Ausgabe 
26.1.1879 Zweites Blatt
 
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einen Antrag auf Abhülfe vermittelst der Gesetzgebung und durch Hebung des Tredits an.

Unser Großherzog hat sich mit seinen Kindern zum Besuch seiner Schwiegermutter nach England begeben und ist dortselbs: wohlbehalten ein­getroffen.

In der Schweiz ist die seit langer Zeit mit Spannung erwartete Entscheidung über den Weiterbau der Gotthardbahn endlich getroffen: alle Cantone mit alleiniger Ausnahme von Waadt und Graubünden haben sich bei der am 19. d. vorgenommenen Volksabstimmung zu der erforderlichen Sub- venttonszahlung bereit erklärt. r , ,,

In Oesterreich machte das Abgeordnetenhaus viele Worte über den Berliner Vertrag, während die Regierung daran sesthielt, daß der Vertrag zu seiner Gültigkeit der Genehmigung des Reichsrathes gar nicht bedürfe.

Frankreich hat in den letzten Tagen eine ernste Krisis durchgemacht. Die Erklärung, welche die Regierung am 16. d. vor den Kammern über ihr zukünftiges Programm abgab, entsprach den Erwartungen der Republikaner nicht. Als aber der Ministerpräsident Dufaure am 20. d. in der Deputirten- kammer auf eine Interpellation Senard's neue Versprechungen machte und namentlich in Bezug auf die Beamtenfrage energische Maßregeln in Aussicht stellte, nahm die Kammer eine von Gambetta unterstützte Tagesordnung, welche Vertrauen auf das Ministerium und zugleich die Er van mg aaschrach daß die Minister nicht zögern würden, gerechtfertigte Wünsche besonders betr. der Ber- waltungsbeamten und des Gertchtspersonals zu befriedigen, mit großer Mehr­heit (223 gegen 121 Stimmen) an. Wie lange die Einigkeit zwischen Regie­rung und Kammermehrheit dauern wird, wtffen freilich nur die Götter. Die Royalisten haben inzwischen den Augenblick für geeignet gehalten, an den Grasen Chambord eine Adresse zu richten, worin sie erklären, daß die Republik unvermeidlich zum Abgrunde führen werde, daß sie sich aber am Tage der Gefahr um den König schaaren würden, um Frankreich der Anarchie und dem Despotismus zu entreißen.

Deutschland.

Darwstadt, 22. Januar. Der Abg. Wasserburg hat in der zweiten Kammer unterm Datum vom Gestrigen den Antrag eingebracht: Hohe zweite Kammer der Landstände wolle beschließen, die Großh. Staatsregierung zu er­suchen, den Hessischen Bundesraths-Gesandten dahin zu instruiren, daß derselbe gegen den von Sr. Durchlaucht dem Reichskanzler emzebrachten Gesetzentwurf, betr. die Strafgewalt des Reichstages über seine Mitglieder, stimme.

Berlin, 23. Januar. Am 12. Februar wird der Reichstag zusammen, treten, und seine Hauptaufgabe wird sein, das fehlende Geld füc die Reichs- bedürsnifle aufzubringen. Denn das ist doch des Pudels Kern wenn man von einer neuen Zoll- und Handelspolitik redet. Die größten Hoffnungen werden von den Regierungen auf den Tabak gesetzt, und so beschäftigt man sich schon jetzt mit Berechnungen, wie der Bundesrath sich über die Besteuerung des Tabaks entscheiden werde. Der Reichskanzler hat sich bekanntlich in seinem Schreiben an den Herrn v. Varnbülcr dahin ausgesprochen, daß sich die Tarif- Commission nicht gebunden erachten dürfe an den B richt der Tabaks-Enquete- Commission. Dies wird allgemein und wohl mit R cht so ausgefaßt, daß der Reichskanzler auf sein geliebtes Tabaksmonopol noch nicht verzichtet habe. In der Tbat dauern die Bestrebungen fort, die Regierungen der Bundesstaaten für das Tabaksmonopol geneigt zu machen. Man hat, obgleich die Sache noch lange nicht spruchreif ist, eine Berechnung ausgestellt, wonach das Tabaks­monopol im Bundesrathe eine Mehrheit von ein oder zwei Stimmen finden werde, ja, in preußischen Beamtenkreisen rechnet man sogar auf eine etwas ansehnlichere Mehrheit.

__ DieRat.-Ztg." schreibt heute:Die Eisen-Enquete-Commission sollte heute zum Abschluß ihrer Arbeiten gelangen. Die Thärigkelt der Com­mission wird sich jedoch noch durch weitere Erhebungen um einige Tage ver­längern. Wie verlautet, würde es zur Feststellung eines Gesammtantrages nicht kommen, die Commission vielmehr sich damit begnügen, das erhobene Material zu sichten und die Ansichten ihrer einzelnen Mitglieder festzustellen. Ueber die Lage eines Tbeiles der Eisenindustrie wird wohl weniger Meinungs­

verschiedenheit herrschen, als über die Mittel, mit denen derselben zu Hülfe gekommen werden könnte. Namentlich werden die Bedenken zum Ausdruck kommen, ob die Verwilltgung eines Schutzzolles, weit davon entfernt, die In­dustrie zu heben, nur eine Begünstigung des kranken Theiles derselben werden würde, der dann auch den geiunden U ternehmungen das Gedeihen abschnitte. Die Auseinandersetzungen über den Verlauf der Eisen-Enquete im Reichstag dürften aller Voraussicht nach ungewöhnlich lebhaft werden."

Außland.

Petersburg, 23. Januar. DieAgence Russe" dementirt die Nach­richt von neuen Co nplicationen bei der Unterzeichnung des definitiven Frie- densvertrages mit der Türkei und fügt hinzu, diß es sich nach den letzten Nachrichten nur noch um secundäre, auf die Kosten für den Unterhalt der Gefangenen bezügliche Fragen ha >dle. Der deutsche Botschafter, General v. Schweinitz, gab gestern zu Ehren des Ecbgroßherzogs von Mecklenburg und dessen Verlobten eine glänzende Soiree, der dis Brautpaar, der Groß- Herzog von Mecklenburg nebst Gemahlin, die Großfürsten Michael und Wla­dimir, das diplomatische Corps und die höbsten Würdenträger beiwohnten-

Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten durch die Heilnahrung:

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Seit 31 Jahren hat feine Krankheit dieser angenehmen Gesundheit^ speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medicin und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven , Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Atäem- Blasen- und Mcrcnlcldrn, Tuberkulose, Scbwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulicbkeit. Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkut, Schwache, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst wäbrend der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammcnmilch vorzuziehen. Ein Auszug aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Eerlificate von Profcssor Dr. Wurzer, Medicinalratb Dr. Angelftcin, Dr. Sbvreland, Dr. Campbell, Pro­fessor Dr. D6dch Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brshan, und vielen anderen hoch gestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingeiandt.

Abgekürzter Auszug aus 80,000 Certificaten.

Certisicat des Medicinalraths Dr. Wurzer Bonn, 10. Juli 1852. Revalescibre Du Barry ersetzt in vielen Fällen alle Arzneien. Sie wird mit dcm größten Nutzen angewandt bei allen Verstopfungen, Durchfällen und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, Nierenkrankheiten x., bei Steinbcschwerden, entzündlichen oder krankhaften Reizungen der Harnröhre, bei krankhaften Zusammenziehungen in den Nieren und in der Blase, Blasen Hämorrboiden re. Mit dem ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbaren Mittels nicht blos bei Hals- und Brustkrankheiten, sondern auch bei dcr Lungen- und Luftröbrenschwindsucht.

L. S. Rud. Wurzer, Medicinalrath und Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften.

Nr. 62176. Dem lüben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revalescifcre hat mein 18jähriges Leiden int Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des Iles.

Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revaleeciere und leibe seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Vfarrer.

Nr. 64210. Marquise von Brähan von 7jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit, Zittern an den Gliedern Abmagerung und Hypochondrie.

Nr. 75877. Florian Köller, K. K. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindcl und Brustbeklemmung.

Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handelslehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung.

Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Ab­magerung.

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