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ju leisten ist und der Ueberschuß zur Verwendung für Statistik, Porto und Druckkosten kommen soll.
Der Ausschuß wurde ermächtigt, die nöthigen Schritte zu thun, um ein das Loichwesen regelndes Gesetz, dessen Nothwendigkeit allgemein hervorgchoben wurde, anzustreben. Auf Antrag Ingelheims wurde der Ausschuß ersucht, zu erwirken, daß die fo wichtige Anstellung von Krcisfeuerwchr-Jnspectoren direct durch die Großh. Regierung aus den Kommandanten der freiwilligen Feuerwehren, welche dem Verbände angehörcn, vorgenommen wird. Auf Antrag Besiungens wird beschlossen, daß in derjenigen Provinz, in welcher der Heff. Feuerwehrtag (alle 2 Jahre! abgehalten wird, kein Provinzialfeuerwehrtag in demselben Jahre stattfinden soll. Branddirektor Bender von Worms wünscht, daß für die Folge mehr technische Fragen bei den Fcucrwehrtagen zur Besprechung kommen und die Ansichten über praktische Erfahrungen Keffer zum Austausch gelangen, damit das Feuerlöschwesen immer größerer Verbesserung entgegengeführt werde. Aus diesem Grunde wurde von Worms auf die Tagesordnung die Besprechung über Erfahrungen, welche bei Anwendung von Hakenleitern gemacht wurden, gesetzt und fand darüber ein lebhafter Austausch statt, wobei die Vorzüge der Gothaer und Berliner Leiter besonders hcrvorgehobcn wurden. Es wurde hierauf bestimmt, den nächsten Hessischen Feuerwehrtag in Friedberg (Oberheffcn) abzuhaltcn, worauf die Delegirtenversammlung gegen 8 Uhr mit einem Hoch aus Seine Königl. Hoheit den Großherzog geschlossen wurde. - Gegen 9 Uhr fand ein großer Zapfenstreich statt, welchem ein überaus zahlreich besuchtes Concert im Worret'schen Etablissement folgte. Am Sonntag Mittag rückten unsere drei Feuerwehren mit ihren vorzüglichen Löschgerathen aus. Auf dem Paradeplatzc fand hierauf, nachdem Herr Bürgermeister Heimburg eine Ansprache gehalten, durch die freiwillige Feuerwehr eine Uebung statt und fanden die einzelnen Sckulexercitien wie der Scheinangriff auf ein zwei- resp. dreistöckiges Haus hinsichtlich der musterhaften und präciscnAusführung der einzelnen Commando's, sowie der großen Ruhe und Sicherheit das anerkennendste Lob von kompetenter Seite. Nach dem durch ver, schiedene Toaste gewürzten Festessen im großen Casinosaale fand ein stattlicher Zug der Feuerwehrleute durch die Stadt nach den Gartenlocalitäten des Worret'schen Etablissements und des Europäischen Hofes statt, woselbst Concerte zweier Militärcapellen bis spät in die Nacht die äußerst zahlreichen Theilnehmer zusammenhtelt. Die letzten Eisenbahnzüge führten die fremden Gäste aus unserer festlich geschmückten Stadt wieder nach Hause.
Offenbach, 9. August. Schon oft haben wir auf die Gefahren hingewiesen, die mitunter durch einfache Fliegenstiche für das Leben der Gestochenen entstanden sind und abermals müffen wir eines ähnlichen Falles erwähnen, der einen unserer geachtesten Mitbürger betroffen hat. Herr Metzgermeister Mathias Groh wurde vorgestern auf dem Wege von Mühlheim hierher von einer Fliege in die Hand gestochen, diese lies etwas auf, so daß er beim Nachhause- kommen Bleiwafferaufschläge machte, die aber nicht ausreichend waren. Als er sich hiervon am anderen Morgen überzeugte, ließ er sofort, aber leider zu spät, den Arzt rufen, der eine bereits weit vorgeschrittene Blutvergiftung constatirtc, die trotz Anwendung aller noch möglichen Mittel heute Früb den Tod des sonst so kräftigen robusten Mannes zur Folge hatte. Möge dieser traurige Fall zur Warnung dienen.
Ratibor, 5. Aug. Der „Schl. Zig." schreibt man: Hebet ein sehr bedauerliches Rencontre zwischen dem Ortsschnlzen zu Planta und einigen dort cinquartirten Ulanen berichten die hiesigen Blätter ziemlich übereinstimmende Einzelheiten, die wohl zu einer genauen Untersuchung des Vorfalls seitens der Militärbehörden Anlaß geben werden. Die „Ratib. - Leobsch. Ztg." schreibt: Bei dem Schulzen Klimaschka in Plonia, einem ruhigen und verständigen Manne, wurden zwei Mann, unter diesen der Sergeant Heinze, cinquarticrt. Um letzterem ein paffendes Quartier geben zu können, brachte ihn der Schulze bei seinem Nachbar Mosqua unter, bet dem Heinze die eigene Wohnung angewiesen bekam, während sich die Mosqua'sche Familie mit einem Nebenzimmer begnügte. Heinze ließ die Wohnung jedoch öfter unbenutzt und legte sich zu dem beim Klimaschka cinquartirten Mann in die Scheune. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag nahm Heinze eine Wagenleiter und stieg mit Hülfe derselben durch die Heubodenlukc auf den Boden, wo zwei Dienstmädchen und die lljährtge Tochter des Klimaschka schliefen. Bei seinem Eintreten erwachten die Dienstmädchen, flüchteten und machten der Frau des Klimaschka die Mittheilung, daß der Sergeant auf dem Boden wäre. Die Frau weckte den Schulzen, und dieser begab sich sofort auf den Boden, um seine Tochter zu schützen Oben ongelangt, forderte er den Sergeanten auf, sofort herunter zu gehen. Dieicr packte jedoch den Sckulzen an der Brust, und es entstand, da sich der Schulze zur Wehr setzte, eine Rauferei. Schließlich ließen sie voneinander ab und der Schu'ze ging hinunter, während Heinze auf dem Boden blieb. Nach ungefähr einer halben Stunde, nachdem sich der Schulze schon zu Bett gelegt hatte und eingeschlafen war, entstand an der Hausthür ein Gepolter, und die Thüre wurde gewaltsam geöffnet. Der Schulze kam heraus, nothdürftig mit Hemd und Hosen be- klcivet, den Schulzenstab in der Hand, und forderte die Soldaten zur Rübe auf, indem er ihnen sagte: „wenn sie etwas gegen ihn hätten, möchten sie ihn anzeigen." Man schlug ihm jedoch den Schulzenstab aus der Hand und band ihm die Hände auf dem Rücken zusammen. So
wurde er vor die Wohnung des Wachtmeisters geführt. Auf die Meldung des Heinze kam der Wachtmeister heraus und der Schulze bat in polnischer Sprache, da er der deutschen Sprache nickt genügend mächtig ist, um Freilassung. Darauf erwiderte der Wachtmeister, er solle deutsch sprechen, schlug ihn und gab Befehl, ihn ins Polizeigefängniß nach der Stadt zu befördern. Der Polizciwachtmeister aber wies ihn an den Polizei Anwalt Kurz in Bosatz, in veffen Bezirk der Schulze gehöre. Darauf wurde der Schulze nach Bosatz geführt. Dort angelangt, ließ der Sergeant den Polizei-Anwalt Kurz herausrufen und forderte Die sofortige Verhaftung des Schulzen mit der Angabe, er habe ihn todtschlagen wollen. Der Polizei-Anwalt Kurze verlangte dagegen die Freilaffung des Schulzen, worauf der Sergeant Heinze jedoch nicht eingehen wollte. Er führte den Schulzen nach der Hauptwache, es war ungefähr 3% Uhr, von wo aus der Schulze gegen 7 Uhr durch das Einschreiten des Polizciamtes und des königlichen Landrathsamtcs in Freiheit gesetzt wurde. (Die militärgerichtliche Untersuchung wird wohl den näheren Thatbestand klarlegen. D. Red.)
Handel und Verkehr.
Gießen, 14. August. Auf dem am 12. und 13. ds. Mts. abgehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 10l9 Stück Rindvieh und 2 0 Stück Schweine. Die Preise blieben trotz des lebhaften Handels unverändert
Nächster Viehmarkt Dienstag den 26. dieses Monats.
Lauterbach (Oberheffen), 11. August. Der heutige Viehmarkt war durch die im Gang befindliche Ernte beeinträchtigt. Zugeführt waren 233 St. Rindvieh und 292 Schweine. Das Geschäft in Rindvieh vollzog sich unter wesentlichen Concessionen Seitens der Verkäufer. Bezahlt wurden für Kühe X 120 — 200 per Stück, für Ochsen ca. 550 per Paar. Auch für Schweine stellten sich die Preise etwas niedriger. Nächster Markt 8 September.
Frankfurt, 13. August. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 1.50—2.50, altes Heu X 3.30 Stroh X 1.60-2.40. Butter das Pfund am Ort 1. Dual. 90-95 H, 2. Qual 80-85 im Detail 1. Qual. X 115—20, 2. Qual. X 110. Eier das Hundert deutsche X 4.50, italienische X 5 50. Ochsenfleum per Pfund 60—70 Rindfleisch 50 H, Kuhfleisch 60 Kalbfleisch 48—55 H, Stier- und Farrenfleisch — H, Hammelfleisch 50—60 Schweine- fleisch 65—70 Hühner ein Stück X 1.60—2, Hahnen X 1.30—80, Enten X 2.20—3, Gänse X 4—6, Tauben 48—50 H. Krebse 1/4 Hundert X 1 50. Kartoffeln 100 Kilo X 6. Den Vegetarianern lacht das Herz über die reiche Fülle des Gemüses, welches zn Markt kommt und über den billigen Preis. Blumenkohl 1 Stück 4ü — 80 H, Wirsing — H, Rothkraut 10 — 20 H, Weißkraut 10—20 Kohlrabi das Stück 1—5 H, Kohlkraut 10—12 Gelb- Rüben ein Bund 4—7 Weißrüben ein Bund — H, Gurken zum Einmachen 100 Stück X
1.80—2, Gurken zu Salat — H, Bohnen das Kilo 10-12^, Erbsen */r Kilo 10 Zwiebeln das Bund 40—60 Ganze Erbsen 19—24 Geschälte Erbsen 24—29 Bohnen 18—24
H, Linsen 24—3'! Holz, je nachdem geschnitten X 1 45—60 der Centner. Steinkohlen
der Centner 85—90 H, Tannäpfel der Hectoliter 80—85 H, Lohkuchen 100 Stück iO
CntlMungsfeier des Dandesdenkmals.
Die Großh. Direciion der Oberhefsifchen Bahnen hat den Mitgliedern der Krieger-Vereine, welche sich an der Feier bethetltgen, und welche sich bei den betreffenden Biller - Expeditionen durch ein von uns oder von dem Vorstande eines Krieger-Vereins ausgestellte Legitimation als Mitglieder eines solchen ausweiscn, eine Fahrpreis-Ermäßigung in der Weise bewilligt, daß auf ein einfaches Billet freie Rückfahrt innerhalb dreier Tage, vom Tage der Billetiösung an gerechnet, gestattet wird.
D>e beireffendeu Billete werden bei der Lösung auf der Rückseite mit der Aufschrift: „Krieger-Verein, gültig 3 Tage" versehen werden.
Wir bringen dies mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß, daß eine Ausdebnung dieser Ermäßigung auf alle übrigen das Fest besuchende Personen, mir Rücksicht auf die Unmöglichkeit der Controle bet der Billetrevision, nickt zugestanden werden konnte.
Darmstadt, den 11. August 1879.
Das Central-Comite zur Errichtung eines Landes-Denkmals.
Ieikgeöotenes.
5360) 1 jung. Metzgerhund, sowie 1 Hofhund zu verkaufen. Carl Malkomesins, ___Neuenweg.
Feinsten Einmachesstg (Weinessig)/ alle Gewürze, ganz und rein gemahlen, feinsten alten Arrae,
Rum u. Kornbranntwein
empfiehlt (5357
R. Göbel, Neue Baue.
Den deutschen Ort- <■ taastarti aus der Fabrik von
« C. Hissen,
Firniss- & Farbenwerk Nassmühl b. Hanau, prämiirt Philadelphia 1876,
Erste und einzige Fabrik der ächten deutschen Oel-Glanz - Lacke zum Anstrich für Eisen, Holz etc., insbesondere für
Fussboden-Anstrich
in Original-Blechflaschen von 2, 5, 10 und 20 Pfd pr. Pfd. X 1.20
empfiehlt als bewährt (2870
______Emil Fistor.
Jllüf)(enoerhauf.
5350) Die in der Gemarkung Beuern, eine halbe Stunde von der Eisenbahn-Station Groß-Buseck gelegene Neumühle mit 2 Mahl- und 1 Schlaggang, kräftigem Wasser und starkem Gefäll und ca. 56—57 Morgen Acker und Wiesen guter Qualität, soll oegen Kränklichkeit des Besitzers aus freier Hand verkauft weiden. Nähere Auskunft ertheilt Bürgermeister Ranft in Beuern.
Johannes Heßmann IV. Gebrannten Kaffee, per Pfund
Jt 1.20 bis JL 1.80, stets frisch 5368) bei Carl Hoffmann.
Allgemeiner Anzeiger.
Zum Einmachen: Feinen haltbaren Weinesstg,
Gewürze, Zucker (feinste
Raffinade) per Pf. 43 im Hut, empfiehlt (5369
Carl Hoämann.
5316) Wegen Räumung eines Geschäfts- locals verkaufe ich zu billigsten Preisen:
Waschkomode mit Marmor - Aufsatz, tannene Waschchränke, Ausziehtische, Damenschreibtisch, ovale Tische, Komode, Kleiderschränke (wobei 2 zweithürige von Eichenholz), Sopha's, Stühle, ovale Spiegel, tannene Nachttische und andere Möbel.
__I Rothenberger, Lindenplatz.
Wasch- u. Badebütten
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Louis Lony, Holzwaarenlager und Küferei.
Einmachfässer
in allen Größen stets vorräthtg.
Reparaturen werden rasch und gut ausgeführt. (5146
Emil Schwall, Frankfurter Hof.
4961) Der außergewöhnlich billige Verkauf wollener sehr haltbarer Strickgarne — ein rein gekämmtes Garn schon per */2 Kilo von 2.50 an — dauert nur noch bis September.
________Theodor Küchler.
Bohnen- und Gurkensäßchrn in allen Größen empfiehlt billigst (5159
Louis Lony, Holzwaarenlager und Küferei.
Reparaturen rasch und gut.'_________
MnstmVcmcsstg empfiehlt (5047
Gg. Wilh. Weidi«.
Ausgestreckte Maschinen - Treib - Riemen aus bestem Kernleder, Schöpfbecher (Elevator) für Mühlen, Naturgare Näh- u. Binderiemen. Preislisten stehen gerne zu Diensten. | Louis Wittich II.
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4499) WI. Weissbäcker.
5264) Gut gebrannte Russensteine werden im August unb September abgegeben per Tausend 15 X bei
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Rohe KafEee’s von 90 H bis X 1.60 per Pfd., Stets frisch gebrannten Kaffee von X 1.20 bis X 2 per Pfd., Raffinade in Broden, Würfelund gemahlenen Crystallzucker, empfiehlt (5327
R. Göbel, Neue Baue.
HemrtcH nach Maaß unter Garantie des Gutpassens liefert zu billigen Preisen (2965
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J. A. Busch Söhne.
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zu haben bei _______________Ernst Balser, Gießen.
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Beuern, den 6. August 1879.
Imdwig Fuhr II., von Beuern.
4086) Offenbach, a. M.
Hotel zur Stadt Cassel,
altes gutes Haus, bekannt durch reelle Bedienung. C i v i l e Preise.


