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187V.
Nr. 292
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Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS
Ne-»ctio«slnrr-aur l Schulstraße L. 18. «xpedittonSbureaurs^ F
PreiS vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 P'.
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Erstes Blair. Sonntag den 14. December
London, 11- Dc-emb-r. Da« Wetter steht hier Im Doidergrunde eUer B.tvrechunaen und zwar mit A cht. Denn van allen Tageseretgn flen, deren saust kein Einzige- für dos Festland auch nur Erwähnung verdient, ist eg unstreitig das, was Jeden am meisten interesfirt, weit cs Jeden am empfindlichsten berührt. So starke Schneefälle wie in Paris haben wir zwar nicht aufzuweisen, von schrecklichen Hungersnöthen wie in Schlesien drohenden Uebcr. schwemmungen wie in Ungarn und rücksichtslos niedrigen $emperahngraben, wie sie in Petersburg herrichen, sind wir bisher hier allerdings verschont geblieben, aber mit dem vorgestern eingetretenen Tbauwetter ist es doch schon wieder vorbei, und heute können wir uns eine« Nebels rühmen, ™ in London nicht alle Jahre zu sehen ist. Auf dem Wege vom BrMsch°n Museum nach dem Strand, einer Strecke von kaum zehn Minuten, hat e ich heute Morgen drei verschiedene, ineinander verschwimmende dichte Nebelschichten zu durchwandern: eine graut, eine oranpegelbe und eine schwarze, °hn<r daß ich zur Stunde noch sagen könnte, welcher von den dreien die Palme höchster Lieb lichkM zuzuerkennen sei. Erst gegen M-tiag trollten sie sich alle zusamm n vor der durchbrechenden Sonne, die ihrerseits einem versrorenenholländsicken Käse ähnlich sah und sich eine halbe Stund- später schon wieder verschämt hinter d.chttS Gewölk zurückzog. Andere Tagesneuigkeiten find, wiei bemerkt nicht des Erwähnens werih, es sei denn, daß unter den Nichern der an der Westküste Irlands gelegenen Grassckast Sllgo bittere Roth herrscht. Nicht “‘niger al« 23 Familien von zusammen 112 Personen find dem Verhungern nahe.
Gefundene Gegenstände:
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Auszug aus den Kirchenbüchem der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Den 5. D.eember. Dem ItoitV««“sU'l" s-hn, Lri-drlch Matthäus, geboren den |t Dem p-nsionrrten Weichensteller Wilhelm S»m«ll rin Sohn. Philipp
6mU Wb« Marlin M.hrfetd ein Sohn, Philipp «mit hd, geboren
b,n Dem Schuhmacher Martin Rag-l rin Sohn, Heinrich Theodor -udmlg
aU8U|*^,.Scnt,n®"m ®&fi« Sa,l Slrrf). ein Sohn, sduarv B-tthasar, geboren den "■ Mr s ä-ä
-'b°«"^n S.8®«^«. Dem Schneid« Sari Hendrich rin. T°chl». «•*•»» *« 26- 3Ul®e„(rib(n. Dem HanbriSgärtner Oll. «arn rin. T-chi«, J°H°NN. M> ««»- geboren den 14. November.
Lokale-.
«testen, 13. December. Nachdem in der Nacht vom Donnerstag zum F"ttapI d'verfe Herren so ziemlich durchgckneipt, kamen sie auf ihrem Rundgang auch ^en Wartestr f de
dieNaen Bahnhof. Sie benahmen sich hier dermaßen ungebührlich, daß Publikum und an Leute fich ihrer annahmen und so gründlich verhauten, daß ihnen> jedenfallau, ^3-« Zeit die LuN in diesem Lokal zu schwer vorkommen dürfte. Vor die Thüre gesetzt, hatten sie das Veranüaen im Schnee das Profil ihrer werthen Person zu bewundern und sorgten Spötter nock v?kür' daß die Namen der Verhauenen hübsch im Schnee geschrieben waren, noch dafür,^a^di^^a ^seck, welcher in einer Ligarrenfabrik Cigarren zu billig haben
°°lll., un^zur »ngrig.^.brachU^ ihr ü!oriem«nn«k mit
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*“ H.ui. Morgen st-rb in hl.stg» Stobt Im H°fg-rlcht«g°bäud. .In an »-«>>""«- fieber Erkrankter. Es ist dies bi« jetzt der z w e i t e Fall. ____________________
- Der streitbare Handwerksbursche, von welchem wir gestern berichteten, daß er mit
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C B- 2 Jl-., H. A- n -0' a ct,TnPT touibcn der Volksküche" als Geschenk
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Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Correspsutzenz • Bureau.
Berlin, 12. December. Schuwaloff besuchte gestern die russische und rnalische Bolschast, sowie das Auswärtige Amt. Nachmittags wurde derselbe vom Kaiser und der Kaiserin empfangen, Untrte um S.Uhr mit dem (Niatkn Creplowitsch bei Fürst Radziwtll und wurde Abends 6 Uhr vom Kronprinzen empfangen. Die von Schuwaloff beabsichtigte Reise nach Bar-W ist Unwohlseins halber aus morgen verschoben. — Der Kaiser hat für d Nothleldenden in Oberschlesien 5000, für die Hinterbliebenen der verunglücken Deraleute in Zwickau 1000 Mk. bewilligt.
-Die Schanlsteuer-Eommtsfion des Abgeordnetenhauses lehnte bei der zweiten Lesung alle Amendements zu § 1 des Gesetzentwurfes ab, so daß allein der Branntweinschank der Steuer unterliegen soll. m ,r< ,
Konstantinopel, 12. Deebr. In der dem österreichischen Botschafter Zlchy euhellien Abschieds-Audienz drückte der Sultan den Wunsch aus, 118 «^^K7^i.tt^MtcheLn"'dch'ELitntgrwtr In Bereit, schuft fiänden, Gusflnfe avzvgrtistn, falls dieUebergabe nicht trsvige. Ungun. stiaes Weiter verhindere den Vormarsch. n w i.Y
9 London, 12 Decbr. „Times" meldet von einem Zusammenstoß der b'ittschen Truppen mit Afghanen in der Nähe von Kabul; das bez. Telegramm berichtet darüber: Die Vereinigung der Brigaden Maffys undJObc- pherson's war anbefohlen. Die Kavallerie und Artillerie trafen aber an den bestimmten Vereinigungspunkten gestern zu früh ein und wurden von g ß Mafien des Feindes angegrlffen. Macpherson brachte dem Feinde g st große Verluste bei und griff denselben heute ^"h abermals an. Feindlich Streiik'äfle befinden sich in starker Anzahl in der Nähe von
Kalkutta, 12. D<cbr. Bei der heutigen Ankunst des Vtcekonigs Lord Lytion in Kalkutta gab ein Individuum zwei Schüsse auf denselben ab, ohne den V'cekönig zu verletzen. Der Verbrecher ist verhaftet.
Handel und Verkehr.
13 December. Auf dem beutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,15 fiSbufn V« Stti M 0 70-1.20, Än p« ®tM M. 1.60-2.20, ®«n(< pr. Vfunb «Im’“Wm 40-50 ^,^ammein.w 50-60 A Schwrineprifch 60 * Augrug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen Vom 6. bis 12. December 1879.
rr\»riem?i#T 6 Taalöbner Morand Krieg von Mühlhausen i. E. mit Louise Schneider, ÄÄS "..ä‘KS ?Ä.
Julius Müller von Gemünden.
G e b o r e N e.
December. 2. Georg Christian, Sohn des Schuhmachers PhlliPP Bender. November. o() ®nna mjtr außerehelich von auswärts. December. 2. Friedrich Karl, außerehelich von auswärts 8. Emma Johanna, Tochter des Großb. Professorsder: Th-c> ogiei Dr Bernhard 7 Kliiabetb Marie Sophie, Tochter des Bremsers Heinrich Feldt. 6. Albert LourS EmU, Sohn des Sttttions-Aufsehers Johann Robert F-rdinanv Kohler b. Katharine, a'^ßer- -b7lick von auswärts. 8. Amalie, Tochter des Kaufmanns Johannes H^lgarMer. 6 EmU
8 ®“ Sch-W« J°h»n ©ottlleb S"«“8 ®S-’ SE°4“T- Gestorben-.
^„ember. 6. Anna Mar,e Arnold, geb. Rau, 67 Jahre alt, Eheftau des Korbmachers - . -, g, <h = ®fora 9 Monate alt, Sohn des Schuhmachers Eckhard Aff. 6. Johanna D-r- LsrLW^ZZM


