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Herren E- Ebel, W. Wagner, Jac. Nuppel, Wilh. Löber VI., Carl Zwesch und,später eingetretene, immerhin bedeutende Wachsthum des Bundes

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Den 20.1 ^erseldwebels , Hannettr Kath itjd. Tochter.

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Den 19. ^eb. dm 12. O

Den 17. Ahne, eheliche

Den 21. i u.ib Schreiners.

ftützung, welche die serbische Sache bei den Beschlüssen des Conqresses seitens cer kaiserlichen Regierung gefunden habe. In der darauf erfolgten Antwort soll dem Fürst vom Kaiser die wohlthuenbste Aufnahme dieser Dankesäußerung und gleichzeitig die Zusicherung ausgesprochen worden sein, daß Fürst und Land, rote früher so auch künftighin, in Allem, was ihr Wohl betreffe, der wohl' wallendsten Unterstützung sicher sein könnten. In analoger Weise drückte schon früher der Fürst Milan schriftlich seinen Dank an den Grafen Andrassy aus.

DiePol. Corr." meldet aus Konstantinopel von heute: Mehemed Ali hat bereits seine Beschwichtigungs-Mission nach Kossovo angetreten und geht sodann zu gleichem Zwecke nach Prizrend und Skutari. Dasselbe Blatt meldet aus Athen: Gestern ist der Minister des Aeußern Delyannis von seiner europäischen Missionstour zurückgekehrt. Große kriegerische Aufregung hat sich neuerlich Athens und ganz Griechenlands bemächtigt.

Kairo, 23. August. Officiell. Der Khedive nahm die Anträge in dem Bericht der Enquete-Commission an und beauftragte Nubar-Pascha ein Ministerium zu bilden, um die zur Ausführung der Anträge erforderlichen Reformen ein­zuführen.

Teplitz, 23. August. Kaiser Wilhelm empfilg heute Mittig eine Depu­tation der Bürger-Ehrenwache, dankte derselben für die Opferwillizkeit der Bürgerschaft und versprach ein großes Porträtbild mit Widmung zu senden für die ihm bewiesene Thetlnahme der Bevölkerung. Den Armer der Stadt schenkte der Kaiser 1000 Mk. Abends kurz vor 8 Uhr fuhr der Kiffer in offenem Wagen durch die festlich geschmückten Straßen nach dem Bahnhofe. Die Ehrenwache und freiwillige Feuerwehr bildeten Spalier. Unabsehbare Menschenmassen riefen dem scheidenden Kaiser Lebehochs und Scheidezrüße zu. Kurz nach 8 Uhr erfolgte die Abfahrt, nachdem der Kaiser auf dem Bahnhofe noch den Bürgermeister und andere Vertreter dec Stadt, sowie viele deutsche Kurgäste durch Ansprachen ausgezeichnet hatte.

Der V. Delegirtentag der Allgemeinen Deutschen Krieger« kameradschaft und seine Bedeutung für das Deutsche

Kriegervereinswesen.

Wenn Schreiber dieses cs übernimmt, über die Verhandlungen des vor Kurzem hier stattgehabten Kriegertages zu berichten, so muß er nothwendigerwetse zur Klarstellung der Ber. hältnisie zurückgehen auf die Entwickelungsgeschichte der Kriegervereine, ihrer Verbände und auf die verschiedenen Phasen ihrer Vereinigungsbestrebungen, welche ja hier zu einem gewissen Abschluß gelangt sind.

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Beweis für die Vorzüglichkeit seiner Institutionen, sondern nur dafür, daß der Drang nach Vereinigung die Mängel derselben übersehen ließ. Die Organisation desDeutschen KrieqerbundeS" mit seinem Präsidialsitz in Berlin, ist kurz folgende:

Deutschland ist bezüglich der Verwaltung in 33 Bezirke eingethcilt, deren jeder sich aus einem oder mehreren LandwehrMegimentsbezirken zusammensetzt Jeder dieser Bezirke erhält durch das Bundespräsidtum zu ernennende, bezw. zu bestätigende Bezirksvorstände, welche die Verfügungen des letzteren auszuführen haben. Die höchste Behörde des Bundes ist der Delegirtentag, der alljährlich stattfindet.

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Ludw. Herbert III. gutgeheißen. Den Bewohnern des Hamm wird eine Laterne bewilligt. Die Genehmigung des Schießplatzes an die neu gegründete Schützengesellschaft wird aus­gesetzt. Die Einladung zu den Festlichkeiten des Forstvereins wird den Stadtverordneten mitgetheilt. Einem Ansinnen Großh. Oberförsterei Schiffenberg, betr. Anschaffung eines Weg- Hobels wurde insofern entsprochen, fragt Hobel auf Rechnung der Stadt zu übernehmen, wenn derselbe bei den Versuchen im Stadtwalde sich bewähren sollte. Den Herren G e br. S ch om b er werden 10 Mr. Lahnkies zur Auffüllung des Straßenbankets bewilligt. Die Voranschläge über Pflasterung in der Bismarckstraße und Grünbergerstraße werden vorgelegt und gutgeheißen. Herrn Jng. Merz wird die Anlage eines Steingutrohrs, zur Aufnahme von Abfallwaffer in den städt. Canal, zugestanden. Einer Anfrage von Herrn Geometer Buttron betreffend Neu- Vermeffung und Versteinung von städt. Gelände wird nicht entsprochen, weil bis jetzt keine Roth wendigkett vorltegt und auch das gesammte Feldrecht dieses bestätigt. Unter Beiwohnung des Herrn Realschuloirektors wurden in geheimer Sitzung diverse Freistellen an Schüler der Realschule vergeben; ebenso in geheimer Sitzung die neu zu ernennenden Schutzmänner erwählt. Es interessirt vielleicht den einen oder anderen unserer Leser, wenn wir die Namen derselben hier verzeichnen. Es sind dies: als Wachtmeister Gendarm Caspar aus Darmstadt, als Schutzmänner: Sergeant Göbel vom 115. Rgt., Sergeant Ochs vom 115. Rgt., Sergeant Müller vom 115 Rgt., Sergeant Bommersh eim vom 116. Rgt., Unterofficier Pfeffer vom 116. Rgt., Schutzmann Dönges von Darmstadt, früher Sergeant im 116. Rgt., Polizei- diener Weibert von Alsfeld und prov. Briefträger M üller von hier.a.

Gießen, 21. August. W-rthe (Sctnnerungm an vte Hetaiath wirken besonders mächtig, wenn sie uns in der Fremde unerwartet entgegeatreten Berichterstatter hatte vor einigen Tagen Gelegenheit dies wieder an sich zu erproben. B-t einer Reise in Norddeutschland benutzten wir die Gelegenheit der (auch gegenwärtig noch im Gang befindlichen) Provinzial GewerbeauSstellung in Hannover einige Stunden zu widmen. Die genannte Ausstellung erfreut sich einer großen Anerkennung, unseres Erachtens mit vollstem Recht und legt ein rühmliches Zrugniß ab von der Leistungsfähigkeit des früheren Welfenkönigrctchs. Als wir nun tn den weiten Hallen die für die Wirke der Bildhauerei bestimmten Räume betraten, fühlten wir uns wie nach Gießen verletzt. Wir standen vor dem uns wohlbekannten Grabmal der Familie Gail. Die A chitectur war andeutungsweise tn Holz nachgeahmt. Im Mittelfeld der sterbende Krieger mit dem Genius, rechts und links der segnende Israel und der Jünglmg von Naim. Eine große Photographie stellte das tmponirende Grabmal vor, wie es da-ier thatsächlich ausgeführt ist. Der allgemeine Plan und die Architektur stamme a bekanntlich von Herrn Professor von Rttgen dahier, dagegen die gesammte Bildhauerarbeit ooaHerrn Friedrich Küsthardt in Hildesheim.

t, ®inc, breite Wand, sehr tn die Augen fallend, war mit Abgüssen der wichtigeren Arb^ten dieses trefflichen Künstlers besetzt- Unter diesen tnteresstrte uns noch besonders die Büste der verewigten Frau Commerztenräthin Gail und die für das genannte Grab bestimmte Statue der Hoffmng. Während wir dies vorzügliche W.-rk, unseres Erachtens das bedeutendste plastische Kunstwerk der gesummten Ausstellung bewunderten, entstand eine gewisse Bewegung im Publikum. Es wurden gerade die Resultate der Preisoerthetlung durch Colporteure verbreitet. Wir verschafften uns ein Verzeichn ~nb richtig unsere sichere Erwartung wurde nicht getäuscht. Herr Friedrich Küsthardt hatte den ersten Preis erhalten. Diese Nachricht dürfte auch dahier, wo Herr Küsthardt viele freund- und oerwandschaftltche Beziehungen besitzt, mit Genugthuung vernommen werden.

verflossenen Donnerstag löste sich in dem Brüel'ichen bet Bieber eine ungeheure FelSmasse los und zwar neben der Stelle nnh tV'JSÄ«? Zeit der Besitzer des Bruches, sowie mehrere Arbeiter getödtet Durch das Herunterstürzen der Masse trat eine sog.

Kck. H «nfanae zu Tage. Der Werkführer des Bruches, Herr '

baden in Ä^bl-Lreundlichkett uns zu einem Besuche der Höhle einzuladen und - litten nrrföt bfftlbe' wenn auch die Einfahrt mit etwas großen Unannehm- I t ef L« Höhle oder Schlucht scheint ein Anfang zu einer

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merhra mfl£LDOs>* lc&£ Ä mtt bcn nothigen Vorsichtsmaßregeln versehen befahren liStt bie "^.^Ercffant bieten sich dem Auge bei dem Gruben- f

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- d e ong chosscnen Krystalle und für Jemand der ein klein wenig Eourage * ha h,a Naturschönheit in Augenschein zu nehmen, zumal <

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Ansicht aus * 6 $ropfflctn6 liegen in unserer Expedition zur etwaigen .

Den ersten Aufschwung nahmen die Kriegervereine, deren älteste in den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts gegründet worden waren, in den Jahren 184855 und zwar vorzüglich in Sachsen, wo besonders das mit ihnen verbundene Untersiützungswesen in hoher Btüthe stand. Dort war es auch am ersten gelungen, ein Fachorgan zu gründen; 1863 erschien in Pirna Der Kamerad", ein Blatt, welches noch jetzt in Krirgervereinskreisen in hoher Achtung steht. In den Süd- und kleineren Staaten Deutschlands existirtm nur sehr wenige Kriegervereine, in Hannover, Oldenburg, den freien Städten und den beiden Mecklenburg kannte man sie gar nicht. Die Beendigung des Nationalkriegs 1870/71 und das Wiedererstehen des deutschen Kaiserreich« brachten auch hier einen Aufschwung hervor, wie er früher nie geahnt wurde. Wie die Pilze schossen die Vereine in die Höhe und gerade Süddeutschland holte das Versäumte in reichem Maße nach; selbst in den neu erworbenen Reichsländern Elsaß und Lothringen gründeten sich Vereine und mit Genugthuung kann constatirt werden, daß wir in deren Reihen eine große Anzahl von solchen Leuten finden, welche nach der Annexion ihrer Militärpflicht in der deutschen Armee genügt haben, ein Moment, welches in seiner Wirkung auf die Wiedererweckung und Belebung des deutsch-nationalen Gedankens in den Reichslanden nicht unterschätzt werden darf.

Mit der Ausbreitung der Einzelvereine machte sich aber auch das Streben nach Vereinigung zu Verbänden geltend; bereits 1872 entstand dieRheinische Krieqerkameradschaft". In demselben Jahr erschien in Zittau eine neue WochenschriftDer deutsche Kriegcrbund", welchen eine Centralisatton aller Vereine befürwortete; die Folge war ein für Ostern 1873 nach Weißenfei« einberufener Delegirtentag sämmtlicher deutschen Kriegervereine. Man beging damals den großen, von den weitgehendsten Folgen begleiteten Fehler, daß man für die möglichst allgemeine Ver. breitung der betr. Einladung nicht genügend sorgte. In Folge hiervon waren verhältnißmäßiq wenige Vereine vertreten und die Mehrzahl der erschienenen 120 Delegirten kam sicher in dem Glauben, daß zunächst über die Möglichkeit einer Eentralisation konferirt, keineswegs aber sofort mit der Gründung eines deutschen Kriegerbunves vorgegangen werden solle; es gelangte inbeß ein von Brößke-Spandau mit höchst anerkennenswerther Sorgfalt ausgearbeitetes Statut zur Vorlage, auf Grund dessen man denDeutschen Kriegerbund" constituirte. Bayern, Württemberg, Baden, Hessen und noch andere waren gar nicht oder äußerst schwach tn Weißenfels vertreten; die dort dem neuen Bunde beigetretenen 46 Vereine setzten sich zusammen aus mehreren Berliner, 3 sächsischen und sonst nur preußischen, bezw. norddeutschen Vereinen. Eine gewisse technische Vorzüglichkeit kann dem Bundesstatut nicht bestritten werden; es machten sich indeß genug Fehler in der Organisation bemerkbar, um viele Vereine von dem Anschluß abzuhalten. Das

l Während nun derDeutsche Kriegerbund" nicht unbedeutend wuchs, blieben die Vereine : nicht unthätig, welche von der ohnehin nur auf dem Papier stehendenstrammen" Organisation des Bunv.'s nichts wissen wollten. , Sie faßten vielmehr den wohl einzig richtigen Entschluß, zuerst kleine Verbände zu gründen, ehe ein großes Ganze in's Leben gerufen werden solle. In kurzer Zeit entstanden innerhalb der deutschen Einzelstaaten Landsmannschafts-, Provinzial-, Gau- und Kreisverbände, so u. A. außer der bereits erwähntenRheinischen Krlegeckamcrad- ichaft",Sachsens Militairvereinsbund",Hessische Kriegerkameradschaft",Provinzial-Sächsische Kriegerkameradschaft",Schwäbischer Kriegerbund" u. s. w. Die Grenzen dieser Verbände sind indeß keineswegs congruent den politischen Grenzen bet betr. Einzelstaaten, bezw. Provinzen, der Untermain-Gauverband deutscher Kriegervereine umfaßt z. B. bayerische, preußische und hessische Vereine.

Am 1. November 1873 wurde ein Cartellvertrag zwischen demBayerischen Kriegerbund", derRheinischen" und derProvinzial-Sächsischen Kriegerkameradschaft" abgeschlossen mit dem Zweck, auf diese Weise durch Heranziehung ber übrigen bereits existirenden unb sich noch bilDenben Verbände im Laufe der Zeit eine wahrhaftallgemeine deutsche Kriegerkameradschaft" zu schaffen. Der Beitritt desHauptverbands westphälischer Kriegervereine", desSchwäbischen Kriegerbunbes", sowie derHessischen Kriegerkameradschaft" erfolgte unmittelbar nach ber Veröffentlichung bes Cartellvertrags. Im Gegensatz zu der starr centralistisch-n Tenbenz besDeutschen Krieger­bundes" erstrebte also derCartellverband" unter seinem Präsidenten D i n ck e l b e r g Magdeburg : Die Einigung aller deutschen Kriegervereine, bezw. Bercinsverbände auf möglichst freier Basis, welche jedem Einzclverbande volle Selbstständigkeit seiner eigenen Verwaltung garantirt und von einer allgemeinen, auch kaum durchzufährenden Verwaltungseinheit absieht. Zum Organ des Cartellbündnisses wurde die im Februar 1873 in Ellrich begründete, feit 1. Januar 1874 in Magdeburg erscheinendeDeutsche Kriegerzeitung" erwählt. In der Folge erwarb der Präsident desCartellverbands" im Interesse desselben diese Zeitung mit schweren persönlichen Opfern und übernahm ihre Redaction; sie ist zur Zeit diejenige Fachzeitung, welche das Wesen unb Sein ber Kriegervereinssache unter Hintansetzung aller geschäftlichen Rück­sichten am reinsten zur Geltung bringt unb welche als bie beste bezeichnet werben muß.

Gewissermaßen in ber menschlichen Natur begrünbet ist es, baß sich bie beiben nun bestehenben größeren Vereinigungen, Bund unb Cartellverband, nicht mit gerade freundlichen Slugen ansahen, und da beiden ein Zeitungsorgan zur Verfügung stand, entbrannte ein erbittertet Federkrieg. Trotz der hierdurch verursachten Erweiterung des Risses zwischen den beiden in Ziel und Zweck ja einigen beiden feindlichen Brüdern, ließ das Präsidium des Cartellverbandes nicht nach, die Vereinigung zu einem Ganzen anzustreben.

berief auf den 23./24. August 1874 einen allgemeinen deutschen Krlegertag nach Leipzig. In ber Hauptsitzung waren 1496 Vereine burch 165 Delegirte vertreten. Die Gründung der Allgemeinen Deutschen Krieger-Kameradschaft" wurde beschlossen; diesem Beschlüsse stimmten auch _bie drei anwesenden Präsidaldelegirten desDeutschen Kriegerbundes" bei, mit der Reserve, bajj Jte zwar nicht mit genügenben Vollmachten versehen seien, aber mit Bestimmtheit behaupten könnten, baß ber Bunb ihr Votum fanctionlren werbe. Der gefaßte Beschluß würbe Seiner Majestät dem Kaiser telegraphisch gemeldet.

Dinckelberg erklärte, als eine Folge des Beschlusses, die Auflösung des Cartellver­bandes und verzichtete zugleich, damit auch in seiner Person als Redaeteur des seitherigen Organs desselben ein Hinderniß für die zu eröffnenden Speclalberathungen nicht gefunden werden möchte, auf jede Präsidialstellung in der neugeschaffenen Vereinigung. Dieser die Person ehrende Ent- sagungsact sollte nicht belohnt werden; der Bund erthetlte seine Zustimmung nicht und die in Berlin gepflogenen Verhandlungen fanden ihren Abschluß in dem 2. Kriegertag zu Berlin, ohne die ersehnte Einigung zu bringen.

Die Sache blieb beim Alten, mit dem Unterschiede, daß ein Theil der Gau- u. s. w. Ver­bände, in Anbetracht des nicht erfolgten Beitritts de«Deutschen Kriegerbundes", derAllge­meinen Deutschen Krieger-Kameradschaft" ebenfalls nicht beitraten, so u. A. derSchwäbische Kriegcrbund" unb berHauptverbanb westphälischer Krieger- unb Lanbwehrvereine." Wir sehen nlfo jetzt denDeutschen Kriegerbunb", bieAllgemeine Deutsche Krieger Kamerabschaft" das geschwächte Cartellbündnlß und eine Reihe von Gau-, Provinzial- und Landesverbänden neben­einander bestehen, sich abmühend, die Vereinigung herbeizuführen, aber da« erlösende Wort nicht finden könnend. Es folgten der 3. und 4. Kriegertag in München und Köln, beide batten fein Resultat.

So lagen ~bie Verhältnisse im Anfang dieses Jahres; auch auf sie blieben die beiden Mordanfälle auf Se. Majestät den Kaiser nicht ohne Wirkung, aufs Neue erwachte das Sehnen und Drängen nach Einigung. Mitte Juli erließ der mehrerwähnte Vorsitzende derProvinzial- Sächsischen Krieger-Kameradschaft", Dinckelberg, ein motivlrtes Rundschreiben, worin er ganz besonders in Übereinstimmung mit einem Beschlüsse des Kölner .Kricgertags die sog. neutralen, weder zum Bunde, nach zur Allg. Deutschen K.«Kameradschaft gehörigen Verbände aufforderte, die Entscheidung zu treffen, welches Princip als das für bie Entwickeln.ig des deutschen Kriegervereinswesens meistversprechendste sei und durch Massenbettritt zu der einen ber beiben Gruppen bie anbere zu zwingen, zu folgen. Er verhieß, baß sich bie A. D- K.-K. bem ju fäüenben Richterspruch ohne Zögern fügen werbe unb lub alle Verbänbe ein, Vertreter nach Gießen zu entfenben.

(Schluß folgt.)

Lokal-Notiz.

Gießen, 28. August. (Sitzung ber Stabtverorbneten am 22. August.) Zwecks Unter­haltung ber Anlagen um bie Stabt wurde ein weiterer Credit von 60) J4 verwilligt. Herrn Bierbrauer schel soll das in den Jahren 1876 unb 1877 zuviel bezahlte Oetroi mit 474 JL zurückvergütet werben. Verschiebene Kostenbecreturen werden bewilligt unb bie Baugesuche ber