r
Wmeijterd
Nr. 238. Erstes Blatt. Sonntag den 12. Oktober
ietzener 'Anzeiger
AMigk- md Amtsblatt für dn Kreis Gießen.
(6648
Ned»rttsr»Sbirre»u r
Schulstraße B. 18.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit vringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50
SÄ'8 <.“> d-M vemiethen bei Wklehrer (Seiler.
- )u cermietben bei C. Rahn, anständigen Herrn ist Zimmer zu vermieden bei C. Rahn.
lenlogisundeinmWr- liethen Neuenweg 134. lis zu vermiethen. f HoK, Lchießgärten. littes Zimmer zu ver- frankfurter Hof. Mirtes Zimmer sosort
and-Bahnhofstr. 936,
Amtlicher T 9 eil.
Gießen, am 8. October 1879.
Betreffend: Die Ableistung des Berfafsungseides.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Die Ableistung des Verfaffungseides der seit Mai d. I. aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzogltch Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, seit der bemerkten Zeit verh-trathet haben, und zwar derjenigen aus dem Amtsgerichtsbezirk Gießen soll
Freitag den 14. November I. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Regierungsgebäude zu Gießen, derjenigen aus den Gemeinden des Amtsgerichtsbezirks Grünberg
Montag den IT November, Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Grünberg, derjenigen aus den Gemeinden der Amtsgerichtsbezirke Lich und Butzbach
Freitag den 21. November, Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Lich, und derjenigen aus den Gemeinden der Amtsgerichtsbezirke Hungen, Nidda und Laubach
Montag den 24. November, Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Hungen, stattfinden.
Sie wollen die betreffenden Personen hiernach vorladen und daß dies geschehen, unler Namhaftmachung der Vorgeladenen, uns anzeigen oder berichten, diß Niemand vorzuladen war.
mittleren Stock.
j zu vermietben. Ww., Schießgärteu.
‘M meines Hauses ist wort beziehbar.
Pitz, Zimmermeister. i möbliNes Zimmer per
Halten sich dergleichen Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeben.
Dr. Boekmann.
Bekanntmachung.
In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nach' stehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat September 1879 veröffentlicht:
Der preußische Landtag.
Das Wahlresultat liegt jetzt vor und ist mehr, als man nach dem Ausfall der Wahlmännerwahlen schätzte, zum Nachtheil der liberalen Partei ausgefallen. Die Fortschrittspartei ist beinahe vernichtet, statt 70 sind nur 34 Mitglieder, nicht einmal die Hälfte, gewählt. Eine ebenso eklatante Niederlage hat die nationalliberale Partei erfahren, die in der vorigen Periode 170 Mitglieder zählte und jetzt nur 91 durchgebracht, sonach eine Einbuße von 79 Mitgliedern erlitten hat; — dabei kommt aber noch in Betracht, daß namentlich der linke Flügel unter Führung Lasker's beinahe vollständig verschwunden ist. Der Rest, welcher gegenmärtig die nationalliberale Partei ver- tritt, ist ein wesentlich anderer als früher; -- er repräsentirt die Richtung Bennigsen-Miquel, nachdem die Richtung Lasker aun ausgeschteden ist. Außerdem find noch 15 Liberale gewählt, welche zwls^en Nationalltberal und Fret- n-t.— Die Fretconservativen haben 7 Sitze gewonnen, so daß
Deutschland.
Darmstadt, 10. Octbr. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer wird Dienstag den 14. d. M-, Vormittags, eine Sitzung abhalten, welcher Nachmittags eine solche mit dem Ministerium folgen wird. Berathungsgegen-- stände werden die Vorlagen der Regierung in Betreff der Errichtung einer Landescultui-Rentenbank und in Betreff des Verkaufes des hessischen Antheils an der Main-Weser-Bahn an Preußen bilden-
Berlin, 8. Octbr. Officiöö wird geschrieben: Das Ergebniß der gestrigen Wahlen hat die Erwartung, die in Regierungskreisen gehegt wurde, bet Weitem übertroffen. Nach Beendigung der Urwahlen glaubte man höchstens auf den Gewinn von 40 Abgeordnetensitzen für die Regierung rechnen zu dürfen. Noch gestern Nachmittag erwartete man nicht mehr als 60 Stimmen,
einer vollständigen Beseitigung derselben nicht zustimmen werden. In den wirthschaftltchen Fragen wird die Regierung auch die Majorität ohne das Centrum haben, da 112 Conservattve, 44 Fretconservative und die Nationalliberalen unter der Führung von Bennigsen und Miquel die Regierung unterstützen tverden.
Sonach muß das Wahlresultat als ein eclatanter Erfolg der Regierung angesehen werden, oder sagen wir richtiger: Es ist ein vollständiger Steg des Fürsten Bismarck! In keiner einzigen Frage kann ihm irgend welche Opposuion erfolgreich bereitet werden; die Zusammensetzung des Hauses bürgt dafür, daß alle seine Pläne rasch und vollständig ausgeführt werden. Schon spricht die Preffe der Fortschrittspartei von einer Landraths- und Pfaffenkammer, während die Nattonalliberalen zu festem Zusammenhalten mahnen und einen späteren Sieg des Liberalismus in Aussicht stellen. Auf drei Jahre aber ist das Schicksal des Landes entschieden und die Conservativen beherrschen es völlig. Möchten die vielen neuen Elemente im Hause wenigstens dafür sorgen, daß diese Herrschaft sich zu mäßigen versteht und nicht allzu eifrig in etwaigen Verfassungsrevisionen ist.
Hafer 14 «X Heu 3.50 «X Stroh 3,50 «x per 100 Kilogramm.
Gießen, am 10. October 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Boekmann.
itt Meigen-^
S--"
Bekanntmachung.
Montag, den 3. November d. I., Bormittags 9 Uhr, beginnt der Unterricht in der Winter-Ackerbauschule zu Alsfeld, welcher sich ouf Elementargegenstände, Fortbildungsfächer und verschiedene Zweige der Naturkunde insbesondere der Landwirthschaftslehre erstreckt.
Der Unterricht wird durch Besichtigung benachbarter Güter unter Leitung eines Lehrers, sowie durch zahlreiche Lehrmittel unterstützt. Des Abends i'on 7—9 Uhr finden Arbeitsstunden unter der Aufsicht eines Lehrers statt. Das Verhalten der Schüler in und außerhalb der Schule wird strenge überwacht. Aufnahmefähig sind Knaben vom 14. Lebensjahre an. Das Schulgeld beträgt 25 «X Unvermögende werden unentgeldlich ausgenommen.
Anmeldungen zur Aufnahme nimmt das Curatorium entgegen, deffen unterzeichneten Mitglieder auch zur Vermittlung der Wohnungen für auswärtige Schüler gern bereit sind. Die hier wohnenden auswärtigen Schüler können auf Verlangen in besondere Aufsicht eines Lehrers gegeben werden.
Alsfeld, den 2. October 1879.
Das Curatorium der Wtnterackerbausckule zu Alsfeld. Hoffmann, Kreisrath. Arnold, Bürgermeister. F. C. Bücking, Beigeordneter.
Gefundene Gegenstände:
Zwei Portemonnaies mit Inhalt, 1 Vorstecknadel, 1 Stoßkarren. Gießen, den 10. October 1879. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen.
Fresenius.
Geomettr^—-
.....
' * .htftfl "mervativ stehen. Die Fretconservativen haben 7 Sitze gewonnen, so daß NW*.» ihre Partei 44 Mitglieder zählt. Das Centrum erscheint mit 92 gegen früher 4 GÜltf 87 Stimmen im Abgeordnetenhause, während die Polen ihre 19 Sitze be- , bauptet haben. Den größten Zuwachs hat die conservative Partei erhalten; l*e ^hlte in der vorigen Session 40 und hat jetzt 112 Sitze, also 72 ge- . sonnen; es läßt sich jedoch noch nicht angeben, wie viel Mitglieder davon V m viel den Alt-Conservativen angehören. Das Haus wird außer-
LiWL. 25 Wilde, meistLtberale. 1 Demokrat (Dr. Labes aus Frankfurt a. M.), i Welfen und 2 Dänen zählen. Die Zahl der Neugewählten entspricht tiM. 'afl ^nau derjenigen der Wtedergewählten, denn es sind 215 neue, 217 , Liedergewählt.
ijthfl1;*' flb. , l Die Zusammensetzung des Hauses ist derart, daß die conservative und liberale Partei eine nahezu gleiche Stärke hoben, so daß also das Centrum ; n St-p len Ausschlag fließt. Bet den kirchlichen Fragen hängt also die Entscheidung iu 9‘' (6^ ganz allein von der Regierung ab; - will dieselbe eine Revision der •- !. 4' 76*,96- Matgesetzgebung annehmen, so bilden Conservative, Centrum und Polen
» i2i 4 - . bereits eine Majorität dafür; doch ist anzunehmen, daß die Neu-Conservattven
itn.
Böger, Uhrmacher.
Airtes Zimmer zu oer- Eonditor Kinkels
manfarbtniDo^nuiigan e biüia zu vermiethen.
iMiemoohmiWN ra U3-4 L«mr
i halb beMm- tzrorg Unvrrzatzl
>l's Binhalle gegenMr- ^benwöbnünSÄnr Gleitung und lonftigen Lehen ist ru veE Ää
Ä


