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mfl6en verhängt oder geschlossen sein müssen, daß die Maaren von ver Straße aus nicht gesehen werden können. Die Schutzleute haben den Auftrag erhalten, genau darauf zu achten, daß diese Vorschrift gehandhabt wird. Zuwiderhandelnde werben zuerst verwarnt, im Wiederholungs- salle sollen die bestehenden Bestimmungen in strenge Anwendung gebracht werden. Am ver­soffenen Sonntag ist bereits eine Anzahl hiesiger Gesckäftsleute verwarnt worden. (?

1 Leonberg, 20. Januar. Der außerordentliche Zulauf von Handwerksbursch' das freche Auftreten derselben beim Betteln veranlaßten die hiesigen Kollegien, zum Schutze der Einwohner wieder ein Arbeitsgeschenk etnzuführcn; es wurde aber zugleich festgesetzt, daß nur -solche es erhalten, welche eine Stunde lang Holz gesägt oder gespalten haben, wozu im untern Rathhausraume Holz, Sägen und Beile bereit gehalten werden. Das Ergebmß war binnen rinem Monat folgendes: Gearbeitet hatten 203 Mann; hiervon erhielten nach hrer Wahl je 20 A 177 Mann, und Sui-P- mit Fleisch 26 Mann. Der Zulauf hat seit Einführung dlei-s Arbeitsgeschenkes merklich abgenommen. Im vorigen Winter kamen hier durchschnitt ich rm Monat 572 Mann zum Geschenk, im laufenden Winter bis letzt nur 203 Mann. Bis jetzt wurden 12 Raummeter Holz gesägt und gespalten. Am liebsten arbeiten die Württemberger, ihnen nahe kommen die Baiern, am ungernsten greifen nach den hiesigen

deutsche^unv ^Urgeschichte berichtet dieLandpost": Der hiesige Tag­

löhner Gq. Riedtnger bedurfte 20 3t, welche ihm der hiesige Bürger Christoph Hoffmann unter -folgenden Bedingungen lieh: Anstatt 20 3t werden 22 3t. geschrieben, ^^dinger zah wöchentlich 50 A Entschädigung; ferner erhält derselbe einen alten Rock um 10 gegen wöchentliche Za^ung von 30 Der Schuldschein lautete: ein baares Darlehen 20 hiezu mehr geschrieben 2 3t, zus. 22 3t\ für einen alten Rock 10 der Zins aus 32 3t, in 60 Wochen macht 48 31., Gesammtsumme 80 3t, da die Summe im Betrag von 80 3t tim 24. December 1878 abbezahlt wurde und von den 32 3t wöchentlich 80 zu ent-

TtC^tCn Die BerlinerTribüne" berichtet: Einen drolligen Zwischenfall hatte die Donners- taas-Sitzung des Abgeordnetenhauses aufzuwetsen. Herr Lasker hatte auf eine Entgegnung des Abgeordneten von Schorlcmer bemerkt, daß die Ausfälle auf die Juden auf ihn denselben Eindruck hervorbrächtcn, als wenn er, Lasker, durch ein schmutziges Dorf reite. Laurer wutztt darauf einige Minuten lang in seiner Rede pausiren, solch eine stürmische Heiterkeit hatte sich ob dieses rhetorischen Bildes aller Seiten des Hauses bemächtigt. Ein Raphael aus dem Centrum hatte nichts Eiligeres zu thun, als eine Skizze,Lasker durch ein schmutziges Dorf reitend", zu zeichnen, die unter fernerer großer Heiterkeit die Bänke des Hauses durchwanderte. Auch Präsivent v. Bennigsen mußte beim Anblick der Skizze herzlich lachew

Im Nachtrag des Gothaischen Kalenders findet sich unter der RubrikFrankreich die Angabe-Graf H. Griebenow de Paderno, Attache bet der Gesandschaft von San Marino." Wozu es der Mensch in dem Republtkchen San Marino doch bringen kann - wenn rr Geld hat. Nach derBerliner Volkszeitung" ist Herr Griebenow der Sohn eines dortigen Ackerbürgers, der durch sein Bauterrain zum Millionär wurde. Griebenow jun. wurde, wie die böse Welt behauptet, um seiner Schwärmerei für eine hiesige Soubrette ein Ziel zu fegen - auf Reisen geschickt; er ging nach Parts, und siehe da, die Republik San Marmo machte den verdienstvollen jungen Mann zum Grafen und Attachä. Bekanntlich liegt diese 7000 Seelen wählende Republik auf einem sehr trockenen steilen Felsen, und da sie des befruchtenden Goldes nötbiqer bedarf als die auf dem Felsen sprossenden Pflanzen des Nachtthaues, so verkauft sie Dinge, welche in der Luft hängen- Orden, Titel, Ehrenämter. In dieser Republik wimmelt cs von Herzogen und Grafen und sie exportirt mehr Orden und Adelsdiplome, als sel^der Kirchenstaat bis zu Zetten Pius IX. jemals gethan. Der Verschleiß dieser allbeliebten Spiel­zeuge hat den Marinensern viel Geld etngebracht und wie der Graf Griebenow de Paderno beweist, fehlt es an Ehrgeizigen selbst in Deutschland nicht, welche dem Handel der Marinenser zu dauernder Blüthe verhelfen. Es wäre interessant, zu erfahren, wie hoch emmartntrter

Nord bauten, 16. Januar. Gestern kam vor dem hiesigen Criminalgericht ein zweiter Betrugsfall wegen mehr berechneten als gelieferten Branntweins zur Verhandlung. Der als sehr vermögend bekannte Brennereibesitzer Bruno Schulze hatte sich zu verantworten. Derselbe Hat seit einer Reihe von Jahren, so lange der Branntwein noch nach Gemäß verkauft wurde

(seit Neujahr 1878 geschieht der Verkauf nach Gewicht), seine Branntweinabnehmer nach einem gewissen Reglement gewerbsmäßig betrogen, indem er, ebenso wie die im vorigen Monat ver- urthetlten Brennereibesitzer Möge & Türcke, in den Facturen eine höhere Literzahl Branntwein berechnete, als er in Wirklichkeit geliefert. Um nun zu wissen, wie viel er dabet nebenher ver­diente, vielleicht auch, um bei etwaigen Reclamationen tnformirt zu sein, führte Schulze in seinem Memorial eine Chiffre-Schrift, welche durch Zahlen bie zu viel berechneten Literzahlen darstellte. Die Anklage basirt auf $ 263 des Strafgesetzbuches, wonach Schulze beschuldigt wird, in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorthetl zu verschaffen, das Vermögen Anderer dadurch beschädigt zu haben, daß er durch Vorbringen falscher Thatsachen einen Jrrthum erregt. Eingeräumt werden 1477 schwerere Fälle (die leichteren, welche ein paar Tausend betragen sollen, sind unberücksichtigt gelassen), unter welche diejenigen fallen, bei denen die Differenz 10 Liter und darüber beträgt, sowie diejenigen, in welchen falsche Tara in Ansatz kam (über 3 Kilo). Die Königliche Staatsanwaltschaft beantragte 2 Jahre Gefängniß, 15,000 3t. Geldbuße und 2 Jahre Ehrverlust. Nach längerer Berathung lautet die Entscheidung des Gerichtshofs auf 2 Jahre Gefängniß, 10,000 3t Geldbuße event. noch 2 Jahre Gefängniß, sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 1 Jahr.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 23. Januar. (Fruchtbericht.) Weizen ab unserer Umgegend 3t. 18^4 bis i/2. Mit fremdem frei hier wenig gethan, 18V219^2, hoch fein über Cours. Roggen Prima 3t 15^ andere Sorten 3t 13-I4y2. Gerste .3t 17*/219 je nach Qualität und Herkunft. Hafer 3t 1213*/2, wirklich feine Maare über Notiz. .Mehl ruhig und Preise stramm gehalten. Futterstoffe noch immer verlassen. Raps und Rüböl ruhig.

Mehl Nr. 1 3t 39, Nr. 2 3t 35, Nr. 3 3t. 31, Nr. 4 3t 27, Nr. 5 3t 21. Roggenmehl «/, (Berliner Marke) 3t 22, do. II (Berliner Marke) 3t 19. Weizen, effektiv hiesiger ab Bahnhof hier 3t 19., ab unserer Umgegend 3t 18.2518.50, do. fremder je nach Qualität 3t 1819, Roggen, je nach Qualität 3t. 1315., Gerste 3t 1517.50, Hafer 3t 12.50-14, Kohlsamen 3t. 2728, Erbsen 3t. 1923, Wicken 3t 1516, Linsen 3t. 1723. Rüböl, detail 3t 68. Stimmung ruhig. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoügewicht 100 StiloJ

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