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Vorstand,
Berlin, 26. August. Nobiling wird demnächst in ein Irrenhaus über- geführt werden. Das Benehmen des Verbrechers, der wieder ohne Festem, nur der Obhut eines Wärters anvertraut ist, läßt die anfängliche Vermuthung, daß derselbe eine Verletzung des Gehirns erfahren habe, wieder an Wahrscheln- ltchkeit gewinnen. Der Mörder verweigert auf die gestellten Fragen jede Antwort und verhält sich überhaupt seiner Umgebung gegenüber vollkommen apathisch. Seine Ueberführung in's Irrenhaus soll vorläufig nur zum Zwecke einer schärferen Beobachtung stattfinden, da die Ansicht, er simulire feinen Blödsinn, ihre wissenschaftlichen Vertreter findet.
Berlin, 26. August. Sin Telegramm der „Nordd. Allg. Ztg. aus Wien erklärt die Gerüchte, welche aus Anlaß der österreichisch-türkischen Con- ventionsfrafe von einem ernsten Zwiespalt in den Regierung? kreisen und der angeblich erschütterten Stellung des Grafen Andraffy wisten wollen, für toU» ständtg^unbegrundet.^ Ag." bringt eine Reihe von Mittheilungen aus den letzten Tagen des Aufenthalts des Kaisers in Teplitz. Denselben zufolge vermochte der Kaiser bet dem Abschiedsdiner am 23. d-, welches zum ersten Male wieder in Gesellschaft eingeuommen wurde und wobei der Kaiser lehr heiterer Laune war, beide Hände ganz gut zu gebrauchen. An die Mannschaften des preußisch-sächsischen Milttärcurhauses, welche der Kaiser am Abreisetag sich vorstellen ließ, richtete der Kaiser, nachdem er an jeden Einzelnen Fragen gestellt, eine Ansprache: Ich wünsche, daß es Euch bald gut bekommt, Mir ist es sehr aut bekommen. Ich war zwar noch nicht ganz fertig; mein Arm ist noch ; etwas steif. Ich reise heute wieder ab. Es ist ein schweres Mißgeschick, was . Mich betroffen. Wenn es noch vor dem Feinde geschehen wäre. Aber von i einem Unterlhan im eigenen Lande getroffen zu werden, daS ist doch recht hart.
Potsdam, 24. August. Zu der heute Abend stattgehabten kirchlichen Vermählungsfeier wurden der Bräutigam, Prinz Heinrich der Niederlande, und der König von Holland von königlichen Stallmeistern in einem sechsspännigen Hof'Galawogen abgeholt und von zwei Zügen Garde du Corps nach dem Neuen Palais geleitet. Ihre königl. Hoheit die Prinzessin Braut begab sich in dem sechsspännigen Hof-Brautwagen eben dahin. An der Capelle, wo das hohe Brautpaar unter den Klängen des Meyerbeerffchen Kronungsmarsches seinen Einzug hielt, wurde daffelbe von der Hofgeiftltchkett empfangen. Der Dom- vrediaer Kögel hielt die Traurede, welcher als Text der Spruch: „Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen" zu Grunde gelegt war, und betonte dabei die alte Familienverbindung, die zwischen dem Hohenzollern schen und dem Oranischen Fürstenhause bestanden habe und daß die heutige Verbindung von beiden benachbarten und befreundeten Nationen mit den wärmsten Sympathien begleitet werde. An den um 7 Uhr 20 Min. erfolgten Ringewechsel chloß sich die kirchliche Einsegnung des hohen Paares. Das Händel sche Halleluja beendete die kirchliche Feier. Das hohe Paar begab sich hierauf in den ©rotten» Saal und nahm unter dem dort aufgestellten Thron die Glückwünsche der Allerhöchsten Verwandten entgegen. Hieran schloß sich die Defilirkour fämmt- licher geladenen Gäste, unter denen sich vom diplomatischen Corps die Chefs und Militär-Attaches der Botschaften und Gesandtschaften befanden. Nach der Cour fand Galatafel im Marmor-Saale statt, wobei der Kronprinz nach bn L-uppe be» Toast auf das Wohl der Neuvermählten ausbrachte. Bei dem an die Galatafel sich anschließenden Fackeltanz gingen die Minister Maybach, Hobrecht, Graf Eulenburg, Hofmann, v. Stosch, v. Kamecke, v. Schleinitz, Graf Stolberg und die Generale v. Loen, v. Doyen und v. Groß, genannt v. Schwartzhoff, voran. — Die Rückfahrt des hohen Paares nach dem Stadtschloß erfolgte durch die festlich erleuchtete Sanssouci-Allee.
Bremen. Ueber die Versuche der deutschen Taucher am Wrack des .Großen Kurfürst" erhält die „Wes.-Ztg." folgende Mittheilung: Am 9. Aug. -ging ein Taucher hinunter und machte ein Tau an der Steuerbord-Fockwand fest, konnte aber, weil das Waffer zu trübe, nicht weiter kommen. Alles, was
Ä sich s?-mch nicht dazu herbeilaff.n, laut und öffentlich die Mansche a». Ml-nnen, aber sie wirb sie tefrecttren, tote sie 'nunkreich die Ctmlche
-l! L W//; ünd tn Oesterreich die Kirchen- und Schulgesetze. Ist dies ge- O//Wten, so verschwindet auch da« Märchen von der diolletiamschen Kirchenver- von Eng und damit steht einer Wiederherstellung des Inneren Friedens Nichts * Tklerikale „Gcurtier d'Jialie" wiederholt nachdrücklich, die griefcen^
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Politisches Wochenschau.
Die Hochzeitstage in Potsdam trübte die Abtoesenheit deS Kaisers er, Hebamm, . . 2Bmn au* Art nicht von großer politischer
el m dir SSrichri«^"^ (o „ doch die alten historischen Familienbande der Für- , --------------«„Häuser und das gute Einvernehmen der Völker.
Der Sitzungssaal deS Reichstags wird in der neuen Session eine »er. UPlnblltOlM Physiognomie zeigen. Durch den bedeutenden Zuwachs der Deutsch-Co», ue ARlägt i 8 ^Eutschen Reichspartei hat die rechte Sette des Hauses eine
n, ^onttm^,,hn5nfc(TUnfl' „fahren wüffen. So werden die elsaß - lothringischen Protestler > in jeder Sltii . nltrümontancn, die bis jetzt vor den Polen auf der rechten Seite gesessen, PmsMirmikjHk# * Quf fceT äußersten Linken vor den Socialdemokraten einnehmen.
ganze rechte Feld ist von den Deutsch-Conservativen und der deutschen bcr' besetzt. Ihnen schließt sich das Centrum an, waches wegen der
ns Wchev Gvd - - N^rteiaruvven mehrere bis jetzt von demselben occupirte Plätze an die 'SSÄ , dagegen mehrere ftüher von den National'
w. Hiialcn innegehabten Sitze erhalte» hat. Links °°m^Präsidium^sitzen> nach tou ^m^7«die National-Liberalen, die Gruppe Löwe und die Fortschrittspartei, aus KirthMail^ selten die Autonomisten und weiter links die Dolkspurt-iler und * ein Mehgn-, bcr äußersten Linken die 9 Socialdemokraten, die Polen behalten ihre Sitze ilnergeidmft rc-bckW letzten Bänken hinter den Conservativen. Die Führer der Parteie verpachten- MW« alten Sitze inne. n k
Die socialdemokratische Bewegung in Deutschland ist mit der tüchtiges FrauevrivG vumpfen Gährung, welche ganz Rußland durchwühlt, nicht au sein 1789 sein 1848 zu erwarten m^ine ältere Person gji, ^brn das bereits hinter uns. Für uns ist der Kampf zwischen Staat jagt dieWed^^^ Kirche vielmehr der Prüfstein gesicherter, staatlicher Fortexistenz geworden
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Bekanntmachung
feie ueseülicke« Dorfeerunaen an Stnfeirenfee aus feem Sommer-Semester 1878 betr.
U1 "Eben den ihnen durch Art. 136 der Statuten zugewiesenen Vorzug verlieren.
llltllllltlQ Gießen, den 24. August 1878. . zr. . <
Großherzogltches Umverfitats-Gericht.
aas 8 Uhr, Haberkorn.
Convention die
alte JÄ ExpEtät des Sultans über die von Oesterreich zu occupirenden Gebiete formell zuzu. __________ Hätte sich nun die Occupation wirklich so vollkommen friedlich voll-
—7—tote Graf Andraffy mit stolzer Sicherheit vorausgesagt hatte, dann hätte Souveränetäts-Anerkennung der Großtürken sich den Volkerni der öfter- ? vchisch-ungarischen Monarchie immerhin noch in irgenb einer Weise plausibel W aber, nachbem so viel österreichisches Blut gefloffen unb
—fließen wirb, kann es nicht fehlen, baß biese ausbruckliche Anerkennung bei Wen Souveränetät in ber ganzen Monarchie einen solchen Sturm ber
W* ^^^ArMuna entfeffeln wirb, baß Graf Andraffy genothlgt sein wird, sich ent- frW be? dem für den »nsang »ÄTi W^nn^u-w All-S. was
^P|?aÄ’liehen, war -m. Leiche, welche er vom Schiffe frei gemacht hatte und trei.
Ter klerikale „Courrier d'Jtalie" wiederholt nachdrücklich, die Friedens- " 6ocg milden Berlin und dem Vatican sei dieBulle aus dem Jahre 1821, ^.eo?M"'1mie die stillschweigende Nichtbeachtung der Maigesetze, ferner eine Amnestie D nnoncen 4k Erzbischof Ledochowski verzichtet gegen eine Amtsverlcihung
mgVOD der römischen Kurie wahrscheinlich freiwillig auf die Rückkehr nach
. bestens enlP Mitschland. ,
dar Annoncen beT t «ndrassv hat zu Ende der vorigen Woche dem österreichi- n wie aücbl, Qaifer seine Demission gegeben, die jedoch von dem Monarchen vor- S Ä U fier ©rund zur Demission ^des Ministers ,k IG nicht in seinem schweren Jrrthum bezüglich der Stimmung der bosnischen Bevölkerung gegen österreichische Occupation, 'n dem fatalen Rechenfehler ff ner Pol'lik, der fich darin zu pißt, daß


