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Louise Roth selbst s-'t l.JaM MmLouise R' AW mit fiuijwa

Gießen, den 19. ÄroßherzoMes E

Langs

Telegraphische Depeschen.

Wagner'» telegr. G»rrespoudeur-«urea».

Gastei«, 21. August. Fürst Bismarck ist heute Mittag um 1 Uhr tycr Bxj einem gestrigen Diner in der hiesigen Prä­

fektur hielt der Ministerpräsident Waddington eine Rede, in der er die Rechte des Staates in der Frage des Unterrichts betonte und erklärte, die Regierung sei fest entschlossen, die Freiheiten des Gewissens und des Unterrichts zu respec- tiren und ihnen Respect zu verschaffen. Die Entwürfe Ferry's enthielten kei­nerlei Verletzung dieser Freiheiten; sie beschränkten sich darauf, du alten Rechte des Staates in ihrer Integrität wieder herzustellen. Waddington erklärte, die Regierung sei entschloffen, die Ferry'schen Entwürfe vor den Kammern zu ver- theidigen, und schloß mit der Erklärung, daß der Frieden gegenwärtig ein vollkommener und unbedingter sei; Frankreich unterhalte mit allen auswärti­gen Mächten die freundschaftlichsten Beziehungen.

Wien, 21. August. DiePoltt. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Die erste vorbereitende Sitzung der griechisch-türkischen Grenzcommission wird wahrscheinlich am 23. d. stattfinden. Die Thätigkett der Botschafter bei den fraglichen Verhandlungen wird sich ohne Präjudiz für event. osficielle Ver­mittelung auf eine versöhnliche Einflußnahme auf die Verhandlungen nach Maßgabe etwa auftauchender Schwierigkeiten beschränken. Dieselbe Corre- spondenz meldet aus Bukarest: Der frühere rumänische Agent in Serbien, Sturdza, ist zum diplomatischen Agenten in Sofia ernannt worden.

Graf Andraffy ist heute aus Terebes etngetroffen und hat in Schön-

nicht leicht erklärlich, doch glauben wir, daß die deutsche Petersb. Zeitung ' das Richtige trifft, wenn sie schreibt:Das allgemeine und tiefgehende Mch- vergnügen, welches sich eines Theiles unserer Gesellschaft nach dem Berliner Congreß bemächtigt hat, findet nach wie vor in den Auslaffungen der Preffe über die auswärtige Politik einen Ausweg, durch welchen die überschüssige Hitze gefahrlos entweichen kann." Daßüberschüssige Hitze" diesen Zeitungs- hiea hervorgerufen und ihm seine Schärfe gegeben habe, damit sind wir wohl einverstanden, ganz sogefahrlos", wie die deutsche Petersb. Zertung meint ist die Sache aber doch nicht, wenn sie auch eben nur als Symptom aufgefaßt werden muß. Oesterretchische Blätter wollen wissen, die Zornesausbrüche russi­scher Zeitungen seren geradezu vom Fürsten Gortschakoff angeregt worden, weil dieser sich vom Fürsten Bismarck persönlich nicht genug respectirt glaube, aber selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, so kann doch vernünftiger Weise nicht bestritten werden, daß Gortschakoff oder die russische Regierung mit leichter Mühe diese Ausfälle verhindern könnte.

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schwersten Wunden geschlagen.

In diesem Sinne übergebe ich im Namen und Auftrage des Central-Comitees das Landes-Denkmal den Vertretern der Stadt Darmstadt."

Herr Oberbürgermeister Ohly von Darmstadt nahm Namens der Stadt das Denkmal mit nachstehender Erwiderung an:

Im Namen der Stadt nehme ich das kostbare Geschenk, welches ihr in dem soeben enthüllten herrlichen Denkmal geboten wird, an. Es geschieht dies mit dem Ausdruck aufrichtigen Dankes gegen die patriotischen Männer des ganzen Landes, welche

mal vorüber- ...

Unser schönes Landesfest fand in seinem officiellen Theile einen in ieinem Ver­lauf für das ganze Hessenland hochcrfreulichen Abschluß in dem Festdiner, zu welchem sich Nachm.ttags 2 Uhr circa 250 Theilnehmer im Saalbau einfanden Das Eentrat- Comitee, an dessen Spitze Seine Durchlaucht der Fürst zu Usenburg und Büdingen, mehrere Standesherrn des Großherzogthums, darunter Se. Erlaucht der Gras zu Erbach-Schönberg, Se. Erlaucht der Graf zu Solms-Laubach. Se. Erlaucht der Graf zu Solms-Rödelheim u. A., die Spitzen der Cioil- und Militärbehörden, die geladenen Ehrengäste, darunter die Führer, welche im Feldzuge 1870 und 1871 der Heimchen Division angehört haben und wieder aus ihr geschieden sind, General-Lieutenant v. Wittich und Generalmajor Stumpf, Vertreter der Kunst, sodann Mitglieder der beiden Kammern der Stände, Deputationen von Gemeinden des Landes, welche meist durch ihre Bürgermeister oder Beigeordneten vertreten waren, das Ossicier-Corps der Linie und der Reserve, endlich zahlreiche Bürger unserer Stadt und des Landes bildeten die Tischgesellschaft, welcher die Ehre zu Theil werden sollte, wahrend des Mahles sich des Erscheinens Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs in Begleitung Ihrer Grobherzoglichen Hoheiten der Prinzen Heinrich und Wilhelm zu erfreuen-

Die Decoration des Saales, ein Werk des Herrn Kaufmann Berben ich, war eine überaus prachtvolle. Vom Musikpodium strahlten den Festgasten aus pracht- vollem Pflanzenschmuck die Büsten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs und Seines Höchstseligen Oheims entgegen; zwischen beiden stand ein Ausbau von Wassen und Kriegstrophäen, welche Seme Königliche Hoheit der Großherzog die Gnade hauen, aus Seiner reichen Sammlung zur Verfügung zu stellen. Die gegenüberliegende Wand war geschmückt mit den Büsten Seiner Majestät des Kaisers und Seiner Kaiser­lichen Hoheit des Kronprinzen. Deutsche und hessische Fahnen zierten ringsum den $ Den ersten Trinkspruch brachte Seine Durchlaucht der Fürst Bruno zu Nien­burg und Büdingen mit folgenden Worten aus: ,

Unser erstes Glas, in Ehrfurcht dargebracht, gilt dem erhabenen Sch'rniherrn des Deutschen Reiches und dem vielgeliebten Herrn des Hessenlandes. Dem siegreichen Kriegsherrn des Deutschen Heeres und den ruhmbedeckten Führer unserer Heimchen Division, Seiner Majestät dem deutschen Kaiser und Seiner Königlichen Hoheit dem

1 °$ r a uienb bburäf4aÜfb a § Hoch ben Saal unb stehenb hörten bie Versammelten bie von ber Musik intonirte Nationalhymne an-

Diesem Toaste folgte berjenige Sr. Excellenz bes Herrn Staatsministers Frei- Herrn v. Starck, welcher bie hessische Division mit folgenden Worten feierte.

Unmittelbar nach dem Zeichen ber Ehrfurcht für die Allerhöchsten Kriegsherren werben Sie sich gebrängt fühlen, ber Armee zu gebenken bereu Begeisterung, Tapfer­keit unb unvergleichlichen Hingebung unter ben schwierigsten Verhältnis en im ö »er- banken, baß vor 9 Jahren der deutsche Boden von fremder Invasion verschont geblieben und bie Selbstbestimmung bes Vaterlanbes über jeme politii$e Gestattung bewahrt worden ist. So sehr dieses Verdienst der ganzen deutschen Armee und ihrer melsttr. lieben Führung gebührt, so gewiß gebührt mindestens der oerhaltnißmaßige Theil daran der hessischen Division. Ihr gilt dieser Ehrentag des 18. August, ihr zur Ehre und Dank haben wir bas Denkmal errichtet, besten Hülle heute gefallen ist unb das foitan nicht blos der Stadt unb bem Lanbe eine Zierbe unb cm Schmuck, sonbern auch ben Mitlebenben unb ben künftigen Generationen eine Erinnerung sein wird an eine furcht­bare Krisis im Völkerleben, deren Entscheibung so gerecht. wie glücklich bie Giichute bes beutschen Vaterlanbes in neue, glorreiche Bahnen gelenkt hat. Es soll dies Denk- mal ein baucrnbes Zeichen bes Dankes der Stammesgenosfen sein für alle Glieder unserer hessischen Division, bie für uns gegen den Femb gezogen sind; wir danken den Führern der Division, welche bas nachwaehsenbe Geschlecht in den kriegerischen fugenden erziehen unb geschickt machen, bie Sicherheit unb Unabhängigkeit des Vaterlandes u schützen; wir widmen ein wehmüthiges Andenken voll nie erlöschender Dankbarkeit den Gliedern der Division, welche für das Vaterland ihr Leben geopfert.haben. Möge auch in jedem künftigen Augenblicke der Geschichte, in wachem es noth thust das Bertrauen auf bie Tapferkeit unb Hingebung unserer Bruber in Waffen so g^echtsertigt werben- wie es 1870/71 gerechtfertigt worden ist. In dieser Zuversicht bitte ich Sie, sich mit mir zu vereinigen in bem Rufe: Die hessische Division lebe hoch.

Auch bieses Hoch wurde begeistert aufgenommen.

( Fortsetzung folgt ) __

Lokales.

Gießen, 22. August. Der Ausbruch ber Lungenseuche in Wieseck ist ein schwerer Schlag für die Stadl Gießen, indem nach Constalirung der Seuche 4 Monate lang keine Viehmarkte hl Selbst abqehalten werten dürfen. Wi, lang sich db-rhanpt dies-Markt,»«-- entgleit sich qanj d-r B-1-chnun«. da bei eee Tückt|chk<,t dc- Seuche e n damit beh-fteleS THN- erst nach Ablaus bon 3 Mauaten sichere Zeichen der Krankhei lau we.sen iann. ® W wird «°n jetzt an nach Ablauf «°n 3 Monaten ine Krantheti an entern anderen Stuck We» conflatht, so müsien weitere 4 Monate Markt,perre angeordnet werden Daß neben der Warr sverre auch noch eine Ortssperre angeordnet werden kann, versteht sich von selbst. Wir lassen hier noch Den Wortlaut des Art 372 des Polizeistrafgesctzes folgen, um die Betroffenen mi demselben ebekannt b daraufhin -üt. Staiisp-rre für bn

betreffende Biehqattuna von der Polizeiverwaltungsbehorde angeorvnet 'st, , so darf wahrend Dauer dieser Sperre kein Dieb dieser Art aus dem Stalle heraus in die Nahe von anderem Vieh derselben Gatlung gebracht werden. Ebensowenig dürfen Gegenstände^ wodurch die a steckende Krankheit weiter verbreitet werden kann, namentlich Vichhaute, Horner, Fleisch, Mist Stroh und ® ütter, welches in einem Stalle war, wo sich krankes Vieh befindet odn Pfunden hat, an Orte gebracht werden, wo anderes Vieh damit in Verbindung kommen ami- '^ " Jst^ eine Orts- oder Bezirkssperre angeordnet, so darf weder Vieh noch Gegenstands wodurch die Seucke weiter verbreitet werden kann, aus Dem Orte oder Bezirke Heraus, auch innerhalb derselben an Orte geführt oder gebracht werden, wo anderes Vieh hinkommen ka .

LideehLngeu weode°n mi. 3 618 20 ft, wenn aber im Fast. W *

Absatzes das aus dem Orte oder Bezirke ausgeführte Stück Vieh mit der ansteckenden Kran h behaftet ist, mit 10 bis 50 fl. bestraft.

(«;c6en, 22. August. Bei ber Beerdigung des ertrunkenen Soldaten geitern Nachmittag kamen höchst widerliche unb bie Feier ftörenbe Scenen auf dem Friedhof uim Vorschein. Nachbem bas Portal des Friedhofs gespent war, Üurzttn Al um mit schreienden Kindern auf dem Arm, sodann erwachsene Kinder und Personen u ben Friebhof herum, sich am oberen Enbe Eingang verschaffend und zum Grab

seit Jahren der Denkmals-Angelegenheit ein reiches Maß von Zeit unb Arbeit geroibnut haben, insdesonbere gegen Sie, hochverehrte Herren Präsidenten und Mitgliider des Central-Comitees; mit dem Ausdruck des Dankes gegen die Künstler, welche den Geist ber großen Zeit, der das Denkmal gewibmet ist, in ihrem Werke so trefflich verköipert haben; mit dem Ausbruck bes Dankes enblich gegen alle Diejenigen, die durch ihre Gaben bie Errichtung besDenkmals ermöglichten, sowie gegen Diejenigen, welche buich ihr persönliches Eischeinen aus allen Theilen des Landes und zum Theil aus weiter Ferne bie heutige Enthüllungsfeier verherrlichen helfen. Die etabt Darmstabt ist sich aber auch ber moralischen Pflichten bewußt, welche ihr mit Uebernahine bes Landes- Denkmals erwachsen. £?ie soll unb wirb es zu allen Zeiten hüten und schirmen in bem nationalen unb patriotischen ömn unb Geist, in dem es ec richtet roorben i|t unb uns heute übergeben wird. Es soll nicht blos ein äußerliches Erinnerungszeichen fein an bie ruhmvolle Theilnahme unserer hessischen Division an ben siegreichen Kämpfen gegen ben alten Erbfeinb unseres Vaterlanbes, nicht blos ein äußerliches Denkmal für die treuen Tobten, welche bie Einheit unb Freiheit des deutschen Vaterlandes in jenen Kämpfen mit ihrem Herzblut besiegelt haben nein, es soll stets mahnen, das schwer Errungene treu wahren zu helfen, insbesondere dem Heranwachsenden Geschlecht die Hingabe an Kaiser unb Reich, bie Liebe zu Fürst und Vaterland unb bie Opferwillig­keit unb Pflichttreue einzupflanzen, in der in ben Kämpfen ber Jahre 1870 unb 1871, insbesonbere am 18. August 1870, Seine Majestät der Kaiser unb ber tapfere Führer unserer Division, unser allverehrter Großherzog, leuchtende Vorbilder gaben.

So lassen Sie uns denn in ber heutigen festlichen Stunde unsere patriotischen Gefühle unb Die feierlichen Gelöbnisse, welche wir vor biesem Denkmal für die Zukunft ablegen wollen, zusammenfafsen in bem einstimmigen Rufe: Seine Majestät ber Kaiser unb Seine Königliche Hoheit ber Großherzog leben hoch!"

Em Gesangsoortrag noch unb bie Feier war beendigt.

Zum Schlüsse der Enthüllungsfeier fand von allen Truppengattungen ein Vor­beimarsch vor Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog unb an dem Denkmal vor­über statt, ber für alle Waffengattungen in Zugssiont erfolgte. Auch ber ^estzug zog in ber Reihenfolge, wie er gekommen, an ben Allerhöchsten Herrschaften unb dem Denk-

Brunn Aufenthalt genommen. ,

Petersburg, 21. August. Durch Erkenntntß des Odessaer Kriegs­gerichts in dem am 17. d. beendeten politischen Proceffe wurden die Angeklag­ten Tschubaroff, Lesogub, Davidenko, Wittenberg und Ligowenko zum Tode durch den Strang, Fräulein Gukowskaja zur Ansiedelung in Sibirien, die übrigen 22 Angeklagten zu Zwangsarbeiten bis zu 10 Jahren verurtheilt.

"Athen, 21. August. Ein königliches Decret ruft 8000 Mann des zweiten Aufgebots der Tcrritorial-Armee zu den Fahnen. Der König hat seine Reise nach Europa vertagt.

Hannover, 21. August. Die heutige außerordentliche Generalver­sammlung der Hannover-Altenbekener Etsenbahngesellschaft hat den Vertrag wegen Ueberlaffung der Bahn an den Staat mit 1760 von 1900 Stimmen angenommen. Auf eine bezügl. Interpellation wurde vom Verwaltungsrath ausdrücklich erklärt, daß die Verträge zwischen dem Staate einerseits und der Magdeburg-Halberstädter resp. der Hannover-Altenbekener Eisenbahn anderer­seits nur combinirt zur Perfection kommen könnten.

Odeffa, 21. August. Heute erfolgte die Publication des Urtheils gegen die 28 politischen Verbrecher. Der Generalgouverneur minderte in einigen Fällen die erkannte Anzahl von Zwangsarbeitsjahren. Drei Verurthetlte, Tschubaroff, Ltsogub und Dawidenko werden morgen um 10 Uhr früh hier, zwei andere, Wittenberg und Logowenko, in Nikolajeff durch den Strang hin- gerichtet werden.

Paris, 21. August, Abends. Ueber die Haltung der Regierung be­merkte Waddington in seiner Rede: Die Frage der Amnestie ist definitiv ge­regelt: die Regierung wird sich energisch jedem Versuch widersetzen, dieselbe wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Bezüglich der inneren Lage sagte der Ministerpräsident: Wenn nichts Wichtiges dazwtschenkommt, lassen sich für das nächste Jahr neue erhebliche Steuererleichterungen voraussehen. Die^eier der Enthüllung des Landes-Denkmals in Darmstadt.

(Fortsetzung.)

Herr Hofgerichts-Director Hahn von Gießen übergab fobann Namens des Comitees bas Denkmal an bie Stabt Darmstabt in folgenben Worten:

Das Denkmal, bas nun unverhüllt vor uns steht unb bas heute burch bie Gnabe Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs unb burch biefe glänzenbe Fest­versammlung seine Weihe erhalten hat, ist ein Zeichen des patriotischen unb nationalen Geistes, ber in unserem Volke wohnt. Entstanben unter ben Eindrücken einer gewaltigen Zeit, spricht aus ihm mit voller Klarheit ber Gebanke, ber es geschaffen, unb bad ist ber Dank, welchen bas gefammte Hessenlanb seinen braven, bis zum Tobe getreuen Söhnen barbringt. Wohl beburfte er bes Zusammenwirkens aller patriotischen Kräften in allen Theilen bes Landes, um bem Gedanken durch Aufrichtung dieses herr­lichen Standbildes Ausdruck zu geben, das sich anderen Sieges- und Ehrenzeichen in den deutschen Landen ebenbürtig zur Seite stellt ,

Der Stadt Darmstadt, der Haupt- und Residenzstadt des Landes, dem Mittel­punkt der militärischen Organisation, wird durch die freie Entschließung der Vertreter des Landes die Ehre zu Theil, das jetzt vollendete Denkmal in ihren Mauern zu besitzen. Wenn ich dieses nunmehr der Stadt Darmstadt übergebe, so geschieht dies in ber festen Ueberzeugung, baß sie es in bemselben Geiste empfangen unb bewahren wirb, in welchem es gegründet wurde.

Unter ihrem Schutz und Schirm wird das Denkmal der Mit- unb Nachwelt Zeugniß ablegen, wie bas Lanb feine helbenmüthigen Krieger zu ehren versteht, die an ben bebeutungsvollen Tagen ber Jahre 1870 unb 1871 ihr Leben einfetzten, um bie Sicherheit unb Größe bes Gesamrntvaterlanbes mitzuerkämpfen; es wirb eine leuchtenbe Mahnung fein für bie kommenben Geschlechter, nachzueifern den Vergangenen in den Tugenden hingebender Treue gegen Fürst und Vaterland; es wird aber auch eine Stätte des Trostes und der Erhebung allen Denjenigen sein, denen der Krieg die

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