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No. L»8

Dienstag, den 18. Juni

1878

ASM- tii Amtsblatt für des Kreis Hicha.

Erscheint täglich mit Ausnahme des MoutagS.

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' «in Neuemeg.

Pvsis vi«techEhrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. $*^4 bi« P*st bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

, daß wir Hem ere Vertretung am

Nr. 15 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12. l. M., enthält:

(Nr. 1244.) Verordnung, betreffend die Auflösung des Reichstags. Vom 11. Juni 1878.

(Nr. 1245.) Verordnung, betreffend die Wahlen zum Reichstag. Vom 11. Juni 1878.

Nr. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 14. l. M., enthalt:

(Nr. 1246.) Gesetz, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung des Reichsheeres. Vom 12. Juni 1878.

Gießen, den 17. Juni 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Bookman n.

Bekanntmachung.

Montag den 21. Juni, Vormittags 10 Uhr,

^"det in dem Rathhaussaale zu Gießen (alle Realschule) bte diesjährige regelmäßige öffentliche Sitzung des Provinrialtages der

Provinz Oberheffen statt. 90

Auf die Tagesordnung sind folgende Gegenstände gesetzt r-

1) Prüfung der Ergänzungswahlen zum Provinzialtage.

2) Wahl von 5 Mitgliedern und 2 Ersatzmitgliedern des Provinzialausschuffes.

3) Wahl eines Mitgliedes und eines Ersatzmitgliedes der Ober-Ersatz-Commisfion.

4) Prüfung der Rechnung der Provinzialkafse für 1877.

5) Erstattung des Verwaltungsberrchtes des Provinzialausschusses für 1877.

6) Feststellung des Voranschlags der Provinzialkaffe für 1879.

Gießen, am 14. Juni 1878. Der Vorsitzende des Provinzialtages.

Dr. B o e k m a n n.

Kinder - woben

Me angefertigt, chentiieheretc. iäumt.

Mäßige Preise.

K. Dürr,

Muhlgasse 81.

0 ^fordert ____ 16 Elp.

Or<lia.

Daudt.

[ee m mschiedem am SÜtuenroeg.

lgsrath.

kmpfkhle ich mit mten-Berßchkriinze» MHgffeti Prämim Stuttgart.

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^er bestens

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't meinem Sohm seither geschenkte tu wollen.

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Folitischer Hheil'.

peutschkand.

Berlin, 15. Juni. Bulletin von 101/2 Uhr Vorm. Se. Maj. der Kaiser haben den gestrigen Tag außer Bett zugebracht, wegen der ungünstigen Witterung jedoch nicht bei geöffneter Balkonthüre. Während der verwichenen Nacht haben Se. Maj. mit Unterbrechung gut geschlafen. Der Zustand der Munden am Arm ist unverändert.

(Unterz.) v. Lauer. v. Langenbeck. Wilms.

Berlin, 15. Juni. Im vorgestrigen Ministerrathe führte Graf Stol­berg zum ersten Male den Vorsitz Es handelte sich theils um lausende Ge­schäfte, theils um weitere Erwägungen anläßlich der neuesten Vorgänge. DerReichs-Anz." publicirt einen Erlaß, durch welchen der Staatsminister Hofmann mit der Stellvertretung des Reichskanzlers in den Finanzangelegen­heiten des Reiches beauftragt wird.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Als Symptom, daß die welfischen Bestrebungen nur auf die Gelegenheit warten, um sich kund zu thun, mag die Tbatsache gelten, daß anläßlich des Ablebens des Königs Georg in diesen Tagen mehrere Telegramme mit der Adreffe: König Ernst August II. von Hannover, an verschiedenen Orten Deutschlands zur Einlieferung gelangten. Dem nämlichen Blatte wird bestätigt, daß die Regierung der Beisetzung der Leiche Königs Georg in Hannover und zwar in Herrenhausen keine Schwierig­keiten zu bereiten gedenke.

Anläßlich des Versuchs derAlliance israälite", den Congreß für die bürgerliche Gleichstellung der Israeliten in Rumänien zu interesstren, erinnert dieNordd. Allg. Ztg." an die letzten Reichstagsverhandlungen, wo der Handels­vertrag mit Rumänien wohl wesentlich deshalb nicht zu Stande gekommen, weil die Deutschen israelitischer Confession in Rumänien nicht alle Vortheile hätten genießen können, welche den christlichen Deutschen dadurch zugewendet worden wären, bezeichnet das Streben derAlliance isra^ltte" als ein sehr natürliches und erblickt eine durchgreifende Lösung der Frage nur in der Pro- clamirung des unbedingten gleichen Rechts für alle Kulte im Orient.

Berlin, 15. Juni. Wenn in hiesigen und auswärtigen Zeitungen ge­sagt wird, daß zwischen den englischen und russischen Bevollmächtigten sich erneut größere Differenzen herausgestellt haben, so erscheint dies nicht richtig. Der Verkehr ist nicht blos äußerlich ein freundlicher, sondern auch materiell eine einfache Fortsetzung der vom Grafen Schuwaloff gepflogenen Verhandlungen. Eine Abklärung mancher Fragen zwischen Rußland und Oesterreich ist schon jetzt, wie gemeldet, sichtbar. Nichts bietet bei dem allgemeinen dringenden Wunsche eines allgemein zufriedenstellenden Arrangements und bei der Geneigt­heit Rußlands, nicht im Einzelnen zu markten, Anhaltspunkte für Besorgniffe des Scheiterns. Der Rückgang der russischen Armee und der englischen Flotte innerhalb der mehrfach erwähnten Zone hat mit den eigentlichen politischen Fragen, um die sich die jetzigen Pourparlers drehen, Nichts zu thun.

München, 15. Juni. Der Redacteur des socialdemokratischen Blattes Zeitgeist", Politzer, gegen welchen wegen Preßvergehen in seinem Blatte eine Untersuchung eingeleitet ist, wurde heute Morgen, well er Ausländer (Oester­reicher) ist, verhaftet.

Augsburg, 15. Juni. DieAugsb. Abendztg." hört aus guter Quelle, haß der Abg. Jörg bestimmt erklärt habe, ein Mandat zum Reichstage nicht mehr annehmen zu wollen.

Hesteneich.

Wien, 15. Juni. DiePolit. Corresp." ist auf Grund inzwischen er haltener Information in der Lage, die Authenticität des von ihr veröffentlichten Memorandums der Pforte über den Vertrag von San Stefano aufrecht­zuerhalten und als über jeden Zweifel erhaben 311 bezeichnen.

IranLreich.

Paris, 15. Juni. DieAgence Havas" meldet: Persien verlangt zum Congreffe zugelaffen zu werden, da der Congreß sich nothwendiger Weise mit orientalischen Fragen beschäftigen werde, welche die Jntereffen Persiens be­rühren. Der persische Gesandte in London reist heute Abend von Loudon ab und begibt sich nach Berlin, um das Verlangen des persischen Veziers, der bereits au Bismarck, Gortschakoff, Andraffy und Salisbury geschrieben, zu un­terstützen. In dem Schreiben an Letzteren erinnert der Vezier an die Persien für den Fall gemachten Versprechungen, daß es neutral bliebe.

Paris, 15. Juni, Abends. Der Senator auf Lebenszeit, General Chareton, ist gestorben.

fcnflfanb.

London, 15. Juni. In diplomatischen Kreisen erregt die neueste Publikation desGlobe", eines Blattes zweiten Ranges, ein gewisses Befremden. Man hält die formulirte Verständigung zwischen England und Rußland, tote sie derGlobe" im Anschluffe an seine vormonatliche Mittheilung bringt, zwar nicht für absolut correct, meint aber doch, daß sie im Wesentlichen richtig sei. Rücksichtlich des neu publtcirten zweiten Schriftstückes fällt es einigermaßen auf, daß daffelbe in der Mehrzahl seiner Punkte Nichts enthält als den Vorbehalt, einzelne Fragen, wie die administrative Organisation der beiden bulgarischen Provinzen, die Besetzung Rumäniens, und der Durchmarsch russischer Truppen, der Name der südlichen Proviuz, die Donauschifffahrt, die Meerengenfrage zu discutiren, während doch ganz offen declarirt ist, daß der gesammte Vertrag von Sau Stefano frei zur Dtscussion gestellt ist. Soweit man hier vernimmt, ist eine Neigung nicht vorhanden, die Theilnahme einer Macht zweiten Ranges am Congreffe zuzulassen. Es wird naturgemäß Nichts im Wege stehen, daß einem Staate wie Griechenland in einer seinem anerkannten Ranzverhältniffe entsprechenden Weise Gelegenheit gegeben wird, seine Destderien dem Congreffe direct vorzutragen.

Belgien.

Brüffel, 15. Juni. DerJnd6p. beige" zufolge ist dem Könige noch keine Mmisterliste unterbreitet worden. Es verlautet, daß außer Fr^re Orban auch General Renard und ein genttscher Deputirter in das neue Cabinet ein­treten werden.

Nußland.

Petersburg, 15. Juni. Bulletin. Die Kaiserin ist wieder fieberfrei, der Appetit und die Kräfte sind im Zunehmen begriffen. Das pleuritische Exsudat verring rt sich allmählig. Es werden vorläufig keine weiteren Bulle­tins auszegeben.

DasJournal de St. Pätersbourg" begrüßt die Eröffnung des Con- greffes und betont, die Weisheit und Mäßigung der Staatsmänner und der