Erscheint täglich mit Ausnahme deS Mo«tagS<
I) acb tkda jotttn blüh
steht nun seit von allen
gegen Hagel-
!■
driger als ich 1877 und - alle Erzeug-
dic Gesellschaft joron/rrte
»Swichk
PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh«.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
inwettrnt
Sortheik 'en neuesten l'ren für b'c der nicht in ^pie ganzer Achtungen t. Adresse:
•(814 * 175,2.60, modern zu
I, 6.- 8.- Wx-. und N, p. Meter te 132 Cent., zu Diensten»
•iligten über- - zu einer ' Normal- Gesellschaft d'AB-von enden) Prämie
en, welche auch llmRichMgen
iarhetw
Appeichem
Die Nachrichten über das Befinden unseres Kaisers lauten günstig. Nächster Tage gedenkt Seine Majestät von Wiesbaden nach Berlin zurück- zukehren.
Angefichts des Wiederzusammentritts des Reichstages ist die Bewegung für und gegen den neuen Zolltarif auf ihren Höh«punkt gelangt. Von den Kundgebungen gegen das Bismarck'sche Programm sind die Erklärungen der Hamburger Kaufmannschaft gegen alle Zölle, soweit dieselben nicht reine Fmanzzölle sind, und die des Münchener Magistrats gegen Erhöhung der Zölle aus Lebenöu.ittel herroizuheben. Den Aeußerungen der „Prov.- Cor resp." zufolge rechnet die Regierung noch immer darauf, daß die nationalliberale Partei ihrer Mehrheit nach dem Werke der Finanz und Zollreform ihre Unterstützung leihen werde. Innerhalb der liberalen Partei tritt indeß neuerdings die Forderung constitutioneller Garantien immer bestimmter als Pedti gung einer Unterstützung auf. Auch die Centrumspartei rückt jetzt mit ihren eigentlichen Absichten heraus. Ihre Organe erllären nämlich, die Partei habe die Pflicht, in der Bewilligung der Einnahmen die größte Vorsicht zu gebrauchen, damit die Regierung nicht zu viel Geld zur Erhöhung Les Milltäretats m die Hände bekomme: sie werde daher die Schutzzölle be- günstigen, die Fmanzzölle dagegen möglichst zu beschränken juchen. Bei dieser Sachlage wird es der Regierung einige Mühe kosten, ihren Willen durchzufetzen.
Dem Bundesrath ist eine Vorlage über den Ankauf des Raczinsky- schen Palais und einiger augrenzel den Grüntstücke zuvi Bau eines Parlaments- gebäudes zugegargkn. Der Gesetzentwurf über die neue Verfassung Elsaß- Lothrirgers Le^t der Allerhöchsten Lanction vor. Als zukünftiger Statthalter der Rcickslande und noch immer der Generalfeldmarsäall von Manteuffel gkrannt. Mit seiner Ernennung wüide die bisherige Stellung des Herrn von Möller, trotzdem der Präsident des Landesausjchuffes kürzlich die Hoff- nui g aulsprach, „unser verehrter, beliebter Oberpräsident^ werde berufen sein, dem Lande auch fernerhin seine hervorragenden Dienste zu leisten, jedenfalls ein Ende nehmen.
Die kaiserliche Marine steht leider wieder im Begriff, einen verdienten Osficer zu verlieren: Viceodv irol Hnk hat näv l'ch in Folge von Differenzen mit dem Ches der Almualüä, General ror Siosch um sen en Abschied gebeten, gleichzeitig aber eine Besctwerde gegen letzteren eingereicht.
Aufsehen erregte in Berlin der Nihil » stei Prozeß, welcher damit erdete, daß die drei angeklugten jur gen R. ffen der Propaganda für den Sociolismus schuldig erklärt und zu 4-9monatltchem Gesängniß verurtheilt wurden.
Oesterreich-Ungarn hat zur Feier dir Silbernen Hochzeit seines Kaisers glänze, de Festtage verlebt, t>mn herronagendste Momente in der Einweihung der zum Andenken on die R-itung d>S Kaisers aus Mörderhaud and tum Votiv Kirche und dem Festzug zur Huldigung deS KatseipaareS bestanden. Das ga> ze Fest wurde zu einer großa,tigen Ku> dgebung der Zusam- mengehörigketr der verschiedenen, m der P,r>on des Monarchen geeinigten Stämv e LeS weiten Reichs.
Auch in der Hauptstadt der Niederlande haben aus Anlaß des wegen des Lobes d.S Piinzen Heinrich b s jetzt verschobenen Einzuges des Köiigspaarcs zahlieiche Festlichkeiten stattgesunden.
In Rußland herrlchr seit Einsetzung der mit außerordentlichen Vollmachten aurgestatteten General Gouveitieure der SchiecktN Les Belagerungs- zupal des. Besonders rücksichtslos reifäbrt d.r aus dem letzten Fe dzuge durch seine energische VertheiLignng des E ch'pka Paff S bekam te General Gmko in Petersburg. Lretzdeu weiden sortwähre, d neue Mordanfälle geneidet. Wie es scheint, Hal die rufsiiche Regierung eine Revision des Völkerrechts in der Richtung, daß der Kömgsmord auch international verfolgt werden kann, angeregt.
Der neuerrichtete Staat Bulgarien hat in dem Prinzen von Battenberg, nm mehr Alexander 1., th en Herrsche gesunden. Am 29. April wurde derselbe ei» stimmig in der NotablemVersammlung zu Ttrnowa zum Fürsten erwählt.
Die Engländer bekamen zwar aus dem Caplande die Nachricht, daß die Festung Ekowe, in der Obeip Pearson Monate lang von den Zulus etn- gefchlossen gehalten wurde, ersetzt worden sei, konnten sich aber dies.S Erfolges Loch nicht recht freuen, da die britische Armee den Pl tz sofort geräumt und sich rückwärts concei trtrt hat, der Feldzug in Feindes Land mithin bis aus Weiteres gescheitert ist. Zugleich droben die aufstä difchen Boers im Trans- vaol-Larb, ten General-Geuvern'ur Bärtle Freie, der sich zu ihnen begeben, als Geißel zurückzubehalten, wenn ihnen nicht ihre Unabhängigkeit wiederge- g'ben würde. Ter Krieg am Cap ist also noch lange nicht zu Ende. Die Regierung fährt denn auch noch immer mit der Sendung von Truppenver- stärkungen fort. Die Königin Victoria ist von ihrer Reife noch Italien wieder in der Heimath etngetroffen.
Die Wahl deS noch im Gefängntß sitzenden, nach den Gesetzen nicht V^lbaren Blanqut hat tu Frankreich eine „Frage Blauqui" hervorgerusen,
GxpeditionSbrrreaur j Schulstraße v. 18.
Vieliscd Men' no»rj2/ ■**5üocbe”' welchen
ib,‘bflerzlo66
•IIer'
^'1018
welche der Regierung nicht geringe Verlegenheit bereitet- Wie es heißt, will letztere sich zwar für die Ungültigkeit der Wahl erklären, die Entscheidung aber der Kammer selbst überlasten. Zur Beruhigung der Radikalen hat Präsident Grevy von Neuem eine große Zahl Aufständischer aus dem Jahre 1871 — nicht weniger als 307 ! — begnadigt. In dem Kampf gegen die Klerikalen geht die Regierung um so entschiedener vor. Die betr. Minister lasten wenigstens über ihre guten Absichten keinen Zweifel. Der Unterrtchtsmimster Ferry erklärte auf einem ihm in Epinal gegebenen Banket, er werde seine Virlagen mit Nachdruck aufrecht erhalten, und der Cultusminister Lepöre in Auxerre, das Concordat dürfe fein leeres Wort bleiben, alle Geistliche, hoch oder niedrig, müßten dem Gesetze Folge leisten. Gleichzeitig hat das Ministerium den Erzbischof von Aix, der einen das Volk gegen die Regierung aushetzenden Hirtenbrief von der Kanzel verlesen ließ, bei dem Staatsrath wegen Amtsmiß- brauchs verklagt. Die Klerikalen schäumen natürlich über dies energische Vorgehen der Regierung vor Wuth ■— der „Monde" z. B. nennt die Ferry'sche Rede die officielle Verfolgung, welche eines chinesischen Kaisers würdig wäre — es wird ihnen aber schließlich doch nichts anders übrig bleiben, als sich dem Gesetz zu unterwerfen.
Lokale-.
Gießen, 3. Mai. (Sitzung der Stadtverordneten am 1. Mai.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bram m, Herr Beigeordneter Keller von Setten der Stadtverordneten: die Herren Batst, Gail, Grüneberg, Haustein, Kauf, Lüdeking, May, Ang. Noll, Pfannmüller, Sckeel, Schopbach, Wenzel und Wortmann. — In einer kürzlich abgehaltenen geheimen Sitzung der Stadtverordneten wurde den hiesigen Metzgern gestattet eine schriftliche Eingabe in Betreff der Erbauung eines neuen Schlachthauses an die Stadtverordneten Vcr,ammlung zu machen. Dieses ist nun geschehen, und kam die Eingabe heute zur Verhandlung. Sie lautet im Wesentlichen folgendermaßen: Die Metzger hegen wie früher so auch jetzt noch einmüthtg die Ucberzeugung, daß es nicht angehe da« neu zu erbauende Ecklachthaus an dem Platze zu errichten, welcher von den Stadtverordneten dazu auscrsehen sei. Die Gründe gegen den Platz sind folgende: 1. Zunächst ist eS die große 6nb fernung ves Hamm von der Stadt; die Interessen des Publikums sowohl al» auch der Metzger würden dadurch auf's Schwerste geschädigt, denn es würde alsdann a) der Transport de» Viehes nach dem Schlachthaus und der Rücktransport de» Fleisches nach der Stadt mit einem unverhältnismäßig großen Zeit- und folgeweise auch Kostenaufwand verbunden jein; b) würden die hierdurck erwachsenden Mehrkosten eine Erhöhung der Fleischpretse zur Folge haben; c) würde es den Meistern unmöglich sein, die nöthige Geschäfts-Controle und insbesondere auch die erforderliche Aufsicht über ihre Gehülfen auszuüben; d) würde bet der großen Entfernung von der Stadt und bei dem Mangel jeglichen Verkehrs in der Nähe des Platzes die Möglichkeit von Diebstählen und Verübung sonstigen Unfugs sehr nahe liegen, endlich e) würde die polizeiliche Controle sehr erschwert sein. An alle diese Gegengründe reiht sich 2. ein weiterer, welchem das größte Gewicht beizumeffen ist und der besteht in der nur allzunahe liegenden
Gefahr der Ueberschwemmung.
Wie sehr der, Hamm dieser Gefahr ausgesetzt ist, haben die Erfahrungen des letzten Winter» zur Genüge gelehrt. Trete eine Ueberschwemmung so plötzlich wie in diesem Winter ein, so würde taS Schlachthaus sehr rasch unter Master stehen und es nur sehr schwer oder
überhaupt nicht möglich sein, die darin befindlichen Fleischquantitäten sowie die Schlachtgeräth-
schaften noch rechtzeitig zu entfernen. Welcher Schaden dadurch für die Metzger erwachsen würde sei leicht zu ermessen, der Durchnässung, Verschlammung und Beschädigung des Schlachthauses selbst und der damit verbundenen Unzuträglichkeitcn gar nicht zu gedenken. Weiter sei zu erwägen, welche Mißlichkelten die zeitweise Unmöglichkeit der Benutzung des Schlachthauses nach sick ziehen würde. Sobald letzteres erbaut sein werde, würden die jetzt noch in der Stadt vorhandenen Schlachtemrickiungen sehr rasch verschwinden und liege darum die Frage nah, wo
und wie dann geschlachtet werden sollte, wenn das Schlachthaus plötzlich zeitweise unbenutzbar würde.
Diese Gründe dürften genügen, um von der Erbauung des Schlachthauses an dem dafür in Aussicht genommenen Platze auf dem Hamm Abstand zu nehmen und einen anderen geeigneteren Platz dafür in's Auge zu fasten. Als solchen bringen die Metzger in Vorschlag die Gegend oberhalb der Lahnbrücke auf diesseitigem User in der Nähe der Frtes'schey Brauerei
oder letztere selbst. Allerdings könnte gegen diesen Vorschlag eingrwandt werden, die Ausführung desselben sei im Interesse der am unteren Thetl der Lahn liegenden Badeanstalt nicht räthlich, weil diese durch Einleiten des Schwenkwassers und Blutes in die Lahn benachthetltgt werden würde. Dieser Einwand sei aber nicht stichhaltig, denn Blut wie Schwenkwaffer brauchten überhaupt nicht in die Lahn geleitet, könnten vielmehr in Cisternen aufgefangen und theils als Dungmittel benutzt werden, theils könnte deren Ableitung bei Nacht oder vermittelst einer Röhrenleitung oder eine» Kanals unterhalb der Babeanstalt erfolgen. Mas speciell den Vorschlag auf Verwendung der Fries'schen Brauerei zu dem gedachten Zwecke betreffe, jo sei zu bemerken, daß diese nebst Zugehör allerdings nicht denjenigen Flächeninhalt hat, der für bas zu errichtende Schlachthaus vorgesehen sei, allein sie würbe dennoch reichlich groß genug j in und für die Bedürfntste sämmtlicher hiesigen Metzger vollständig auSreichen. Mtt Rück,ia)t aur das Vorbemerkte glauben die Metzger bitten zu dürfen: Wohllöbl. Stadtverordnetenversamm ung wolle nach nochmaliger Prüfung der Sache beschließen, daß das neu -umbauen unmittelbar oberhalb der Lahnbrücke auf diesseitigem Ufer zu errichten, ob. o w Brauerei nach deren käuflicher Erwerbung dazu zu verwenden sei. a-kakten
Die Bau-Deputation, welche über die Eingabe bcrathen, beantragte ausdem früher^gefaßten Beschluß zu verharren. Die Bedenken und Gegrngründe der Metzger s^n " cht st'ckh ^ig. D ch die Unterführung des Bahndammes und Erbauung der projektirten S B q H- 9 und die Gefahr der Ueberschwemmung würde durch die vorgesehene tt 9 . j L . „ M anderen vorgebrachtcn Gründe als: Erhöhung der Lleischprc'se, Pc'.^zusehen ' Was^n und dgl. könnten nicht Veranlastung sein von dem gefaßten B tt 8 19 2. Punkt anlungt, s° fe, di- Frosch- °,.l ,uXÄibat?« M “X Ä iütfte «uß«rd.m darunt« Ruth l-td-n. N°4 d->■«»> WJ* 1 * * * * * * * T b *, G°N und «-ist Herren Wenzel und Hanstetn für das Gesuch ver rucetzg , v - , . , b
M« d°ss''b- m,s,pr-ch-n, b-IchU-ßt bie ®6er^m0”tain®d)laä)t”«u89am Hnmm «baut wird - früher gefaßten Beschluß zu verharren, so daß ai,o ca» v «n.bcr und Pb.
1879.
er


