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Donnerstag den 11. December
Str. 289
Mchener "Anzeiger
A,M- Hai AültMtt für ieu Kreis Gieße».
—X. « ■! ■■■ " ' 1 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. »ü Brmgsrloh«.
Oed«tttiOM»d«re<Mr \ **u[ftre6c B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch di- Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50
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Amtlicher Hheil. Bekanntmachung.
In Gemäßheit des § S des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über di- Naturalleistungen für di- bewaffnete Macht Im Frieden werden hiermit nach stehend. Durchschnittsmarkipreise vom Monat N-v-mb« 1879 1(M) fil(cglamm.
Gießen, am 6. Decmber 1879. Großh-rzogliches Kretsamt Gießen.
v vr. Boek mann. _______________—— -------
B ek an n t m a ch u n g.
M fltttw“um eine solche Beihülfe können, mit einer amtlichen Bescheinigung über die V.rhältniffe des Nachsuchenden versehen, au mich en.weder dir-ct, °b« 61 iinae|m,bt ""LrDireeior des landwirilsichaftlich-n Bezirks-V-r-inS Gießen.
langen Friedensepoche sehr hinfällig. Daß in Frankreich und Rußland auf ^abnebnte hinaus der gebraute Rachetrank bereit gehalten wird, darüber braucht sich doch Niemand zu täuschen. Je stärker nun das Gegengewicht der deutsch- österreichischen Allianz ist, um so bedrohlicher und schrecklicher wurde auch -ine Catast! ophe sein. Das G-sühl dieser Verantwortlichkeit snr einen Brand der alten W-lt ist die einzige Friedcnsbürgschast, die wir haben. Zur Zeit wird aber so viel mit dem Feuer gespielt und so maffenhast lagert der Zündstoff in allen Ecken, daß dt- osfietösen Versicherungen vom langen oder von dem bekannte» ewigen Frieden nicht allzu viel werth find. Ihre Wahrhei ist -ine beding,- und kürz-r lautet sie: Es bleibt Friede, wen» es nicht Krieg wird. Und das sieht allerdings ein Kind ein.
Deutschland.
m. Darmstadt, 7. December. Der Bericht des Finanzausschusses der ersten Kammer über die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern den Gesetzesentwurf, die Errichtung einer Landeskultur - Rentenkasse betreffend, erstattet von e>r. Erlaucht dem Grafen zuSolms-Laubach, ist erschienen. Derselbe fichrt aus wie der vorliegende Gesetzesentwurf, nachdem er in dem vorigen Landtage durch die Ablehnung von Seiten der ersten Kammer nicht zu Stande gekommen war,w^der von der Groüh. Regierung vorgelegt wird, und zwar ohne daß dieselbe bis jetzt dem von der ersten Kammer bei jener Berathung beschlossenen Ersuchen Holge gegeben hatte. Dieser Umstand veranlaßt den berichtenden Ausschuß , semeStellung zu ^ Vorlage ai^em- ander zu setzen und nachzuweisen, daß er seine bisherige Ansicht auch dann noch für die richtige'hält, wenn er jetzt auf Annahme des fraglichen Gesetzes antragt. Der Be- richt w^di-ff^M,i-hu»g. bkfer Wn Ägmm„ f0 kurz oor Schluß d-s Landtags voraeleglen Gesetzes lag nicht eine principielle Mißbilligung semer Tendenz, nur die Mnnuna daß ein weitergehendes Gesetz nothwendig sei, als dieses, sprach sich da aus was'auch di?se hoh! Kammer durch Annahme des Ersuchens bestätigte daß bald ein allgemeines Bodencredit-Jnstitut möchte ins Leben gerufen werden, das dann natürlich auch den durch das vorliegende Gesetz begünstigten Zwecken gedient haben würde Und in der Tbat scheint auch heute noch dem berichtenden Ausschuß durch den hier vorliegenden Gesetzesentwurf nur dem kleineren Theil der Roth abgeholfen zu sem m
<die"in so
-L nnn bobem Werthe Verbesserungen von Grund und Boden vorzuneymen, me IN so häufigen Sn nurburdiMammenwirfcn vieler, ganzer Gemeinden oder Verbände
Der ewige Friede.
An Abw-chs-lung fehlt es d-r osficiösen Pi-ss- nicht. Heut- ein Krieg- in.®i*t=MrtiM morgen der Beweis, daß unverkennbar eine lange Friedens, -poche^begonnen habe, heute Kanonendonner, morgen Fri-densschalmeien, hetff- vatriotische Entrüstung, morgen eine Liebeowerbung im Osten oder Westen mag daraus klug werde», wer da will, - wir nicht I Denn etwas anderes vermögen wir ans solchen wechselvollen Stimmungsbildern Beim besten Wille» ni*t zr> entnehme», als eine» Beweis sur oie von Tag zu Tag wirklich wechselnde Situation. Es wäre vielleicht «ichtig-r zuweilen auch Bester ur oas Land, welches, wie die Reicheregierung ja selbst gesagt Hatz vor allen Dingen Ruhe braucht, wenn man aus den leckenden politischen Kr-ism mcht loriwährend Nachrichten verbreitete, die von einem Extrem in s andere fallen, ©(tfes Schaukeisystem politischer Neuigkeiten, die uns heute irgend eine Eletzuug aus e'nem Flußdampfer als einen Kriegsfall, morgen dagegen dieselbe Sack- als angethan hinstellen, um durch gegenseitiges GMg-genkomqren dre neue Freundschaft bekunden zu können, erzeugt eine Art J®“!*
glaubt weder an den Ernst, noch an den Spaß weder an Feindschaft noch Freundschaft; man behält nur das Gefühl zurück, daß w' Grunde d - Erklärungen geschraubt, die Sätze gewunden, di- Worte sorgfältig gewählt sind daß man aber, ganz gleich, ob Krieg oder Frieden, vsstriös verkündet wird, in aden diesen Artikeln nur den Schatt erblickt, der selbst an das nicht glaubt, Ö Diesen Eindruck macht auch der neueste Artikel der „Poft", welcher mit
Behauptung beginnt, daß wir niemals in diesem Jahrhundert einer ge- sundein Friedensepoche entgegen gingen, als in diesem Augenblicke. Das kann mobl sein, es kann aber auch nicht sein. Man findet in jenem Artikel eine ausführliche und sachgemäße Werthschätzung der österreichisch-deutschen Freundschaft die bekanntlich von allen Politikern als werthvolle Fnedensburgscha »VnrhtPt worden ist. Denken wir aber — nicht etwa nur an die Möglichkeit *n di- Wahrscheinlichkeit anderer Factoren in diesem Rechenexempel, z^ B. /rDnf[(Cte Oesterreichs im Orient, an eine radicale Regierung der sranzöstschen Republik oder an eine entschiedene großrussische auswärtige Politik de« Peters' Bürger CaBinets, so ist der mathematische Beweis für die Rothw-ndigk-il einer
Bekanntmachung.
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Etwaige Bewerbungen um s°lch- Unterstützungen können Bei mir emgeret^t M landwirthschastlichen Bezirksv-r-ins Gießen.
Gießen, den 6. Deceuber 187^. Dr- Boekmann.
at{xT(ft Unterricht im Hufbeschlag 1880.
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7. in Gießen eintreffen. , „ B 6 u bei dem unterzeichnete» Präsidium schriftlich anzu-
Junge Schmied- ans Ob-rh-fl-n, welch- an dem Cursus TH-il uehm-n wollen , hav ffM i » sowohl, alä auch üBer di- Mittel zu ihrem
melden und dieser Anmeldung Nachweise über erworbene «chulkenntniste, bestandene Lehrzeit und gutes -o-nagen tvwu» , w ^"^""L^L^'L wird unentgeltlich ertheilt, dagegen haben di- Theiln-hmer an demselben für ihren Unterhalt selbst zu sorgen. Unbemittelte


