in allen wesentlichen Beziehungen den kirchlichen und politischen Standpunkt meines Amtsvorgängers theile. Ich kann aus eigener Erfahrung bekunden, mit welcher bewunderungswürdigen Energie und Thätigkeit Minister Falk während seiner siebenjährigen Amtsführung sich die Pflege und Förderung des gejammten Schulwesens, des höheren wie niederen, hat angelegen sein lasten. Dafür gebührt ihm der Dank des Landes, auch aller Derer, welche ihm auf seinem Wege nicht immer mit völligem Einverständntß haben folgen können. Was meine eigene ministerielle Stellung betrifft, so bemerke ich, daß, wenn rch meiner persönlichen Neigung hätte folgen dürfen, ich es entschieden vorgezogen haben würde, in der Stellung als Oberprästdent an der Spitze der schönsten Provinz des Staates zu verbleiben, in einer Stellung, welche mir volle Befriedigung und fruchtbare, die ganze Manneskraft ausfüllende Beschäftigung gab. Ich habe aber nicht geglaubt, das Recht zu haben, das vom Kaiser im Einverständntß mit dem Fürsten Bismarck mir übertragene Vertrauensmandat abzulehnen, und werde mich bemühen, dieses Vertrauen auch in meiner neuen Stellung zu rechtfertigen. Sollte ich aber bei der Führung meines Amtes gemäß meiner Ueberzeugung den in mich gesetzten Erwartungen der obersten Staatsleitung nicht entsprechen, so würde ich jederzeit bereit sein, vom Amte zurückzutreten.
London, 15. August. Unterhaus. Schatzkanzler Northcote antwortet auf eine Anfrage Lefevres, die Türket und Griechenland hätten bei der in Thestalien und Epirus auf beiden Setten herrschenden bedeutenden Aufregung für nothwendtg erachtet, ihre Streitkräfte zu verstärken. Das britische Cabtnet hätte es für unnöthig gehalten, Vorstellungen dagegen zu machen. Das Unterhaus wurde hierauf in das Oberhaus zum Parlamentsschluste berufen.
London, 15. August. Das Parlament wurde heute vertagt. Die Botschaft der Königin erwähnt der herzlichen Begehungen Englands zu den fremden Mächten und betont den Einfluß, welchen die Königin anwendete, um die von England übernommenen Vertragsverpflichtungen zur Erfüllung zu bringen, den allgemeinen Frieden aufrechtzuerhalten und zu befestigen. Die Vereinbarungen des Berliner Vertrags seien treulich ausgeführt worden und die Feststellung der neuen Grenzen nahezu vollendet. Die durch den letzten Krieg herbeigeführten Bedrängntffe hatten die türkische Regierung bisher gehindert, Reformen einzuführen, deren Nothwendigkeit dieselbe anerkannt habe. Die britische Regierung werde mit Eifer fortfahren, der Türkei die hohe Wichtigkeit an's Herz zu legen, daß sie die eingegangenen Verpflichtungen in vollem Umfange erfülle. Die Botschaft hebt endlich das Einverständntß zwischen England und Frankreich bet der Einsetzung der neuen Regierung tn Egypten hervor.
Lokales.
Gießen, 16. August. (Sitzung der Stadtverordneten am 14. August.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, die Herren Beigeordneten Keller und Heß; von Setten der Stadtverordneten die Herren Baist, Gail, Hanstein, Hoch, Homberger, Kauf, Lüde- ktng, May, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Pfannmüller, Scheel, Schopbach, Wenzel und Wortmann. — Punkt 1 der Tages-Ordnung betrifft die Qucllwafferleitung. In einer früheren Sitzung der Stadtverordneten wurde beschlossen, daß weitere Arbeiten zur Erschließung von Wasser im Stabtwalde zu sistiren, dagegen diejenigen Arbeiten, welche den Zweck huLr.i, tiue fctivue gcivviintne Wasser zu rrhult.n, fortzusetzen seien. Ein Voranschlag zu letzterem Zwecke liegt der heutigen Versammlung vor und zwar im Betrüge von 14,000 Jt Das bis jetzt erschloffene Quellengebiet soll, nach einer Berechnung, die vom Mainzer Stadtbaumeister gemacht worden, hinreichen, um 32 Ventil-Brunnen zu speisen. Die Commission für die Quellwafferlcitung beantragt, daß der Voranschlag genehmigt werde. Die nur mit Holz und zwar zum größten Theil Fichtenholz verbauten Stollen sind dem Verfalle nahe und muffen mit beständigem Material ausgemauert werden, soll die ganze Waffcrleitung nicht in Frage gestellt werden. Nach längerer Debatte genehmigt die Versammlung den Voranschlag über 14000 und bestimmt, daß von nun an am 1. und 15. eines jeden Monats die Waffer gemeffen werden, um die constante Waffermenge beobachten zu können. Ferner wird beschlossen, daß die Faffung der Quellen von Herrn Bergwerksdirektor Roth in Wetzlar als Sachverständiger tn Augenschein genommen werden und schließlich, daß die Ausführungsarbeiten mittelst Submission vergeben werden sollen. — Das ausführliche Untersuchungsreiultat über das Waffer der öffentlichen Brunnen tn der Stadt, erstattet von Herrn Professor Laubenheimer, kommt nunmehr zur Verlesung. Es dürfte für das größere Publikum wenig Jntereffe haben, genau zu wissen, wie viel Viooooo Theile organische Bestandthetle in diesem oder jenem Brunnenwasser enthalten seien, nur jo viel sei gesagt, daß man wissenschaftlich annimmt, wenn mehr als 5 Theile organische Substanz in 100,000 Theilen Wasser enthalten sind, dann sei dieses Wasser der Gesundheit schädlich. Von den untersuchten 18 Brunnen sind, wie schon früher mitgetheilt, der Brunnen an der Obermühle, derjenige auf der Mäusburg und der Brunnen in der Marktftiaße vor dem Kaufmann Flett'schcn Hause als schlecht bezeichnet und enthält der erstere mehr als Viooooo/ die beiden anderen annähernd so viel organische Bestandthetle. Die Baudeputation beantragt, an diese Brunnen Warnungstafeln anbrmgcn zu lassen, auf welchen vor dem Trinken des Wassers, als der Gesundheit schädlich, gewarnt wird. Die Versammlung genehmigt diesen Antrag und beschließt außerdem, daß auch an dem Brunnen auf dem Neuenweg eine solche Tafel angebracht werde. — Auf der Schoor zwischen Neustadt und Wallthor waren zwei Ligroin- statt Petroleum-Laternen aufgestellt worden. Da jedoch erstere explodirten und überhaupt nicht praktisch und zweckentsprechend sich erwiesen, sollen nunmehr Petroleum-Laternen zur Aufstellung gelangen. — Die für die innere Ausstattung der neuen höheren Mädchenschule erforderlichen Mobilten werden bewilligt. — Ein Passus tn dem Mieth - Vertrag zwischen der Stadt und Herrn Adolf Roll wegen Benutzung von drei Kellerräumen im Gebäude der neuen Mädchenschule wird dahin abgeändert, daß Herr Noll auch Tabak in Fässern und Kisten lagern darf. — Dem Ortsarmenverband Dresden soll durch einen Anwalt mit Klage gedroht werden, weil derselbe sich weigert, 3 Jü 85 $ Verpflegungskostcn für eine Krätzkur zu bezahlen. — Gleichfalls soll Klage gegen den Landarmenverband Gießen angestrengt werden, wegen Forderung von 21 JL 10 H für Verpflegung des Färbergesellen Wilhelm Alberts aus Barmen. — An Stelle des verünglücktcn Wiescnwärters Weller von Wteseck wird Carl Kling von da als Wiesenwärter angenommen. — Die Baugcsuche der Herren H. Adami, welcher in der Bleichstraße, Gebrüder Keßler von Annerod, welche neben der Sparkasse und Daniel Weller V. von Heuchelheim, welcher ein Nebengebäude an seiner Hoftaithe an der Heuchelheimer Chaussee erbauen will, sollen befürwortet werden. — Wie den Lesern wohl bekannt ist, muß die Stadt Gießen jährlich ca. 10,000 JL für Einquartierung von Mannschaften des hiesigen Regiments zahlen. Um diesem Ucbelstande in erster Linie abzuhelfen, sowie auch im gegebenen Falle Räume für ein 3. Bataillon zur Verfügung zu haben, ersuchte Die hiesige Garnison - Verwaltung im Auftrage des König!. Preuß. Kriegsministeriums die Bürgermeistern um Ueberlassung von städtischem Gelände links oder rechts der Grünberger Chaussee zur Erbauung einer Kaserne mit einer Front von 127 m Länge und 145 m Tiefe. Die Baudeputation beantragte Gelände links der Grünberger Chaussee herzugeben und zwar dicht an dem Mittler'schen Hause, sowie als Verkaufspreis 1,50 Ltt pro Qm zu fordern. Die Versammlung ist jedoch der Ansicht, daß man auch hier an dem Preise von 1 JL 60 pro Om festhalten müsse, wie es von Privaten, laut einem Beschluß vom 9. März 1877, gefordert wurde. Das Gelände würde somit einen Werth von ca. 30,000 JL repräsentiren. — Die Erbauung eines Schlachthauses anlangend werden nachträglich die offen gelegenen und auch von den Interessenten gutgebcißenm Pläne genehmigt. — Das Gesuch des Braumeisters Herrn Adolf Möller um Anlegung eines Abflußrohres unter dem Lcihgesternerweg wurde ablehnend beschieden. — Herrn Levi Löwen- stein werden 3 anstatt 2 Meter städt. Geländes zur Errichtung einer Hütte zum Sitzen mieth» weise überlassen. — Gelegentlich des Baugesuches des Herrn Balth. Lenz wurde auch wegen Abhebung des Straßenkörpers der Universitäts-Straße behufs Nivelirung der neuen Reichensand- BahnhofSstraße verhandelt. In einem Rescript Großh. Ministeriums, welches zur Verlesung gelangte, will diese hohe Behörde dem Abheben nicht entgegen sein, wenn die Stadt sich verbindlich macht, für allen Schaden, welcher an den fiskalischen Gebäuden entstehen könnte, aufzukommen. Als solche kommen in Betracht das Arresthaus, welches alö Zollgebäude Verwendung finden wird, das chem. Laboratorium, die Klinik und die Anatomie mit ihrer Freitreppe. Die Versammlung beschließt, für die bezüglichen Kosten aufzukommen. Bezüglich der
r Freitreppe spricht sich dieselbe im Einverständniß mit dem Kreisbauamte und der Polizeiverwaltung für die Entfernung dieses Verkehrshemnisses aus und soll solches bei hoher Behörde beantragt werden. Gleichfalls wird sich für Nieberlegung der Ringmauer am Arresthaus aus. gesprochen. — Nachdem noch diverse Kostendeereturen bewilligt worden, verwandelte sich die öffentliche Sitzung in eine geheime.
Gießen, 16. August. Von Seiten des hiesigen Regiments-Commandos wird uns bezüglich der Notiz in Nr. 188 ds. Blattes berichtigend mitgetheilt, daß Herr Oberst von Blomberg lediglich zur Vertretung des erkrankten Commandeurs Oberst von Westernhagen commanbirt ist.
— (Schwurgerichtsverhandlung vom 15. August.) Karl Bolp von Ltch, feit einer langen Reihe von Jahren als Rechner verschiedener Gemeinde-, Kirchen- und anderer Kassen thätig, wurde wegen Verbrechens im Amte in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten verurtheilt, wovon 3 Monate erlittene Untersuchungshaft tn Abrechnung kommen; zugleich werden demselben die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren aberkannt.
— Nachmittagssitzung. Peter Adami von Nieder-Weise! erhielt wegen schweren Dieb stahls eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten.
— Bei den laufenden Schwurgerichtssitzungen wird noch die weitere, nachträglich erwiesene Sache gegen Johann Georg Stein IV. von Breungeshain wegen Versuchs des Todt- schlags und Widerstandes gegen die Staatsgewalt Montag den 18. August, Vormittags, zur Verhandlung kommen, wogegen die auf diesen Tag früher fixirt gewesene Sache gegen Katharine Gemmer von Herchenhain wegen Versuchs des Mordes auf Dienstag den 19. I. M verlegt worden ist, an welch letzterem Tage die Sitzungen beendigt sein werden.
— Auf der von Herrn Buderus in Lollar im sog. Krofdorfer Walde erpachteten Jagd wurde von dessen Jagdaufseher Jacob Kraft aus Wismar am 15. ds., Abends, auf dem Anstande ein Wildschwein, feister Keiler, 185 Pfd. wiegend, erlegt.
Gießen, 16. August. Außer den bereits in letzter No. mitgetheilten Schöffen zum Amtsgerichte Gießen sind nachfolgende Personen als HülfSschöffen erwählt worden:
Rentner I. G. D. Bapst, Oberförster Carl Neuenhagen, Fabrikant Louis Kauffmann, Kaufmann Georg Adami, Butterhändler Heinrich Emil Jughardt, Ellenwaarenhändler Ludwig Plank, Banquier Simon Reutlinger, Agent Ludwig Wittich, Kaufmann Emil Fischbach, Spezereihändler Isaac Moses Schulhof, Schuhmacher Christian Carl Berg, Bauunter: nehmer Julius Hoch, Tapezier Heinrich Philipp Hochstätter, Weinhändler Carl Heinrich Schwan, Reallehrer Christian Albach, Fabrikant Friedrich Leonhard Bender, Buchdruckereibesitzer Louis Lichtenberger, Goldarbeiter Julius Noll, Gymnasiallehrer Dr. Emil Rausch, Tabakshändler Carl Wenzel, sämmtlich von Gießen.
Vermischtes.
Darmstadt, 15. August. Für den Festzug am 18. August ist folgende Ordnung aufgestellt worden:
I. Musik. 1. Darmstädter Turner-Feuerwehr. 2. Der Präsident und bte Mitglieber des Central-Comitees, die Mitglieder des Local-Cornttees Darmstadt-Bessungen und die dienstfreien Mitglieder des Fest - Comitees. 3. Die Kriegervereine. 4. Die Sanitäts - Corps. 5. Mittelschule für Knaben. 6. Schützengesellschaft.
II. Musik. 1. Der Etadtvorstand von Darmstadt und die Deputationen der auswärtigen Gemeinden des Landes. 2. Das Gymnasium. 3. Mittelschule für Mädchen. 4. Turnaemetnde Darmstadt.
III. Musik. 1. Gesangvereine. 2. Realschule. 3. Stadtmädchenschule. 4. Bessunger Turngemeinde und Feuerwehr.
IV. Musik. 1. Die Mitglieder der Kunstgenossenschaft, des Handelsvereins, des Uhrmachervereins K. 2. Die Stadtknabenschule. 3. Die Innungen der Schuhmacher rc. 4. Die Metzger-Innungen mit eigener Musik. 5. Die Feuerwehr der hessischen Ludwtgsbahn.
Die Aufstellung des Zuges, dessen Theilnehrner auf über 4000 Köpfe geschätzt werden erfolgt auf dem Kapellplatze, bezw. in den Höfen des Gymnasiums und der technischen Hochschule.
Aus Darmstadt, 12. August, schreibt man der „Franks. Ztg.": Der Proceß Amend scheint in ein neues interessantes Stadium einzutreten. Nachdem Amend hauptsächlich auf Grund des Gutachtens eines Irrenarztes, welcher ihn längere Zeit beobachtet hatte, außer Verfolgung gesetzt und alsdann pcnsionirt worden war, richtet derselbe jetzt seine Angriffe gegen den Irrenarzt wegen angeblichen Mißbrauchs seines Vertrauens. Er hatte dem Arzte während seine- Aufenthaltes im Jrrcnhause mehrere Schriftstücke übergeben, in welchen er sein Vorleben sowie die Vorgänge bei Tödtung seiner Frau ausführlich geschildert und seine That auch einer juristischen und psychologischen Beurtheilung unterzogen hatte. In dem Gutachten des Arztes sowie der zwei weiter vernommenen Aerzte, war auf den Inhalt dieser Schriftstücke vielfach Bezug genommen und diese selbst zu den Akten gegeben worden. Amend erklärte dies für einen Mißbrauch seines Vertrauens, da insbesondere seine Lebensbeschreibung, um welche ihn der Arzt gebeten, nur für diesen niedergeschrieben worden sei, — während der Arzt behauptet Amend habe ihm ganz überlassen, was er von diesen Mtttheilungen für sein Gutachten oder die etwaige öffentliche Verhandlung der Sache verwenden wolle. Im Interesse ver Wissenschaft würde es jedenfalls liegen, wenn von einem Sachkundigen der in psychologischer Beziehung so seltene Kall in objeetiv gehaltener Weise dargestellt würde.
Mainz, 13. August. Dem Vernehmen nach hat die obere Schulbehörde in Darmstadt nach Einsicht der von dem hiesigen Gymnasium für die diesjährige Maturitätsprüfung eingereichten schriftlichen Arbeiten nicht weniger als zehn Oberprimanern die Zulassung zum mündlichen Examen versagt. Achnliches hat man hier seit Menschengedenken nicht erlebt
— In vergangener Woche fing ein Mann in Hechtsheim 240 Kornhamster, an einem Tage fing derselbe 80 Stück und wurde ihm von der Bürgermeisterei für jedes Stück 10 H — 24 JL — ausbezahlt, außerdem soll derselbe noch eine Prämie bekommen.
Hildburghausen. Notizen, das Technikum betreffend. — Trotz der augenblickoch noch andauernden ungünstigen Lage der Industrie ist der Sommerbesuch des Technikums Hildburghausen, einer noch jungen technischen Lehranstalt, welche eine Maschinenbau- und Dauqewerk- fchule umfaßt, ein recht erfreulicher. 41 Schüler besuchen die Anstalt, und zwar aus Preußen 19 aus Meiningen 10, aus Schwarzburg - Sondershausen 6, aus Sachsen, Bayern, Mecklenburg' Greiz, Schweiz und Amerika je einer. Am Ende des Wintersemesters hat die staatliche Prüfungs-Commission, Herr Ober Baurath Hoppe, welcher gleichzeitig von Seiten des Staates die Schule beaufsichtigt, sich anerkennend über die Leistungen der Anstalt, sowie über den Ausfall ' der freiwilligen Techniker- resp. Meisterprüfung ausgesprochen. Ein gleiches allgemein günstiges i Urtheil wurde der vor Ostern veranstalteten Ausstellung der Schülerarbeiten des Technikums zu Theil; dieselbe war ungemein zahlreich auch von Fachleuten besucht. Es sind jetzt schon mehrere junge Leute zum Besuche des Winter-Semesters angemeldet.
Handel und Verkehr.
Gießen, 16. August. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter-per Pfd, Jt 1 18 bis „4L 1,30, Hühnereier per Stück 5—5</r Enteneier, per Stück 6 A, Käse per Stück 4—7 H, Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 16 H, Linsen, 1 Liter 20 H, Tauben, das Paar 65 H, Hühner, per Stück JL 1.20, alte Hahnen, per Stück JL 1__ junge
Hahnen, per Stück 75^, Enten, per Stück JL 1,50, Gänse JL. —, Kartoffeln per IM Kilo JL 6, Zwiebeln, per Centner JL 8, Milch per Liter 16 u. 18 A Ochsenfleisch 70 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 50—60 Hammelfleisch 50—70 A, Schweinefleisch 58—60 3 Kalbfleisch 40-48 H. Kirschen per Pfd. 25 H. 1 R
Auszug aus den Standesaintsregistern des Standesamts Gießen
Vom 9. bis 15. August 1879.
Aufgebote.
9. Scribent Hermann Ludwig Balthasar Noll von Gießen mit Elise Katharine Luise Schrnehl, Tochter des verstorbenen Güterexpeditionsgehilfen Christian Schrnehl von Gießen.
Eheschließungen.
12. Der Großherzogl. Haupt-Steuerarnts-Assistent Johann Georg Christian Schreiber, Wittwer, von Gießen mit Josephine Ricker, Tochter des verstorbenen Buchhändlers Peter Joseph Ricker von Gießen. 13. Steinhauer Balthasar Jung von Kesselbach mit Elisabeth Stuhl, geb. Röder, Wittwe des Karl Stuhl von Oberndorf.
Geborene.
7. Em außerehelicher Sohn von auswärts. 9. Heinrich Johannes, Sohn des Briefträgers Philipp Kramer. 6. Wilhelm Emil, außerehelicher Sohn von auswärts. 6. Wilhelmine, außereheliche Tochter von auswärts. 7. Marie, außereheliche Tochter von auswärts. 9. Wilhelm, außerehelicher Sohn von auswärts. 10. Otto August, außerehelicher Sohn von auswärts. 7. Eduard Johannes, Sohn des Schreiners Ebuard Menn. 8. Heinrich Ludwig, Sohn des Schuhmachers Konrad Seipp. 8. Dem Post-Secretär Emil Schneiver eine Tochter.
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7. Ei'
Den 8. Estorf JA Johannes Hau
Den 8. stakob AlkMi Den 1 Sophie,geb-
Densei mine, geb- bei Densei aeb. ben 28.
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Dense den 3. Juli.
Densei den 24. Juli.
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