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stürzte er sofort auf ihn los und faßte ihn an der Kehle. Beide zerrten sich hierauf herum und kamen dabei in den Hausgang und in den Hof. Hier ging Schwalb wie­derholt auf Scherer los und darauf ergriff dieser ein m seiner Nahe liegendes Brett­stück und schlug oder warf damit dem Scherer auf den Kopf, so daß dieser taumelte und zu Boden sank. Der Verletzte wurde nach Hause gebracht und verstarb am fol- genden^age^^^^. be§ Angeklagten, Hern: Dr Gutfleisch dahier, plmdirte auf Nothwehr und nachdem die Geschworenen das »Nichtschuldig" ausgesprochen hatten, erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung. _

^Hausfrauen! Erfreut uns, daß nn^ArtikeHnseres berühmten Chemikers Drofessor ^ust. v. Liebig, der lange Zeit die verdiente Aufnahme beim Publikum nicht gefunden, ^durch einige practische Vortheile verbessert, sich in den letzten Jahren zu e ncm Bedarfsartikel bei den Hausfrauen emporgeschwungen hat. Wir meinen das Lieoig''che Backmchl der Liebigs-Manufactury zu Hannover.

Die vielen Vortheile zur schnellen Bereitung eines vorzüglichen Kuchens, Brodes oder sonstigen Gebäckes ohne Hefe und ohne aufgehen zu lassen, verbunden mit erhöhter Nährfähigkeit, leichterer Verdaulichkeit und größerer Schmackhaftigkeit, haben dem Mehle rasch die Herzen der Hausfrauen erworben, und soll dieser Hinw^s dazu dienen, die Aufmerksamkeit der Damen, welche das Liebig sche Backmehl nicht kennen, darauf zu lenken. Ich gedenke dabei noch eines andern Artikels der Liebigs- Manufactury zu Hannover: nämlich ihrerPuddingpulver." Man muß Ü^sreuen, daß sich die Wissenschaft heut zu Tage auch etwas mit der Küche besaßt. Mit dem Puddingpulver hat uns die Küchenchemie einen Artikel verschafft, welcher unS auf diesem Felde nicht mehr von der Laune oder Wissenschaft der Kochm abhängig macht. Jedes Kind kann in wenigen Minuten mit etwas Milch und Zucker einen vorzüglichen Pudding in Vanille, Mandel, Orange, Citrone, Caffee oder Chocolade ä laVanille Herstellen, und zwar besser und schmackhafter als alle Kochbücher es uns lehren. Em Versuch wird znfriedenstellen und überraschen. Sainrntlichen Packeten find vorzügliche Recepte beigegeben, die gegen Nachahmungen kenntlich find an dereine Windmühle darstellenden Schutzmarke".____________ _________

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Das Pianino kann am Vormittag des Versteigerungstags probirt werden.

Gießen, den 9. December 1879.

7984) M. Pilger, Concursverwalter.

Samstag den 13. d.

Vormittags 10 Uhr, sollen in dem hiesigen Pfandlocale ein vollständiger Wagen mit großem Kasten und eine Kuh öffentlich meistbietend ver­steigert werden.

Meßen, den 10. Dezbr. 1879. .

8030) Geißler, Gerichtsvollzieher.

8029) Die auf den 11. d. Mts. in Wtefeck anberaumte Versteigerung fällt aus.

Geißler, Gericktsvollzieber.

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Die Jnteressenden werden daher aus- qrefordert die Zahlungen an diesen Tagen -in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu ^^ualeVch wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage mr die ^nteressenden der Stadt Gießen, dagegen Lic übrigen Zahltage für die Auswärtigen destmimt^sindn ^^germeister werden er­sucht, dieses in ihrer,Gemeinde aus orts- Lbliche Weise bekannt machen zu lassen-

Gießen, den 28. November 1879.

Dor Rechner der Spar- und Leihkasse.

Kehr._____________

,-inserer Leser wiederholt auf die armen Vögel lenken. In Darmstadt hat der Thier- schutzverein die Initiative in dieser Hinsicht ergriffen indem er nicht allem die Fütterung b?! armen Vöaelin der Stadl anregte sondern auch außerhalb der etabt mGartenu. ,. w Duttttv ätze herrichtete, welche von Schnee und Eis befreit, täglich mit Futter bestreut werden^ Gewiß bedarf es auch hier nur dieser Anregung, um eine ähnliche Einrichtung ms Leben m rufen Betrachtet man die armen befiederten Burschen aller Gattungen und Arten wie sie dick aufgeblasen vor uns sitzen bleiben als wollten sie sagen: uns hungert -und frstrt, gebt uns Nahrung, wir kommen sonst um und können dann Euch euere Wohlthat nicht wieder zur befferen Jahreszeit vergelten, so muß manm Mitleid haben. Vielleicht findet sich unter unseren Leseren einer oder der andere der Zeit und Lust hat Line Sammelstelle zu errichten. Wir werden gerne behulflich dazu sein.

10 December. (Schwurgerichtsverhandlung.) Am 9. d. M. stand WiMlm Christian Scherer ran Niede"-Fl°rstadt vor den Schranken des Gerichts, angeklagt der Körperverletzung mit tödtlichem Erfolge.

Scher?r°?rbeste°e 1^06^0)-^ Sommer bei Schreinermeister Georg Schwalb m Offenheim als Geselle. Gleichzeitig mit ihm war bei Georg Schwalb auch dessen BrÄr Johannes Schwalb als Geselle beschäftigt. Scherer und Johannes Schwalb standen nicht auf freundlichem Fuße mit einander. Beide waren sich nicht hold und ,1s fnmcn ;n ftnlae dessen häufig Zwistigkeiten zwischen ihnen vor.

Am 17. August b- Js, einem Sonntage, kam Johs. Schwalo in einem ange­trunkenes ^ustanb? auf bie Heil'sche Kegelbahn zu Ossenheim unb gerreth horten mit 'bem ebenbaselbst anwesenden Scherer in Streit, Schwalb faßte den Scherer an der Keble und drückte ihn wider eine Wand. Letzterer setzte sich zur Wehre und fdilug leinersests auf den Schwalb. Die Streitenden rourten von den übrigen Anwesenden Getrennt Sckwalb begab sich in die Wohnunu seiner Mutter, wahrend Scherer m die Äeb7u una^ seines^^Meisters ging. Ersterer erzählte seiner Mutter, daß er mit Scherer Streit aebabt habe und bat diese ihn, zu Hause zu bleiben. Trotzdem begab sich Sckwalb in die^Wohnung seines Meisters und als er dort ankam stand Scherer bei stiner Meisterin in der Küche. Kaum war Schwalb desselben an^lchtig^geworden^so

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