Ausgabe 
2.5.1880 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Mrtreter entgegen.

io 01

Montag verschoben, drale statt.

|um Georral-StaA Dien, Lord Frederick

ni.'omne zu« Unter» j(rfto*retit io i in fonßaatiiwpil

Berlin, 30. April. Der Bundesrath ist heute um 2 Uhr zu einer Plenarsitzung zusammengetreten.

Der Aufsichtsrath der Südsee-Handelsgesellschaft (Samoa) beschloß heute, eine außerordentlich- Generalversammlung behufs Wahl von Liquida­toren auf den 24. Mat etnzuberufen.

New-York, 30. April. Die republikanischen Delegirten Califor» miens sind angemlesen, auf der Convention von Chicago für den Senator Dlaine als Cmdidaten zum Unionspräsidtum zu stimmen.

Berlin, 30. April. Der Sturz des Cabinets Catroli macht großes Äufseben. Eine Reconstruction ist wahrscheinlich, da die Rechte allein nicht die Majorität bildet und Crispi, Nicotera und Zanardelli nur auf Porte» -feuilles specullrend gegen das Cabinet stimmten, im Uebrigen aber bereit sind, auch in ein Cabinet emzutreten, welches Catroli an der Stttze hat. Wenn »diese Reconstruction nicht gelingt, so ist unter einem Cabinet der Rechten eine Schwenkung Italiens nach einer austro»deutschen Allianz erwartbar. Finkelnburg, früher im Rctchsgesundhettsamt, ist zum Profeffor in Bonn ernannt worden.

Rom, 30. April. Der König hat die Präsidenten des Senats und der Dtpulirtenkammer, sowie mehrere andere Persönlichkeiten, worunter Zanar­delli, Crispi und Minghetti, empfangen. Wie verlautet, soll das Cabinet die Geschäfte fortführen oder bis zu den allgemeinen Wahlen einem anderen, eben­falls einem Geschäftsmtnisterium, Platz machen. Morgen wird wahrscheinlich die Entsckeiduna stattstnden. Fartni ist telegraphisch zum Könige berufen worden.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Dm 23 April. Carl Schmidt, Zimmermann dahier, des Zimmermanns zu Krofdorf Philipp Schmidt ehel. Sohn und Elisabeth Nauniann, des verst. Taglöhners in Nieder-Ofleiden Jacob Naumann ehel. Tochter.

®cn.28- April. Heinrich Eiertänzer, Kaufmann dahier, des Ackermanns zu Heinbach Georg Eiertanzcr ehel. Sohn und Hermine Pauline Friederike Emilie Marie Katdarine Ron stadt, des Leimsieders zu Butzbach Johannes Ronstadt ehel. Tochter.

Getaufte

Den 24. April. Ein unchel. Sohn, Wilhelm, geb. den 12. April.

L Den 25. April. Dem Kaiserlichen Postcassier Friedrich Otto Schreiber ein Sohn, Ernst Alfred Johannes, geb. den 10. März.

Ein neues literarisches Unternehmen.

Gotha, 24. April. Der bekannte Ausspruch des weisen Rabbi Ben Akiba: ..Alles schon dagewesen", scheint gegenwärtig durch ein Unternehmen hinfällig gemacht, Don dem man wirklich sagen kann, daß es einzig in seiner Art ist. Dasselbe geht von demLiterarischen Institut" in Gotha aus, welches das in seinem Verlag erscheinende, Seitens aller Autoritäten rühmlichst anerkannte Pierer'sche Konversation s- Lexikon gegenwärtig auf eine ebenso originelle, wie anregende Weise vertreibt.

DerMitteldeutsche Nennverein" dahier welcher bekanntlich unter dem Pro- tectorat Sr. Hoheit des Herzogs steht, veranstaltete nämlich eine der großartigsten Lotterien, in welcher 1(XX) Pferde, 200 Equipagen, 100 Salon-Einrichtungen, 300 Pianinos und 1000 goldene Remontoir-Uhren nebst goldener Kette verloost werden und deren Hauptgewinn in 100, sage einhundert Pferden besteht. Der Ankauf der -Gewinne, im Werthe von zwei Millionen Mark, erfolgt unter obrigkeitlicher Controle Sellens des Rennvereins, wie denn auch die Verloosung durch einen von der Herzog!. Staalsregierung ernannten Commissär überwacht und geleitet wird. Sämmtliche Loose zu dieser Lotterie, die selbstverständlich, angesichts dieser bedeutenden Gewinne, einen ungleich höheren Werth als diejenigen der üblichen derartigen Verloosungen haben, sind ausnahmslos von demLiterarischen Institut" käuflich erworben und erhält -jeder Abonnent des Pierer'schen Eonversations-Lexikons, welches jüngst erst in neuerer, reich illustrirter Auflage erschienen ist, ein solches Loos vollständig gratis, so daß er ohne weitere Zahlung, als diejenige des Kaufpreises des überaus gediegenen Werkes, an dieser werthoollen Lotterie Theil nimmt.

Diese Manipulation erscheint wir geben dies zu bei einem so vortrefflichen Werk, wie das Pierer'sche Conversations-Lexikon, im ersten Augenblick etwas befremdend; allein es ist nun einmal ein Zeichen unserer Zeit, baß sie auf allen Gebieten mit neuen, originellen Mitteln arbeitet und wenn durch den Vorgang des Literarischen Instituts in Gotha das bedeutungsvolle Werk massenhaft in das Volk dringt und ver­möge seiner Gediegenheit den Segen der Bildung weiter und weiter in alle Kreise trägt, so wollen wir in diesem Falle gern dem Grundsatz, daß der Zweck die Mittel heilige, huldigen und dem Unternehmen alles Glück wünschen.

iittior Vx dchölP M bmtt tlnttitl Dvd> Itaty ernannt. Dm Loychaftriposttns in

V e r mischte S.

Griedel, 28. April. Verflossene Nacht brach auf der zwischen hier und Rockenberg gelegenen Rainmühle Feuer aus, welches so rasch um sich griff, daß alsbald zwei mit Heu, Stroh und Fruchtvorräthen gefüllte Scheunen in Hellen Flammen standen. Obwohl baldigst Hilfe zur Stelle war, konnte man doch nicht früher des Feuers Herr werden, als bis die driden Scheunen und ein Theil der Stallungen bereits nievergebrannt waren. Leider haben wir hierbei einen Unglücksfall zu erwähnen. Ein zur Hilfe herbeigeetlter hiesiger Bürger wurde, währender mit Retten beschäftigt war,, von einem Stück herabstürzender Wand zur Erde geschleudert und erheblich an Kopf und Rücken verletzt. Als Entstehungsursache des Feuers ver- wuthet man Brandstiftung. Derselben verdächtig wurde ein bis gestern in der Mühle bc- schäftlgt gewesener und wegen seines unwürdigen Betragens deßhalb entlassener Mühlbursche Namens Johs. Griespens von Wolf, Kreis Büdingen, gefänglich eingezogcn und vorläufig in btm Butzbacher Bezirksgefängntß untergebracht. Wie wir soeben erfahren, so soll der In- tzaftirte bereits heute Mittag dem dortigen Gefängntßverwalter cingestanden haben, daß cr der Brandstifter sei.

Fulda, 27. April. Der Landgraf Friedrich von Heffen, welcher mit dem Prinzen Alexander von H-ffen seit Mittwoch voriger Woche die Auerhahnjagd im Nonncnröder Forste rusübte, hat diesmal seltenes Jagdglück gehabt, indem Ersterem vier und Lttzterem zwei Hähne in schießen beschtedrn war. (F. K.)

Eisenach, 26. April. Der Großherzog verläßt mit Prinzeß Elisabeth heute Abend

b,

Lokales.

Gießen, 1. Mai. Wie jetzt definitiv beschlossen, findet das 10. Turnfest des Gaues Heffen am 27. Juni In Wetzlar statt. Die Vorarbeiten sind im besten Gange und liegen in den Händen bewährter Männer, an deren Spitze Herr Bürgermeister Moritz von Wetzlar

Der Schreibfehlcrteufel und die Flüchtigkeit der Herren Setzer und Correctoren ließen gestern in den beiden hiesigen Blättern, in unserem Blatte sowohl, als denOberb. Nachr." in denKirchlichen Nachrichten" den Himmelfahrttag auf den Mittwoch fallen. Da dieses jedoch nicht angeht und wir gewohnt sind, das hübsche Frühlingsfest am Donnerstag zu feiern, außerdem auch am Mittwoch hier der große Himmelfahrtmarkt gehalten werden muß, bitten wir unsere freundlichen Leser, fraglichen Jrrthum gefl. entschuldigen und berichtigen zu wollen.

Am Mittwoch Abend traf hilflos und ohne alle Begleitung ein Knecht eines Pächters mit der Oberheff. Bahn hier ein. Derselbe war in Nidda dadurch verunglückt, daß er unter seinen mit Steinen beladenen Wagen gerieth und ihm in Folge dessen ein Bein zerbrochen wurde. Mit Hilfe eines Bahnbediensteten und eines Schutzmannes wurde der Mann aus dem Wagen gehoben und per Droschke in die Klinik verbracht. Es verdient diese Rücksichtslosigkeit, womit der arme Mensch nach hier geschafft worden, die strengste Rüge.

Berlin, 30. April. Betreffs des vom Senioren-Convent des Reichs­tages für den 11. Mai in Aussicht genommenen Schluffes des Reichstages schreibt dieNordd. Allq. Ztg.": Den Bundesregierungen und deren Orga­nen sei über den Sessionsschluß bisher nichts bekannt; auch sei es kaum wahr­scheinlich, daß hierüber im Reichstage Entscheidung getroffen worden, da Be« rufung und Schließung des Reichstages verfaffungsmäßig dem Kaiser zustehe. Die Entscheidung des Kaisers dürfte bisher kaum feststehen, da noch eine erhebliche Zahl Vorlagen zu erledigen sei und für die kaiserlichen Entschließun­gen doch auch die Rücksicht auf die Regierungen in's Gewicht falle, aus deren Arbeiten jene Vorlagen heroorgegangen.

Petersburg, 30. April. Bezüglich der Zeitungsnachricht über eine angebliche Confroniirung des Hauptschuldigen an der Explosion im Winter- Palais wird auf Anfrage telegraphirt, daß alle diese Details lediglich erfunden seien, wie die Hauptnachricht selber.

Der Kaiser nahm an seinem gestrigen Geburtstage im Winterpalais die Glückwünsche der Notabilitäten der Hauptstadt und der diplomatischen Sonstige Feierlichkeiten sind wegen der Charwoche auf Heute findet ein Tedeum in der St. Jsaak-Kathe-

mW:

oie feint wesrnW sucht hat sich vknni»' her du Sräfte hab« 6 WlabimostoS m folge leien tn tt Wet erschien«

I ilHt'

!"}** Nim. 1 8l""e«ng W ,nm mW 4« «HualtuMj, «'»Mtrther ? ein

V *

Moskau -mvohnt. E bei Detail Adotcgravbie ihre e Neumcher auf chen Bilde als der ängntffe. Auch als ®ar- «folgte seine o«vächtig, weil tt Ssplofion erfolgte, nnd üblichen lang- angefüllten S-fäng' her Oberförster auf Ifo^Bue ist. eine ng es, die Unter, stch mit der W. ginzlich abzeriffen, aarichaft, wie seine mehr wiedergesehen; idt der Verhaftung

fc,r Gouverneur W

b°i°'

bie Wartburg und kehrt nach Weimar zurück. Wie derselbe seinen hohen Neffen de» Kron­prinzen, auf der Burg bewtrthet, hat besonders dadurch ein Interessedabin hl' d-r°-'dm.Ich° Ld-ra-,.r d.-W°bu-g und dl.

gemürtigt m.rt.n; ,z wu-d- dnh.r M ®ot.Menu-, wi "da/ KnuÄrw.ttck ,°lch.n »e-nuclcn, »i-Im-hi folgen», auch Suß-.ttch I-h, hüblch auigchatl.t. ©«IfSrU ar- geben. "Kuchen-Zettel im Palas*) auf Wartburg. Anno domini 22. April 1880 Motto- wTi t ft(t f a ®.inc Ityone köstliche Suppen von Haselhuhn nach königlicher Art' Blawgesotten Forelle und frische Butter darub gegossen, dazu gebehte Schnitter. ^Ain ffilnbe

Rräluer bestrewet nach alter Sitt, und allerley Gemüs Mne kalte Gansbastete us Straßburg mit einer Gallert von guten Win, wohl gut zu schawen und zu schmecken. Ain Rückbratlein von einem Elendt, fern gespickt und warm auf ben S"nrh boju Sal-d-, rWsch und itatif*. Am G-müs'v-n A-N ,n BrA-° *in. üngÄ Butten, warm mit vielen Fruchten gemacht. Ain Bär tn eis gefrorn mit Burgwaffeln^tn ior alter Form gebacken. Turne gebacken von Zucker mit guten Bilder und gefüllt" Rosinen n eSen^fnnn.-- bem ß°nbe in Auch allerley überzogen Confekt, so

, .. _[®a8 sehlt?s Der General X., der ungemein streng in der Ausrüstunasfraae ist

wahrend der Rast einen Jäger, der den Stöpsel seiner bereits leeren Feldflasch? ver- loren hat. Er geht auf ben Jager zu, greift hinterrücks dessen Flasche und hält sie hm ent­rüstet mit den Worten vor:Was fehlt dieser Flasche?» Der Jäaer der in Ät/a« ben ®etlu|t be8 Stöpsel gar nickt bemerkt, weiß keine Antwort. -Ich frag! Stt nochmals was fehlt dieser Fla.che?" - Jäger (desperat) :Ein Schnaps, He?r Generals - Hol er sich einen auf meine Rechnung," erwidert nach kurzer Ueberlegung der General aber "lasse er sich einen Stöpsel dazu geben, verstanden?!" *

m t. ~ Ein schreckliches Unglück wird aus Newyork gemeldet. Im Madison-Saale fand in Verbindung mit dem Wohlthängkeitsbazar ein Ballfest statt. Während die Paare in lebhaftester

Tanzvergnügen sich Hingaben, stürzte das Gebäude zusamm-n; gleichzeitig brach wohl ,bah!&fl aU^ftrDmurie ®?6' ein ri£efi0t8 Teuer aus. Die Zahl der Opfe? beläuft sich, so viel bis zum Augenblicke bekannt, auf 14 Todte und 67 Verwundete. Doch werden noch viele Personen vermißt, die wahrscheinlich in den Flammen oder unter dem zusammenbrechenden Gebälk ihren Tod gefunden haben. Es war nach den Aussagen Derjenigen, die mit heiler $a.u e 0e T schrecklicher Moment, als plötzlich in dem lustigen Tanze

nnb hi, an0t\ afiU^lf{'5apeCe bS? ?ebaIE JU Sachen begann, die Mauern einstürzten und d.e Flammen hoch emporschlugen. Das traurige Ereigniß macht immenses Aufsehen

8 * e 25- April- Gestern wurde in Zell (Pfalz) bei einer Hochzeit mit einem Koller geschossen. Derselbe zersprang wahrend dem Laden, schlug dem Ladenden, einem Tag- «bettei, bug eine Bem ab ebenso verlor deffen einer Sohn das eine Bein, während dessen anderes Bem schwer verletzt ward; em zweiter Sohn desselben Mannes ist an der Hand stark beschädigt. Auch wurden noch sieben Kinder, die bem Schießen in bei Nähe zusahen mehr oder weniger verwunbet. 0 1 '

Es führt oft zu Zwistigkeiten und Reibereien, wenn Jemanb in berechtigtem Wunsche nach einem guten (Eck, Fenster-) Sitzplätze im Eisenbahnwagen denselben durch Reiseutensilten k. belegt, sich aber dann noch einmal entfernt, um die vor Abgang des Zuges verbleibende Zeit anderweit auszunützen und dann bei Rückkunft bemerkt, daß sein rekervirter Platz von einem Anderen eingenommen worden. Wenn für jeden anständigen Reisenden ein derartig gesicherter Platz ein noh me tangere bietet, so gtebc es eben auch eine beträchtliche Zahl Fahrgäste, die jeder^sicht bur, und deßhalb dürfte es dringend wünschenswerth erscheinen, daß in das Be­triebs-Reglement für die Eisenbahnen Deutschlands eine klare bezügliche Bestimmung aufge­nommen und in den Eisenbahnwagen zum Anschlag gebracht würde. Es würde bann ein Hin­weis auf bieselbe genügen, allen Weiterungen zu begegnen' Gegenwärtzq enthält nur bet §. 17 des betreffenben Betriebs-Reglements, bet übet bas Verhalten auf ben Zwischenstationen -c. Vorschriften giedt, nachfolgenben bezüglichen Paffuö:Wer auf Zwischenstationen seinen Platz verlaßt, ohne ihn zu belegen, muß sich, wenn berfelbe inzwischen anberweitia besetzt ist, mit einem anberen Platze begnügen " lieber bas Verhalten beim Beginne ber Fahrt über bte Art in welcher bas Belegen geschehen muß, ist keine Bestimmung gegeben.

<*.^O4U eine Stallung.s Ein Stuttgarter Geschäftsmann sucht einen Laben zu miethen. Der Hausbesitzer nennt ben Micihpre.s: 2100 Jt. per Jahr. Der Geschäftsmann fragt: Ist auch eine Stallung babei?"Haben Sie benn Pferbe unb Equipage?" fragte ber Besitzer beS Hauses.Das gerabe nicht", meinte schmunzelnb ber Erstere,die Stallung wäre bloß für ben Esel, welcher Ihnen bie verlangte Summe bezahlen wirb." Sptach's und ging von bannen.

*)Palas" ist ber historische Name für bas Landgrafenbaus ber Wartburg.

AsHsI

rttt bet W.

auf JJ.ä

1,gNb^' y[

Ki «"W

Handel und Verkehr.

t 1 lRai. Auf dem heutigen Wochenmattte kostete: Butter per Pfb JL 1 15

_bt6 1.40, Hühnereier 1 Stück 4-5 Gänseeier per Stück 9-10 H, Enteneier 1 Stück o-OO^. Käse per Stück 410 Käsematte per Stück 3^, Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter ^aai O.8O1.OO, Hühner per Stück JL 1.301.70, Hahnen per St- JL 1 40 btgl.70, Maische J4-, Enten per Stück 2.7O-3.OO, Kartoffeln per 1OO Kilo ^L5-6, Zwiebeln p. Ett «tt 1820, Milch per Liter 16 unb 18 Qcksenflei ch 6668 ver Nkd h11»! US ^inbfietsch 4856 Kalbfleisch 3846 Hammelfletsck 6070 X Schweine­fleisch 60

Auszug aus Skn Itsndesamtsregistern des Standessmis Gießen

Vom 24. bis 30. April 1880.

Aufgebote.

v Ä o 24; Der Rangirer bet bet Main - Weser - Bahn Friebrich Wilhelm Bachmann

^".^"dingen mit Elisabeth Rupp, Tochter bes verst. Hirten Johann Georg Rupp von Nieber- Weibbach. ~6. Der Tabaksfadrikant Commerzientath Georg Ebristian Karl Gail, Wittwer von Gießen mit Marie Karoline Louise Wirth, geb. von Webig, Wittwe bes Kaufmanns Kat! Wirth ,n Chicago. 28. Lanbwirth Balthasar Buchtaleck von Groß - Buseck mit Wilhelmine Becker Tochter bes verst. Lanbwitlhs Johann Philipp Becker von Reiskirchen. 27. Der Profeffor Dr. Karl Wilhelm Stieba von Dorpat mit Karoline Louise Emilie Auguste Kock Tochter des verst. Fabrikanten Karl Wilhelm Koch von Alsfeld.

« Eheschließungen.

... -* Wirth Heinrich Eierlänzet von Hainbach mit Hermine Pauline Friederike

Emilie Marie Katharine Elise Ronstadt, Tochter des Leimsieders Johannes Ronstadt von Butzbach.

#3 t 1> o ic e n e.

_ , ,20. Dem Färber Adolf Vogt eine Tochter. 20. Karl Friedrich, Sohn des

Fuhrmanns Christoph Spieß. 25 Dem Büreaugehilfen Julius Möhl ein Sohn. 24. Eine außerehel. Tochter von hier. 23. Auguste Marie Elisabeth, Tochter des DrechsletmeistetS Jacob Hauser. -4. Johanna Margarethe Karoline, Tochter des Gastwirths Karl Kunze.

^U0o- V8 Kaufmanns Albrecht Docter. 27. Karl Wilhelm, Solm des Wagners

Wilhelm Kinkel. 25. Adele, Tochter des Schaften-Fabrikanten Kaufmann Grüncbaum. 29. Sina Sophie Anna, Tochter des Lehr-Schmieds Ernst Mohrmann. 24. Katharine, Tochter bes Felbwebels im 2. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 116 Franz Heinrich Freubenberger. 26. Julius ÄaJ1' Sobn bes Gastwirths Wilhelm Hofmann. 29. Emil Heinrich, Sohn bes Oberlazareth- gehilfen Konrab Jacob Boller.

w , on Gestorbene.

April. 23. Henriette Auguste Christine Elisabeth, 1 Jahr alt, Tochter bes Schuh- machers Johannes Wagner. 24. Marie Müller, 22 Jahre alt, Tochter bes Drucksachen-Ver- walters Johann Philipp Müller. 26. Elisabethe Löber, geb. Tristett, 65 Jahre alt, Ehefrau des Schuhmachermeisterß Friedrich Wilhelm Löber. 26. Marie Elisabeth Margarethe, 5 M. alt, Tochter bes Kaufmanns Karl von Villiez in Marburg. 28. Balthasar Philipp Karl, 2 Jahre alt, Sohn bes Gastwirths Louis Lenz. 27. Elisabeth Becker, 52 Jahre alt. 29. Steinhauer Friebrich Weber, 24 Jahre alt, von Keffelbach.