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i»8: ' Nr. 197. Sonntag, den 25 August 1878.
* Achmer Wnemer
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Vorstand.
htungsvoll
i. Alberti.
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Schön,
verlangen, angenommen.
Konstantinopel, 22. August. Da die Insurgenten tm Rhodope- gebirge ihre Stellungen trotz Aufforderung nicht aufgegeben haben, so haben die russischen Truppen Kara-Nuszlar und Akbunar angegriffen. Die Insurgenten behaupten indeffen ihre Positionen.
Berlin, 23. August. Das Staatsministertum trat heute zu einer Sitzung zusammen. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt, daß das türkische Rundschreiben, betr. die griechische Grenzberichttgung, gestern hier übergeben sei. Die Redaction des Schriftstückes scheine vor erfolgter Feststellung in Konstantinopel verschiedene Phasen durchlaufen zu haben. Den Signatarmächten des Berliner Vertrages werde nun obliegen, zu dieser Frage, zu welcher die Mächte sich im Vertrage eine gemeinsame Behandlung Vorbehalten haben, wettere Stellung
des Schwarzen und Asowschen Meeres und über die Westgrenze Rußlands aufgehoben ist. — Dem „Ruff. Invaliden" zufolge werden die für die Militärbezirke Ost- und West-Sibiriens und Turkestans emberufenen Ersatzmannschaften wieder in die Hetmath entlasten. — Zur Zurückbeförderung der zur Heimkehr bestimmten russischen Truppen ist Sebastopol, Odesta und Nikolajeff ausersehen. Von dort geschieht ihre Weiterbeförderung in die Standquartiere in 3 Routen. Gleichzeitig erfolgt aus Sebastopol die Zurückbeförderung der türkischen Gefangenen. Die Beförderung auf den Bahnen begann am 16. August.
Wien, 23. August. Die „Wiener Ztg." versichert, daß nach den bis zum 16. August eingegangenen Eingaben aller Theile des Occupations-Corps die Verluste destelben in 161 Todten, 676 Verwundeten und 139 Vermißten bestehen, sonach der Gesammtverlust bis 16. August 976 Mann betrage.
Paris, 23. August. Die „Agence Havas" meldet aus Cairo vom Heutigen: Der Khedtve hat gestern die Anträge in dem Bericht der Enquete- Commission, welche die Rückerstattung aller Güter des Khedive an den Staat
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Telegraphische Depeschen.
Wagrrer'S telegr. Torresponde«r-A*rea«.
Petersburg, 23. August. Der „Regierungsbote" veröffentlicht einen kaiserlichen Befehl, nach welchem das Verbot der Pferdeausfuhr aus den Häfen
t Anlage L. 40( Monumenten, in jeder Stell- breisnotirung
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Deutschland.
Berlin, 22. August. Ueber die Hinrichtung Hödel's äußert sich die „Prov.-Corresp." folgendermaßen: Ueber die Nothwendigkeit dieses traurigen Aktes der Gerechtigkeit ist das öffentliche Urtheil selten so einstimmig gewesen, jo weit daffelbe überhaupt auf Setten der sittlichen Ordnung steht. Aus dem, iras scharfblickende und wohlwollende Beobachter des Verbrechers in seiner Haft bis zu den letzten Stunden bekundet haben, darf man die Ueberzeugung schöpfen, daß die von ihm zur Schau getragene Gleichgültigkeit eine künstlich vorgenom- mene Maske war, die er nur mit äußerster Mühe bis zum letzten Augenblicke bewahrte. Es ist danach ganz unmöglich, in dem hier vorliegenden Falle einen physischen Mangel anzunehmen, der die Verantwortlichkeit hätte vermindern können. Vielmehr drängt sich der Gedanke unwiderstehlich auf, daß die leichtsinnige Voraussetzung, dem höchsten Ernst der Strafe entgehen zu können, die Entwickelung der ruchlosen That gefördert hat. Umsomehr trat die Vollstreckung der gesetzlichen Strafe in ihr volles Recht.
Kesterreich.
Wien, 21. August. Zu der Art und Weise, wie sich der Aufstand in Bosnien entwickelt hat, liefert das nachfolgende Schreiben, welches der „Pol. Lorr." aus dem Zworniker Kreise zugeht, einen wetteren Beitrag: Als die Nachricht vom Einmärsche der österreichischen Truppen eintraf und die Ortschaften zur Kenntniß der Proclamation gelangten, da schwärmte die Bevölkerung förmlich für die neue Zeit der Ordnung und des Friedens, die nun kommen solle. Es war dies namentlich in Gemeinden der Fall, wo sich die Mosltms in Minorität befanden. Als aber bald darauf die Kunde durch das Land zog, daß die legale Regierung in Serajewo gestürzt sei und bewaffnete türkische Haufen aus Serajewo in Tuzla erschienen, den Mutessartf verjagten und die Bevölkerung unter Drohungen aufforderten, sich dem Widerstande anzuschließen, da änderte sich die Scenerte plötzlich. Alle Moslims griffen zu den Waffen und ihre Führer, die gestern noch den österreichisch-ungarischen Truppen entgegenjubelten, wurden über Nacht die bittersten Widersacher der Occupation. Die Christen wurden conscribirt und bewaffnet. Da Viele bemerkten, daß sie die Militär-Befretungstaxe bereits bezahlt haben und deßhalb nicht dienstpflichtig seien, wurde ihnen gedroht, daß man ihnen den rothen Hahn auf's Dach setzen und ihre Familie ausrotten werde. Viele von den Christen flohen auch mit Weib und Kind tn's Gebirge, ihre Erlösung von den Oesterreichern erwartend. Die türkischen Führer senden das schlechteste moslemitische Gesindel in die Dörfer, angeblich um Steuern einzutreiben, die rückständig sein sollen, thatsächlich aber bereits bezahlt sind. Unter diesem Titel brandschatzen sie, wo sie können, treiben den christlichen Landleuten das Vieh weg und morden, sengen und brennen, wo sie keine Sympathien für den Aufstand finden."
Schweiz.
Bern, 22. August. Nachdem die letzte Differenz zwischen dem Ständerath und dem Nationalrath in der Gotthardfrage erledigt ist, genehmigte der Nationalrath in heutiger Schlußabsttmmung das Ganze der Beschlüffe bei Namensaufruf mit 81 gegen 13 Stimmen.
-orbeerbaum u. Bettel- iuber. Traumscene). rgesteUt v- 0. Alberti
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Herbstübungen der Truppen in 1878.
Bon kommenden Dienstag den 27. August an, während der folgenden la Tage, finden Truppenübungen auf dem Seltersberg dahier, insbesondere auf dem Abhange nach Klein-Linden hin innerhalb des Äaumes der durch aufgesteckte Stangen bezeichnet ist, statt.
Da Beschädigungen, welche nicht durch Truppenübungen, sondern dadurch entstanden find, daß dre Betheiligten das rechtzeitige Abernten unterlaffen haben, gesetzlich keinen Anspruch auf Vergütung begründen, wird den betreffenden Grundbesitzern dringend empfohlen, die noch auf den betreffenden Feldern fitzende Frucht, insoweit es die Witterung gestattet, schleunigst abzufahren, und die noch ausstehende reife Ernte so bald als möglich einzuthun.
Gießen, den 2ZL August 1878.
Grofiherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Boekmann. ______________________
seur.
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München, 23. August. Se. Maj. der Kaiser trifft, von Teplitz kommend, morgen früh hier ein und reist sofort mittelst Exirazuges nach Salzburg weiter, woselbst er um 8 Uhr Vormittags eintrifft.
Brüffel, 23. August. Bei dem Banket der Generalräthe erwiderte der König auf eine an ihn gerichtete Ansprache, es werde ihm und der Königin schwer, ihre Gesühle gegenüber den rührenden Zeichen treuer Anhänglichkeit zurückzuhalten. Er danke für alle Liebeszeichen den Vertretern der Provinz wärmstens, dankt besonders für die Aufmunterungen, welche sie seinen innerhalb der Grenzen der Constitution sich bewegenden guten Absichten gewährten und wünsche auf's Heißeste, das Vaterland auf dem Wege des Fortschritts vor- chreiten zu sehen. Die hoch zu schätzende Garantie Europas gebe dem Lande die Gewißheit, daß es durch Krisen von Außen nicht gestört werde, sobald es fortfahre, seine internationale Verpflichtung zu erfüllen und die Achtung vor seinem Gebiete zu sichern, damit sein Gebiet niemals für Jemand eine Schwierigkeit oder Verlegenheit werde.
Berlin, 23. August. Die „Post" fügt einem Berichte über die heute in Potsdam stattgefundene Parade die Notiz bei, daß der Commandant des Gardecorps, Prinz August von Württemberg, bei der Parade bewußtlos vom Pferde gefallen und hinweggetragen worden sei. Nach darüber eingezogenen Erkundigungen wurde der Prinz allerdings während der Parade von einem Magenübel, woran er seit längerer Zeit leidet, befallen und war genöthigt, nach Berlin zurückzukehren. Er befindet sich aber bereits wieder vollkommen wohl.
Wien, 23. August. Die „Pol. Corr." ersährt von guter Seite: Fürst Milan sprach gelegentlich der Unabhängigkeitserklärung Serbiens telegraphifch seinen und seiner Nation warmen Dank aus für das Wohlwollen und die Unter«


