Vermischtes.
Der Finanzminister wies sämmtliche
Eingesandt.
aettirfeberteilt. Mttgetheilt von dem Agenten be« Nordtzmtfchen ßlo^h (F. W. Dietz in Gießen. „ . ™ ™
Southampton, 13. Juni. DaS Postdampfschiff Mosel, Capt. H. A- F. Ney- naber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 1 Juni von Newyork abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere Post und Ladung 6 Uhr Abends die Reise nach Bremen fortgesetzt- Die Mosel überbringt 316 Passagiere und volle Ladung.
Wohlwollens versichert.
Konstantinopel, 15. Juni.
Gouverneure in den Provinzen an, u
Konstantinopel, 14. Juni. Sadyk Pascha wurde zum Gouverneur des Archipels ernannt. Derselbe wird vor Uebernahme seine« Postens einige Zeit in Tschesme verweilen. - Im gestrigen Mmisterraihe wurde eine an
Lokal-Notiz.
Gießen, 17. Juni. Am verflossenen Samstag Abend vereinigte!, sich, einer Einladung in diesem Blatte zufolge, ca. 40 Herren im Casö Ebel bebuss Gründung eine« Oberhessischen Verein? für Localgeich,chie. Nach -ingehender Begründung und Erötterustg feiten» de« Herrn Prof. Garet« beschloß die Versammlung den Verein definitiv in'« Leben zu rufen. Al« Vereins-Ausschuß wurden sodann die Herren Pros. Garet« als Vorsitzender, Dr. Klewttz, Rechner, Jrle, Schriftführer, Prof Hof mann und Dr. Buchner als Conservatoren gewählt. Die vom Vorsttzenden entworfenen Statuten fanden im Allgemeinen die Zustimmung der Versammlung. Aus den gepflogenen Verhandlungen wollen wir nur heroorheben, daß das Projekt angeregt wurde ein Museum für historische AlterthÜmer, Urkunden, Fundstücke u- s w. zu errichten und dafür auch das Interesse auf dem Lande wachzurufen, damit etwaige Werth- oder Fundstücke an welche ja speciell unsere Gegend so reich ist, eine bleibende Statte finden und nicht verschleudert werden. Wir wünschen dem jungen Verein ein rasches und kräftiges Gedeihen und verbinden hiermit die Bitte an alle Freunde desselben durch Beitritt oder Zuwendung etwaiger alter historischer Lttterarten oder Gegenstände die Zwecke desselben zu fördern.
Lieber Stephan, - beherzige diese Worte und Du wirst ein gute» Werk mehr gestiftet haben! — Und Ihr Mttbrüder und Mitbürger, helft mir ihn bitten! * $
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anderen'Wegen — und das bet jedem Wetter, im strömenden Regen wie bei Fcost und Sonnenbrand, bet 30o Reaumur oft, und für geringen Lohn und noch geringere Pension. Und nun frage ick meineMttbrüder — welcher Droschkengaul halt eine solche Strapaze aus, und noch dazu Jahr ein, Jahr auS? — —
Ist es ander» möglich, als daß diese Vielgeplagten, von den Philantropen Ver- geffenen mit der Zeit Herzleiden, Lungcnübel und Krampfadern bekommen? --Ist das menschlich?! —
Wahrlich es ist Zeit, daß hier eine Aenderung zum Beffern etntritt.
Aber wie soll daS geschehen? ...
In Frankreich hat man Portier«, welche die Briefe für die Hausbewohner in Empfang nehmen, auch haben Viele ihre eigenen verschließbaren Briefkasten zur ebenen Erde. In England bewohnen viele Familien ein Haus für sich allein in Italien be. steht der Gebrauch, daß der portaleterre auf den Hof eines jeden Hause« tritt und dort schellt, worauf ein Jeder herabsteigt und seine Briefe rc. in Empfang nimmt. Vielfach
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Handel und Verkehr.
Frankfurt, 15. Juni. Der heutige Heu-und Stroh-Markt war ziemlich befahren neu kostete je nach Qualität per Centner X 1.80—2.60, Stroh per Eentner X 1.60—2.2<i. Sutter tm Wro|m ba« Pfund 1. Qual. 90 L,. 2. Ouat. 80 im Setaii 1. OuaL x 1.10—15, 2. Qual. X 1, Eier das Hunderte 4.60—6. Kartoffeln 5—6
per 100 Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 68—75 Kuh- u. Rindfleisch 57—64 H, Kalbfleisch 60—70 Hammelfleisch 55-68 ^.Schweinefleisch 70-75 Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 26—32 x, ganze Erbsen 23—25 X, Bohnen 25—28 X. Linien 26—34 x Speck 1 X Kirschen da« Pfund 20
») Wir glauben, daß es nicht Sache der Post ist, hier Abhülfe einireten zu lassen. Wenn an jedem Hause ein Briefkasten, die ja eben so billig zu haben sind, angebracht wäre, würde den armen geplagten Briefträgern viel rascher geholfen werden als man es von der Postbehörde verlangen kann. Wa« hier von Briefträgern gesagt ist, gilt auch von den Zeitungsträgerm D- Red.
Darmstadt, 7. Juni. (Postpersonalnachrichten.) 1) «ersetzt sind: der Post- rath Dr. Meyer von Darmstadt nach Bromberg, der Telegraphendtrettor Knauf von öotfthafr'be«0 Sultan« verlesenworin derselbe diel Mainz nach Schwerin in Mecklenburg, der Obntelegraphensecretär Pasch bürg von Savset Pascha gerichtete -o icpf ~ -- nnerfpnnt und ihn feines Leipzig nach Mainz, die Postsecretäre Weber von Gießm nach Darmstadt und Mayer
hohen und hervorragenden Verdienste Saoset Paschas anerkennt unv ihn lcinc0 Lo„ nac^ Gießen, Hieronimus von Pfungstadt nach Langen, Rffse von Homberg Wohlwollens versichert. a b. Ohm nach Butzbach, Kunzendors von Darmstadt nach Friedberg, Gr. Hessen, die
fi'nttArtttftnDtiel, 15. Juni. Der Finanrminister wies sämmtuche Postasststenten Hofa.ann von Butzbach nach Pfungstadt, Saßenfeld von Langen nach ra ’ ' sUrnnimpn nn bei allen neuen Verträgen bezüglich der Homberg a. d. Ohm und der Postverwalter Lotz von Lollar nach Vilbel. 2) Ernannt
Gouverneure in den Provinzen an, vet allen neuen ^errrag n z 8 u- Mfnb; a.%u Postsecretären: Der Postpract.kant Römheld in Darmstadt, der Büreau- Zehent-Einhebung die Goldzahlung zu sliputiren. assistent Kunzendors in Friedberg, Gr. Hessen, die Postasststenten HieronimuS in Langen,
ßtttorifirt Ttmpf und Plter in Bingen, Risse in Butzbach, Zrtsberg in Caftel bei Mainz, Schrd
♦ in Darmstadt, Leister und Schneider in Lauterbach, Gr. Heffen, Schraub in Alsselv,
14 Juni. Fenton, Groesbeck und Walker wurden zu Loerensen in Oppenheim, Mühlpforth in Worms, Pethke in Friedberg, Gr. Heffm.
BZasytNgron, . J 0. . f ßnnfpreni über die Dovvel-h- zu Ober-Telegrophen-Assistenten: die Obertelegraphtsten Schlamilch in Bingen, Losse,
Delegirten der Umonsstaaten für die internationale Inferenz über oie^oppei unb Kitztng in Mainz. Büttner in Heppenheim, Stender in Gießen. 3) In den Währung ernannt. Das Repräsentantenhaus hat mit 215 gegen 21 (StimmenUu$eftanb getreten ist der Postassistent Nanz in Friedberg, Gr. Heffen. 4) Entlassen eine Resolution angenommen, durch welche erklärt wird, daß nachdem der lft ber Postassistent Woldt in Vilbel. 5) Gestorben ist der Postdtrector Winter in 44. Congreß Hayes zum Präsidenten gezahlt und Iim Kreise Könitz meldet man der »Erml.Ztß.« folgende« traurige
berechtigt ist, diese Entscheidung umzustoßen. Ern jeder derartig -0 I cy Familien-Drama: Ein dortiger Besitzer kam vom Wochenmarkt zu Könitz, wo er
einer Revolution gleich geachtet werden muffen. Getreide verkauft hatte, heim. In der Unbesonnenheit legte er da« gelöst- Papiergeld
- ' . ,„ e. auf den Tisch- Kaum hatte er sich auf einige Augenblicke entfernt, als die Bilochen
Telearapmsche Kepeslyetb. bte Aufmerksamkeit seines kleinen Sohnes auf sich zogen Dieser ergreift und zrrreißt
Cvrrefvondenr-Bureau. die Scheine und wirft sie auf die Kochmaschine, um welche gerade ein lustiges Feuer
Wagner - telegr.^orrewonoe7,z ^u^au brannte. In demselben Augenblicke wird dies der Vater gewahr. Er springt auf den
Berlin, 16. Juni. Se. Maj. der Kaiser haben in vergangener ^.nQ[)en und oersttzi ihm einen solchen Schlag, daß er tobt zu Boden sinkt. Die
ohne Unterbrechung ruhig geschlafen. t Mutter, welche herbeieilt, um dem Söhnchen Beistand zu leisten, vergißt da« in der
9 Nnllttin von 10 Ubr Vorm. Se. Maj. der Kaiser haben fast den Badewanne liegende Kind, und auch dieses findet nun seinen Tod. Als darauf der - Bulletin von Uyr ^vrm 1 m(t ^mlich Vater diese beiden Leichen liegen sieht, ergreift ihn Verzweiflung, er geht auf den
ganzen gestrigen Tag im Lehnstuhle sitz i 0 Spekber und macht durch Erhängen seinem Leben ein Ende. — Und alle« dies um
gutem Appetit gegessen. Nach einer vollkommen ruhigen Nacht sind die Kras e Linen Geldschein von vielleicht wenigen Mark Werth!
2eß0fcen. (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck- Wilms. Rottweil. Als ein tragikomisches Beispiel von der ^Verschämtbeif mancher
09 _1 arieckifcke Minister Delyannis machte Besuche hei allen Congreß- OrtSarmen verdient Erwähnung, daß kürzlich in einer benachbarten Gemeinde ein
® 2 ,. d im siaufe des beutlaen Tages erwiedert solcher, nachdem er von der Armenpflege schon Wohnung, Kost, Kleidung u- f. w.
bevollmachtrgten. bie Seilens derselb-n im Uu^ ves Deuttgen 4.age« r Beschwerdew-a auch noch di- Lieferung aon - Schnupftabak und Stt-sel-
werden. Was im Allgemeinen über btt Besprechungen in der Frage der Retro durchsetzen wollte, refften Besiarabiens gesagt wird, erscheint ungenau; feine Macht hat für diese
mächtiattn damrn°fort^ mW "hofft ^rch^dkftlÄn" zu" wesenflicher" Förderung! Einfender erlaubt sich nachstehende« .Etngefanbt au« der Neuen Frankfurter Presse
Freigebung der türkischen Kriegsgefangenen und des Ruckzugs der riffstscheu Versäumniß.
Truppen aus Rumelien ist zu bemerken, daß dies die beiden einzigen Kongos ber neueren Zeit huldigt man mit Recht einer philantropischen Richtung.
rlnt> welche Rußland gegenüber der Türkei zu erfüllen hat, während türkischer-U^n schafft Mißstände und Härte« aus der Welt, die bis auf unsere Zeit herunter seits 28 Vervstichtungen übernommen sind, die ihrer Erfüllung harren. Ruß gekommen sind, man stellt die Menschenwürde sicher und fördert da« gedeihen, man W St?Ä WH =“>«•= S" ‘ fSÄÄKÄÄÄ SX'KT.'ÄS machen, daß die Festungen Varna und Schumla fofort gerdumt werten. Thierschutz-Vereine und Vereine zum Schutze ber Singvögel. —
Raausa, 15. Juni, Abends. Zwischen Türken und Montenegrinern unbegreiflich ist es deshalb, wie man in unserer Zeit nicht schon langst auf
ist es heute zu offenen Feindseligkeiten gekommen; man hat sich den ganzen Tag!d.n^G-dank-n^m, ^n,Vn-Class7zu1hun
ß ’ Elberfeld, 16. Juli. Die „Elberf. Ztg." meldet i Der socialdemo- - Betr?chtun« 'wtrd darthun, in welcher Weise man a-ö-n diese
kratffcke Agitator Haffeimann ist Samstag Abend in Barmen wegen Vergehens Mitbrüder in Deutschland sündigt: Ein einzelner städtischer Briefträger macht aeaen bic öffentliche Ordnung verhaftet und in's Elberfelder Arresthaus abge- 4 Mal innerhalb des Tages seinen Rundgang. Er geht zur Post, empfangt^dort Briese gegen oie offenuia^ m i unb QC!tunflen, fortirt dieselben unb begibt sich von bort, oft schwer bepackc, auf '>en
führt worden. W-a Ich nehme an, er hat 150 Häuser in seinem Revier, (was sehr niedrig gegriffen
Stuttgart, 16. Juni. Die Stuttgarter deutsch- conftrvative Partei g 3 Etagen. Ich nehme gering geschätzt jedes Hau» zu 50 rreppen-
bat eine Eingabe an den König gerichtet mit der Bitte, die Regierung möge ftufen an# barau§ ergibt sich als einfaches Exempel: 150 50 >< 4-^ 30^000 Danach di- bkstebenden Gesetze schärfer gegen die Soctaldemokratie anwenden, als dies hat im Durchschnitt ein kaiserlich königlich preußischer Briefbote täglich 30,000 ., bish er ges ch eh en sei! * unb b a8 53 eifpiel -nberer Staaten bi.sbezüglich nachahmen, sage 30,000 Stufen, »in-n.un^-l^r, herab s^ttimme^ - abgeseh^ oonben Die Eingabe wird morgen in einem Stuttgarter Blatte veröffentlicht.
Petersburg, 15. Juni, Abends. Eine heute stattgehabte Versamm- lung hier ansässiger Angehöriger des deutschen Reiches beschloß an die deutschen Colonien aller Erdtheile einen Ausruf zu richten, dieselben möchten al- Liebes- beweis für den deuischen Kaiser einen großen Fonds sammeln behufs Ersetzung des Verlustes des „Großen Kurfüsten" oder zu einem ähnlichen durch den Kaiser zu bestimmenden Zwecke.
Rom, 15. Juni. Die „Nuova antologia" veröffentlicht einen Artikel Luzzati's, welcher den über den italienisch-französischen Handelsvertrag in der Versailler Kammer erstatteten Bericht widerlegt und unter Anführung von Tbatfack^en und Erfahrungen, welche sich wahrend der von ihm geführten Unter.. mn,ul/ *»». »n*
hanblung-n ergeben haben, ben Nachweis führ,, baß bas Vorgehen Frankreichs ba^man^dor.^auch,tteine^örbchen. welche man an Schnüren, di- üd-r -in- kl-.n- keineswegs zu rechtfertigen sei. — Cardinal Gutbert hatte mit dem Papste und Wäre'eß nicht angemessen, baß bei uns in Deutschland mit Zeitungen und ge- dem Cardinal-Staatssecretär Franchi mehrere Besprechungen über eine Aende- ^Een Briefen ebenso verfahren würde?
THna des Eoncordats mit Frankreich. Es sind die Hauptpunkte festgestellt, auf Bielleicht findet auch Jemand noch einen praktischeren Vorschlag, aber Pflicht
-L-hen 5 fön J glaub., Lährenb MÄ »Ä
von der französischen Regierung gewünscht werden. — Die Klerikalen werden unb die Sicherheit ber Uebermittlung anbetrifft, so würben wir
sich morgen an den administrativen Wahlen betheiligen. habet nicht schlechter fahre.n, denn wie häufig werben die Briefe rc. in die Küche ge-
London, 15. Juni. Wenn in der fremdländischen Presse von zu er- worfen, auf die Treppe gelegt oder unter ben Thüren hindurchgesteckt. — .
wartenden B-fchlüff-n des Longreffes b-;nglich von allen Mächten gemeinsam > — “ ki't' ““ eln aut<r
»u ergreifenden Maßregeln gegen die Socialdemokratie die Rede ist, so möchte hier eine Täuschung zu Grunde liegen. Es ist abgesehen von der Schwierigkeit der Materie für Großbritannien schlechterdings unthunlich und unmöglich, sich irgendwie nach auswärts zu einer bestimmten Behandlung innerer Angelegenheiten zu verpflichten. Es wird das sicher nicht ausschließen, daß die gegensei tigen Hülfsleistungen, welche sich die Polizeibehörden im dienstlichen Jntereffe gegenseitig zu leisten haben, englischerseits gerne gewährt werden.
, c sr?iAt8l Gießen, 17. Juni. Im Anschluß an ben Brief eines Leipziger Studenten in
durch dieselben vertretenen Regierungen seien das sicherste Pfand, daß Nichtsl 13? t^jlen ^ir nachträglich mit, daß die Gießener Studmtenschaft am 6. Juni unterlaßen werde, Europa einen soliden Frieden zu geben, die Ordnung im telegraphisch eine Adresse an Se. Majestät gesandt hat-
Drient herzustellen und die Ursachen der beständigen Besorgmffe zu beseitigen. --Ein auch in unserer Stadt vielfach bekannter sehr wohlhabender Oeconom
lUrient Y ; I oon Niedei-Walgern im Knrhrssischen wurde am Samstag »egen MajestätSbeleidigung
Türkei. verhaftet. -


