Sonntag den 17. August
1878.
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags
6rntriilvtr|iimmluiig des InnimrirUifdjaftl. Byirksvrrcuis Eichen am 12. Juli 1879 ?u Bungen
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125,—
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375,-
Summe der Einnahme 1357,58
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85,-
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PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloha.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
857,58
ä 100 eX wobei jedoch bestimmt wird, daß nur Solche bedacht werden sollen, von welchen vorausgesetzt werden kann, daß sie mich Beendigung ihres Cursus ihren Wohnsitz tm Groß- herzogthum beibehalten.
An die landwirthschaftliche Versuchs- und Auskunftsstation in Darmstadt, Beitrag............
wobei von dem Vorsitzenden darauf aufmerksam gemacht wird, daß in Folge dieses Beitrages die von Mitgliedern des landw. Bezirksverems beantragten Untersuchungen von Düngern rc. zu einem erheblich geringeren, als dem tarifmäßigen Preise vorgenommen werden.
Drei Subventionen an Solche, welche eine der Ackerbauschulen Friedberg oder Alsfeld, oder einen Wtesenwärter- Cursus besuchen in maximo 100 .......
wobei vorausgesetzt wird, daß die Betreffenden bezw. deren Eltern zur Bestreitung dieser Kosten nicht tm Stande sind.
Sechs Subventionen an Solche, welche den Lehr-Cursus für Hufschmiede an der Veterinär-Anstalt in Gießen besuchen, in maximo ä 50 «M. . . ,.........
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100,—
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heilt brieflich d. Dr. Killisch, Dies- [t. Grösste Erfah- reits über OM delt. (1135 ^aufTextor's T Hardt (koncert, Fever rdeater.-Das -chwert des Da
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8. Für Lehrzwecke und Literatur
9. Dem Oberhessischen Bienenzüchterverein
10. Für Fertigung von Wtesenculturplänen für die Fälle, wo die Ausführung der Arbeiten und die Anstellung von Wiesenwärtern sicher steht.............
11. Reservefond...............-
300,—
50 —
100,—
Ausgabe.
4. Vier Subventionen an junge Leute, welche den Obstbaum- wärter-Cursus an irgend einer Anstalt besuchen in maximo
Herr Beilstein von Obbornhofen theilt mit, daß er von der Gleasonkartoffel vom Normalmorgen 45 Malter erzielt und sie beim Brauniweiubrennen als außerordentlich vortheühaft, dagegen nicht als gute Eßkartoffel erprobt habe; nach den bis jetzt gemachten Beobachtungen scheine sie in diesem Jahre weniger guten Ertrag zu versprechen.
Herr Fülberth von Uiphe beklagt die in diesem Jahre beobachtete geringe Keimfähigkeit, trotz aller in dieser Beziehung angewendeter empsehlens- werthen Mutel.
Herr Kreuder von Nidda stellt die Gleason als die vorzüglichste Kartoffel in erster Linre oben an unv bittet um Auskunft, ob Vie sächsische Zwiebelkartoffel identisch fei mit der sogenannten Riofrio, da er in Qualität, Quantität und Form keinen Unterschied zu machen vermöge.
Herr v. N. z. Rabenau constatirt aus dem Kataloge des Fr. Kröhling durch Verlesen einzelner Merkmale, den Unterschied zwischen beiden Sorten.
Herr Zimmer von Villingen ersucht die Versammlung sich über Beschaffung der Saatkartoffeln nach Antrag des Herrn v. N. z. Rabenau schlüssig zu machen.
Herr Fülberth stimmt diesem zu und empfiehlt weiter, solche auf Kosten des Bezirksvereins zu beziehen, sie zur Zucht an bewährte Oeconomen abzugeben und diese alsdann zur Berichterstattung über die Resultate auszufordern, es sei dies jedenfalls vortheilhafter als sie an Gemeinden abzugeben, die der Zucht fern stünden.
Herr Schlapp befürchtet, daß die Gleasonkartoffel im Ankäufe nur sehr theuer zu beziehen sei, wie er aus Erfahrung wisse.
Herr Georg Hahn von Bellersheim hält die so vortheilhafte Beschreibung der Gleasonkartoffel durch die Handlungen und Züchter für Reclame, um derselben großen Absatz zu verschaffen.
Nach weiterer Debatte einigte sich die Versammlung zu dem Beschlüsse: Das Bureau des Bezirksvereins wird ermächtigt eine Commission aus drei Mitgliedern zu ernennen, welche die Bestellungen auf Saatkartoffeln entgegen- nimmt und dieselben, nach dem durch das Bureau vermittelten Bezüge an die Besteller abliefert. In einer, am besten im Monat October zu erlassenden Bekanntmachung ist auf die im Monat Dezember zu erfolgende Bestellung auf Lieferung im Frühjahre aufmerksam zu machen.
Die 2. Frage: ist es Vortheilhaft im Vereinsbezirke Kälber zu mästen?
wird von Herrn Professor Dr. Thaer eingeleitet und dabei auf die erstaunlichen Resultate hingewiesen, die in dieser Beziehung, insbesondere in Sachsen erzielt worden sind und nur durch den Verkauf frischer Milch übertreffen würden, wogegen die Bereitung von Butter und Käse weniger lohnend erscheine.
Herr v. N. z. Rabenau: Der Provinzialverein Oberhessen habe vor circa 10 Jahren schon Proben mit Bullenkälbern gemacht, es seien schone Resultate erzielt worden, indem Kälber von % Jahren bis zu 700 Pfd. gewogen haben; es sei aber diese Zucht wieder aufgegeben worden, da die Kälber doch den tn natürlicher Weise aufgezogenen nachgestanden hätten.
Herr Fülberth: Die Verhältnisie seien in unserem Kreise der Art, daß sich die Mästung von Kälbern nicht empfehle, indem die Preise von Milch bezw. Butter und Käse und der Werth der Molke doch noch höhere Werthe erzielten, als das Fleisch der zur Kälbermästunz verwendeten Milch zu liefern im Stande sei, außerdem schreite auch das so vorbereitete, zur Weitermästnng bestimmte Vieh nicht so gleichmäßig und rasch
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Der erste Director des Vereins, Großh. Provinzial - Director Herr Dr. Boekmann, eröffnet die Versammlung, indem er seine Freude über die so sehr zahlreiche Betheiligung, sowie über das Erscheinen des Herrn Präsidenten der Centralstclle und Mtnisterialraths Dr. Jaup, Vertreters der Landwirtschaft im Ministerium bekundete. Nachdem hierauf Herr Ministerial- rath Dr. Jaup die Versammlung begrüßt hatte, wurde zur Tagesordnung übergegangen.
Die Rechnung für 1878 wurde gut geheißen und zur Einsicht offen gelegt, hierauf der non dem Ausschuß entworfene nachstehende Voranschlag für 1879 nach dessen Anträgen genehmigt.
Voranschlag über Einnahme und Ausgabe
des landwirthjchastlichen Bezirksverems Gießen für 1879.
Einnahme.
Kasievorrath
Beitrag der Aachen-Münchener Feuerversicherungsgesellschaft aus der Gewinnhä^fte von 1878 .........
Beitrag des landwirthschaftlichen Provinzialvereins für 1879, muthmaßlich nach vorigem Jchre........•
Summe der Ausgabe 1357,58
Hierauf erfolgte Besprechung über folgende Fragen:
1) Welche Futterkartoffelu haben sich tm verflossenen Jahre am besten bewährt?
jctt Schlapp von Rödgen empfiehlt in erster Linie die weiße sächsische Zwiebelkartoffel, insbesondere als ganz vorzügliche Spetsekartoffel, in zweiter Linie die englische Gleason, die im Ertrag reichlicher als erstere, aber als Speisekartoffel weniger geeignet sei.
Herr Adalbert v. Nordeck Freiherr zur Rabenau bestätigt die Angaben des Vorredners, sinder aber auch die Gleason als gute Spetsekartoffel und hebt noch deren hohen Stärkegehalt hervor, der sich nach einem Werke von Dr. Gruhn bis zu 25% berechne, während 62 andere Sorten mit einem solchen von nur 15 und 16% aufgeführt seien. Die Einführung guter Saatkartoffeln, insbesondere der beiden genannten Sorten, die sich bereits im Kreise Alsfeld, Friedberg und Gießen bewährt haben, verdiene volle Aufmerksamkeit und wäre es sehr erwünscht, wenn dieselbe von den landwirthschaftlichen Consum- oder Bezirks-Vereinen in die Hand genommen würde. Als Bezugsquelle könne er die Handlung von Fr. Kröhling in Lindenberg bei Berlin bezeichnen, die ihn stets sehr prompt bedient habe, und die auch bereit sei, jedes Quantum besonders abgewogen und in Säcken verpackt zu versenden.
Da dem Bezirksoerein Gießen jedoch zur Ausführung die Mittel fehlen, so müßte in anderer Weise der Bezug gesichert werden.
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vor, wie anderes Mastvieh.
Hierauf wird zur dritten Frage: über die Zweckmäßigkeit von landwirthschaftlichen Loealvereinen, und Abwechselung der Orte der Zusammenkunft, übergegangen. .
Herr Wortmann von Gießen theilt mit, daß der Localverein Gießen sogenannte Kränzchen veranstaltet habe, die tm Winter in Gießen, im Lommer in den Nachbarorten ^usammengetreten und bis jetzt sich stets eines guten Besuches, freundlicher Aufnahme und regen Interesses zu erfreuen gehabt hätten. Da in Starkenburg und Rheinhessen solche Kränzchen mit Erfolg schon lange Zeit bestünden, so wolle er die Versammlung ersuchen, zur Bildung weiterer Kränzchen Anregung zu geben.
Herr Vorsitzende bestätigt die Lebensfähigkeit der landwirthschaftlichen Kränzchen tn Starkenburg, die sich schon vor 15 Jahren gebildet haben, und die ganz besonders die Bezirksvereine gestärkt hätten. Dies fei ganz natürlich, da in kleineren engeren Versammlungen Jeder den Muth habe zu sprechen und seine Gedanken und Erfahrungen auszutauschen, was in größeren Versammlungen oft nicht der Fall sei. Die Bildung vieler kleiner Kränzchen sei zu empfehlen.
Herr Secretär Gros von Lich bestätigt die Wohlthat der landwirthschaftlichen Kränzchen, glaubt aber auch nicht die traurigen Erfahrungen, die er tn dieser Beziehung gemacht habe, verschweigen zu dürfen. Die früher be standenen Kränzchen seien nämlich oft eingegangen, indem es an teilten fehlte, welche den Stoff zur Besprechung aufstellten. Nicht jeder Local-
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