Verein in ^urme eine Trepp« anbringen und
Kirchliche Anzeigen
-er evangelischen Gemeinde zu Gießen
Gottesdienst:
Sonntag den 21. September.
”0,fl,n6: Schü - WI «d„dmah,-s
RachmtttagS« Pfarrer Schlosser.
Di. Pfarrg.schäft. für di- bl6 27. S.ptrmbrr ieforot
Pfarrvicar Schöner.
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Vermischtes.
I g, . . Darmstadt, Septbr. Eine Ueberraschung besonderer, jedoch gerade nicht neuer ^ebeaTcn1 ^nr^^hern. a "t- zu theil. Die Eheleute 83. hatten den schon lange
gehegten Vorsatz ausgefuhrt, ihre 4 Kinder auf der RathhauStreppe ausgesetzt und dieselben I bfllaffcn' kleinste der Kinder, 10 Wochen alt, lag eingewickelt auf der Treppe und
Daneben. Alle 4 wurden sofort ins Hospital gebracht, um nkch ^inL Eltern JU Gegen die dermalen obdachlolen
Eltern wird von Seiten der Stadt gerichtliche Klage erhoben werden.
; QJm^aV' H^te früh hatte eine hiesige Frau ihre ca. 15 Jahre alte
Inrben ^Dm0 ?^oßen und ist derselben dann nachgejprungen. Herrn Wilhelm d°s städn Hospüa! verbrach" •" unb wurd.n fciefdb.n in
I , . m Neustadt,12. Septbr. Ein Gastwlrth dahier, geboren und enoaen in Westrick batte »ei ^be^SieYnn?6^1?11^611^0 größere Anzahl looft niedrigerer ^Nummern an^g'ekauft. ®‘bct3'eW anwesend, hörte man denselben fortwährend rufen: .Ich Hann gewann!"
hHU Jle iZ Clne 6roße Anzahl Käfige mit dem Geflügel in seine Wohnung 'chaffen £n? dieser herrlichen Gewinne feinen Freunden auftragen, was der Tisch getragen hat^Der m mtlOmen' suchten die ausführenden Herren im «usstellungslokal
I uach dieser und jener Nummer, die andere Gewinner in Anspruch nahmen, aber — verschwunden ^C?tC // ^"aus, daß der Herr Gastwirth die Caialog Nummern für ?nb ni<H.a?c,n nld)t6 gewonnen hat, sondern auch das nach Hause geschaffte Geflügel wieder zurückbringen mußte. Der Champagner floß in Strömen - umsonst.
Onlbu59 b' l5' Septbr. Anläßlich de-r 5. naffauischen Feuerwehrtags hatte sich gestern Homburg zum Empfang der erwarteten Gäste festlich geschmückt Die ^erschienenen beTflurbVuf'eS1”^^6! ^riI,4flekemPi!Q?0enrUnb bot We Einwohnerschaft, die Verwaltung des Kurhauses, die dortige Feuerwehr alles auf, um den Gästen den Aufenthalt recht anaenebm n°K^C Feuerwehren hatten ihre Vertrecer neben einer großen Anzahl Mit.
I ^k^der entsendet, wahrend neben diesen noch 22 Feuerwehren aus Hessen darunter bieieniam welckm? 500 "ä' ®an?^at,t uls geschloffenes Corptz, erschienen waren. Der Feftzug \n ettoa !50° Feuerwehrleute sich betheiligten und bei welchem 6 Musilkorps mitwirkten war wahrhaft imposant. Die Kurverwaltung hatte den Kurgarten feenhaft beleuchtet. Die ? 8. Vn!elbe reichhaltiges Programm beendigt hatte, trat die Musikkapelle^ der Frankfurter freiwilligen Feuerwehr an deren Stelle und erntete dieselbe für ihre $°I ra0m Ae?r- rC ^e,n und gewiß wohlverdienten Beifall. Das Festbankett fand unter »akl-
I Betheil.gung im Kurhaus statt, während die Verhandlungen des Feuerwehrtages im 1 ^pflogen wurden. Dieselben wurden von Herrn Branddiiekior Schcurer aus
^Ln?, b h geleitet, und waren sehr belebt. Aus dem zuerst vorgetragenen Geschäftsbericht erhellte, daß beim 4. Feuerwehrtag zu dem Verband 37 Feuerwehren mit 7586 Miialiedern ffitin11-' n freiwillige und 3663 pflichtige Feuerwehrleute und 200 bezahlte ^Mann- Kat”’ ^nb L6 Feuerwehren abgegangen und 9 beigetreten, so daß die Hahl der Ver- b^bA^""^^ren 40 betragt. Die Zahl der Pflichtfeuerwehren und der bezahlten Mannschaften genommen und belauft sich diejenige der letzteren auf 4063. Das Normalstatut welches
En.b^ ganze Feuerwehrwesen im Lande zu vereinigen, wurde en bloc angenommen ne?hnn b «a^0,b?b e8 b,e ® Regierung erhält, ein bedeutender Schritt vorwärts
J Ö6r ?eU k9QnÄ ^nau die Pflichten der Gemeinden gegenüber ben Feuerwehren präeisirt bie P0k"genhetten der Letztem. Jede Gemeinde ist darnach verpflichtet, die nöthigen Maschinen Gerathe und Personalausrüstungen zu beschaffen und zu unterhalten, während jeder männliche Einwohner vom vollendeten 20. bis zum 60. Lebensjahr zur Feuerwehr dienstpflichtig ist fVflickt' feuerwehr). Daneben soll die Errichtung freiwilliger Feuerwehren erstrebt wndm und wo ditS gelungen, sind diejenigen Feuerwehrpflichtigen, welche ihr nicht beitgetreten sind, ber Äefen>e= der Bebörde^Äl?Ä' 'S^tuten der freiwilligen Feuerwehr bedürfen der Genehmigung
»eÄ in’0Un? Un?c fontroIe der Feuerlöscheinrichtungen steht der staatlichen Behörde zu, zur gleichmäßigen Handhabung des Feuerwehr- unb Löschwesens sollen durch oie
°bel ™^r€ Inspektoren bestellt weiden; dieselben haben e n, g naue Eontro e
Lös-^und Rettungsgeräthe zu führen, die Leistungsfähigkeit, Einübung^und Dirnst^ äf%01? n<,r9ÄQnn^af 8Ü p^ken unb nach jedem größeren Brande Einsicht an Ort und i^aebni8 ^7/n- um Uber die Thatigkeit bei ber Bekämpfung des Feuers ein Gutachten ab: e r b8f*lo5c,ne und tn den nächsten Wochen schon ins Leben tretende Unterstützunas-
itn ff Vt8tDt(^h b t ^<?terT^^Uj?0rt?<r be‘ Bränden ober Hebungen ohne eigenes Verschulden Dn- nglück en oder in Folge des Dienstes krank oder arbeitsunfähig gewordenen Feuerwehrleuten' fbn-iAp0efiThCnfn $obfn toorCTil pro Kopf unb pro Jahr 20 H zu bezahlen. An
bruche sind innerhalb 8 Tagen zu erheben. Für die Unterstützungskaffe soll bei Königlicher ?Pr9m?n0tf,Um 23eiIrc,bun8 ber Neckte einer juristischen Person eingekommen werden. Im Jnttreste finbe? ^n0e-n*n°nan funf2 9 blcr Verhandlungen am SamStag vor dem Feuerwehrtag statt fluden. Der nächste Feuerwehrtag soll in zwei Jahren in Herborn abgehalten werden. 9
Uch- ®e®‘Ä„X1T- @tflnn ^ieIt b” -u ©läbrrg f,mr vlljähr-
k Dieser im Jahre 1837 gegründete Verein hatte sich tte Erhaltung und Ganabarmackun» der Ruine Gleiberg zur Aufgabe gestellt und zu diesem Zwecke 50 Sehen ä 10 Tblr ^U8- gegeben. Aus diesen Mitteln hatte der Verein tn dem Thurme eine Trevv« anbrinaen ,,„k anberc kleinere Reparaturen vornehmen laffen; zur Bestreitung größerer Reparaturen^ warm dieselben zu unbedeutend, diese fielen dem Eigenthümer — de« preußischen Fiscus — iur Lall Bor einiger Zeit nun tauchte das Gerücht auf, daß der FiscuS, um sich düffen Unkostm ku entziehen, die Ruine wolle verfallen laffen, resp. verkaufen wolle. Um Dieies iu Y>prfwtL N !^hl der hiesige historische Verein wie der ©leibergn Geselligkeltsverein btr größte Mühe. 3« der gestrigen Versammlung, bet der auch der hiesige histottsche Verein durck feinen 9in«f2n6 »«tto >»„, referixte nun d°x H.rx L-ndr-th v°n°'-I-7ch°w'7n Ä der Regierung unternommenen Verhandlungen. 8 CT ,cme m,t
Das Resultat derselben ist kurz dieses, daß ber Geselligkeitsverein durck fRermifH..«« inSa&ulinhaitfd,M? Eigenthümer der Burgruine ist mit der Verpflichtung die elbe
* be iU cx^aUeJ- Um die hierzu bereits aufgebrachten Gelder von ca 500 ?unrt^nB 9 ""wenoen, soll Herr Oberbaurath von Rttgen ersucht werden der' Verw^h tungscommlssion ein Gutachten zu erstatten, nach deffen Prüfung zur Ausführung ber arbeiten geschritten werden solle. Wenn der Verein auch nur aerina« Mittel *ur fiSLJL !?, bomben bM ?tttCn ^rpfllchtungen nachkommen zu können, indem er darauf rechne?, daß' sich ^ ^"dwlen Freunden und Bewunderern des Gleiberg nöthigenfallS einige finden werden dte^cin^ Scharflein be,tragen, um diese herrliche Zierde der Gegend vor Verfall zu bewahren'
Mein s-., : Mi
M°.g.n^ntd-ck,°. H°ff°ntUch tob nur dn Schnnps-n d,-W b7s'f--L
Ziemlich munter unb lebhaft ging es gestern tn der Stadt her Die Reierviü,» von ?elbll ^Ei^a? ßÜ* DQhbe! mand>et e^tn übn ven Durst getrunken wurde, vttsteht sich 9 Sarambolagen waren auch zu verze.chu^ wurden jedoch zumeist gütUch
Telegraphische Depeschen.
Wagner's telegr. Correspondenz - Bureau.
Berlin, 18. Seplbr. Prinz Karl ist in Folge leichter Erkältung gestern Abend nicht mit dem Kaiser nach Straßburg abgereist, wird indessen voraussichtlich morgen nachfolgen können. Der Großherzog von Mecklenburg.Schwerin ist heute früh von Ludwigslust hier eingetroffen und 8y2 Uhr Morgens nach Straßburg wettergereist. General Skobeleff ist gestern Abend 10 Uhr zur Beiwohnung der Manöver nach Straßburg abgereist. Die französischen Offi- ciere, welche den Manövern bei Danzig und Stettin beigewohnt hatten, haben sich gestern Abend nach Dresden begeben und reisen von dort heute nach Wien, um den österreichischen Manövern betzuwohnen. Feldmarschall v. Manteuffel hat sich heute früh nach Topper begeben und geht dem Vernehmen nach Ende September nach Straßburg. Prinz Ludwig von Orleans (Gemahl der Kron» Prinzessin von Brasilien und somit nach brasilianischer Erbfolgeordnung zukünftiger Kaiser) traf gestern früh tn strengstem Jncognito aus Paris hier ein und reiste Abends nach Breslau. Prinz Peter von Oldenburg, welcher gestern Abend aus Eutin eingetroffen war, setzte heute Nachmittag seine Reise nach Wien fort.
— Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der König bestimmte auf Antrag des evangelischen Oberktrchenraths, daß die erste ordentliche General- Synode der evangelischen Landeskirche für die neun älteren Provinzen der Monarchie am 9. Octbr. in Berlin zusammentritt.
Straßburg, 18. Septbr. Nachdem Kanonendonner von den Festungswällen die Ankunft des Kaiser- gemeldet, trafen ver Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz, die Großherzogin von Baden nebst hohem Gefolge um 3 Uhr am Bahnhose ein. Zur Begrüßung waren anwesend: Der Ober-Präsident v. Möller, BeztrkSpräsident v. Ledderhose, Bürgermeisterei-Verwalter Back, General Fransecky und Gouverneur Schkopp, sowie sämmtltche Generäle und Abtheilungschefs. Auch der Großherzog von Baden, seit gestern hier anwesend, war erschienen. Im Bahnhofe war eine combtnirte Ehrencompagnie aufgestellt, dte^ eine Hälfte derselben bestand aus Bayern, die andere Hälfte aus Sachsen, Württembergern und Braunschweigern. Bet der Einfahrt präsenttrte die Mannschaft, die Musik spielte die Nationalhymne. Im Empsangssalon über, reichten Fräulein Schkopp und Fräulein Bauer der Kaiserin und der Großherzogin Bouquets. Vor dem Bahnhose nahm der Kaiser das Defilee der Ehrencompagme ab, schritt dann die Front der aufgestellten Kriegervereine entlang, mit Vielen freundliche Worte wechselnd, und stieg hierauf mit der Kaiserin in einen vierspännigen offenen Wagen und fuhr bei prächtigem Sonnenschein unter Glockengeläute, brausendem Jubel und Hochrufen in die festlich geschmückte Stadt nach seiner Wohnung im Bezirkspräsidtum, wo die höhere TochterschttLe und die Frauen-Jndustrteschule Aufstellung genommen hatten und j Bouquets und Kornblumen warfen. Im zweiten Wagen befanden sich die Hofdame Gräfin Brandenburg und Graf Lehndorf, im dritten Wagen der Großherzog und die Großherzogin von Baden, im vierten Wagen der Kron- prinz und der Kronprinz von Schweden. Lebhafte Hochrufe wurden dem Feld- mar chall Graf Moltkd Um 4 Uhr findet Familtendiner, um 8 Uhr aroßer Zapfenstreich statt. v ö p
, W.iE", 18. Septbr. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Ein fremdes Jndwlduum, Serbe oder Rumäne, versuchte gestern früh in das Palms des Sultans einzudringen und verwundete die abwehrenden beiden Schtldwachen und einen Osficier mit Dolchstichen. Der Attentäter wird für irrsinnig gehalten. Der Sultan zeigte keinerlei Aufregung.
London, 18. Septbr. „Reuters Bureau" meldet aus Simla: Trotz der Einwendungen des Emirs Jakub Khan wies die indische Regierung General Stewart an, seine Truppen von Kandahar in der Richtung auf Ghusnt zur Aufrechterhaltung der Ordnung zu senden. Die indische Regierung entbehrt noch immer Authentisches und Näheres über die Ursache des Angriffes auf die Gesandtschaft wie über die damalige und spätere Haltung des Emirs. Bet der gegenwärtigen Lage der Dinge tn Kabul wurden dte Leichname von Ha-
-Kellys nicht verbrannt, sondern tn der Nähe der Gesandt- schafts-Residenz beerdigt.
. ~ „Standard" schreibt, dte Katastrophe von Kabul habe thatsächltch
den Vertrag von Gandamak vernichtet und werde es nothwendig sein das Prtnctp der „uti possidetis“ anzuwenden.
, k,r4.^<Lad' Septbr. Dte Regierung zog dte Gesetzentwürfe über dte tudtschen Ftnanzeinkunfte und dte Besteuerung der Besttzthümer der tobten
zurück und legte einen Gesetzentwurf über dte Zuckeracctse vor.
4« 19. Septbr. Dem „Standard" wird aus Altkheyl vom
18. ds. gemeldet: In Herat ist ein großer Aufstand auSgebrochen. Die Truppen meuterten und richteten unter dem Behördenpersonal ein großes rvtutvao an. ° v I
t8' Septbr. Das Eintreffen des Fürsten Bismarck wird morgen Abend erwartet.
J8‘ Der Prinz von Wales wird morgen in Eber-
bürg, Sonnabend in Pans erwartet und geht darauf nach Kopenhagen. \ ■ . ßt.n.rAf nffoHom .> r v ( @51115(1111111 von I
DMa, General Totleben, wurde unter Beibehaltung der Stell- als General- SXmT“' iUm. Eommandirenden der Truppen des Odeffa'schen Militär- Aunnictö ernannt.
Baden-Baden, 18. Septbr., Abends. Die 52. Natuiforscher-Ver- fcm 618 le^ clto9 1000 Theilnehmer eingetroffen, wurde heute früh durch Dr. Baumgärtner, Baden-Baden, eröffnet. Staatsminister Turban begrüßte dieselbe Namens der badischen Regierung, Oberbürgermeister Gönner /ramen der Stadt Baden. Hierauf begannen di- Vorträg- und zwar des 5
0^. JRatM Kußmaul von Straßburg, des Professors Hermann von «ürick l
7b d-s Geh. Med.-Ra.hs Hirfchfeld'von Dresden." HeÄe Nachm - ägÄn ein Ausflug nach dem Alten Schloß statt. 9 p I
Lokales.
Handel und Verkehr.
n in öbuX0Ä (Fruchtmarkt.) Rotber Weizen Jt 17.10, Weißer Welren
7_10, Korn JC 10.50, Saatkorn JL 12,25,Gerste JL 9.35, Hafer, ^ 6 50 6rbkn A
Kartoffeln JL —. (Durc^chniitspreis pro Malter.) ' ,cn '
Irischbäcker in Gießen.
Ege^Lln^ubw'g «roneberg, N-ust-d.. Kar, Plan,.
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Lcrstl tunt Ba Dienstag der
Lormiti tperben bei Herr zu Hrrinannstttv unb Lirfrruliger zmherrl. von gibäude zu He ulsdnnn bckann Bedingungen öf
Maurerarbeit, । Zilnmerarbett, Dachdeäerarbeit, Schreinerarbeih Echloßerarbeit, Weißbinberarbeit Brechen unb L
100 cbm M veranschlagt zii Liefern von Sl veranschlagt zu Liefern von ca. i
Kalk, veranschlo L rfern von ca-
Sand, veranfä Die Freiherr M?) Bauv< UaiisAti
Mittwoch
Nadmitt lasse ich mein bos zu Lich m haus mit & Wirten, gegei Zahlungsbed Hcj venleiaei A Kauflustig. Herrn Porti, Einsicht non uehmen.
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