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5.10.1879 Erstes Blatt
 
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AlL *?Qd,en Achen. be­erend d-s naus iu 7 ganzen i6rtee.S n^';.in auch x^^nben iaU8"i»3«St Äns»^re d-rt finb^S"BS= Gerung unter I?er lichen äinffx ' h r> 1**4läÄ Sonairrenjfä^igfejf

und :n berÖfi\iUF9eben Mittiff wC n ^"Seren Arbeiter

W unb der allzu u>bnverh5ltnisse der Ichon badurch dessen

von Seiten der ver- >rauf hintzewiesen ist r iahrlichen Beiträge o lst doch eine solche Il§ «ne die ersteren trachten, denn 1. ist Arbeitgeber hat, unb loststänbig zu Hause Fabrikanten, je nach seine gesicherte mehr illftänbig unerreicht

mg für höchst nach- en würbe, schon im l, so wirb die allge- taatswohlstanbes be­ bekannt, baß von rdeit sür die Selbst- lon in Zungen Jahren erforderlich erscheint; ren, bas Nöthige für von welcher an sie illshören, fit würben durch sich fdbft unb ar auch bem Staate ch bie Productions- mächtigen.

it stehende Zmngs- etonen, daß wir die it ansehen; wir sind der Oberaussicht de? geben sollen, sich für Dasein zu verschaffen, g dm Unterstühungs-

sen betrifft, so stehen iu Gebote; allem wir verschiedenen ArbeüS- )rten durch geeignete durch die betreffenden icnfließen müßten; es n bedeutend erleichtert BetbeiligtenbegrüM «8 -» SLSL SS-* Dren und fler* E L8Z MS

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l,740,UU0 «A, die Exisienz dieser Kassen vollkommengch^^erssch^nen/danachunffrem Dafürbalten der Ertrag der Betriebssumme auch für die ausgedehnteste Verwaltung und alle erforderlich werdenden Einrichtungen vollständig ausreicht, so daß die Beiträge der Versicherten kostenfrei angesammelt werden könnten und dadurch um so nutz­bringender und für die wohlthätigen Ziele ausreichender würden.

Die Anmeldung für die Versicherung und die Qualität des Antragstellers dürften durch höhere Beamte der einzelnen Communen unter Mithilfe der Arbeitgeber entgegen­genommen und festgestellt werden können und möchte den ersteren eine vermittelnde Stellung der Centtalstelle gegenüber anzuweisen sein, da hierdurch der Verkehr im Allgemeinen;, auch bezüglich des Wohnungswechsels erleichtert und die Lage der Ver­sicherten stets in der zweckentsprechendsten Weife in Bezug auf ihr Verhältniß zu der Kasse controlirt sein würde.

Es kann nicht geleugnet werden, daß trotz aller Vorkehrungen ein großer Theil von Arbeitern in gewohnter Sorglosigkeit unversichert bleiben und in Folge dessen bei eintretender Invalidität den Gemeinden zur Last fallen wird, in welchen dieselben zufällig ihren Unterftützungswohnsitz erworben haben, wie dies zur Zeit ohne diese Einrichtung für alle Arbeiter der Fall ist; aber es würde die allgemeine Noth und der Drang zu deren Linderung von Seiten des Staates und der gesetzgebenden Factoren gar nicht, am wenigsten aber mit so großes Dringlichkeit hervorgetreten sein, wenn das Gesetz des Unterstutzungswohnsitzes überhaupt nicht so geschaffen worden wäre, wie es zur Zeit besteht.

Es ist allbekannt, daß den Städten industriereicher Gegenden, wo sich in besonders hervorragender Weise bei dem Aufschwung der Geschäfte nach dem deutsch-französischen Kriege Arbeiterfamilien aus allen Gauen Deutschlands zusammengedrängt haben uner­schwingliche Lasten bereitet wurden, daß dieselben jetzt schon vor ihrer Invalidität durch den Niedergang der Industrie den Communen zur Last fallen, in welchen die Communal- abgaben die Staatssteuern bereits um das Fünf-, Sechs-, ja Siebenfache übersteigen

Wir glauben, daß ohne ein Gesetz mit solchen Consequenzen die Noth welche heute zu io vielen außerordentlichen Maßregeln drängt, überhaupt nicht eingetreten wäre und daß die radicalste Heilung derselben in erster Linie mit der größten Sicher­heit dadurch herbeigeführt werden könnte, daß die Unterstützungspflicht Arbeitsunfähiger chren Helmathsorten wieder zufiele. Es wären hierdurch diese Lasten ganz gleichmäßig über das deutsche Vaterland vertheilt und dem einzelnen Ort im richtigen Verhältnisse nur das zugemuthet, wozu er naturgemäß und rechtlich verpflichtet ist und was er nach den gemachten langjährigen Erfahrungen mit nur geringen Ausnahmen auch leisten kann

Nächst dem Umstande, daß insbesondere Fabrikstadte bei der natürlichen Ansamm­lung von Arbeitern und deren Familien durch das so bestehende Gesetz überbürdet werden, gestatten wir uns, noch eines anderen gemeinschädlichen zu erwähnen. Neben oenzenigen, welche aus natürlichen und berechtigten Gründen sich an Orten niederlassen wo sie durch den Bettieb ihres Gewerbes sich die bestmögliche Existenz zu schaffen Ä^?'^6lcbt esauch erfahrungsgemäß eine große Anzahl, welche m der bloßen Absicht den Unterftützungswohnsitz erwerben, um ihn sofort nach dessen Erlangung ausbeuten zu können und diesem Unfug, der ganz gewiß ohne alle Noth und in der unzulässigsten Weise einzelne Städte, welche in der Regel das Ziel von vielen solchen Elementen sind, überbürdet, kann in keiner Weise gesetzlich entgegengetreten werden.

Es gehört dieses letztere Verhaltmß zwar nicht direct zu der an uns gestellten Frage, allein wir glauben dennoch, dasselbe nicht unerwähnt lassen zu sollen, da es zur gründlicheren Beleuchtung der Sache im Allgemeinen nicht überflüssig erscheinen kann.

Gießen, 4. Octbr. Die Wmtersaison scheint sich auch heute Nacht in der Natur ein- gefuhrt zu haben. Wie man uns mittheilt, war die Temperatur so gesunken, daß Eis in der Nähe der Ludwigsstraße am Bruchgraben gefroren war.

Einem bösen Buben von etwa i 6 Jahren, welcher sich durch Erbrechen eines Schließ- korbß mehrere Büchn (Hefte) k. zu verschaffen suchte, wurde dadurch das Handwerk gelegt, daß ,hn die Polizei einstecktc. 001

Handel und Verkehr.

Gießen, 4. October. Auf dem heutigen Wockcnmarkte kostete: Butter per Pfd. JL 1 ti8 1,10, Hühnereier per Stück 6 X Käse per Stück 59 H, Käsemattc per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 25 H, Tauben das Paar X Hühner per Stück

X 0.500 60, Hahnen per Stück Jt 0.801.00, junge Halmen per Stück JL 0.000.00 Enten per Stück JL 1.50, Gänse JL 34.50, Kartoffeln per 100 Kilo JL 6, »wiebeln ^r Eentner JL 6, Milch per Liter 16 und 18 Ochsenfleisch 70 H per Pfd., Kuh. und Rindfleisch oO56 H, Kalbfleisch 5052 H, Hammelfleisch 6070 X Schweinefleisch 60 bis 64 X

« Sv7 Dietz "i ®7e17n.bon Agenten des Norddeutschen Lloyd

Southampton, 1. Oktober. Der Postdampfer Donau Cavt fl? NnkNnL u .

Auszug aus denStsndessmtsreMrrn des Standesamts Gießen

Vom 27. September bis 3. October 1879.

Aufgebote.

h September. Fabrikarbeiter Heinrich Schäfer von Steinberg mit Margarethe Ulrich

von Watzenborn. 30. Tagtöhner Jeremias Ernst Schneider von Ockershausen mit Barbara Weunar, Tochter des verstorbenen Arbeiters Heinrich Weimar von Notb

2- M"? 3°h-"N-S Bap.,st° Wittwer von Rm^AnÄe

M,°d.th- Rudolphinc «-chw-r,, Tochter d.S UnIversttStsped.ll.n Johann Peter Schwa-, zv

Geborene.

n: September. Karl Johann Otto, Sohn des Schlosiers Karl Emden. 24 Mari-

mtlian, Sohn des Kaufmanns Hermann Katz. 26. Dem Schreiner Wilhelm Müller

24 Etn °°reh°ltch,r Sohn von -u«w°--s. 29. mSÄTmÄ

S le m ®s°6'- außerehelich von auswärts. 28. Johann Robert

außerehelich von auswärts. 28. Marie Margarethe, außerehelich von auswärts. 29 Kran»

7" auswärts. 29 Bertha, außerehelich von auswärts. 26 Dem Weinhändler Otto Mögenburg em Sohn. 1. Oktober. Eine außereheliche Tochter von auswärts

G e ft o r b e n e.

25. September. Metzgermeifter Georg Malkomesius L, 67 Jahre alt. 27. Eine tobte ^»eheliche Tochter von auswärts. 28. Landwirth Georg Dromershausen 24 I al von Wismar. 29 Katharine Besser, 23 Jahre alt, Dienstmädchen von Hol-Hausen, Kre?s Biedenkopf. -9. Wilhelm Christian, 4 Monate alt, Sohn des Bäckermeisters Karl Plank II

Oktober. Katharine, 4 Jahre alt, Tochter des Weißbinder, Balthasar Schmandt von Watzenborn. 2. Georg »citz, Landrichter i. P., 76 Jahre alt. 2. Johannette Christine ?aniaSJ ?Oi6?1*' ^^frau des Arbeiters Karl Kranz. 2. Bertha Caroline

' d'"T bC fiQi,eOm,l|i,TS "" IL ®IC6t fff- 3nfant«i

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Dem

Dem

Denselben, den 20. August.

Taglöhner Michael Heßler ein Sohn, Philipp, geb. den 14. August. Occonomen Philipp Schwan ein Sohn, Karl Konrad Georg, geb.

Getraute.

Den ?8. September. Karl Hermann Seybike, Schreiner dahier aus Sangerhausen und Anna Elise Müller, deS Wollbereiters CaSpar Müller in Ulrichstein ehel. Tochter. 9

Getaufte

2^- September. Dem Professor Dr. Etienne Laspeyres ein Sohn, Ernst Paul, Dtn Zu. jUlu

Den 28. September. Dem Lokomotivführer Louis Kinkel eine Tochter, Marie Philivvine

Bertha, geb. den 28. August. 7 r

Denselben. ~

Denselben. Dem den 8. August.

Denselben. Dem geb. den 15. August.

Denselben. Dem den 5. August.

Denselben. Dem Denselben. Dem Den 2. Oktober, den 26. Juli.

Schuhmacher Konrad Seipp ein Sohn, Heinrich Ludwig, geboren Schuhmacher Georg Appel eine Tochter, Luise Henriette Margarethe, Essenbahnarbeiter Justus Walther eine Tochter, Katharine Luise, geb- Arbeiter Philipp Klinkel ein Sohn, Ludwig, geb. den 27. August. Bremser Andreas Lauer ein Sohn, Ernst Karl, geb. den 21. August. Dem Wirth Heinrich Müller ein Sohn, Heinrich Ernst Max, geb.

Beerdigte.

Den 27. September. Georg Malkomesius, Bürger und Metzgermeister, alt 67 I. 3 M 18 T., gest. den 25. September.

Aeikqeöotenes.

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