergeffen hatte. Ein schrecklicher Anblick bot sich ihm dar, als er in die Kammer eintrat Da lag das kleine Mädchen zusammengekrümmt in einer Ecke, mit krampfhaft zusammengeballten Händchen, mit von den Zäbnen durchbissenen Lippen weit aufgeriffenen starren Augen und war tobt. Die Angst hatte bas arme Wesen getobtet. Des Mannes bemächtigte sich sofort die Polizei, welche Roth hatte, bie Leute abzuhalten, die in ihrer Wuth ben Todtengräber lynchen wollten.
— sDas weiche und das harte 23.] Ein Herr in einem kleinen Thüringer Badeorte bat einen prachtvollen Garten und fast ebenso schöne Perlhühner. Dieser Tage kommt ein Fremder zu ihm und fragt aufgeregt: „Mein Herr, warum haben Sie Die Berliner in den Bann gethan? Sic gestatten Fremden den Besuch Ihres Gartens, nur mich hat Ihr Gärtner schroff zurückgewiesen, 'weil ich ein Berliner bin; er beruft sich auf Ihren Befehl. — Der Gartenbesitzer stutzt einen Augenblick und bricht bann in ein herzliches Lachen aus. „Pardon, mein Herr," sagt er, „nicht die Berliner, sandern meine Perlhühner in ben ©arten zu lassen, habe ich meinem Gärtner verboten " — So erzählt wenigstens bie in Hildburghausen erscheinende „Dorfzeitung".
— Ein Photograph, der wider Willen und wider das Verbot eines Brautpaares, das sich bei ihm hatte photographiren taffen, einen der gewonnenen Abzüge des Biloes in seinem Schaukasten öffentlich ausbing, wurde wegen Verbreitung dieser Photographie ohne Genehmigung des Berechtigten von der dritten Strafkammer des Landgerichts I zu Berlin auf Grund der SS 1« 0 des Gesetzes vom 10. Juni 1875 und SS 18—33, 44, 61 des Gesetzes vom
11. Januar 187u zu 100 X Geldbuße, eventuell 10 Tage Hast verurtheilt.
Handel und Berkehr-
Gießen, 1. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 0,85 biS X 0.95, Hühnereier 1 Stück 5 H, 2 Stück 9 Enteneier 1 Stück 5-6H. Kä,e per Stück
5—8 H, Käfematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 Linsen I Liter 24 H, Tauben das Paar X 0.60—0.80, Hühner p. Stück X 1.20—0.00, alte Hahnen p. St. X< '.30, junge Hahnen 60 bis 0.00, Wälsche J4 8 —9, Enten per Stück 2 50 - 0.00, Kartoffeln per 100 Kilo 7.50, Zwiebeln p. Str JL 30—00, Milch per Liter 16 und ix H, Ochsenfleisch 68—00 H per Pfd-, Kuh. und Rindfleisch 50—56 H, Kalbfleisch 40—46 Hammelfleisch 66—70 H, Schweinefleisch 60 H. Kirschen per Pfund 50 H.
Der Kartoffel- und Geschirrmarkt befindet fich von heute an wieder auf dem Brand.
Frankfurt, 31. Mai. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 42, Nr. 2 X 40, Nr. 3 X 34, Nr. 4 X 30, Nr 5 X 24, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 28 50—00, do. I (Berliner Mark-) X 27.01,-00.00, do. II (Berliner Marke) X 23.00—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 25.50—00.00, ab unserer Umgegend X 25.00—OO.Oo, do. fremder je nach Qualität X 24.75—25 25, Roggen, je nach Qualität X 20.60—21.50, Gerste X 18.00—21.00, Hafer X 13—16.50, Kohlsamen X 00—00, Erbsen X 19—27, Wicken X 16—18, Linsen Xa 20-40, Bohnen, weiße, X 23—25, Noggenklete X Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 66. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo )
Frankfurt, 31. Mai. Der heutige Viehmarkt war gut befahren- Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 290 Kühe unD Rinder, 280 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 67—69, 2. Qual. X 62—64, Kühe utd Rinder 1. Qual. X- 58-60, 2. Qual. X 48 - 50, Kälber 1. Qual. X 54 — 55, 2. Qual- 48 -50, Hämmel 1. dual. X 58-60, 2. Qual. X 45^-52 per 100 Pfd. Schlacht, gewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — H. _________________________
Verloosungen.
Karlsruhe, 31. Mai. Bei der heutigen Ziehung der badischen 35 fl-Loose wurden die folgenden Serien gezogen: 291 670 889 1020 1259 1411 1429 1841 1850 1971 2377 2576 2642 2899 3039 3052 3068 3080 3233 3322 3657 3«79 3936 4196 4274 4736 4772 5005 5204 5485 5556 5816 5853 6343 7036 7079 7257 7517 7640.


