1879;
S jtoei
G
1 ftkundlichm
et,
Realschule
!N von dem
N1U.
eit.
Mnbetn, bchnbet 'rig krank. Die ' im Pfandhaus- die übrigen im I jüngste leides , von Menschmist bmittMK
$ für Frauen- er Montag
unterzeichneten
(6055
W. Hanstein.
September.'
MO
ausen.
ArS
,jr ka»«
16
S
1 4
Mr 219 Samstag den 20. September 1879.
Aichener MnMgcr
Awige- M Amtsblatt str bea Kreis Sich«.______________
. . i ■■ hi — 111 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf."mit Bringerlohn.
N<dactt0«Sbttre<mr 1 «Lulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50
VxpeditionSbrneaur I w ----—n,i .......... । m< ■■■—»
folger werden.
England.
zu lassen.
ist aber bis jetzt mißlungen.
Deutschland.
Darmstadt, 18. Septbr. Sicherem Vernehmen nach werden sich Se. Königliche Hoheit der Großherzog am 23. d. Mts. auf einige Wochen zum Besrch % M. der Königin von England nach Balmoral begeben.
__ II. GGr- HH- die Prinzen Heinrich und Wilhelm sind gestern von den Manövern aus Rheinheffen hierher zurückgekehrt.
Berlin, 16. Septbr. Die Umprägung von 20-Pfennigstücken hat sich
durch mancherlei Unzuträglichkeiten, im Verkehr mit diesen wegen ihrer Kleinheit wenig beliebten Münzen als ein Bedürfniß herausgestellt. Man hat den von vornherein in Aussicht genommenen Betrag für die Ausprägung von 20-Psennigstücken nicht einmal in vollem Umfang Herstellen laffen, trotzdem hat sich eine sehr große Reservesumme an 20.Pfennigstücken bei den Kaffen angesammelt, so daß die Einschmelzung einer Summe von 5 Mill. Mk. ohne jede Beeinträchtigung für den Verkehr erfolgen kann. Aus Zweckmäßigkeitsgründen, und lediglich um der lebhaften Nachfrage zu genügen, hat man sich entschlossen, eine Umprägung der 5 Mill. Mk. 2O-Psenntgstücke zur Hälfte in Ein- und Zwei-Markstücke herbeizusühren, dagegen von einer Mehrausprägung von Fünf-Markstücken abzusehen.
Berlin, 17. Septbr. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge wird der vom Minister der öffentlichen Arbeiten in’« Leben gerufene, aus hervorragenden Vertretern der Landwirthichaft, des Handels, der Industrie und Eisenbahnen, sowie Eommiffarien der Ministerien der öffentlichen Arbeiten, der Landwirrh- schäft, der Finanzen resp. des Krieges bestehende Landeseisenbahnrath im Laufe des October zum Beginn seiner Thätigkeit eingcladen werden. Wie bisher durch die Verkehrsausschüffe in den Provinzen den köntgl. Eisenbahndirecttonen ein überaus nützlicher Beistand zu Theil werde, so werde auch die Mitwirkung eines ähnlichen Organes mit erweitertem Wirkungskreise an der Centralstelle von bestem Erfolge begleitet sein und wesentlich dazu beitragen, die Staatsbahnen zu dem zu machen, was die Eisenbahnen überhaupt sein sollen! öffentliche Anstalten zur Förderung der Landeswohlfahrt.
Berlin, 17. Septbr. Die dem Bundesrath gemachte Vorlage bezüglich Abänderung des § 3 des Gesetzes über di-Natural-Letstungen sür die bewaffnete Macht im Frieden stützt sich hauptsächlich darauf, daß die Vorschrift, nach welcher die Stellung von Vorspann nur insoweit gefordert werden kann, als der Bedarf im Wege des Vertrages gegen ortsübliche Preise durch die Militär-Jntendauten nicht rechtzeitig hat stchergestellt werden können, in der Ausführung zu großen Schwierigkeiten und besonders zu ungerechtfertigten Belastungen geführt hat. Beabsichtigt ist an Stell- jener Bestimmung eine For- multrung der nachstehenden Vorschrift: „Die Stellung von Vorspann kann nur gefordert werden für die auf Märschen, in Lagern oder in Cantonnirun- geu befindlichen Theile der bewaffneten Macht und nur insoweit, als der Bedarf nicht rechtzeitig durch die Militärverwaltung oder die Truppentheile selbst gegen einen Preis hat sichergestellt werden können, welcher den von dem Bundesrath sür den Bett. Lieserungsverband sestgestellteu Vergutungssatz mcht übersteigt." Dem Bundesrath ist eine Beschlußnahme nach dieser Richtung bin unterbreitet worden. ,
— Um durchgreifende Maßregeln gegen den Viehschmuggel anzubahnen, deffen große Ausdehnung die diesjährige Untersuchung über die Einschleppung der Rinderpest aus Rußland nach Deutschland constatirt haben, finden gegenwärtig, wie wir der „Köntgsb. Hartung'schen Zeitung" entnehmen, bei denjenigen Provtnzial-Regterungen, welche an einem Grenzdtstrict parttctpiren, Conserenzen statt, an denen außer den Regierungs- und Medictnalräthen ^sp- Veterinär- Affefforen auch die Spitzen der Polizeibehörden, Autoritäten der Landwirth- schaft und ein mit der Bereisung der ganzen Grenze beauftragter Regierungs- Commiffarius Theil nehmen. . cm
Stuttgart, 17. Septbr. Die 7. Versammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege wurde heute geschloffen. In den Vorstand wurden gewählt: Professor Hofmann in Leipzig, Sanitätsrath Lent in Köln Oberbürgermeister Hack in Stuttgart, Fr. Andr. Meyer m Hamburg und Dr. Varreutrapp in Frankfurt a. M- Vorsitzender ist in Gemäßheit der I Statuten Bürgermeister Erhard in München.
ä h Allerdings begreift es sich, daß die russischen Panslavisten mit der vom Berliner Congreß beschlossenen Zurückweisung ihrer Ansprüche unzufrieden sind, sowie daß die russische Regierung selbst einen gewissen Unmutt) suhlt, da sie wahrnimmt, wie Oesterreich die Früchte der Saat einheimst, welche russisches Blut auf der Balkan-Halbinsel gesäet; es begreift sich ferner, daß dieser Un- muth sich in erster Linie gegen denjenigen Staatsmann wendet, unter dessen Leitung der Congreß sein Werk vollbracht. Aber Rußland hat es offenbar nur sich selbst zuzuschreiben, wenn es von den Zielen, die es sich Anfangs aesteckt als sich deren Erreichung mit den Interessen Europas unvereinbar zeigte zurückgedrängi wurde. Es wird daher die unvermeidlichen Folgen seines eigenen Thuns hinnehmen und sich in die Thatsache fügen müssen, daß Oesterreich auf der Balkan-Halbinsel die Vormacht geworden ist, welche nicht blos die christlichen Fürstenthümer um sich schaart, sondern auch im Nvthfall zuerst die Hand auf Konstantinopel zu legen und damit die panslavisttschen Gelüste wirksam im Zaume zu halten vermag. Möge es, als eine vorwiegend asiatische Macht, seine Machtsphäre statt in Europa, in Asten zu erweitern streben: die übrigen Mächte werden nichts dagegen haben, wenn es sich dort mit feinem Nebenbuhler England friedlich-schiedlich auseinandersetzt.
Wenn Fürst Bismarck die Bande, welche Deutschland mit Oesterreich verbinden, neuerdings noch fester geknüpft hat, so hat er gerade das gethan, was er thun mußte, um den Frieden Europas sicher zu stellen, und das Werk, das er auf dem Eongreß begonnen, erfolgreich fortgesetzt, denn an dem Felsen der verbündeten Kaiserreiche in der Mitte Europas muffen sich alle Wogen von Ost und West brechen. Uebrigens braucht man nur au die ^aota oerusen wotuen. v-v- ---- -=-*—--- -—t in Alexandrowa befestigte Freundschaft der Monarchen Deutschlands und Ruß- moflro beg Kriegsministers zurücktreten und Derwisch Pascha sein Nachlands, sowie au die Thatsache des bisherigen Einverständnisses der drei Kaiser über die orientalische Frage zu denken, um die Feindseligkeck des russischen Kanzlers gegen unfein großen Staatsmann nicht allzu tragisch zu nehmen. Würde doch selbst, wenn Kaiser Alexander seinen Platz räumte, ein Bundniß zwischen zwei räumlich von einander getrennten Reichen, wie Rußland und Frankreich, dem compacten Coloß von Deutschland und Oesterreich gegermber wenig Aussicht aus Erfolg haben. Wir brauchen uns daher um den Groll des Fürsten Gorischakoff sür's Erste noch keine grauen Haare wachsen
Zur allgemeine« politischen Lage.
Merkwürdiger Weise herrscht in weiten Kreisen noch immer eine gewisse Beunruhigung über die allgemeine Lage Europas. Da die Hetzereien der russischen Preffe gegen Deutschland auch nach der Zusammenkunft der beiden Kaiser noch nicht aufgehört haben, da Fürst Gortschakoff persönlich einem französischen Journalisten von der „Feindschaft" gesprochen, welche der deutsche Reickskanzler gegen ihn hege, und dieselbe mit seinem Bestreben eine Ermedrt- gung Frankreichs zu verhindern, in Zusammenhang gebracht hat , da endlich Graf Andrassy’s Besuch in Gastein und Fürst Bismarck s demnächstlge Reise nach Wien es außer Zweifel stellt, daß zwischen der deutschen und der österreichischen Regierung wichtige Verhandlungen geführt werden, so mernt man das Gespenst einer Eoalition Rußlands mit Frankreich gegen die beiden mitteleuropäischen Reiche schon lebend vor sich zu sehen.
Wir find gewiß nicht geneigt, die Gefahren, welche fortgesetzte Angriffe der Preßorgane zweier Länder auf einander sür die zwischen letzteren bestehenden Beziehungen mit sich bringen, zu unterschätzen, glauben aber doch , d«p man bei ruhiger Betrachtung der Sachlage keinen Anlaß findet, den Weltfrieden für ernstlich bedroht zu halten. , t
Ganz Europa befindet sich augenblicklich nach den schweren Zeiten, welche der orientalische Krieg und gleichzeitig die wirthschaftliche Nothlage allen seinen Staaten brachte, in der Periode der Reconvaleseenz, der Sammlung neuer Kräfte; es hat seit dem Abschluß des Berliner Friedens kem wichtigeres Geschäft, als das, die von allen Mächten anerkannte neue Ordnung der Dinge zur Ausführung zu bringen. In der Hauptsache ist diese Aufgabe schon gelöst. So eben erst hat Oesterreich den letzten Schritt, der ihm dabei zug-dacht war, in glücklichster Weise geihan. Es fehlt nunmehr nut noch die Grenzberichtigung zwischen der Türkei und Griechenland, welche unter der Mit- wiitung der Mächte, wenn auch langsam, so doch sicher ihrer Erledigung entgegengeht, und Die Einführung der Reformen in den der Türkei belassenen Provinzen, eine Aufgabe, deren Lösung selbstverständlich längere Zeit erfordert. Und in einem solchen Augenblicke sollten die Mächte schon daran denken, das mühsam zu Stande gebrachte Werk wieder zu zerstören und dadurch den ihnen allen so dringend wünschenswerthen wirthschastlichen Aufschwung leichtsinnig
Hcsterrcich.
Wien. 17. Septbr. Meldung der „Polit. Eorresp." «»s Konstantinopel vom 17. d.: Der russische Botschafter Lobanoff ist vom Kaiser nach Livadla berufen worden.. Es geht das Gerücht, ^Osman Pascha «»de^von
Bonbon 17 Sevtbr. „Standard" erfährt, daß eine Begegnung zwischen Waddington und Lord Salisbury bevorstehe, welche daS Erzielen V L Nsinverlländnisies in der eayptischen und der griechischen Frage bezwecke, aus Kandahar die Proclamirung des heiligen Krieges betr., die bis jetzt unbestätigt geblieben ist, meldet der Standard" ans Bombay vom 16. Septbr.: Das Gerücht, der Emir se der Bewegung gegen die Engländer beigetreten, wurde durch Aufständische ver- breitet, um die Stämme zu veranlassen, sich ihnen anzuschließen. Der Bers ch
Türkei.
Konilantinovel, 17. Septbr. Der ehemalige Kammerpräsident Hussan FehM wurde "zum Minister der öffentlichen Arbeiten und Riza Bey zum Präfekten von Konstantinopel ernannt.


