Lokal-Nolt».
Steinberger.
Die Revaleeoibre bd ’
bet Tribüne angewiesen wurde, der in Anbetracht seiner weiten Entfernuvq vom Paradr- felde in keiner Weise geeignet war, die militärischen Schaustellungen übersehen zu laffei'. Lat sich wieder einmal jene ab und zu in die Erscheir.una tretende Genngschatzung br mtlitä^schen Behörden den bürgerlichen Jnteressm gegenüber geltend gemacht, so bt- -auecn wir dies lebhaft und sprechen an dieser Stelle bte Erwartung autz, baß für künftige Falle mehr den berechtigten Wünschen deS großen Publikums entsprochen werden woge Wir wollen nicht, dah bad militärische Jntereffe in Irgend einer Weise bedn« trächtigt werden soll, was aber gewih nicht geschah, wenn die Tribüne weniger entfalt von der Parade erbaut worden wäre. Jeder gut.,esinnte Bürger tra^tbet solcher Gelegenheiten, wie sie die jüngsten Tage boten, daS nicht unbillige Verlangen, Zeuze TÄSun^ WtMfgt uAerer Truppen i» ff
man ihm gar, seinen Wünschen Rechnung zu tragen, so hat man sich über ungereimte Ratsonnement^ hinsichtlich des Verbleibens der Steuern u. s- w nicht zu wundem. Unsere andere Bemerkung betrifft den Unternehmer der Tribüne, Herrn Eichbolz, unt> besteht einfach in dem Hinweis, daß eS nach unser« ^tnung vtele Jnhaber voi Tribünenplätzen gtcbt, die mit Erfolg auf Grund deS S- 263 bc8 Reichsstrufgesetzbuchü
8 8 o,lali*lg Hauptstadt hat wieder einmal bewiesen, daß sie aller Fluche des .heiligen Vaters" ungeachtet mit der Aushebung des Kirchenstaates und der Errichtung deS Königreichs vollkommen zufrieden ist, indem sowohl die Behör- den wie die Bevölkerung Roms den 8. Jahrestag des Einzugs der italienischen Truppen mit patriotischen Kundgebungen der verschiedensten Art feierten, -aste vorauszusehen, hat das Civilgericht in dem Proceffe gegen den vorn Papste eigenmächtig, ohne Rücksicht auf das Königl. Patronat, zum Erzbischof von Ebieti ernannten Priester Scilla dem öffentlichen Ministerium Recht gegeben, intern es die Ernennung als nichtig anerkannte. Papst Leo hat seinen Bruder, den im Jahre 1848 aus dem Jesuitenorden ausgetretenen P. Pecci, zum ^sten Vorsteher der vat.canischen Bibliothek ernannt. __
flaßen Fannie bete, 20. Sept- In der Gießerei der hiesigen Maschinenfabrik v°i Klein Forst u. Bohn Nachf. fand gestern Nachmittag Vi3 U&r eine Explosion statt, welche sehr unalückl'che Folgen hält? bringen können. Wie man vermu het, muß m den zum Umguß bestimmten, dem Erz betgefügtrn alten Ebenmassen.(^lleicht auch ° den Kohlen), irgend ein Zündkörper verborgen gewesen lein, der durch Erhitzmg un,li starker Detonation explodirte, so doß Eisen- und Ged aub et heile detz GießkcsselS ui^ dessen nächster Umgebung durch die Gewalt des Luftdruckes -erstort wurden. In d» unterhalb otr Einrichtung angebrachten Teich stossen glühende Eifenmassen au8 bta undicht gewordenen Kessel, so daß dessen Wasser im Nu kochte, ^^^^nbann Füllen des Kessels und mit der Wartung desselbenbeschäftigte Arbetter, Johann Sfa auS Geisenheim, einige Meter hoch mit fmporgeschleudert und, nachdem er von eira Anhöhe herabgestürzt, durch den Dampf des kochenden Gaffers an Arm, Brust u-i) Rücken arg verbrannt. Der Knall der Explosion war so stark, daß er /, Stunde wat iin Geisenheim) gehört wurde und in der nächsten Umgebung viele Fenfterschelb.n ein. weiWranaen In der Fabrik he.rschte große Bestürzung, da man im ersten Augenb .ü nickt wußte welches Unglück geschehen. Eine ernstliche Betrtebstorung wird jedoch ntjt "intkettn Daß nur ein^ Arbeit« beschäd.gt worden ist nur ein Zufall zu nennen, bt
: meist deren 40-50 in der Nähe des Gießofens beschäftigt sind.
01 ' - Gemüthliches von einem italienischen Jahrmärkte. In dem flecken Santa Sofia in den Apenninen unweit Forli gelegen, findet aUjahrlich am 16. Sepw^ ein Jahrmarkt statt, der von weit und breit her besucht wird. Wie man nun der v.L d'^talia" in Bologna aus Forli meldet, wurden Heuer auf dieser Meße wahrend der ch Stunden welche dieselbe dauerte, nicht weniger als zweiundsechzig Raubanfalle auf fen fiae Straßen'des Fleckens begangen, von denen jedoch, wie inder bezüglichen ^°rre ponvenz ruhn-^ü hervorgehoben wird, auch nicht einer den Verlust emes Menschenlebens zur Folge hatte._____
»“fetten, Nachmittags 3 Uhr, gegen Heinrich Schäfer II. ton SDwenrob, wegen °°n «°ng.nfchwar» wegen J
ClM; von Nende, wegen«.
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1 aS, gegen Heinrich «a.fer IV. W,» meaen Körververletzunq mit tödtlichem Erfolg; Verthetdtger Großh. Hofger.rAvvocat Metz.
9 Denselben, Nachmittag 3 Uhr, gegen Adam Anton Plitsch von Grüntngen wegen M R'dner ton Sachfenhansen », K°rvertn.etzung m't tödtlichem Befolg und Liebstahls; Verthetdige. Großh. H°fger..»t.«
Gießen, 28. September. Die voraussichtlich bis in die dritte Woche andaumdq Sckwuraerichts-Sitzungen vom IV. Quartal I I. werden Dienstag den 1. October, Mittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen und namentlich wahrend der ersten Woche nachbemrch Anklagesachen zur Verhandlung, bezw. Aburtheilung kommen: — Hnh ftJ
9 Den 1. October, Vormittags 9‘/t Uhr, gegen Johanms Wolf von Meches und mann Großer von Breslau wegen schweren Diebstahls; Vertheidiger Großh. Hofger.-Adcsci
Commission beschlosienen Aenderungsvorschläge gehen bahi", daß an die Stelle j ber Untergrabung" der bestehenden Staats- oder Gesellschaftsordnung Wort Umsturz" gesetzt w-rd-n, die beschlagnahmten G-id-r v°rb°t-ner Der- eine in'Verwahrung und Administration genommen weiden, das gänzliche bot einer periodischen Druckschrift erst nach zweimaligem Verbot einer einzelnen Nummer d-rfelb-n erfolgen oll. Ueber di- R-cursmstanz bei B-fchwerd-n war bis «u Anfang dieser Woche innerhalb der Commission noch keine Einigung erstell' Da indeß di- Majorität der Commissions-Mitglieder von der Ueberzeu- äwxää--
Stosck aus Anlaß der Interpellation über den Untergang des „Großen Kurfürsten" Auslassungen, über deren unbefriedigenden Charakter gegenwärtig nur X Stimme ist, in Verbindung mit persönlichen Erörterungen welch _ v ®enetal unmittelbar nachher mit dem Contre-Admiral ferner in Kie , < vi .-.ßfe cKOrae aebabt, daß der Letztgenannte, um die Marine hochver- Uente Officier seinen Abschied eingereicht hat. Die Commission für die Enquete über^die Lage der Eisenindustrie hat die Aufstellung der Fragebogen welche den Sachverständigen zur Beantwortung vorgelegt werden sollen beendet. Gleichzeitig haben die nach Nordamerika entsandten Commisiare für oie Tabak vivendT mit Pr-uß-n h-rb-izuführ-n trotzdem daß Verhan^ung-n darüber feit einiger 3eit in's Stocken gerathen sind, noch mcht auf geb en zu wollen- Wenigstens deutet man die Thatsache, daß er den mild^und versöhnlich lleslm- ten Erzbischof Schreiber von Bamberg nach Rom beschieden, wohl nicht mit iinrorGt bnhtn haft er dessen Meinung über die Mittel zur Beendigung der Ktrch^nstrestes'zu hören wünsche. Angesichts der immer staatsfeindlicher und a itidynastischer auftretenden Centrumspartei schwindet freilich die Aussicht au eine baldiae Herstellung des Friedens immer mehr. In der Provinz Po en werden bk angeblichen Erscheinungen der Muttergottes zu Agitationen für Losreißung der zum ehemaligen Königreich Polen gehörenden Landestheile aus- aebeutet 9in der Rheinprovinz erklären sich diejenigen Kriegervereine, tn denen fcaguftramontane (Element vorherrscht, gegenbie Vereinigung attei: beutWen Krieaeroereine unter betn Protectorat bes Kaisers, bie Caplanspresse berichtet i foa über di- d.m greifen K-is-r in H-ss-n S-ii-os d-r B-völk-rung darg-- bracht-n Kundg-bungen d-r Anhänglichl-it mit °ff-n-m Hohn und Spot I
Oesterreich steigert sich die Ausregung über die Schwierigkeiten, auf welche di- Occupattons-Arm-e stößt, zu einer immer b-d-rikUcher w-cheud-u Löbe ^n Ungarn speciell sind alle Parteien einig in der Forderung, daß U-^Arm-e untc® allen Umständen noch vor dem Winter aus Bosnien ruruckg^ >ogen werden müsse. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung seines Landes L9t der Ministerpräsident Tisza ein entschiedenes Veto gegen den von mtlitari- fch-r Seite als nothwcndig bezeichneten Bau einer Eisenbahn von Siffek nach Wnni Tinaeleat und für den Fall, daß der Bau ohne Zustimmung des Reichstages in ^Angriff genommen werden sollte, seinen Rücktritt in Aussicht gestellt. Bei dieser Sachlage ist es ein Glück für die Regierung, daß di- militärischen Operationen in letzter Zeit einen rascheren Fortgang nehmen: nicht nur daß die Pacification der Herzegowina schon als in der Hauptsache durchgefuhrt be- trachtet werden kann,'die C-pUulation von Bihae und di- Si-g- auf d-n Höh-n von S-nkowitsch schein-n auch di- Hoffnung zu begründen, daß di- Hauptkrast d-r bosnischen Aufständischen in einigen Wochen gebrochen fein ttcibe.
$ür(t Karl von Rumänien hat mit Rücksicht auf di- vom Bttliner Congreß genehmigte Unabhängigkeits-Erklärung seines Landes den Titel „Kon g- ltche Hoheit" angenommen und die bisher im Auslande unterhaltenen »diplomatischen Agenturen" in Gesandtschaften umgewandelt.
Die englischen Minister suchen zwar einer nach dem andern ihre Landsleute über die Zukunft zu beruhigen, indem st° behaupten, die orientalische Frage sei sür jetzt gelöst; trotzdem fühlt sich die öffentliche Meinung des Lau- des nach wie vor durch die afghanische Frage beunruhigt.
Frankreich war Gambetta ber Mann bes Tages. Die Reise bes -hem-lig-n Dictators durch das südöstlich- Frankreich gestaltete sich zu einem wahren ^Trimphzuge, indem er überall so glänzend empfangen wurde, als wäre er schon das Staatsoberhaupt. Seine Absicht ging dahin, den Ausfall der bevorstehenden Senatswahlen in einem der Republik günstigen Smne i" sichern. c>„ t6[nen Reden stellte er demgemäß ein förmliches Programm der republikanischen Partei auf Danach sollen alle antirepublikanischen Elemente aus der V-rwalrung, den Gerichtshöfen, dem Heere und der Geistlichkeit beseitigt wer- den. Mit besonderer Energie hob er die Nothwendigkeit des Kampfes mit dem Kl-rikalismus, den er schon früher als den eigentlichen Feind Frankreichs bezeichnet hatte, hervor. Di- Geistlichkeit, so erklärte -r unter dem jubelnden Beifall der Volksmenge, dürfe kein Vorrecht mehr haben, das Concordat muffe llrena durchgesührt, den vaterlaudslosen Bestrebungen der Jesuiten ein Ende gemacht werden.^ Die klerikal- Pr-ffe betrachtet dies- Red- nicht mit Unrecht als eine förmliche Kriegserklärung gegen den Katholicismus D-r durch se.nen Fanatismus berüchtigt- Bischof Fr-PP-l v°n Angers li-ß sich durch dw lbe zu dnem offenen Briefe an den Epdietator hinreißen, n we chem et biefen m d-n heftigsten Vorwürfen überhäuft und jämmerlich über die angebliche Versol-
Vermischte-.
Kassel °tn Betreff ber Kaisertribüne, auf welche so viele Leute, wie man sich ausbrückt^ reingefallen" sinb, bemerkt bie .Hess. Morgenzta.^ Zunächst bletbte§ um Srft&nblK wa?um uou Seiten beö königl. Gen«alkommanbo8 ein Platz zur Errichtung
XUen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ilfi Kosten durch die Heilnahrung:
9 Nr. 75928. Baron Sigmo von lOjähriger Lähmung an und Die Bevalescifere ist viermal so nahrbaft al8 Flestch und «spart b«
und Kindern 50 Mal ihren Preis in and«en Mitteln und Speisen. 5
Pret e der Bevalescibre V, Pfd- < 80 1 Pfd. 3 SO Ps
5 Pfd. 14 Jt, 12 Pst>. 28 JL 50 24 Pfd. 54 JL so 3 * i
Revalescibre Chocolat6e 12 Tasten 1 JL 80 24 Tasten 3 5
5 JL 70 120 Tasten 14 JL, 288 Tasten 28 50 A, b76 Dlsim " JC
Revaleacibre Biscuites 1 Pfd. 3 JL 50 ^, 2 Psi>. 5 ^4 und
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In (SieycR bei Philipp 8ehwt<«er.
REVALESCIERE von London.
Seit 31 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsener. und »nd«n odne W* und ohne Kosten bet allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, D^f Athem- Blasen- und Nterenlerden, Tuberkulose, Schwindsucht, dlsthm«. Hustrn, Un d \ Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwache, Hämorrhoiden, Wassersucht, F.eber, vch-- Blutaufsteiqen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst wahrend der Schwan« Diabetes, Melancholie, Abmagerung, RheumattSmus, Gicht, ^^sucht; auch ist^ { ; für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der ^m^^""^^öuziehen. aus 80,000 Ceriificatcn über Genesungm, dir aller Medicin widerstanden, worunt von Prosestor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. «ngelstein, vr. Sboreland Dr. .
festor Or. 5)eb6, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de BrShan, unv vielen and« • gestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt.
Abaekürrter Auszug aus 80,000 Certifitflfa«
Certifieat des Mcdictnalraths Dr. Wurzer. Bonn, 10. _ 1852^
Barry ersetzt in vielen Fällen alle Arzneien. Sie wird mit dem größten onp»«, allen Verstopfungen, Durchfällen und Rühren in Krankheiten der Urinw^ ^krenka^^ bei Steinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften «e^ngen ber ,
Zusammenziehungen in den Nieren und in der Bla e B äsen-Mittels nii'i ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch diese- wirN.ch bei HM- unb SBrulitrantteitoe. fonb.m auch bei ber 8=n8.n. und *
L. S. Rud. Wurzar, Medicinalrath und Mitglied mehrerer geehrten j
Nr. 62176. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die ** 18jahriges Leiden im Magen und in den Nerven, verdundm mit «Bgeeww« 0? nachdem Schweiß gänzlich beseitigt. J Eomparet, Wat« tote Bjmun. £ f.
Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren kgemeß« ich . Revalesciere und leibe seitdem nicht mehr an den Schmerzen m den Lenden, «e »m, langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In «einem 93. Jahre Wenb e der voMommensten Gesundheit. * .7 c?l,.annrtf,tt K
Nr. 64210. Marquise von Drshan von 7jähriger Leberkrankheit, SchlafiostgteU,^ an den Gliedern. Abmagerung und Hypochondrie. hAn ouna«»'1
Nr. 75877. Florian Köller, K. K. Militärverwaltn, Großwardein, von Lung« Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung. ,fSnnbelWeÄC
Rr. 75970 Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handele i in Wien, in einun verzweifelten Grade von Brustübel und dt^mnruttung.
Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkeit, Schlaslostgr


