Bekanntmachung.
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:
Samstag den 11. Januar 1879,
Dienstag „ 14
Mittwoch „ 15. „ „
Donnerstag „ 16. „ „
Samstag „ 18.
Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legi- timiren.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind.
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 28. November 1878.
Der Rechner der Spar- und Leihkasse.
Kehr.
85) Die Lieferung des Bedarfs an Buchen-Scheitholz, Eoaks, Braunkohlen, (Böhmische und Habichtswalder), Dochte, Brennöl, (raff. Rüböl und Möhringöl, Petroleum, Stearinlichte, Zündhölzer, Lampengläser, Hanfheede, Leines, Makulaturpapier, Reiserbesen, Piasavabesen, Kernseife, Harzseife, Schniirgelleinen,Schwämme Waschleder, Putzlappen, Rüböl, rohes, Rüböl, gereinigtes, Talg, Vulcanöl, Bindfaden, Chlorkalk, Dcsinfectionsflüssigkeit, Klebgummi, Plomben und diverse Stiele soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.
Termin hierzu wird auf
Montag den 20. Januar 1879, Vormittags ll'/z Uhr, in das Geschäftslocal der unterzeichneten Direction Hierselbst anberaumt.
Die Offerten deren Eröffnung in Gegenwart etwa persönlich erschienener Submittenten stattfindet, sind francirt mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Betriebsmaterialien in dem bezeichneten Termin an uns einzureichen.
Die Lieferungsbedingungen nebst zugehörigen Bedarfs-Nachmeisungen sind bei unserer Central-Materialien-Verwaltunas- und Rechnungsstelle Hierselbst einzusehen und können gegen poitofreie Einsendung eines Baarbetrags von 50 $ pro Exemplar von derselben bezogen werden.
Cassel, am 24. December 1878.
Königliche Direktion der Maiu-Weser-Bahn.
163) Der Ausverkauf im Laden des Herrn Wilhelm Balser am Lindenplatz dahier wird
Sonntag den 12 d M., beendigt, und werden bis dahin die Waaren zu bedeutend ermäßigten Preisen abgegeben. Gießen, 6. Januar 1879-
M. Pilger, Massecurator.
Versteigerungen.
Montag den 13 d. Mt-., Bor mittags 10 Udt, soll auf dem hiesigen städtischen Bau- büreau für 338 «X Schreinerarbeit (Anfertigung von Schulgerätheu) veift.tgert werd n.
Güßen, den 8. Januar 1879. Großh rzogl. Bürgermeisterei Gießen. 204) A. Bramm.
Dienstag den 14. Januar u. die folgenden Tage, jedesmal von Nachmittags 1 Uhr an, werden im Laden des Herrn Wilhelm Balser amLindenplutz dahier sämmtliche Porcellan- undGlaswaaren, Figuren, Basen und kleinere Luxusgegenstände öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.
Gießen, den 9. Januar 1879.
197) M. Pilger, Massecurator.
Hermicthungen.
199) Ein Logis zu vermiethen, Lit. A. 78.
206) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen
Karl Bergmann, Gartfeld.
198) Ein kleines Fanrilienloigs ist zu vermiethen. Hermann Völker.
Weißbinder & Lackirer.
210) Zu vermiethen ein Familienlogis (3 Stuben, 2 Kammern, abgeschlossener Vor-platz, Küche und Zubehör) bei
Prof. Thaer.
flüßencr Concerl Verein.
Zweites Concert
Sonntag den 1%. dann ar. A.bends »5 </Är*)9
im Clubsaale
(Gedächtnissfeier für Ihre König]. Hoheit, die hochselige Grossherzogin Alice von Hessen und bei Rhein)
unter Leitung des Grossherzoglichen Universitäls - Musikdirectors Herrn Adolf Felclmer und gefälliger Mitwirkung des akademisch en Gesangvereins • sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Orchesters.
Programm:
I.
1) In memoriam. Introduction und Fuge mitUhoral
für grosses Orchester (D-moll) op. 128 . . von Carl Reinecke.
2) Chor: „Selig sind die da Leid tragen“, aus dem „deutschen Requiem“ für Chor und Orchester „ Job. Brahms.
3) Maurerische Trauermusik für Orchester . . . „ W. A. Mozart.
II.
4) Ouvertüre und Air aus der Suite in D-dur für Streichorchester...........„ Joh. Seb. Bach.
(Das Violinsolo vorgetragen von Herrn Universitäts-Musikdirector L Wolff aus Marburg.)
5) Chor : „Siehe, wir preisen selig Alle die erduldet haben“ aus dem Oratorium „Paulus“ . . . „ F. Mendels
sohn-Bartholdy.
6) Symphonie in H-moII für grosses Orchester . v Fr. Schubert, a) Allegro moderato, b) Andante con moto
(unvollendet).
Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricker’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der R u d olp h’schen Musikalienhandlung ä Jl. 2 (Sperrsitz ä 3.) zu haben.
*) Nach dem Anfänge eines Stückes bleiben die Saalthüren bis zum
Ende desselben geschlossen.
(202
Da bis zum 1. März der Laden geräumt werten muß, dauert der b's dahin fort und werden alle noch vorhande- । neu Gegenstände zu jedem nur annehmbaren Preise verkauft. (107) C. Frodieile
An sammUiche 0 rrorrbtrcibnibc brr
Stabt und des Kreises Gießen.
l82) An den unterzeichnet.n Vorstand des Gewerbvereins zu Gießen ist heute das nächst»hende Schreiben deS Comitd'S der Landes-Gewerbe-Ausstellung 1879 zu Offenbach gelangt:
Offenb ach, den 4. Januar 1879.
Sehr geehrter Herr 1
Zu unserem E»staunen und großen Bedauern vermiffen wir auf die, Ihnen Seitens der Eentralshlle des Gewerbevereins in Darmstadt, zugesandten Programme der von uns für diesis Jahr in Aussicht genommenen Landes- Ausstellung aus Ihrem Kieffe noch die entsprechenden Anmeldungen. Wir müssen hiernach an» ehu en, daß von den Jnleresjenten der Werth und die
Wichtigkeit euer Betheiligung an dem für unser Land gewiß Segen bringen-,
den Unternehmen noch nicht richtig erkannt worden ist und glauben, daß zur
Erreichung dieses Zneckes es sich vielleicht empfehlen dürfte, eine gemeinsame
Besprechung der Belhcil gteu, wie dies an anderen Orten schon geschehen, zu veranlaffen.
Das Comitd würde sich dabei durch mehrere seiner Mitglieder betheiligen, wenn dadurch die Thkiluabme gefördert werden könnte.
Indem wir uns der Hessin ng Hingaben, daß Sie, verehrter Herr, Ihre Bemühungen nut de» stnige» des Cowit^'s vereinigen werden, um das projec- tirte gemeinnützige Unternehmen zu Stande zu bringen, was nur bei reger Betheiligung von Seiten der Gewerbetreibenden des Landes geschehen kann, bitten wir, uns gefl. Ihre Ansicht mittheilen zu wollen und empfehlen uns
Achtungsvollst
Das Comite*
Indem wir dieses zur allgemeinen Kenntniß bringen, fordern wir sämmtliche Gewerbtreibetid. G'eßei s wiederholt aus, sich im eigenen Interesse und zur Ehre unserer Stadt recht zahlreich an der Ausstellung in Offenbach betheiligen zu wollen.
Zugleich bitten wir, uns möglichst bald von Ihrer beabsichtigten Betheiligung Kenntniß zu geben, damit wir zu der von dem Comitd in Offenbach beantragten Versammlung und gemeinschaftlichen Besprechung einladen können.
Gießen, den 5. Januar 1879.
165) Von heute an wohne ich in meinem neuerbauten Hause, in der Bismarckstraße. Christian Petri V.
154) Eine Wirthschast in unmittelbarer Nähe des Piebnmrkts, sich sehr zu einer israelitischen Garküche eignend, ist unter sehr vorthcilhaften Bedingungen zu verpachten. Näheres in der Exped. d. Bl.
Der Vorstand des Gewerbvereins in Gießen.
Dr. H. v. Ritgen.
211) Ein kleines Logis ist an eine ruhige Familie zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres
Sonnenstraße 104.
40) Die Wohnung des Herrn Professor Dr. Seuffert ist wegzugshalber per 1. April d. I. ganz oder getrennt zu_ver- v iethen. A Geisse.
86) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen bei Buchhändler Roth,
Marburgerstraße 179.
155) Ein Zimmer zu vermiethen, Flügelsgasse 95, 111. Stock.
172) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Heinrich Mühltch,
Wagner.
144) Das seither von Herrn Stadtrichter Bötticher bewohnte Logis ist per 1. April anderweit zu vermiethen. Frau Marie Noll, Wallthor-Schoor 184.
116) Ein Zimmer an 1 auch 2 Leute abzugeben._____H. Rain, Hammweg.
54) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, bestehend aus 4 Zimmern und Zubehör ist auf den 1. April event. auch früher zu vermiethen. Carl Stückrath.
150) Eine Wohnung von 4 Zimmern, Küche, nebst Zubehör, sowie der Mansardenstock ganz ober getrennt, auch ein einzelnes Zimmer zu vermiethen und- gleich beziehbar bei
Adolf Hoß, Schießgärten.
130) Eine Wohnung, bestehend aus- zwei großen Zimmern mit allem Zubehör^ ist zu vermiethen und sofort zu beziehen-
Emil Lotz, Kirchenplatz.
87) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Marburgerstraße 179.
134) Die Wohnung des verstorbenen Herrn Steuerrath H i r s ch ist per 1. Aprik anderweit zu vermiethen.
G. Patz, hinter Wenzels Garten.
vermischte Anzeigen.
201) Gastwirthen oder sonstigen soliden Personen ist der Verkauf eines überall leicht verkäuflichen guten Artikels bet hoher Provision zu übertragen Franco»Offer- ten sind innerhalb 8 Tagen sub jfi. I*, 800 postlagernd Karlsruhe (Baden) zu richten.
tiesttcht
wird für eine gute Stelle gegen hohen Lohn, zum alsbaldigen Eintritt, ein solides Mädchen, welches gründlich in Küche und Hausarbeit erfahren ist. Auskunft wird ertheilt auf dem Vermiethungsbüreau 208) Frau Müller, Löwengasse 161.
/ Technicum Mittweida.
/ (Sachsen.) — Höhere Fachschule, /für Maschinen-Ingenieure und/ 'Werkmeister. Vorunterricht frei./ Aufnahme: Mitte April n. October. /
Verloren
am letzten Sonntag biß zum Bahnhof ein Damenhut. Abzugeben gegen Belohnung 205) Neue Anlage C. 32 im 4. Stock.
196) Eine geübte Friseuse empsiehlt sich in allen vorkommenden Ball- und Abonnement-Frisuren. Neuenweg 124.
213) Ein Mädchen aus ordentlicher Familie wünscht auf bald eine Stelle für Haus- und Küchenarbeit. Nähere Auskunft ertheilt Vermietherin Frau Langsdorf, Lindenplatz 244.
Ein großer Schreibtisch mit Aussatz zu kausen gesucht u. bittet um Angebot
J. Rothenberger, 102) Lindenplatz.
177) Drei moblirte Parterrezimmer werden von einem einzelnen Herrn per 1. April zu miethen gesucht.
Näheres in der Exped. d. Bl.
Theater io Giessen.
(Cafe reib.)
Freitag den 10. Januar:
(3. Vorstellung im I. Abonnement)
Das bemooste Haupt
oder
der lange Israel.
Schauspiel in 4 Acten von R. Bcnedix. Kasseöffnung 7 Uhr — Anfang 728 Uhr.
200) Die Dlreetion.
Verantwortliche Redaction: A. ^vcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
ßrptditionSb
Grgeimäii' düch tfc tttrünf über bw WH tereßrntrnlmstn Natur der ß Finanz-, Sch an ufijei Ohr t
Was find nur nach der 3 riäll'tze Zvllpcl zusühren, so do fortwährend ftc es in des l)te bige Steuklqud möglich durch d zusttzen sucht, 1 Finanzzölle solle dern, d. h. da Gefahr, eririslt herrscht ii. A. 1 Schweiz. Die fie die Zölle nt hat. Än Stell „GrenMar/f" t>üi[nifle der S ünux den Nattr führen.
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