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d r Lage desKaufmännischen Auskunftswesens" durch die deutschen Handels« fammern verlangt, gab zu einer Debatte Veranlassung, in der die Unmöglichkeit uiur Ausführung der von Osnabrück angeregten Idee anerkannt wurde. Der Bieibenbe Ausschuß einigte sich dayi,, die Wichtigkeit des Auskunstswesens UN­K'erkennen, jedoch zu erklären, daß die Angelegenheit nicht reglementarisch betrieben werden könne, da die Auskunftsertheilung sich nach Orten und Branchen verschieden gestalte, die Handelskammern auch wenig geneigt sein würden, dre Verantwortung zu übernehmen, die Sache mithin der Privatthä« ligkeit überlassen werden müsie. Ein weiterer Antrag auf die Beförderung mittelst des sog. Hektograph hergestellker Schriftstücke zum Drucksachenportosatz, wurde abgelehnt, da sich auch einzelne Briefe auf diese Weise leicht hersteüen ließen und somit der Post große Ausfälle entstehen würden, die ihr nicht zu- gemuthet werden können. Auf die von Herrn Dr. Hammacher gegebene An­regung wegen frühzeitigerer Erstattung der Berichte der Handelskammern und Zusammenstellung derselben in übersichtlicher Form will der bleibende Aus­schuß bei der entscheidenden Berathung über die Reorganisation der Handels­kammern näher eingehen. Damit war die Tagesordnung der diesmaligen Sitzung des Ausschusses erledigt, und wurde gegen 1 Uhr die Sitzung geschlossen.

Schweiz.

Bellinzona, 21. Novbr. Es herrschen andauernde Störungen auf der Eisenbahn- und Telegraphenltnie Cbiaffo-Mailand. Der Gotthard ist vor­aussichtlich nlvrgen noch geschloffen. Eine Lawine verschüttete gestern die ita­lienische Post beim Mätteli, die Menschen sind gerettet, 4 Pseroe sind tobt. Correspondenz und Bagage sind noch nicht gefunden. (Z.-P.)

In der Schweiz rückt der Bundesrath dem Geheimmtttel-Unwesen scharf zu Leibe. Nach den Ermittelungen des Bundesrathes wandern alljähr­lich Hundertrausende von Franken für Gcheimmittel ans den Taschen armer Leute in die Kaffen schlauer Speculanten; Tausende von eingebildeten Kranken und von Leichtkranken curiren sich mit diesen Mitteln zu Schwerkcanken. Frankreich führt jährlich für 105 Mill. Franken seinerSpecialttäten" aus. England nimmt jährlich 60,000 bis 70,000 Pfund Sterl. allein für Patente auf Geheimmittel ein; im Jahre 1878 wurden aus Frankreich, Deutschland, Oesterreich und Italien 1505 metrische Centner Geheimmittel und fertige Arzneimittel in bte Schweiz eingesührt, welche nach Schätzung der Sachver­ständigen einen Ankaufspreis von 1 Mill. Francs und einen Verkaufspreis von iy4 bis 2 Mtll. Francs haben. Diese sog. Geheimmittel oder Specia- liläten sind übrigens zum großen Theile nicht mehr geheim, sondern vielfach bekannt und bestehen große Verzeichnisse solcher Enthüllungen, leider ohne Nutzen für das Publikum, welches davon wenig Kenntniß nimmt, und ohne Schaden für den Schwindler, welcher sich auf die Unwissenheit oder Leicht­gläubigkeit seiner Abnehmer verlassen kann.

Telegraphische Depeschen.

Wagner'S telegr. Correfpondenr - Bureau.

Berlin, 25. Novbr. Der Kronprinz trifft am Donnerstag früh aus Italien hler ein. Der Kaiser besuchte heute Mittag den Großfürsten und die Großfürstin Wladimir von Rußland und empfing deren Gegenbesuch. Nach­mittags findet zu Ehren des großfürstlichen Paares Hostafel statt, an welcher die Mitglieder der königl. Familie, der russische Botschafter v. Oubril, der meckleuburg'.sche Gesandte v. Prollius, die Grafen Moltke und Stolberg, Prinz Reuß und Minister v. Schleinitz theilnehmen.

Petersburg, 25. Novbr. Es bestätigt sich, daß Gortschakoff hier am 3. December eintreffen wird. Die Botschafter Baron Langenau und Ge­neral v. Schweinitz sind hier angekommen.

London, 25. Novbr. DasReuterssche Bureau" meldet aus Kon­stantinopel vom 24. ds.: Die Abreise Baker Paschas nach den asiatischen Provinzen ijl bis zum Samstag verschoben. Die auf gestern anberaumt gewesene Sitzung der griechisch-türkischen Commission wurde wieder abgesagt. Es heißt die Pforte werde überhaupt keine weitere Sitzung auberaumen, son- dern die Entscheidung in der griechischen Frage Europa überlassen. Das finanzielle Arrangement zwischen dem Ftnanzminister und mehreren Bankhäu- fern in Galara ist aestern unterzeichnet worden.

Baden-Baden, 25. Novbr. Fürst Gortschakoff ist heute Vormittag 9 Uhr 50 Min. nach Stuttgart abgereist und setzt übermorgen seine Reise über Berlin nach Petersburg fort.

Berlin, 25. November. In Betreff der Garantieforderungen bet bem Ankauf der Eisenbahnen verlautet tn Abgeordnetenkreisen, daß sich dir National- liberalen, Conservatioen und Freiconservativen in einer Conserenz bei dem Minister Maybach über folgende Vorschläge geeinigt haben: Der Minister setzt die Tarife fest. Ein Landeseisenbahnrath, aus den Vertretern der In- dustrie, des Handels, der Gewerbe, der Landwirthschast und anderen Jntereflen- kreisen, Mitgliedern der beiden Landtagshäuser und den Vertretern einzelner Provinzen, gewählt durch die Provinzial-Landtage, wird ntedergesetzt. Der Eisenbahnratb, für welchen ein besonderes Reglement ausgearbeitet wird, bat nur eine kons>,ltative Stimme und muß die von dem Minister erlassenen und vorher zu publtcirenden Tarife und andere Eisenbahn-Angelegenheiten prüfen und dem Minister ein Gutachten abgeben. Dem Minister bleibt die Aus­führung oder Nlchtausführung des Votums des Etsenbahnrathes überlassen. Dem Landtage sind alljährlich die eilafiencn Normaltarife als Etats-Anlage be,zugeben bchufs der öffentlichen Dtscusflon derselben. Dem Landtage wird ein begutachtendes Votum eingeräumt. Die von Miquel entworfenen finanziellen Garantien verlangen eine gesonderte Kaffe der Eisenbahn-Verwaltung, sowie die Verwendung etwaiger Überschüsse theils zur Schuldentilgung, theils zur Bildung eines Reservefonds.

London, 25. Novbr. Der Cabtnetsrath hielt gestern eine Sitzung. In Folge der Voruntersuchung in Sligo gegen Daly, Killen und Davttt wurden dieielben vor die Geschworenen verwiesen. Gegen Killen und Davitt wurde der Prozeß vertagt und Daly gegen eine Caution vorläufig freigklaflen.

Edrnburg, 26. Novbr. Gladstone äußerte in einer hier gehaltenen Rede, die Regierung löse das Parlament nicht auf, weil sie wisse, das Land sei gegen bie Regierung unb weil sie sich bte Fr ihett wünsche, noch ein Jahr Englanb und Europa neue Ueberraschungen zu bereiten. Gladstone stellte die Politik Beaconsfields als eine ehrgeizige dar, die dem britischen Volke stets neue Verantwortlichkeiten bereite und ermahnte die Wähler, die dermalige Majorität durch eine liberale Majorität zu ersetzen.

Lokales.

Gießen, 26. November. Im Anschluß an unsere gestrige Notiz und unter Hinweis auf die Bkeanntmachung des Herrn Bürgermeisters B r a m m, betr. das Auftreten des Re­currens-Fuders, therlen wir die in der auf gestern Nachmittag 3 Ubr anberaumten außeroroent lichen Stadtverordneten - Versammlung in vieler Angelegenheit gefaßten Beschlüsse mit. Herr Professor Dr. Riegel, welcher, wegen des von mehreren Bürgern erhobenen Protestes, zu Rache gezogen worden, hat nach der in gestriger Nummer befindlichen Anzeige erklärt, daß das in einzelnen Fällen hier beobachtete Recurrens-Fieber keineswegs in so hohem Graoe ansteckend sei, daß es nicht möglich sei, durch Absperrung der Erkrankten bie übrigen Bewohner der Stabt vor der Ansteckung zu bewahren. AuS dem Berichte ging hervor, daß eine strenge Isolirung und Desinfektion bereits durchgeführt sei. Trotz der getroffenen Stcherheitsmaßregcln beschäftigte sich die Stadtverordneten - Versammlung mit der evcnt. Beschaffung eines anderen GebaudeS. Ein Haus an der Lahnhütte, auf welches aufmerfjam gemacht wurde, ist bewohnt und kann deshalb nickt bezogen werden. Ferner wird das Schulhaus am Oswald's Berg in Vorschlag gebrach: Da dasselbe jedoch in io kurzer Zeit nickt geräumt und der Ueberführung der darin befindlichen Schulen große Schwierigkeittn entgegenstchen und auch bewohnt ist, weil ferner dasselbe nach der Benutzung als Seuchenhaus schwerlich wieder zu Schulzwecken geeignet fein werde, sowie schließlich gegen die Ansteckung ebensowenig schützt, wie bas Hofgerichtsgebäude, beschließt man, von diesem abzusehen. Im Verlaufe des Weiteren wurde auf das Provinzial- arrcsthaus aufmerksam gemacht, da dasselbe später doch geräumt werde. Hiergegen wurde von anderer Seite eingewendet, daß das Arresthaus sehr stark mit Gefangenen besetzt sei, sogar mit zu Zuchthausstrafe Verurtheilten, daß selbst, wollte man auf das Vorderhaus dieses Gebäudes, welches tsolirt von dem Gefangenenhaus steht, refiectiren, für die darin befindliche Wacke dir Gefahr der Ansteckung drohe, so daß man auch hiervon Abstand nehmen mußte, um schließlich wieder auf das Hofgerichtsgebäude zu kommen. Da dasselbe nach Aussage des Herrn Prof. Dr. Riegel am geeignetsten für den genannten Zweck erklärt wurde und es nur rathsam sei, den Markt vor d.mselbcn zu verlegen, beschloß die Versammlung gegen einige Stimmen, an der Benutzung des Hofgerichtsgebäubes festzuhalten. Der Markt auf dem Brand wird somit ver­legt werden müssen.

Wie uns mitgetheilt wird, sollen eben 9 an Recurrens-Fieber Erkrankte in hiesiger Klinik liegen, davon sind 2 in das Hofgerichtsgebäude transferirt worden. Bei dieser Ge­legenheit möchten wir, nur im Jntereffe der Stadt resp. der Bürgerschaft, das Auge der Sani tätsbehörde auf den Zustand der Herbergen aufmerksam machen. Wir wiffen recht wohl, daß von Zeit zu Zeit dieselben von Seiten des Herrn Kreisarztes untersucht werden. Aber wir haben dabei bas Bedenken, daß solches jedenfalls zur Tageszeit geschieht. Wie steht es nun aber Nachts, wo in einer solchen vielleicht 5060 Menschen campircn? Eine Herberge macht bekannt, daß sie 60 Betten besitze. Wir wissen aber, daß nur ca. 30 Betten Platz haben resp. sich in der Herberge befinden. Wir wissen auch ferner, baß gelegentlich einer Revision von Seiten der Schutzmannschaft 1 Personen in einem Bette gelegen baden. Dte eine ganz nackt, die andere vollständig angezogen u. s w. Sollte hier ntcht hauptsächlich Abhülfe geschafft werden? Was nutzt Jsolirhaus, was nützen alle anderen sanitären Maßregeln, wenn solche Zustände existiren. Wir wollen Niemanden zu nahe treten, auch keinen Einwohner im Gewerbe stören, aber Angesichts der Aufregung, die eben unter unfern Mitbürgern herrscht, glaubten wir, nur eine Pflicht zu erfüllen, wenn wir hier diesen Gegenstand an's Licht führen und vielleicht Abhilfe veranlassen.

Die Zahl der Todesfälle belief sich in der Woche vom 16. bis 22. November im Ganzen aus 5. Bei einem nur einen Monat alten Kinde, das rasch gestorben war, ohne daß ärztliche Hülse angewendet werden konnte, blieb die Todesursache unbekannt. Ein öjähriger Knabe, der von einem benachbarten Dorfe hierher gebracht worden war, um hier ärztlich behandelt zu werden, erlag der Rachenbräune. Bei dm erwachsenen Personen wird Wassersucht, Altersschwäche und Lungenschwindsucht je einmal als Todesursache angegeben. G.

In der gestrigen Sitzung des Provinzialausschusies kam die Klagesache des Orts- armenvcrbandes Hamburg gegen den Ortsarmenverband Gießen zur Verhandlung. Unsere Leser werden sich der Geschtchte wohl noch erinnern. welche wir s Z. mittheiltcn, wonach Hamburg an Gießen eine Kostenrechnung von 980 37 für Beförderung einer Familie,

welche hier auf der Polizei ein sog. Stadtgeschenkerhalten, sandte unb beren Bezahlung forderte. Selbstverständlich weigerte sich die Stadt, diesem Ansinnen zu willfahren und klagte hierauf Hamburg gegen Gießen vorerst beim Provinzialausschuß. Dieser wies gestern nach längerer Berathung die Klage ab, da der Ortsarmenverbanv Gießen nicht der richtige Beklagte sei. Zu seiner voreilig ausgelegten Summe für Beförderung der Familie Schmidt nach Brasilien hat nun auch Hamburg die Kosten dieser Verhandlung zu tragen. Ob es sich dabei beruhigen, oder an das Bundesamt als oberste Appellinstanz sich wenden wird, muß die Zukunft lehren.

Gießen, 26. November. Der Ccntralausschuß des VereinsConcordia" hat unlängst verschiedene Beschlüße gefaßt, welche darauf abzielen, die Mitwirkung weiterer Kreise für die von bem Verein vertretenen Bestrebungen zu gewinnen und dadurch der Ausführung ver­schiedener Punkte des Vereinsprogramms mit verstärkten Kräften dte Wege zu bahnen. Klar ist, daß der Verein, wenn seine Thätigkeit auf die Mitglieder beschränkt bleibt, deren bisherige Anzahl zwar im Verhältniß zu der bisherigen Erfahrung in solchen Dingen eine erfreulich große, aber im Verhältniß zur Aufgabe doch noch eine viel zu kleine ist zwar immerhin manches Gute ausrichten, aber durchgreifende Erfolge nur dann erringen kann, wenn er die Unterstützung wcr.igäens aller Derer findet, welche an der Förderung der ökonomischen und moralischen Wohlfahrt der Arbeiterklaffe in hervorragendem Maße interessirt sind. Zunächst sollen nun, um die nöthigen Unterlagen für Maßnahmen zur Ausgleichung des Arbeitsmarktes zu gewinnen, in der Vereinszeitsckrtft regelmäßige Berichte über die Preise ber für die Arbeiter wichtigsten Consumartikel, sowie der Wohnungen, wie nicht minder über die Höhe der Arbeits­löhne veröffentlicht werden. Zu dem Ende sind an verschiedene amtliche Personen und Körper­schaften, insbesondere an die Magistrate ber Städte Ausschreiben erlaßen worden, worin die» selben (unter Beilegung eines bezüglichen Formulars) ersucht werden, hierüber dem Verein ständige Notizen periodisch zugehen zu lassen. In einem anderen Circular wird den über die Bestrebungen des Vereins bereits durch ein vorausgegangenes Schreiben informirtcn Magistraten speciell die Bedeutung und der Werth der Penfions- und der Wittwen- und WaisenkasseN'Berstcherung der Arbeiter an's Herz gelegt. Ohne die Entscheibung ber Frage, ob für die Errichtung solcher Kaßen ein staatlicher Zwang beliebt werden solle oder nickt, irgend vorgreifen zu wollen, glaube der Verein doch, so lange solcher Zwang nicht besteht, Alles auf bieten zu sollen, damit dieselben in möglichst ausgevehntem Maße auf dem Wege der Freiwillig­keit in's Leben gerufen werden. Behufs Förderung dieser Absicht wird den Magistraten der Vorschlag gemacht, solchen Censiten der untersten Steuerstufen, welche an Kaßen jener Art be- theiligt sind, eine Prämie in Form eines Steuernachlaßes zu gewähren, und zwar etnes höheren in dem Falle, wenn die Kaße speciell eine Wittwm- und Waisenkassc ist mit Rücksicht darauf, daß die Unterstützung an Wittwen und Waisen einen Hauptvosten der stävischen Armenbuvgets zu bilden pflegen. Auch könnte statt baffen ein gleickkommender Betrag den Kaßen als städtischer Beitrag überwiesen werden. Der Ausführung dieses Gedankens stehen ja freilich gewiße nahe­liegende Bedenken und Schwierigkeiten gegenüber, dock sind dieselben keineswegs unüberwindlich und kein Zweifel kann darüber sein, daß wenn in Folge einer solchen Maßregel Zug und Leben in die gedachten Kategorien von Arbeiterversickerung, und diese zu allgemeinerer Durckführung käme, das anfänglich von den Städten gebrachte Opfer bald und reicklich genug wieder herein- kommen würde. Und zwar dies nicht allein durch directe Ersparnisse im Armenbudget, sondern auck durch den mannigfachen indirecten Gewinn, welche die, mit dem Bestehen und der Blüthe solcher Kaßen verbundene wirthschastliche und sittliche Hebung der Arbeiterklaße im Gefolge führen müßte. Man darf daher die Hoffnung hegen, daß dieser, hier nur ganz kurz skizzirte Dorscklag bei den Vätern unserer städtischen Communen nicht nur sorgfältige Prüfung, sondern auch vielseitige Annahme finven werbe. In einem weiteren Schreiben endlich werben dte Magistrate angegangen, auch den sonstigen Zielen des Vereins, soweit sie im Umkreis der Wirk­samkeit communaler Behörden liegen, ihre thätige Förderung angedeihen zu laßen und zugleich dem Verein als corporative Mitglieder beizutreten.

Gießen, 26 November, lieber die kommenden Sonntag in Wenz el's Saalbau singenden Schweden schreibt dasWiesbadener Tageblatt":

Die schwedischen Quartettsänger, welche in Berlin, Stettin und anderwärts solch colossalen Erfolg batten, daß sic dieser Tage auf Allerhöchsten Befehl auch vor Ihrer Majestät der Deutschen Kaiserin in Coblenz concertirten, werden, wie das Programm an anderer Stelle be­sagt, heute Abend im Cursaal auftreten. DieDüsseldorfer Zeitung" schreibt über oas von denselben dort gegebene Concert Folgendes: Der instrumentale Theil des Concerts war, wie wir daS gewöhn: sind, künstlerisch edel gehalten und präcise ausgeführt, so daß der vocale Theil sich schon bedeutend dem gewöhnlichen künstlerischen Niveau entheben muß, wenn er sich bet unseren verwöhnten Musikfreunden zur Geltung bringen will Letzteres gelang den schwedischen Quartettsängern über alles Erwarten, weil ihr Gesang mit dem Künstlerischen den Zauber der seltensten Naturfrische verband. Mit dem reizendenA la hongroise von C. Reichert und mit dem sentimentalen ukrainischen Volkslied von Dschumka nahmen die Quartettsänger die Zuhörer sofort gefangen. In den LiedernMein Schweizerland" undWaldandacht ' von Abt, in welchen ein wirklich feiner Tenor brillirte, fand das Publikum sich zu stürmischem Applaus veranlaßt und die lustige Melodie in derschwedischen Volksweise", sowie die Nach-