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* mit b$ SmtaMMun Leibrenten. — nb alsbaldige» u 5°/o, sowie
-rr. 182. Mittwoch den 20. August 1878.
Kichener Wyeiger
Aijkigk- unb Amtsblatt für de» Kreis Gieße«.
RedaetionSbureau r \
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Schulstraße B. 18.
aschastsberichte,
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Gießen, am 16. August 1879.
Dr. Boekmann.
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Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf»
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Zhräuen Tausender von Eltern, Wittwen, Geschwistern unb Kindern haften, mit deren feierlicher Anerkennung aber auch ein weithin vernehmlicher Mahn- nif verbunden ist. Der Mahnruf erschallt zu Ehren der Manen Derer, die,
„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, In keiner Noth uns trennen und Gefahr."
Herzog Ludwig III. am Morgen des 25. Juli 187Ü seinen Truppen Lebewoh«, getrost in dem Gedanken, sie der Führung eines ritterlichen Neffen anvertraut zu sehen. Und wer den damaligen Prinzen Ludwig in dem Toben der Feld- schlacht, und wer ihn, nachdem der wilde Kampf ausgei ungen, stehen gesehen, wo man die gefallenen Kinder seines Landes in schmerzlich großer Zahl unter den Rasen bettet, wird die Gefühle begreifen, welche am heutigen Tage die Brust unseres erhabenen Landesherrn beseelen: die Gefühle landesväterlicher Trauer um die treuen Todten, die Gefühle der Anerkennung Deffen, was die seiner heldenmüthigen Führung im großen Völkerkampfe anvertraute Schaar zu Heftens und Deutschlands Ehre geleistet und, damit verbunden, das Gefühl gerechten Stolzes auf sein Volk, das ihm solche Söhne in den um des Vaterlandes Heerd geführten Kampf mitgeben konnte.
Tie Glocken, die heute erklingen, erzählen mit ehernem Munde, was in der Zeit größter Krtegesnoth unser theurer Landesherr im Verein mit seinen Braven gethan; der jubelnde Zuruf seines gejammten Volkes am heutigen Ehrentage deck hessischen Division bekundet die Liebe, mit welcher es an seinem Landesvater hängt, der heute noch vor uns steht als Leidtragender. Er trägt Leid — und mit ihm das ganze Heffenland — um den höchsten Verlust, um seine erhabene Gemahlin, welche ihm und dem Lande jählings entriften wurde. Wo mehr muffen die Verdienste der in Gott ruhenden Großherzogin Alice um den Thetl der Kriegführung hervorgehoben werden, der sich auf die Thätig- kett der Ntchtstrettenden, auf das aufopfernde Wirken deutscher Frauen und Jungfrauen bezieht, welche die Wunden zu heilen suchen, die der Krieg schlägt, als am heutigen Tage? Viele Krieger aus den Jahren 1870 und 1871 umstehen heute das in goldenem Glanze erstrahlende Denkmal, welches das dankbare Heffenland ihnen und ihren todten Kameraden errichtet, mit dem Gefühle ehrfurchtvollen Dankes gegen die verstorbene Landesmutter für Alles, was die hohe Verklärte in der Zett des Krieges selbst gethan, oder zu dessen Ausführung sie die Anregung gegeben. Dankerfüllt blickt heute Mancher Derer, denen sie in jener Zeit die Schmerzen zu lindern und die Wunden zu verschließen suchte, hinauf zur Himmelshöhe, wo ihr Geist wohnt, mit Trauer um den Verlust einer Wohlthäterin für ihr Volk.
Dank endlich Euch, ihr noch lebenden Kämpfer, die Ihr in großer Zett die Zier des deutschen Schwertes in fremdes Land getragen! Mit goldenen Lettern hat die Geschichte Eure Thaten in ihre Tafel etngegraben, und Eurem Beispiele von damals folgend, begehen wir unser heutiges hehres Fest mit einer Huldigung an das Dichterwort:
„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, Hn keiner Noth uns trennen und Gefahr."
Zum 18. August 1879.
Die „Darmstädter Zeitung" veröffentlicht in ihrer letzten Nummer
Betreffend: Die Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen.
Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
Wir erinnern Sie unter Verweisung auf §. VI des Ausschreibens Großherzoglichen Ministeriums des Innern — Abtheilung für Gchulangelegenheiten — vom 13. Juli 1875 daran, daß die Schülerverzeichniffe der drei Jahrgänge, von dem 14. bis 17. Jahr, bis zum 1. September an uns einzusenden find.
Deutschland.
Darmstadt, 18. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht, aus Anlaß der Vollendung und Enthüllung des
t Chiffre H. B. gegebenem Beispiele pflichtgetreu Folge zu leisten. Wenn dies in allen Ver-
tzj. hältnifsen des Lebens, im relativ kleinen Kreise der Familie und der Gemeinde,
v_rCt B ’ nie in dem größeren des Staates richtig ist, wie viel mehr tritt uns diese
' Wahrheit im großen Völkerleben entgegen, wenn es sich um laute, öffentliche,
mann, Matt- für alle Zeiten dauernde Anerkennung von Verdiensten handelt, die auf dem « 'Ä~ Felde der Ehre im heiligen Kampfe für das bedrohte Vaterland erworben
llfisUMl/t» autben, wenn es sich um Verdienste handelt, an deren Lorbeer- oder Etchenzier das theure Blut eines großen Theiles der Besten der Nation, an denen die
erster Klaffe,
2) dem Hofgertchts - Director August H a h'n zu Gießen das Comthur- kreuz zweiter Klaffe,
3) dem Bankbeamten Julius Henigst zu Darmstadt das Ritterkreuz
zweiter Klaffe,
Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.
Berlin, 16. August. Das unterirdische Kabel Berlin-Metz-Straßburg ist nun fertig gestellt. Am letzten Mittwoch Morgen um 5 Uhr wurde der letzte Abschnitt der Arbeiten für die Legung dieser telegraphischen Linie in An- griff genommen und um 6 Uhr Abends ganz beendigt. Die Legung des Kabels von Berlin nach Metz-Straßburg wurde unter der Leitung des Herrn Gründgens, Vertreters des Hauses Felten und Guilleaume in Köln, welchem die Arbeiten übertragen worden waren, ausgeführt. Berlin ist jetzt durch zwei unterirdische telegraphische Leitungen mit den Festungen des westlichen Deutschlands, einerseits durch das Kabel über Magdeburg-Köln, andererseits durch das über Kassel und Frankfurt a. M., verbunden.
— Auf Anordnung des Reichskanzlers ist der Eingangszoll für Petro-
Landes-Kriegerdenkmals :
dem Bildhauer August Herzig zu Dresden das Ritterkreuz
.«MM. rde, von der Hand vaterländischer Liebe zugedeckt, eine sanfte, süße Ruh' tne ” MMafen, ihren Lieben in der Hetmath galt, so schlägt am heutigen erhabenen
B*?6 unser Herz all' diesen braven Söhnen unseres Volkes "entgegen, die unseren ! vark. reuten Heerd beschirmt, die für seine Ehre die fremden Gefilde mit ihrem gefärbt. Nicht hoch genug kann heute der Dank erschallen und nicht Wit genug können sich die lorbeerbekränzten Fahnen der Kameraden jener Heldeü
^,.,'nneruns Silken, deren Manen wir heute unsere Huldigung darbringen. Sie hielten fest S«'-«lS»be-tfd)en Sidtt.roorte:.....
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pfarrers-Wittdk Mich der Enthüllung des Landes-Denkmals nachfolgenden Festartikel: 4 Zimmern bl- Wer seine Todten ehrt, ehrt sich selbst; auch wer die Verdienste i zu mirthengl' Abenden in würdiger Art anerkennt, erwirbt sich ein Verdienst um die Lebenden nicht nur, sondern auch um die kommenden Geschlechter, die er aneifert, löblich
♦ ?° »mit sie auch in fremder Erde gebettet sind, sich doch im innersten Herzen des
öttlt l^tnen Volkes eine unzerstörbare Ruhmeshalle errichtet haben, und als Zeichen I llllf =»btr Dankbarkeit gegenüber den noch lebenden Kämpfern aus großer Zeit, gegen- liier den Mitstreitern, als um die Herstellung eines großen Reiches gestritten rfvurde, eines Reiches, das in der Erhaltung des Friedens unter den Nationen ' seine Ehrenaufgabe sucht. Der Mahnruf fordert auf, festzuhalten an dem tr. 45 "Seifte und in allen Verhältnissen des Lebens treu zu pflegen die Gesinnung, oHpuntj welchen im Jahre 1870 Deutschlands in Kriegsnoth geeinigte Stämme zum des bedrohten heimathlichen Herdes hinauszogen, um nach empfangener SDiit30H<ir‘n8liittaufe das Endziel deutscher Waffenbrüderschaft, die in Liedern lange vor zllter. 6inc'^lnuS^1 Schaffung ahnungsvoll verherrlichte und von den Edelsten der Nation - Si^.^’Ärir^iub mit unbeschreiblichen Opfern erstrebte Einheit Deutschlands dem deutschen J°n Ä®8olfe Übergeben zu können, jene Einheit, als deren Symbol das Haupt unseres rb M^^lllverehrten Heldenkaisers im Silberhaare in unvergänglichem Ruhmesglanze
fiwn Nicht aufretßen will heute das Heffenvolk die tiefen Wunden, welche der
'KariBrMiönnermordende, heilige Völkerkrieg den Seinen geschlagen, — danken will es den Stufen eines erzgegoffenen Denkmales den Angehörigen unserer theueren raiuL - ^iw^^tfaßenen für Alles, was sie den Todten im Leben an Liebe nnd Anhängltch- 11 gewährt, und für die Thränen, die sie über ihren Leichenhügeln geweint,
rten S^Leinist^le in größtentheils fremdem Boden ihren kerndeutschen Inhalt bergen.
Wie der letzte Schlag des stille werdenden Herzens Derer, die in fremder
Vereint, wie im thatenvollen Leben, liegen die Braven draußen auf grüner W — die wehmüthigen Grüße des Vaterlandes finden heute den Weg zu dritten m Grabeshügeln.
Kehren wir von ihren Ehrenstätten, über welche der Engel des Ruhmes ^T^r-Tritt* Schwingen ausbreitet, zurück zu den Lebenden.
it»f c yartt' Vor Allem richten sich am heutigen Ehrentage des Heffenvolkes die Blicke &™be6f{nber auf ben Landesvater, unseren allgeliebten Großherzog Lud- der F'tg IV., ben helbenmüthigen Führer seiner hessischen Kampfesbrüber in Zetten ' h.ju *Nrer Krtegesnoth.
- Wehmüthtgen Herzens zwar ob bes Abschtebes von vielen seiner getreuen
bgrM- lxierthanen, gehobenen Muthes aber tn betn Bewußtsein, bem Gesammtvater- zum heiligen Kampfe um Hof unb Heerb brave Streiter zuzuführen, unseres Lanbesherrn in Gott ruhenber Oheim, ber Höchstselige Groß-
Bauarbeiten.
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K. Worme.
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