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— (£t auers® rief märten.) Eine hocbadelige und sehr empfindsame Dame fühlte sich kürzlich autzerst schmerzlich durch die Nothwendigkttt berührt, ihren Briefen und faireparts durch welche sie einen erlittenen Verlust ihren Verwandten und Bekannten anzeigte und die selbstverständlich die schwärzesten Trauerränder und schwärzesten Wappenstempel hatt n, freudig-rothe und hoffnungsvoll-grüne Briefmarken aufkleben zu müssen. Wie man sich erzählt, hätte sie sich daraus an den Generalpostmeister mit einer Eingabe gewendet um Einführung gleichmäßig schwarzer, beziehentlich schwarz-weißer Trauer-Briefmarken für die distinciuirten Kreise der Gesellschaft. Wie man sich weiter erzählt, hätte der oberste Postchef der sonderbaren Bittstellerin den Bescheid rugehen lassen, daß er aus sehr stichhaltigen Gründen sich außer Stande sehe, ihren Vorschlägen näher zu treten, dagegen eine Verfügung erlassen werde, wonach alle Postunterbeamten In Zukunft die farbigen Marken auf schwarz-geränderten und eleganten Briefen be sonders schwarz und dick abzuftempeln hätten, um auf diese Weise die Harmonie hrrzustellen.__
Literarisches.
Die Weltgeschichte, nach unterrichtlichen Grundsätzen bearbeitet von Friedrich Lauer. Sechste, besonders in der englischen Geschichte erweiterte und bis zum Frie- drns-Veitrage von San Stefano fortgeführte Auflage. Gießen, bei E. Roth. (2 Diese soeben erschienene sechste Auflage ist im Mittelalter erweitert durch die Erzählung des 30jährigen Bürgerkrieges zwischen den Häusern Lancaster und Aork in England und in der Neuzeit durch die Abschnitte, welche den Ausstand in der Herzegowina, in Bosnien und Bulgarien, den ferbisch-montenegrinisch-türktichen und den russisch-türkischen Krieg bis zum Friedens Vertrage von San Stefano erzählen. Bis jetzt ist unter allen ähnlichen Büchern das obige das erste, welches bis zu genanntem Friedensvertrage sortgeführt ist. Durch anschauliche, zusammenhängende Erzählung der Ereignisse von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart in klarer, faßlicher Sprache, durch genaue Angabe der geographischen Lage eines jeden vorkommenden Ortsnamens, durch richtige Aussprache Beze chnung der fremden Eigennamen, durch Vermeidung ünnöthiger, schwer zu behaltender Ausdrücke zeichnet sich dieses weit verbreitete Schulbuch vortbetlhaft aus, und kann der Lehrer damit bald gute Resultate erzielen, ohne daß er sich auf den Unterricht lange vorzubereiten oder während desselben allzu sehr anzustrengen braucht.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 24. April. (Fruchtbericht.) Während die Händler sich unausgesetzt über die nichts weniger als günstige Geschäfts-Conjunctur beklagen, sind unsere Lano- wirthe mit dem Saatenstande sehr zufrieden. Der dieswöchentliche Marktoerkehr ist durch die Feiertage derart beeinträchtigt, daß von einem regelmäßigen Geschäft keine Rede fein kann. Die von auswärts vorliegenden Berichte lassen eine entschiedene Tendenz nicht erkennen. Es ist constatirt, daß Weizen aus der Umgegend bedeutend weniger dringend wie seither offerirt wird, während prima fremder Weizen viel eher hieher zu renttren verspricht. Für Roggen bleibt die Stimmung anhaltend matt. Frankreich sowohl als Norddeutschland versorgen uns beständig mit Waare und Angesichts des stockenden Mehlabsatzes find unsere Müller noch immer sehr reseroirt. Fürs erste ist die Saison zu Ende und wenn auch zuweilen Kleinigkeiten darin umgesetzt werden, so sind die bezahlten Preise durchaus nicht maßgebend. Hafer scheint matt zu liegen und wurde höchst wenig gehandelt! Unser nächster Hauptmarkttaq findet nunmehr kommenden Montag, den 29. d. M., statt. Folgende Course lassen sich schätzungsweise feststellen: Weizen ab unserer Umgegestd 233/4—24, fremder frei hier JL 24—25; Roggen JL 17—18% je nach Qualität; Gerste JL 19—22; Hafer JL 14% bis 16%; Hülfenfrücbte verlassen. Mehlmarkt tobt.
Frankfurt, 23. April. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war sehr gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner JL. 2.50—3.20, Stroh per Eentr. JL 2.15 bis 2.30, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. JL 1.10, 2. Qual. JL 1.—, im Detail 1. Qual. 1.20—30, 2. Qual. JC. 1.10—15, Eier das Hundert Jt 4.80—6. Kartoffeln JL 7.— per 100 Kilo. Fleifchpreife: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 Kuh- u. Rindfleisch 55-64 Kalbfleisch 60-70 Hammelfleisch 55-68 H, Schweinefleisch 70—75 H. Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 28—33 JL, ganze Erbsen 24—28 Bohnen 25—28 JL, Linsen 28—36 JL — Buchenscheitholz per Quadrat Meter <At 10.50 bis 12.50, Tannenscheitholz JL 6.80—8.50. Heut«, waren Spargeln in reichlicher Menge am Markte vorhanden und wurden meist von Händlern für Hannover, Hamburg und Bremen das Pfund zu 80 H aufgekauft. Mai-Fifche, eben eine gesuchte Speise, wurde mit 80 H das Pfund bezahlt.
Limburg, 24. April. (Fruchtbericht.) Rother Weizen 20.90, Weißer Weizen JC. —, Korn JL 14.50, Gerste JL. 12.25, Hafer JL 7.70. (Durchschnitts-Preis pro Malter.)
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