zwei Abgeordnete zu dem Congreß bethätigt. Diese Versammlung wurde nicht
an seiner Seele.
wird die bei und Chesket
die Bitte an Abschrift der
in Widdin.
Belgrad, 21. Januar. (Amtliche Meldung). Die serbischen Truppen haben Kurscdumlje wieder eingenommen; sie fanden daselbst zwei serbische Offi- ciere und 24 serbische Soldaten an Pfählen aufgehängt.
Konstantinopel, 21. Januar. Das Elend der hier eingetroffenen über 300,000 Flüchtlinge ist unbeschreiblich. Die Panik und die Erbitterung wachsen.
Athen, 21. Januar. Die Nationalversammlung von Kreta hat den Mönch Parthenio Kelaidi entsendet, um dem russischen Kaiser ein Schriftstück
und der Südbahn Gesellschaft, betreffend die Führung des Betriebes der ober- ralienischen Eisenbahnen, auf em Jahr verlängert fei, entbehrt, der „Presse' zufolge, der Begründung.
Petersburg, 21. Januar, Abds. Amtlich wird aus Tiflis vom Heutigen gemeldet: Das Detachement des Generals Kamrroff rückte am 13. von Ardanupt aus gegen Achwin vor und eroberte gegenüber den sich in festen Positionen vertheidigenden zahlreichen türkischen Streitkräften die Gorschotan- Anhöhen, wobei das erste kaukasische Schützenbataillon in glänzender Weise den als Schlüsiel der türkischen Position dienenden Berg erstürmte. Die Türken erlitren bedeutenden Verlust; russischerseits betrug derselbe 10 Mann todt, 11 Mann verwundet. — Aus Kasanlyk vom 20. d. wird amtlich gemeldet: General Sirukoff berichtet aus Mustaphapascha vom 19.: In Aormnopel herrscht Panik, welche immer noch zunimmt. Der Gouverneur mit den Truppen ist geflüchtet, nachdem die Pulver- und Munitionsdepots in die Lust gesprengt waren. Sirukoff hörte das Getöse der Explosion. Es entstanden Feuersbrünste und Unordnungen. Fünf Personen verschiedener Nationalität aus Adrianopel erschienen vor Sirukoff mit der Bitte, nach Adrianopel zu eilen und die Ordnung wiederherzust-llen. ________________________
an
die evangelischen Gemeinden in Betreff der Sonntagsseier.
Es ist ein altes Gottesgebot: „Du sollst den Feiertag heiligen. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle Dinge beschicken; aber am siebenten ist der Sabbath des Herrn, deines Gottes, da sollst du kein Werk thuu. (2. B. Mos. 20, 8—10). Unser Herr und Heiland hat dieses Gebot ebensowenig auflösen wollen, wie die andern, die zum Gesetze des Herrn gehören. Wohl hat er gelehrt, daß der Mensch nicht um des Sabbathöwillen da sei, sondern
Pascha den Befehl über die zur Vertheidigung der Hauptstadt bei Tschataldja zusammengezogenen Streitkräfte übernehmen.
Berlin, 21. Januar. Die Königin Victoria hat eigenhändig an den Zar geschrieben, für die Türkei interoenirend. Die Türkei bietet Datum als Freihafen, die Grenzänderung Armeniens, die Schleifung von Kars und Erzerum, die Oeffnung der Dardanellen für alle Kriegsschiffe und die Erledigung der serbischen, bosnischen und bulgarischen Angelegenheit durch eine Conferenz als Friedens-Bedingungen an. Rußland verzögert die Verhandlungen. Prinz Reuß widerräth die Besetzung Stambuls, weil England alsdann in die Action eintritt.
Athen, 21. Januar, Abends. Die Pforte hat an England eine Note bezüglich der kriegerischen Haltung Griechenlands übersendet. Die englische Regierung hat dieselbe ihrem hiesigen Geschäftsträger zugestellt.
T8ien, 21. Januar, Abends. Die „Preffe" meldet aus Konstantinopel: Der Aufruf des Sultans zu den Waffen hatte nur geringen Erfolg. Die Pforte ist bestrebt, um jeden Preis einen Waffenstillstand zu erlangen; deßhalb gingen an die türkischen Delegirten im russischen Hauptquartier Instructionen ab, so bald als möglich und unter allen Bedingungen Waffenstillstand zu schließen.
— Die Nachricht, daß der Vertrag zwischen der italienischen Regierung
zu überreichen, welches ihn zu seinem Siege beglückwünscht und ibn richtet, beim Friedensschluß Kreta's eingedenk zu sein. Eine Petition ist dem hiesigen russischen Gesandten mitgetheilt.
Konstantinopel, 21. Januar. Achmed Ejub Pascha Torbuchu concentrirten Truppen befehligen, während Mukhtar
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Eorrespondenz-Bureau.
Athen, 20. Januar. Heute hat eine längere Minister-Berathung statt- gtfunben. - Der Aufstand in Thessalien nimmt zu - Die in Gn-ch-nland sich aufhaltenden Thessalier treten freiwillig in di- Reihen der Aufständischen, die unter griechischer Fahne kämpfen. Auch in Macedouien haben Zusammen- iköbe zwischen Christen und Türken stattgefunden.
’ ” Berlin 21. Januar. Der vollzählige Ausschuß der R-ichsbauk beschloß heut- einstimmig die Beleihungsfähigkeit der 6proc. ungarischen Goldrente und der neuen Sproc. russischen Anleihe.
London, 21. Januar. Das Schiff, welches den Obelisk, „die Nadel der Cleopatra" trägt, ist an der Themse-Mündung angekommen.
Konstantinopel, 21. Januar. Der Befehl über die zum Schutz der Hauptstadt errichteten Verthetdigungs-Linicn ist Mukhtar Pascha vertraut. Der britische Botschafter Layard erklärt die Nachricht, daß er die Erlaub,>iß nach- gesucht habe, die britische Flotte in die Dardanellen einlaufen zu laffen, aus das Bestimmteste für unbegründet. Drei Abtheilungen Hülfstruppen haben die Serben geschlagen, zwölf Geschütze erbeutet und Lezona Balkowa ein- genommen. _ M „ , „ , , ,
Konstantinopel, 20. Januar, Abends. Die Ruffen sollen heute in Adrianopel eingerückt sein. Die Eisenbahnzüge verkehren nur bis Tschorlu. Ueber die Verhandlungen im russischen Hauptquartier fehlen nähere Nachrichten. Ein Telegramm des Gouverneurs von Drama (Velayet Salonichi) meldet, daß daselbst 3000 Verwundete und Kranke von der Armee Suleiman Pascha's angekommen seien; letzterer bewerkstelligte demnach seinen Rückzug nach dieser Richtung hin. r .
Berlin, 21. Januar. Die Reichsbank hat den Dlscont auf 4 und
Wenn auch die Leute aus allerlei Volk waren und verschiedene sprachen redeten, darin waren sie alle einig, daß sie die Wichtigkeit einer würdigen Sonntags- feier für die Wohlfahrt des Volkes erkannten. Die deutschen Ki'chenbehörden haben fast ausnahmslos diesem Gegenstand ihre Aufmerksamkeit zugewendet und auch die Synoden, wie diejenige unseres Landes, haben berathen und beschlossen, der verkehrten Zeitströmung in dieser Beziehung entgegen zu treten. Man hat es mit tiefem Bedauern wahrgenommen, wie der Sonntag ja mehr und mehr seine wahre Bedeutung verliert. Von allen Seiten ertönen Klagen, daß derselbe in Werkstätten und Fabriken durch Arbeiten entweiht werde, und noch mehr des Nachmittags durch weltliche Lustbarkeiten allerlei Art. Die Gerichte haben die Erfahrung gemacht, daß an keinem Tage mehr gefrevelt und gesündigt wird, als am Sonntag. Sonntagsentheilizung und Verbrechen stehen leider nach statistischen Berechnungen in erschreckendem Zusammenhang.
Wir freuen uns, sagen zu können, daß in unserer Gegend die Landleute in Beziehung auf die Feldarbeit und bergt, fast niemals einer Übertretung des dritten Gebots sich schuldig machen. Dagegen muffen wir bedauern, daß manche Handwerker ihre Gesellen und Lehrlinge des Morgens in der Werkstätte zurück- halten und sie dadurch am Kirchenbesuch hindern, und daß manche Herrschaften ihrem Gesinde nicht Zeit zur Theilnahme am Gottesdienst gewähren.
Noch mehr ist es zu beklagen, daß auch bei uns der Wirthshausbesuch und was damit im Zusammenhang steht, an Sonn- und Feiertagen, in ein- ielnen Gemeinden sogar während des öffentlichen Gottesdienstes immer mehr lunimmt. Die Erholung, welche jedem Menschen nach sechstägiger Arbeit zu gönnen ist, artet vielfach der Liebe zur Welt und ihrer Lust immer mehr und mehr, in rohe Genuß- und Vergnügungssucht aus. Dagegen nimmt hier und da der Kirchenbesuch in bedauerlicher Weise ab, und diese verführerische Gewöhn- heit und Sitte, die gottesdienstlichen Versammlungen zu verlaffen, schleicht sich nach und nach unvermerkt auch in sonst für kirchlich gehaltene Gemeinden ein.
Darum konnten auch unsere Decanatssynoden bei ihren letzten Sitzungen nicht umhin, über dies Alles ihr Bedauern auszusprechen. Sie haben uns beauftragt an Euch, liebe Christengemeinden und liebe Glaubensgenossen die Bitte zu richten, daß Ihr, soviel an Euch ist, mitarbeiten helft, eine würdige Sonntagsfeier wiederherzustellen. Diese Bitte ergeht zunächst an Euch, die Ihr vermöge Eures Amtes eine einflußreiche Stellung hienieden einnehmt und deren Beispiel unvermerkt aber gewiß wohlthätig oder nachtheilig auf Andere wirkt.
Familienväter und Mütter! Ihr vom Handwerkerstände! Wir legen es Euch dringend an's Herz: Geht mit gutem Beispiel voran! Heiliget den^Feier- tag, wie Gott der Herr geboten hat! Sonntagsarbeit bringt, feinen Segen, und wenn sie auch einigen irdischen Vortheil brächte, was hülfe eS dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme schaden
den Lombardzinsfuß auf 5 pCt. herabgesetzt. , xc. c .h. ym ei uup uci iwucniu, mu/i um vw r»,
London, 21. Januar. Heute wird wiederum Cabmetsrath gehalten. sabbath um des Menschenwillen (Marc. 2, 27); wohl hat er den Blind- Lord Derby befindet fich bester und nimmt heute seine Amtsgeschafte wieder &orenen unb Gichlbrüchigen an einem Sabbath geheilt; wohl hat er darauf auf. „Standard" ist der Ansicht: sobald die ruffifd)en puppen Adria- verwiesen, daß Jedermann seinen Ochsen oder Esel auch an einem sabbath nopel auf Konstantinopel marschirten, trete die gebieterische Nothwendigkelt em, ejnein Brunnen ziehen werde; aber mit dem Allem hat er nur der Miß- die in der Thronrede angekündigten Vorsichtsmaßregeln in Kraft zu setzew - beut bieje8 Gebotes von den jüdischen Gesetzeslehrern die wahre geistige Auf- „Times" meldet aus Athen: Die in Chalcis stehenden Truppen seien beor- bcffelben entgegen stellen und uns die Lehre geben wollen, daß durch dert, sofort nach der Grenze abzumarschiren. bie Werke der Noch und der Liebe der Sabbath nicht entweiht werde.
Wien, 21. Januar. Die „Polit Corresp. meldet als au hentisch aus Mensch hat nach sechstägiger Arbeit die Ruhe uothig; dies beweist
Konstantinopel: Die türkischen Bevollmächtigten sind beauftragt, für den Fall , Umstand, daß eine solche Ordnung bei den meisten, einigermaßen unerwarteter Härte der russischen Bedingungen telegraphisch an die Pforte zu cu[hüirten Wölfern, auch außer dem Judenthum und Christenthum gefunden referiren. Es verbreitet sich nunmehr die Ansicht m Konstantinopel, daß die unb bat auch in der Gegenwart in weiteren Kreisen, selbst unter solchen, Pforte durch die bedrohliche Gestaltung der inneren Verhaltniffe , namentlich . . (eine freundliche Stellung zum Christenthum einnehmen, für eine ge- m der Hauptstadt selbst gezwungen wurde, um ftden Preis die Einstellung der Feststellung eines Ruhetages neben sechs Arbeitstagen geeiffl^pirb.
Feindseligkeiten zu erkaufen. Gegen 300,000 Menschen sind auf der Flucht ^rste haben in neuerer Zeit mit aller Entschiedenheit um der Ensch-
nach Konstantinopel begriffen. H^en Gesundheit willen der Beibehaltung der alten Ordnung und Sitte, daß
Kopenhagen, 21. Januar. Amtlich wird mitgetheilt: Falls die^Els- am siebenten Tage ruhen solle, das Wort geredet. Unter den ersteren
verhältniffe es erlauben, wird ungefähr am 9. Februar an der äußersten Dpltze sgefennern M Evangeliums ist von jeher die Handhabung einer strengeren
von Gjedsörrif ein Leuchtschiff ausgelegt werden, welches vorläufig nn rothes Aonntaasfeier im Interesse der Religion und Sittlichkeit gefordert worden,
festes Licht zeigt, das im Laufe des Mai durch ein je in einer halben Minute jsi seit einigen Jahren und Jahrzehnden mit noch bei weitem größeren umdrehendes rothes Blickfeuer ersetzt wird. Nachdruck, als früher, geschehen. Fast in allen christlichen Vereinen und Ver-
Konstantinopel, 21. Januar. Das Journal „Turqui fordert die cammlunf.en ist die Herstellung einer strengeren Sonntagsfeier der Gegenstand
Pforte auf, den Frieden selbst unter großen Opfern abzuschließen, ohne den ^ederholter Berathungen gewesen.
Jntereffen anderer Mächte Rechnung zu tragen. cvn Genf, in der Schweiz, sind bereits zwei große internationale Vcr-
London, 21. Januar, Abends. Im heutigen Mmisterrathe, dem Lord ^mlungen während der beiden letzten Jahre zu diesem Behnfe gehalten worden. Derby beiwohnte, wurde ein Schreiben des ehemaligen Ministers Lowe ver- unser Kaiser Wilhelm hat sein lebhaftes Interesse in dieser Sache durch
lesen, in welchem derselbe erklärt, daß die Besetzung Konstantinopels durch die Abgeordnete zu dem Congreß bethätigt. Diese Versammlung wurde nicht
Ruffen weder dem Handel Englands nachtheilig, noch für Indien gesahrbrin- nur allen Theilen Europas, sondern auch von jenseits des Oceans beschickt, gend sein würde. Er wäre daher gegen einen Krieg, welcher etwa tn Folge - ~
einer solchen Occupation entstände.
Wien, 21. Januar, Abends. Die „Polit. Corresp " meldet aus Athen
vom 20. d.: Die griechische Regierung verhindert die Bildung von Freischaa- ren, beschleunigt jedoch ihre militärischen Maßnahmen. — Dasselbe Organ meldet aus Bukarest von heute: Durch Die Besetzung des Ortes Florentin haben die Rumänen die vollständige Einschließung von Widdin bewerkstelligt. Durch rumänische Projectile entstand gestern Feuer auf dem Fort Belgradschik


