erhalten, die schon dreimal verloren worden ist.
Gambetta empfing die
gemeldete Enbloc-Annahme des Entwurfs auf
Senat. Montavilet wird zum Senator aus Lebens-
Antrag zurück, zett gewählt.
Oesterreich.
Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantt-
937) Di. Realschule u 8 Tagen an Samstag nod werden.
Gießen
im Lieber Z
einverstanden, daß die Frage komme. Hieraus erfolgte die Antrag Baumgarten's.
Deiegirlen des früheren Wahlcomit6s von Belleville; er sagte: die R-P iblik ist jetzt gegründet; es bleibt jetzt die Aufgabe, ste Früchte tragen zu lasten; man muß fo.tfahren, sich als kluge Männer, als Männer von gesundem Sinne, die den Umständen Rechnung zu tragen wissen, zu erweisen. In Chateaud'au fand heute eine Versammlung der Freihändler statt. Jules Slmon, der viel Betfall fand, sprach für den Freihandel. — General Bremond in Ars, Con- servativer, wurde zum Senator für die Charente gewählt.
In Deutschland werden jährlich 40 Millionen Hectoliter Bier aus circa 26 Millionen Centner Ge.ste producirt, wovon 6,441,000 Zentner erngeführt werden. Nimmt man nun den beabsichtigten Zoll von 50 pro Ceniner — 6 pCt. vom Werth, so muß die inländische Gerste erst um 6 pCt. künstlich in die Höhe getrieben werden, bis die ausländische sich entschlleßt, hereinzukommen. Es kann aber auch die Gerste im J-ttande um 10 und mehr pCt. in die Höhe getrieben werden, wenn dringender Bedarf vorhanden ist, oder eine Mißernte erfolgt war. Somit wird einmal dem Biertrinker in Deutschland das Bier vertheuert, dem deutschen Brauer aber zugleich das Ausfuhrgeschäft abgeschnttten. Letzteres ist aber nicht unerheblich es belief sich im Jahre 1877 aus 1.682 356 Hectoliter und würde noch erheblicher Erweiterung fähig sein, wenn der Bier- Production in Deutschland keine Erschwerungen auferlegt werden würden. Von jenem Export geht über die Hälfte allein nach Frankreich, wo ind.sten österreichische, schon jetzt stark concurrirende Biere bas deutsche Fabrik >t alsbald verdrängen würden, falls jener neue Einfuhrzoll aus Gerste die Production vertheuert.
München, 15. Februar. Die Kammer der Abgeordneten nahm den Gesetzentwurf, betr. die Besteuerung des Gewerbebetriebs im Umherziehen, nach längerer General- und Specialdiscussion mit einigen unwesentlichen Ab änderungen des Tarifs nach dem Anträge des Ausschusses mit 131 gegen 6 Stimmen an. Nächste Sitzung Mittwoch.
Braunschweig. 15. Februar. Der Landtag nahm das Regenschafts-
Wumänien.
Bukarest, 15. Februar. Der Protest Rußlands gegen die von der rumänischen Regierung beschloffene Quarantäne hebt die Nothwendigkett des freien Durchzugs durch die Dobrudscha als einen besonders wichtigen Punkt hervor. — Bezüglich des Forts Arab-Tabia erklärte Rumänien, die Entscheidung den diplomatischen Vertretern Europa- überlassen zu wollen.
nopel von gestern: General Totleben eröffnete Reuf Pascha in Adrtanopel, daß die Räumung am 9. März vollständig beendigt sein werde. — Der Fürst von Montenegro richtete ein Telegramm an den Sultan, worin die Hoffnung auf kü> ftige ungetrübte Beziehungen ausgedrückt wird.
Teplitz, 15. Februar, Abends. Die geologische Commission richtete eine wettere Kundmachung an die Einwohner von Teplttz, in welcher es heißt: Die vorgcnommenen Erhebungen haben als sicher ergeben, daß das Versiegen der Tepl-tzer Thermalquellen mit dem Waffereinbruch im Döllinger-Schacht ursächlich zusammenhängt. Sobald das ausst^ömende Wasser in den Schächten eine gewisse Höhe erreicht, muß per wettere Abfluß aufhören, und sich dann das frühere Druckoerhältntß wenigstens annähernd wieder Herstellen. Damit wird da- Niveau unseres Quellenspiegels wieder emporstetgen, und kann somit unser Th^rmalwaff r wieder die alte Höhe erreichen. Dann muß daffelbe entweder selber ausfließen oder es muß nö'higenfalls durch Vertiefen der Quelle und Heben des Waffers wieder in früherer Weise nutzbar gemacht werden. Sobald ein weiteres Steigen des Waffers in den Schachten nicht mehr nachweisbar ist, sind weitere Maßregeln zu treffen. Der Stand der Stetnbad- quelle und der Schönauer Quelle ist vollständig unverändert.
Irankreich.
Paris, 14. Februar. Das Journal „Revolution francaise" ist wegen Veröffentlichung von Artikeln, die von Valles, Arnould und anderen am Com- muneaufstand Betheiligten unterzeichnet waren, zu 2000 Frcs. Strafe verurteilt. Der Akademiker Sacy ist gestorben.
Versailles, 14. Februar. Deputirtenkammer. Talandier (äußerste Linke) beantragt, daß die Marseillaise als Nationalgesang anerkannt werde gemäß dem Decret von 1795. Kriegs^ inister Greslay erklärt feine Bereitwilligkeit, dieses Decret zur Anwendung zu bringen. Talandier zieht seinen
Wien, 15. Februar.
Amerika.
New - Nork, 14. Februar. Naachaste hiesige Bürger wählten ein ComttH um eine Versammlung einzuberufen, welcher oas Proj.'ct einer Weltausstellung im Jahre 1889 formell vorgelegt werden soll.
— Die Regierungstruppen von Venezuela besiegten am 4. die Aufständischen und rückten den 9. d. in Caracas ein.
Nußland.
Petersburg, 15. Februar. Graf Loris-Melikoff telegraphtrte aus Zarizin von gestern: Der Gouverneur von Astrachan meldet heute: Außer den beiden bereits gemeldeten Todesfällen zu Kemenyjar sind keine neue Erkrankungen an der Epidemie weder in dem genannten Dorfe, noch an anderen Punkten des inficirten Gebietes vorgekommen. — Das Thauwetter dauert fort. Die Wege befinden sich überall in schlechtem Zustande. Morgen werden hier- selbst die Berathungen des Sanitä s-Comiteö unter dem Gouverneur von Saratow beginnen, obwohl mehrere Mitglieder des Conites noch nicht eingetroffen sind. Der Gouverneur von Astrachan ist angewiesen, eine besondere Commission für Abschätzung des Eigenthums der Einwohner von Wetlianka sofort in Thättgkeit treten zu lasten. Außer an den durch die Epidemie betroffenen Personen verthetlten Sachen ist gestern der erste Transport von Wäsche und Kleidungsstücken nach dem inficirten Gebiete abg^sandt. Eine vollständige Quarantäne-Absperrung durch die eintreffenden Truppen hat bereits begonnen. — Nach einer Meldung des Gouveri eurs von Pultawa hat sich der in der Ortschaft Dmitrowka vorgekommene zweifelhafte Krankheitsfall nicht als Pell herausgefiellr.
Petersburg, 15. Februar. Die „Agence rüste" meldet: Der türkisch-russische definitive Friedensvertrag ist vom Sult m ratlfic rt worden. An läßlich des Fiiedensabschlustes wird demnächst das Erscheinen eines kaiserlichen Manifestes erwartet.
Vermischtes.
Darmstadt, 14. Februar. Die diesjährige Ausstellung des Vereins für Vogel- und Geflügelzucht soll am 12., 13., 14. und 15 April d. I., also während der Osterfeiertage ab- gehalten werden. Als Ausstellungslokal ist wieder die für solche Zwecke sehr geeignete Turnhalle in Aussicht genommen, und entwickelt der ncugewählte Vorstand eine rastlose Thatigkeit, um diese Ausstellung den früheren würdig anzureihen.
Caub, 10. Februar. (Bergrutsch.) Gestern Abend um 7 Uhr wurden wir plötzlich ^urch den Ruf erschreckt: „Der Berg ist wieder eingerutscht." Alles stürzte nach dem Orte hin, wo vor fast 3 Jahren die bekannte Katastrophe eingctreten. Und an derselben Stelle hat sich jetzt wieder eine ungeheure Masse Geröll vom Hang an den Fuß abgelagert, größer als die erste war. Ein Hinterbaus, neu aufgebaut, ist haushoch überschüttet und eingedrückt, ein Pferd und ein Rind unter seinen Trümmern begrabend. Ein zweites Hinterhaus zum „Adler" gehörig, ebenfalls neu aufgebaut, ist so stark verschoben, daß es, wenn es nicht etnstürzt, doch abgelegt werden muß. Zum Glück sind diesmal keine Menschenleben zu beklagen, weil Alles schon seit mehreren Tagen in banger Besorgniß einer solchen zweiten Katastrophe entgegensah. Drei Familien, Bewohner des letzteren Hinterhauses, sind obdachlos geworden. Außerdem sind noch viele Familien, 10 bis 15, theils schon übergczogen, theils auf der Wanderschaft, die sich in der Nähe der unheimlichen Stätte nicht sicher fühlen. Ohne die beiden verschütteten Hinter- bäuser, eine Schutzwehr für die Dorderbäuser, wäre jetzt sicher größerer Schaden zu beklagen. Die Verschüttung reicht etwa Stockwerk hoch an die Htnterwände der Vorderhäuser. Unter der Bevölkerung herrscht große Aufregung. R. St
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Eorrespondenj- Bureau.
Paris, 16. Februar. Die „Ä^ence Havas" meldet aus Konstantinopel von heuie: Der französische Bolschafter theilte gestern dem Minister des Auswärtigen, Karatheodoiy Pascha, eine Depesche Wlddington's mit, welche Bedauern ausspiicht über die Langsamkeit der Unterhandlungen mit Griechenland und entschieden die Regelung der Frage auf den Grundlagen des Berliner Congreffrs verlangt. Die Pforte hat ihren Commiffaren für die griechische Greuzregulirung erweiterte Instructionen zugesendet.
Petersburg, 16. F bruar. Der „Rezierungsbote" veröffentlicht ein kaiserliches Malliseii uom 15. d. über die am 8. d. erfolgte Ratification des definitiven Frledensvertrags mit der Pforte und den in Folge davon ergangenen Befehl an die Truppen, in die Heimath zurückzukehren. Ja dem Manifest wird ferner auf die hervorragenden Ereigniffe des Krieges und die mit der Pforte gepflogenen Verhandlungen hingewiesen.
London, 16. Februar. Die deutsche Kronprinzessin ist gestern hier eingetroffen, vom Prinzen und der Prinzessin von Wales empfangen, welche die Kionprtnzessin nach ihrer Residenz Marlboroug House gleiteten; in Dover hatten Der Herzog von Edinburg und Graf Münster sich zum Empfang eingefunden.
Paris, 16. Februar. Präsident Gcevy empfing heute den General- Municipalrath von Paris. Er neth zur Klugheit und Mäßigung und sagte: Die großen Städte sind der Republik sehr anhänglich, aber da sie eine leicht erschreckbare Bevölkerung bleiben, so handelt es sich darum, die Republik zu
Lokales.
Gießen, 17. Februar. Bekanntlich haben sich vor einiger Zeit die hiesigen Tabak- und Cigarrenarbeiter einer Petition an Den Reichstag gegen Erhöhung der Tabaksteuer oder Einführung des Monopols angeschlosien, welche von Bautzen aus angeregt wurde. Es geht uns nun nachfolgende Mittheilung aus Bautzen zu:
Nachstehend empfangen Sie ein Verzeichniß derjenigen Orte, aus denen uns Zustimmungen zu unserer Petition an den Reichstag gegen Erhöhung der Tabaksteuer oder Einführung des Monopols zugegangen sind.
Gern würden wir Ihnen noch mittheilen, welche Gesammtzahl von Unterschriften zusammengekommen ist, wenn die Auszählung schon erfolgt wäre.
Die Petition ist noch nicht eingeretcht, um die immer noch eingehenden Zustimmungs- Erklärungen sofort beifügen zu können.
Zustimmungen zur Petttion gingen zu aus:
Bischofswerda, Bielefeld, Brandenburg a. d. H., Carlshasen, Casiel, Cleve, Coblcnz, Coburg, Döbeln, Duisburg, Düsieldorf, Deutsch Neudorf, Erlangen, Essen, Finsterwalde, Frankenberg in Sachsen, Freiberg in Sachsen. Frankfurt a. D. O., Friedrichstadt, Gießen, Goch, Görlitz, Großschönau, Glatz, Glogau, Hainichen, Heidenheim a. Brenz, Heilbronn, Hirschberg, Halle, Hannover, Heiligenstadt, Jastrow, Lohne, Lübeck, Meißen, Mitweida, Mühlhausen in Thüringen, München-Gladbach, Nauen, Neumarkt, Offenbach, Ohlau, Oppeln, Ostrowo, Parchim, Potsdam, Rawitsch, Rehna, Scheibenberg, Schierstein, Waldheim.
— — Der Geburtstag Meister Gabclsbergers, des Erfinders der deutschen Reve- zeichenkunst, wurde vorigen Donnerstag Abend in einfacher aber würdiger Weise unter zahlreicher Betheiligung seitens der hiesigen Kunstgenossenschaft gefeiert. — Wenngleich das würdigste Denkmal, welches dem verdienten Meister gesetzt werden kann, die Verbreitung seiner nützlichen Kunst unter allen Gebildeten ist, so hält es der Verein dennoch für eine Ehrenpflicht, beizulragen zu dem Denkmal in Erz und Stein, welches in des Meisters Vaterstadt München errichtet'und an dessen hundertstem Geburtstag enthüllt werden soll.
Eine an dem Festabend zu diesem Zwecke bei den VereinSmttgliedern vorgmommene Sammlung ergab ein recht erfreuliches Resultat. B.
--Der alljährig wiederkehrende Ball des Gießener Turnvereins wurde am vergangenen Samstag im prachtvoll decorirten Saale des Wenzel'schen Gartens unter größter Betheiligung seiner Mitglieder abgehalten.
Die etngeladenen Gäste waren sehr zahlreich erschienen, so daß der Saal trotz Anbau sich beinahe für zu klein erwies. — Erst gegen Morgen trennten sich die Thetlnehmer in dem Bewußtsein, ein schönes Fest abgehalten zu haben, was noch lange in guter Erinnerung eine- jeden Turners und Turnfieundes bleiben wird.
Möge der Verein für eine lange Zukunft in ungeschwächter Kraft blühen und gedeihen und noch viele solche Feste feiern, wie das am verflossenen Samstag Abend.
— — Nach den „Oberh Nachr." bat sich die medicinische Fakuckät der hiesigen Universität in ihrer Mehrheit für Zulassung der Nealschul'Abiturienten zu dem Studium der Medicin entschieden. AusschlaggebenD für diese Entschließung scheint die bekannte Thatsache gewesen zu sein, daß auf den heutigen Gymnasien den naturwistenschaftlichen Fächern zu wenig Beachtung geschenkt wird.
--Herr Dr. Levi hatte bekanntlich aus Anlaß der ihm gelegentlich seines 50jährigen Doktorjubiläums erwiesenen Ehrenbezeugung seine werthvolle Büchersammlung der Universität zum Geschenke gemacht Das Geschenk ist jetzt zufolge Großherzoglicher Entschließung angenommen worden und die Universität hat dem Geber ihren Dank ausgesprochen. (Oberh. N)
gesetz ohne Dekane einstimmig an.
Braunschweig, 15. Februar. Vor Annahme des Regentschafts- Gesetzes erklürie der Siaatsmintster Schulz in Betnff der auf den Herzog von Cumberland bezüglichen Bemelkungen des Commtssionsbenchtes, die Staatsregierung habe im Laufe der Verhandlungen keine Veranlaffung gehabt, sich darüber zu äußern, da Erörterungen über die Thronberechkigungs Frage außerhalb des Zweckes und des Inhalts des Gesetzes lägen. Somit sei die Acception eines Einverständniffes der Landesregierung auf Grundlage der gedachten Bemerkungen des Commissions-Berichtes gegenstandslos. Die Commissionsmitglieder Bode und Cramm erklären sich mit dem Staatsministerium der Thronberechtigung ?hier nicht in Betracht
DI-
2 des Reichskanz
*oUU Mit äußerte
das zweiieHesi^" «raun, bereits n Hefte iß in Vorbm
Arbeiten - anscblttßkn: Wer ist Statistischen BurcauS Landtagsabgeordneter Schutz in der Weltw
ftif reize^
Nächstens 'N ilklick verdien" tSgäi
B;
30 Eichenstämme 284
10 ÄMnWlm 70 Buchen- und
II
31° Raummeter und Stockh 7650 desgleichen
Der Au garten, Morgens Lich, den
920)
Verst von PappeW Die auf nachben
Zappelst ^n ben dabei dem , " Aus der Stl Weiskirchen Uttwoch d, ^ Stamme v 3fi5-52 Ctm
-/"fang
*6e'folWum ' Auf der Sfrr
Groß-Lindem Äem”
Ä’sJi'
*L


