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Die ersten vier Tage ver fünften Woche ergaben allem ein Resultat von 7845.50 und der letzte von diesen brachte allein Jt. 12240, mithin beinahe ebensoviel wie die sieben Taae der ersten Woche in ihrer Gesammtheit. Noch deutlicher für die Gunst, deren das Unter­nehmen sich erfreut, spricht die Anzahl der genommenen Abonnements, von denen ein nicht unbeträchtlicher Thcil nach Frankfurt entfällt. Bis zum Schluffe der vierten Woche wurden an Abonnementsgeldern etwa 10,000 JL vereinnahmt, Die sich aus 2oo0 Karten vertheilen. Auch das praktische^ Resultat muß als ein günstiges bezeichnet werden; fast täglich werden Kaufe abgeschlossen und es besinden sich darunter einzelne von ganz beträchtlichem Umfange. Als sehr lohnend und vortheilhaft haben sich in dieser Richtung die Collcctiv-Ausstellungen erwieien, die für spätere Ausstellungen wohl Regel werden dursten. Wie sehr man übrigens von das Auae auf die hiesige Ausstellung und die einzelnen Einrichtungen lenkt, geht aus den zahl­reich einlaufenden Bitten um Information hervor; jo hat kürzlich erst das Komitee für die irn nächsten Jahre in Düsseldorf projectirte Gewerbe-Ausstellung für Rheinland und Westphalen sich das gejammte hiesige Material ausgebeten. Wahrscheinlich werden die hiesigen Bauwerke erhalten bleiben, d^ h. in der Weise, daß sie anderwärts Verwendung finden. Verhandlungen über den käuflichen Erwerb der Halle nach Schluß der Ausstellung sind '« ^er jüngsten Zeit mehrfach gepflogen worden. Das Alles spricht nur dafür, daß das hiesige Comttee seine Auf­gabe in durchaus anerkennenswerther Weijc gelöst hat. Bed.-nkt man erst, daß die hiesige Aus­stellung eigentlich improvisirl wurde und daß für die sämmtltchen Vorarbeiten nur ein Zelttaum von 10 Wochen gelüsten worden war - am 10. April wurde der Anfang mit der Arbeit gemacht - dann kann man über das, was geleistet worden, nur staunen. Für du- «e ucher aus der näheren Umgebung (wie beiipielsweije aus Frankfurt, wird es angenehm sein, zu ver-

der ersten Woche JL 1553.50, zweiten 5405. -.

dritten 7881.50,

<aUr Offenbacher Gewerbe-Ausstellung.

Offenbach, 7. August.

Auf unserer Ausstellung geht es augenblicklich recht lebhaft her, jede,-Lag **"£*& Gäste der Mastenbesuch nimmt immer größere Dimensionen an, und es sind keineswegs alle Vergnügungsbesuche, die empfangen werden, von Nah und Fern sendendie industriellen Ktablissemcnts ihre Vertreter oder ihre Arbeiter hierher und lassen die Vorsteher der flkwerb­lichen Departement- der communalen und staatlichen Verbände sich durch Abgeordnete Bericht über die hiesige Ausstellung erstatten. Den sprechendsten Beweis für den Erfolg des Unter- nehmens dürfte das bisher erzielte finanzielle Resultat abgeben, tote es sich tn den erzielten Tageseinnahmen kundgibt.

Es gingen ein

in

beschränken. 20 000 Menschen sind obdachlos. Der Handelsstand von Sciasewo ist vernichtet. Dank der unendlichen Anstrengung des Herzogs von Württemberg die ganze Nacht hindurch, welcher von Garnison und Beamten aufopfernd unterstütz, wurde, war der Brand Morgens 8 Uhr begrenzt. Außer­ordentliche und schnelle Hülse in jeder Beziehung von Außen ist dringend fle6°tE^er0jetoP, 9. August. Den ganzen heutigen Tag war man noch mit ten Arbeiten behuss Loealisirung des Brandes beschäftig,. Vereinzelte erneute AuSbrüche der Feuersbrunst wurden schnell unterdrückt. Seitens des Militärs wurden die Löscharbeiien fortgesetzt. Aus Anordnung des Herzogs von Wurt- temberg trat cm Hülsscomiich bestehend aus Beamten, Militärs und Gememde- räthen, zusammen zur Beschaffung von provisorischer Unterkunft und Lebens­mitteln, sowie zur Organisirung von Subseriptionen. Der Kaiser von Oester­reich hat 10,000 st. zur Linderung der Roth angewiesen. Die Hulssaetion ist in vollem Gange.

Türkei.

Konstantinopel, 9. August. Dem Ministerrathe wird ein organi­sches Reglement für sämmtliche Reichsprovinzen unterbreitet. Dasselbe umfaßt 900 Artikel, wovon 400 die Gensd'armerie und Miliz betreffen.

Telegraphische Depeschen.

Wagner'» telegr. G-rrespAUdeuL-Bnrea».

Gastein, 10. August. Der Staatssecretär für Elsaß-Lothrigen, Mini­ster Herzog, ist hier eingetroffen, um sich beim deutschen Kaiser zu melden.

Der Kaiser von Oesterreich wohnte heute früh dem Gottesdienste in der katholischen Kirche bet und besuchte dann den Kaiser Wilhelm, welcher den Besuch alsbald erwiderte. Beim Abschied küßten und umarmten sich beide Kaiser. Darauf ist Kaiser Franz Josef gegen H Uhr unter begeisterten Hoch­rufen des Publikums abgeretst.

Petersburg, 10. August. DerRegierungsbote" veröffentlicht einen längeren Auszug aus einem Bericht vom 2. Juli über die Verwaltung Ost- rumelienö durch die russischen Behörden. Der Bericht zählt die von letzteren getroffenen Maßregeln und die von ihnen überwundenen Schwierigkeiten auf und constatirt, daß die Vertreter Rußlands in Ostrumelten eine friedliche Tende^^sillg^^^ Von schweren Unglücksfällen anläßlich der

Feuersbrunst ist noch nichts gemeldet. Sieben beschädigte Soldaten sind in das Krankenhaus gebracht. Die Truppen wurden größtentheils aus der soW entfernt, um die Bevölkerung unterzubringen. An letztere wurden aus den Militärverpflegungs-Vorräthen sofort Naturalien vertheilt, um einer Hungers- noth vorzubeugen. Die Verpflegung der Truppen ist gleichwohl vollkommen gesichert. Der Herzog von Württemberg hat eine Commission betreffs Berathung über den Wiederaufbau der Stadt berufen.

nehmen, daß von Seiten des leitenden Cornitees beschlossen worden ist, die Ausstellungsräume bis zu möglichst vorgerückter Stunde zugänglich zu lassen An dem Schlüsse um 6 Uhr Abends mußte zwar officiell fcstgehalten werden, weil sonst eine Reinigung der Localitäten, die unbedingt täglich stattfinden muß, nicht möglich sein würde. So lange es aber irgendwie geht, soll mit Dem Schlußläuten gezögert werden, so daß bis gegen 6*/2 Uhr die Zuschauer geduldet werden und der Nachmittags-Ausflug von Hanau und Frankfurt immer noch ein lohnenDer bleibt. Vor den in jüngster Zeit eingetroffenen Ausstellungsgegenständen erregt ein Jaquard'scher Webestuhl von Lang Heinrich in Schlitz allgemeines Aussehen. Die auf ihm erzeugten Damaste toUer. sich ebenso DurchMdiegenheit der Arbeit wie durch Billigkeit auszeichnen und der ganze Appaw ein äußerst interessanter sein. Daß stets noch neue Objecte angemeldet werden, zeigt, das auch in den Kreisen der Gewerbetreibenden das Jntereffe an der Ausstellung ein lebhaftes t| und bleibt. ___

Lokales.

Gießen, 11 August. Se. König!. Hoheit der Großherzog traf gestern Nachmittag 4« von Romrod auf hiesigem Bahnhof ein und reiste alsbald 430 nach Darmstadt wieder ab.

Gießen, 1L August Ein seltenes Naturwunder ist gegenwärtig auf der Germania z, sehen, nämlich ein Hühnchen mit vier Beinen und einem Hundeschwänzchen. Dasselbe tont von dem Besitzer, Herrn Nonstadt, in Spiritus aufbewahrt, da es kurz nach dem Kufe schlüpfen starb.

Von all den nächtlichen Ruhestörungen, die in unserer Stadt vorkommen, dürften sich die meisten auf dem Lindenplatze resp. in der Lindengaffe zutragen. Mehrere Male in der Woch, werden die Bewohner dieses Stadttheils durch einen Lärm aufgeschreckt, der dem durch das it der S a ck'fchen Schlächterei liegende Rüffelvieh verursachten in nichts nachsteht und dazu r« Leuten, denen man solche Unarten nicht zutraut. Erft in der Samstags Nacht fand wietn eine solide Pelzwäsche statt, ohne daß die Herren Krakehler ertappt worden waren.

(Schwurgerichtsverhandlung vom 9 August.) Barthel Bätz Ehefrau vm Wernges, angeklagt der vorsätzlichen Brandstiftung, wurde Durch Erkenntmß des Schwui. gerichtshofes zu einer Zuchthausstrafe von 2 Jahren, abzüglich 3 Monate Untersuchungshaft condemntrt.

Unsere Localnotiz in der letzten Nummer, betr. das Stechen mit Meffern, werd» wir ersucht dahin zu berichtigen, daß keine Mcffer, sondernnur Hausschlüssel" gebraich wurden. Im Uebrigen wären die 3 jungen Leuten von den Studenten attaquirt worden uni hätten sich einfach ihrer Haut gewehrt.

Zerstörungshelden haben sich vergangene Nacht wieder hervorgethan durch Ruiniru eines Schutzgeländers und einer Pumpe in der Stephansmark.

Vermischtes.

Darmstadt, 8. August. Der Text des Festgedichtes zum 18. August lautet in feine: vollen und ursprünglichen Fassung:

Ihr, die für Deutschlands Macht und Große habt gestritten,

Die Ihr den Heldentod für's Vaterland gelitten,

Ihr Hessensöhne, die geblutet auf dem Feld Der Ehre,

Dem lebenden Geschlecht zum Preis, dem kommenden zur Lehre:

Euch sei dies Lieo geweiht I

Bleibt auch die Kunde von dem heil'gen Völkerkriege

Der späten Nachwelt aufbewcchrt; sind auch die Siege, Die Ihr erkämpft, im Buche der Geschichte eingetragen; Ein erzgegossen Denkmal soll in Die Lüfte ragen: Euch sei das Erz geweiht! .

Andächtig harrt die Menge rings in ernstem Schwelgen,

Bis ihrem Blick enthüllt das Standbild sich wird zeigen., Dann voll Begeist'rung, tausendstimmig, laßt den Ruf ertönen: Der tapferen Schaar, Dem Führer Heil! Heil Heffens Heldensöhnen! Euch sei der Tag geweiht!

Und wenn dereinst die Enkel hier vorüberwallen, Wenn mit gerechtem Stolz in deutschen Ruhmeshallen, Sie ihre Ahnen schau'n; dann wird auch Eurer nicht vcrgeffen, Die Ihr das Deutsche Reich erkämpfen halst, Ihr braven Heffen! Euch sei der Ruhm und die Erinnerung geweiht!

Offenbach, 8. August. Für die Abhaltung des nächsten im Jahre 1881 stattfinbe«» mittelrbeini chen Turnfestes ist nicht, wie man uns irrthümlich mitgetheilt und wir auch c. anderen Zeitungen entnommen hatten, Metz, sondernMainz" in Aussicht genommen.

Darmstadt, August. Zur Zeit entfallen hier auf den Kopf der steuerpflichtig-: m^ifttuna 85,5 Gulden Einkommensteuerkapital und wird unsere Stadt in dte,er Beziedn-- tton Gießen überflügelt, wo es 86,7 Gulden sind, während Mainz, wo auch überb Steuerschraube" geklagt wird, mit nur 78,2 Gulden verzeichnet erscheint. Von Inters Steuerjchr « v ^ 3Q ^M^rtsten Gemeinden unseres Landes mit einer» völkerung von etwa 260,000 Seelen 50,59 pEt. der ganzen Einkommensteuer zu rr richten haben. ------------

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 9. August. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner ».502, altes Heu JL » Stroh JL 2 2.30. Butter das Pfund im Gentner 1. Qual. 80-85 H, 2. Qual. 7t) , im Detail 1 Qual. JL 1.15, 2. Qual. JL 1.5-10. Eier daS Hundert deutsche italienische JL 5 80. Ochsenfleiscy per Pfund 60 70 H, Rindfleisch 50 H' Kchflei)^ bis 60 H, Kalbfleisch 48-55 H, Stier- und Farrenflnsch -

Schweinefleisch 65-70 H. Wurstpreise unverändert. Roggcnbrod - Kilo 3442 W brod, gemischt, 3 Kilo ÖO Schwarzbrot- 1 Kilo 20 Hühner ein Stuck 1 20- ßabnen M. 1.2080 Enten «X 2.20 2.60, Gänse <X 4.o0h, Tauben oO 60 ^. 2 toffeln »00 Kilo 6-6.50, Blumenkohl 1 Stück 40*0^, Wirsing »0-1^, Rolhk 20 - 30 Weißkraut 12-20 H, Kohlrabi das S uck 4-8 Kohlkraut » Rüben ein Bund - X Weißrüben ein Bund - Gurken zum Einmachen 100 Stuck l bis 2.60 JL, Gurken zu Salat 6-12^, Bohnen '/z Kilo 10-12^, Erbsen 15 ^ Z«i«b der Bund 60 4, Himbeeren das »/r Liter 18 Paradiesapfel das - Klosterbeerm- Pfund 12-14 ^7 Johannisbeeren 20-25 ^, Heidelbeeren »,2 Liter 6 Zuckes 100 Stück X 1 150, Kirschbirnen 1<»0 Stück 2"-2.5 «prikosen 100 Stuck b-1 Pfirsiche das Stück 10 JL, das Stück 12- 15 H, Kirichen V2 Kilo 12 ^ Sauerkirsche:.

Ganze Erbsen 19-24 Geschälte Erbsen 24-29 ®o9nen 18-24 Linsen 24- Z Hol-, je nach dem geschnitten X 1 45-bO der Centner. Steinkohlen der Centner 8- Tannäpfel der Hectolitcr 90 Lohkuchen 100 Stück 10

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