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Denselben.

Dem Weißbinder LouiS Helmold eine Tochter, Johanna Louise, geb.

den 25. April. Denselben.

Den 21 April.

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Flur II 125b,5.

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Btll in Irland angesehen werde- Northcote betont, daß das Parlament schon festgestellt habe, daß der Ueberschuß der Kirchenfonds nicht zu ausschließlich consessionellen Zwecken verwendet werden dürfe. Die Debatte wurde schließ­lich vertagt.

Italien.

Nom, 22. Mai, Abends. Senat. Bei der Debatte über die Zusatz- Convention, betr. die Gotthard-Bahn, erklärt der Ministerpräsident de Pretis, daß wegen des Baues der Monte Cenere-Linie Verhandlungen eingeleitet seien. Er hoffe, der Schweizer Bundesrath werde in eine ausgedehntere Vertretung Italiens im Verwaltungsrathe willigen und es werde bald zur Bildung deS Syndikats für den Bau der Linie nach Chiaffo kommen. Italien werde darauf bestehen, daß Additionaltarife auf der Monte-Cenere-Linie nicht An­wendung finden. Nachdem noch mehrere Mitglieder das Wort genommen haben, wird der Commissions-Antrag, mit welchem sich de Pretis einver­standen erklärt, angenommen, desgl. mit 61 gegen 10 Stimmen die Convention.

Den 22 Mai. Dem Schuhmacher Friedrich Euler eine Tochter, Louise Wilbelmine Elisabetbe Margarethe, geb. den 3. Mai.

Den 23 Mai. Dem Hautboisten im 2. Großherzogl. Hess. Infanterie-Regiment Rr. 116 Heinrich Fritz ein Sohn, Otto Heinrich Wilhelm Hermann, geb. den 17. April.

Beerdigte.

Den 18. Mai. Karolme Schäfer geb. Opper, Ehefrau des Weißbinder« Leinrick Schäfer dahier, alt 27 Jahr 28 Tage gestorben den 16. Mai. V

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

. .®e" !? Mai. Wilhelm Krämer, Weißbinder dahier, und Philippine Wilhelmine Friederike Balser, des verstorbenen Schuhmachermeisters Heinrich Balser ehel. Tochter.

Den 20. Mai. Eduard Adolf Bene, Landwirth zu Altenberg, Kr. Wetzlar, de« Oeco- nomen zu Alte,-berg Karl Bene ehel. Sohn, und Marte Margarethe Wilbelmine Friederike ®0,fc verstorbenen Bürgers und HandelsmannS zu Frankfurt a. M. Heinrick Friedrich August Reinhold Baist ehel. Tochter.

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Getaufte

Den 18. Mai. Dem Großb. Hofgericktsadvokaten Dr. Emil Gerhard Dtttmar ein Sohn, Georg Remigius Erick, geb. den 15. März.

Denselben. Dem Gastwirth Heinrick Kirckner ein Sohn, Karl, geb den 5. April Dem Eisengießer Jacob Wallbrecht ein Sohn, August Heinrich,' geb.

_ Lokales.

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UAMLKLÄL-MM 15 JL gefielen" ajZofd),nentoerFflatte wurden zwei Stück Rothguß im Werthe von o- . ~~ UmDTfi?ti9f£eil ob*r Unwissenheit von Setten eines Dienstmädchens batte Reitern ffück? wiIC^Örai!b °U breI Ft6? Anlage veranlassen können. Fragl. Mädchen putzte in der Ät woll^es^mit'den^'emi?cnl feuergefährlich ist. Von der Dunkelheit übet-- b fY n»öcniin angefeuchteten Händen eine Lampe anzünden und standen ? ?anb^ü bDaem ^euer' während in der Küche selbst manche« anbrannte Durch

^erbrannt^stnd.^ to^rcnb bem Mädchen die Hände 4

mWurden heute Nacht angehaltcn. Fwei der Herren nannten ihre Wege"gehem^ W nennen unb "eßen ihn die Schutzleute seine

Telegraphische Depeschen.

Wagner's telegr. Eorrespondenz- Bureau.

Berlin, 23. Mai. Reichstag. Vor Eintritt in die Tagesordnung theilt Präsi­dent v. Seydewltz die Anzeige non dem Ableben des Abgeordneten Reinders (Breslau) mit, die Mitglieder erheben sich zu Ehren des Verstorbenen von ihren Plätzen. Von dem ersten Vice-Präsidenten v. Stauffenberg ist folgendes Telegramm eingegangen: Erneute heftige Erkrankung läßt es mir unmöglich erscheinen, den Tag meines Wieder- erschemens im Reichstage zu bestimmen, und lege ich deßhalb das Amt des ersten Vice- Präsidenten meder; ich bitte dies dem Reichstage mitzutheilen. Der Präsident fügt hinzu: Indem ich dies dem Hause mittheile, bitte ich um die Erlaubniß, Ihnen am Schluß der heutigen Sitzung Vorschläge betr. der geschäftlichen Behandlung der Neuwahl des ersten Vicepräsidenten zu machen. Hiergegen erhebt sich kein Widerspruch. Es folgt die Fortsetzung der Berathung der Getreidezölle.

o. Czarlmsky kann sich von den Getreidezöllen keine wirksame Hülfe für die Landwirthschaft versprechen und besorgt im Gegentheil, daß die Zölle, namentlich die Provinzen Ost- und Westpreußen und besonders auch deren Handel schwer schädigen würden Schroder (Lippstadt) polemisirt gegen die Vertreter der Seestädte, deren Forderungen vor dem Interesse des gesammten Deutschlands zurücktreten müßten und betont die Bedeutung der Landwirthschaft gegenüber den großen Städten und dem Handel. Die ungünstige Stellung der Grundbesitzer, namentlich des Bauernstandes müsse ansgeglichen werden durch den Schutzzoll. Deutschland sei vorwiegend ein Acker­bau treibender Staat und solle es bleiben. Redner beantragt, sämmtliche Unter; Amendements an die Tarif-Commission zu verweisen und nur den Antrag auf Erhöhung der Getreidezolle anzunehmen. Flügge (deutschconservativ) spricht gegen Getrelderölle und Schutzzölle überhaupt. Redner führt aus, daß Schutzzölle die Consumenten schädigen und den Producenten nichts nützen. Die Interessen von Handel und Landwirthschaft seien solidarisch. Er bestreitet ferner, daß der Producent des Auslandes den ^oll bezahle und spricht sich gegen jeden Zoll auf unentbehrliche Lebensmittel aus. Bundes-Com- Missar Tiedemann führt gegenüber der neulichen Rede Delbrück's aus, das; Rußland den Getreide-Export nach Deutschland nach Einführung des Zolles nicht verringern sondern den Zoll ruhig bezahlen werde. Er bekämpft ferner einzelne Deductionen v. Saucken's und Flugge's.

Grad verliest eine schriftliche Erklärung zu Gunsten des Zolltarifs, speciell der Getreidezolle. Brauii wendet sich gegen einzelne Ausführungen Gl ad's und Schröder's sowie des Bundes-Commissars Tiedemann. Bei Erörterung der Stellung des Bauern­standes vindicirt Redner der liberalen Partei das vornehmste Verdienst um die fort­schreitende Entwickelung des Bauernstandes, kommt weiter auf die Belastung des Grund­besitzes zurück und zeigt, daß letzterer in anderen Ländern höher belastet sei Braun kritlsirt endlich die Ausführungeil des Reichskanzlers über die Getreidepreise; es sei durchaus unrichtig, daß die Brod- und Getreidepreise nicht zusammenhingen. Der Krieg zwischen Stadt und Land, der große Jnteressenkampf, den Fürst Bismarck erregt sei das Gegentheil von deutscher Einheit Bundes-Commissar Tiedemann sucht einzelne Behauptungen Braun's zu widerlegen. v. Mirbach tritt für seinen Antrag auf Er­höhung des Zolltarifs für Getreide ein. Stellter spricht gegen die Zölle.

Lasker bedauert nicht nur die Zölle selbst als unselige, sondern vor allem die Methode, mit welcher die neue Politik vom Reichskanzler eingeleitet sei. Durch diese Methode und die damit verbundenen Jnteressenkämpie und Agitationen werde das Land dauernd geschädigt und m größte Verwirrung gestürzt. Die Urheber dieser Methode hätten begonnen, von Neuem eine Zerrissenheit herbeizuführen, die man schon dauernd beseitigt glaubte. Auch auf dem Lande selbst gingen die Interessen weit auseinander Die nächste neue Zollbewegung werde die Anhänger des Zolltarifs nicht mehr in so geschlossenen Reihen wie heute finden. Den Zahlenangaben Tiedemann's und des Reichskanzlers stehe die Statistik gegenüber, die den einzigen wahren Maßstab biete. Die Getreidezölle belasteten den Armen, um den Reichen zu entlasten und erregten all­gemeine Unzufr iedenheit. Tief zu bedauern sei der Appell des Reichskanzlers am Schluß der vorgestrigen Rede an die Landwirthschaft. Derselbe habe eine sehr schwierige Aera eingeletttt. Wir unsererseits wollen Alles thun, um den allgemeinen Frieden zurückzusühren und warnen Sie noch im letzten Augenblicke vor unheilvollen Entschlüssen. Nachdem hierauf der Schluß der Debatte erfolgt ist, wird der Antrag v. M'rbach-Güvther auf Erhöhung der Getreidezölle in namentlicher Abstimmung mit 173 gegen 161 Stimmen abgelehnt. Die Positionen der Regierungsvorlage für Getreidezölle werden bei der Ab­stimmung durch Namensaufruf mit 226 gegen 109 Stimmen angenommen. Schluß der Sitzung um 6 Uhr. - Nächste Sitzung morgen; Tagesordnung: Wahl des ersten Viceprasidenten und kleinere Vorlagen.

Wien, 26. Mai. Meldungen derPoltt. Correfp." : Prinz Alexan­der von Battenberg empfing heute den Orient-Retfenden Kanitz, welchen er nach Sofia einlud. Heute Abend reist der Prinz ab, zunächst nach Dresden. Aus Philippopel. Aus allen öffenlichen Gebäuden wurden am 21. Mai zum Zeichen der Beendigung des russischen Gouvernements die russischen Fah­nen etngezogen. Aus Bukarest. Die rumänische Deputirtenknmrwr wird approximativ aus 98 Liberalen, 3 Liberalen der Gruppe Vernescu, 16 Con- seroatwen (Oppositionellen) und 3 sogenannten Wilden bestehen. Aus Kon- stantinopel. Die Pforte empfängt Berichte mit Klagen wegen gewaltsamer Einreihung der mohamedanischen Bevölkerung Ostrumellens in die ostrumel.sche Miliz. In Folge deffen wandern neuerlich zahlreiche Mohamedaner von dort nach Türkisch-Rumelien aus. Der Mm.sterrath unterbreitete dem Sultan das Ministerverantwortlichkeitsgesetz zur Sanciion.

London, 23. Mat. Der Prinz von Wales gab gestern zu Ehren Ihrer Majestät der deutschen Kaiserin ein Dmer, welchem die Kro,.Prinzen von Däne­mark und Schweden, Graf und Gräfin Flandern, die Grafen ster, Scku- waloff und Karolyi, Beaconsfield, Salisbuky unb Northcote beiwohnten. Bei dem daraus folgenden Empfang waren die Mitglieder der königlichen Familie der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg, Strel.n, sowie das diplomatische Corps anwesend. Die Kaiserin reist heute Abend nach Deutschland ab.

Wien, 23. Mai. Der Kaiser empfing heute Morgen den Prinzen von Battenberg, welcher hieraus eine drittehalbstündiae Conferenz mit Andiasty hatte. DieWiener Ztg." vom 23. d. veröffentlicht ein vom Gesammi- ministerium unterzeichnetes kaiserliches Patent vom 22. d., wodurch das Abge­ordnetenhaus des Reichsrathes aufgelöst wird; die allgemeinen Neuwahlen für daffelbe sind sogleich einzuleiten und durchzuführen.

Berlin, 23. Mai. In seiner heutigen Plenarsitzung überwies der Bundesrath die Vorlage betreffs Einsetzung einer Commission zur Ausarbei­

tung eines Reichseifenbahngesetzes an die bez. Bundesratbs-Ausschüffe ,6enfrt neuen Gesetzentwurf über Schiffsm-ldungen

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. Handel und Verkehr.

21. Mai. Auf dem heutigen Wockenmarkte kostete: Butter per Pfd 95 JL 1,05 Hühnereier, per Stück 4 u. 4V, A Gänseier per Stück 9 9. /

Stück 5u.5i/24 Käse, per Stück 4-9 Käsematt^ pn Stück 3 ErbsÄ' fft? ßinfcn, 1 Liter 25 Lauben, das Paar 70 * Hühner, per Stück' 1 25 Ä

Stuck 1,40, Enten, per Stück 2 10, Kartoffeln, per 100 Kilo 7^08 »w.eb^

per Ccntner JL 30 , Milch per Liter 16 u. 18 5> bt» 7öA t

Rindfleisch 5660^, Hammelfleilch 6470^, Schweinefleisch 5860 Kalbfleisch 40 -48A.

. ,^^ßen, 24 Mai. Auf dem am 20. und 21. d. M stattachabten Viehmarkt waren aufgetrieben: 724 Stück Rindvieh und 1997 Schweine. Die Preise stellten sich Häher als krischmclkende Kühe sehr gesucht und gut bezahlt. Nächster Markt

Auszug aus ücn Itan-ksamtsreglflern des Stanüesamls Gieken

Vom In. bis 22. Mai 1879. "

m Aufgebote.

15. Mai. Der praktische Arzt Dr. Carl Gustav Ad.lf Morin zu Gieüen mit Wim« M V8 *L°?,ct8 5,ieblid August Thumann u°n Forst in dttkaM

Hugo Robert Oßnsky von Berlin mit Katharine Anguste Günther Tochter des Diatars Konrad Gunther von Gießen. ö 9 ' *'oc9tcr

Eheschließungen.

o- 4,. 18; «®Q< Weißbinder Wilhelm Krämer von Gießen mit Philippine Wilhelmine Balser Tochter des verstorbenen Schubmachermeisters Heinrich Balser von Gießen *>0 Adolf Bene von Altenberg mit Marie Margareth? B.ist Tochter des verstorbenen^ Heinrich Friedrich August Reinhold Baist von Frankfurt a. M. r"°rdenen Kaufmanns

Geborene.

9. Mai. Marie Elise, Tocher des Hilfsführers Philipp Auaust Sckerer 12 *ntnMu Tockter des Maschinisten Eduard Krautmacker. 17. Otto Friedrich, Sohn des Hautboill!« Gottlieb Richter. 15. Herm.ne Margarethe, Tochter des Taglöhne?« Johann Konrad Ä 17. Emma Irma, Tochter des Cigarren-Fabrikanten LouiS Wallenfels. 12 «uaust Sohn des Kreisamtsgehilfen Andreas Lauber. 14. Dem Handelsmann Johann Horr! Sohn, noch ohne Vornamen. 15 Johannes Heinrich, Sohn des Taglöhncrs Leinrick <4. Marie, Tochter des Rangirme.sters bei der Main-Weser-Bahn Philipp W 17 Ernst Sohn des Schaffners bei der Main Weser-Bahn Karl Friedrich Zwicker17 Franz Karl Ferdinand, Sohn des Gärtners Jacob Fey. 19. Dem Wcickenstelln bei hl? M°m W-,-r-B-lm ffloltbafor Dupprr ein Sühn, noch ohne »°rn°m-n 15 Lu°7 Sohn des Schaffners bei der Oberhcssischen Bahn Moritz Geisel. 14. Friedrich, ein außlrebe' liches Kind von auswärts. 15. Heinrich, ein außereheliches Kind von auswärts. & $

Gestorbene.

J5. Mai Louise Katharine, 3 Jahr 1 Monat 21 Tage alt, Tochter der Sckmied- melsters Johannes Becker. 16. Karoline Schäfer geb. Opper, 27 Jahr 28 Tage alt (Ehefrau de« Weißbinders Heinrich Schäfer. 16. Johanna, 2 Jahr 10 Monate 12 Tage alt Tockter des Schuhmachers Heinrich Marx. 20. Auguste Elise, 19 Tage alt, ein außerebeli'ches Kind von auswärts.