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England.

Der N,chtt°g«°-ttr-« ,um Gotth-rbb-hn d,. "-

Eommisiian v-rwieskN! ebenfo die Entwürfe über Anleihe für ble MtlitSrnerwalinna Donnerstag ' Uibcrna6me der P-nflonszihlungen auf bie Reichst,sse. Nächste Sitzung

Telegraphische Depeschen.

Wagner'- telegr» Torrefp»n-ellz-Burean.

aus Indien berufenen Truppen nicht dazu gerechnet. Der Präfenzstand der britischen Truppen übersteige die votirte Zahl um 715 erel. der jüngst einge­stellten Reserve von 35,000 Mann. Hartington stellte die Anfrage, wann

der Nachtrags-Credit vorgelegt werde. In Folge der eben an James ertheilten Antwort werde er demnächst die Dtefotutiou beantragen, daß in Friedenszetten keine Streitkräfte ohne Sanction des Parlaments im britischen Gebiet sollten ausgehoben und unterhalten werden dürfen, ausgenommen die Streitkräfte in Indien. Northcote entgegnete, er glaube die Credttvorlaze am 27. Mar ein- bringen zu können, dann möge also Hartington auch seine Resolution beantra­gen. _ Wenn Letzterer einen früheren Tag wünsche, so werde man sich darüber verständigen. Die Festsetzung eines Tages für die Berathunz der von Chamberlain und.Pim beantragten Resolutionen wurde von Northcote verweigert.

Die auswärts verbreitete Nachricht, daß die Berufung der indischen Truppen Seitens des Kciegsamtes sistirt sei, entbehrt der Begründung.

Türkei.

Konstantinopel, 13. Mai. Anläßlich des Mißlingens des Attentates auf den Deutschen Kaiser wurde im deutschen Botschaftshotel ein Tedeum ab­gehalten. Der Sultan ließ dem Botschafter durch seinen ersten Adjutanten seine Glückwünsche ausrichten.

k Die Interpellation Wtndthorst's betr. die Aufhebung des

P erdeausfuhroerbots beanwortet der R-tchSkanzleramtS - Präsident Hofmann Er erinnert an die Motion, welche zu dem Ausfuhrverbot führten, sowie daran, daß die betreffenden Verordnungen dem Reichskanzler die Bcfugniß etthetlen, Ausnahmen etn- lreten zu lassen. Hiervon sei ausgiebigst Gebrauch gemacht worden. Im Abaeordneten- hause habe der Kriegsminister die ausnahmsweise ausgeführten Pferde auf 7000 angegeben. Diese Ziffer habe sich bis zum 4 Mat verdoppelt. Die Regierung betrachte das Ausfuhrverbot als eine Controlmaßregel, um, falls außerordentliche Ankäufe vom Auslande beabsichtigt würden, davon sofort benachrichtigt zu werden Die Regieruna verkenne keineswegs die großen Nachthetle des Ausfuhrverbots für die Pferdezucht und Pferdehandel betreibenden Prov nzen, und habe auf« Neue sehr ernsthaft und gewiffen- die Zeitverhaltntne dazu angethan seien, das Verbot aufzuheben ob nicht die Gefahr vorhanden sei, daß bet großen Pferdeoerkäufen nach dem Auslande der inländische Pserdemarkt sich bedenklich mindere. Die Regierung sei zu der Ueber- zeugung gelangt, daß solche Gefahr allerdings noch bestehe und habe daher für jetzt von der Aufhebung des Ausfuhrverbote« Abstand genommen. In Betreff der tn Königsberg zugelas enen Ausnahme bemerkt der Minister, eine ähnliche Vergünstigung sei auch anderen Platzen zu Theil geworden. u 1 9

Auf Wtndthorst'S Antrag wurde hieran eine Besprechung geknüpft, an welcher sich Bamberger und v. Saucken-Julienfelde betheiltgten. Dem Letzteren aeaenüber welcher die unverzügliche Aufhebung des Verbotes verlangte, erklärte der Kriegsmtntster' er gebe zu, daß das Verbot eine Belästigung für die Pferdezucht sei. Die Regierung habe sich nur mit sehr schwerem Herzen dazu entschloffen, aber der Sunna sei größer gewesen als der gute Wille. Die Kriegsoerwaltung führe eine Statistik über die 3ibl der ZU Kriegszwecken brauchbaren Pferde, so daß die Leistungsfähigkeit der einzttnen Provinzen nach Zahl und Art der Pferde zu übersehen sei. Darnach erfolge die Repartttton auf dte einzelnen Provinzen. Wenn nun der Moment, wie im Vorfahre

Zwei große Staaten einen bedeutenden Pierdebedarf haben und ihrerseits Ausfuhrverbote einführen, aber die Reichsregterung Nachrichten erhält, daß Contracte über starke Pferdeverkaufe nach dem Auslande abgeschloffen sind, mufetcfiebad «u3fubr= sofern .ffe ^ie Gefahr einer bedenklichen Schmälerung des einheimischen Pferdebestandes fernhalten wollte. Dte genannten Staaten hatten seitdem dte Ausfubr- nicht zurückgenommen und seien dte Verhältntffe genau dieselben. Der Zeitpunkt der Aufhebung sei daher noch mcht gekommen. Es handele sich übrigens nicht um lunge Zucht, sondern um kriegsbrauchbare Pferde. Sobald der Pferdebestand größer lei als der eventuelle MvbilmachungSbedarf, werde die Regierung der Ausfuhr kein Htnderniß mehr tni denl Weg stellen. DaS RetchskrtegSamt werde zu geeigneter Helt au3 eigener Jnttiatioe die Aufhebung beantragen. Nach einigen weiteren Bemerkungen Hofmanns wird dte Besprechung geschlossen- -ocinmuaßen

. ~ Auf die Interpellation Windthorsts betr. die Gesetzvorlage über den Vollzug der Freiheitsstrafen, erklärt der StaatSsecretär Friedberg: Die Reichsregterung fef ie seichsgesetzliche Regelung de« Strafvollzugswesens beschlossen', an dte geietzgebertsche Erledigung der Frage herangetreten. Zm preußischen Ministerium geschehen. Jetzt fei im RetchSjustizamt ein EM- wurf über die Strafvollstreckung ausgearbeitet. Es seien indeß noch Gutachten hervor- ru«ender Strafvollzugsbeamten eingeholt worden. Außerdem hätten sich noch die ver- bündeten Regierungen zu äußern, so daß er nicht tn der Lage fei, zu sagen, wann her ®nt rnrLbnm H°use oorgelegt werde. ES folgt der Antrag Fritzsche und Genoss m ?SUnnHA^Uhnngf|,e8 h@lraJ°;rfaVenK 0clcn Most. Die Antragsteller haben dte an- fangltche Redactlon des Antrags entsprechend abgeandert. Beseler ersucht den Antraa abzulehnen unter dem Hinweis auf die agitatorische Thäligkett Mösts und die unter dem Einflüsse der durch die Vorgänge der letzten Tage hervorgerusenen Bewegung Lasker erklärte sich gegen die Ausführungen BeselerS. Man dürfe sich nicht von den Stimmungen des Tages beeinflussen lassen, und nicht von der bisherigen Praxis ab" weichen ohne Ansehen von Person und Partei. Richter (Hagen) spricht im gleichen protestirt gegen alle Unterstellungen, welche den Urheber deS mit feiner Partei in Verbindung bringen und dte Socialdemokraten für die That oeräntwortltch machen wollen. Nach einer wetteren kurzen, aber erregten Debatte £!.rnsbrar ^ntr<y 3*r<t^e angenommen. Bei der ersten und zweiten Lesung deS Handelsvertrags mit Rumänien spricht Molinari den Wunsch aus, daß der Vertrag auf gleicher Grundlage baldigst mit Oesterreich abgeschlossen werde, und wünscht zu "7 k' imrnun0 noch existire, wonach Fremde für den Aufenthalt in Ruma

nten den Besitz von 5000 Piastern nachweisen müssen und ob Deutschland auS der Bestimmung über die Octrot - Erhebungen einen Nachtheil ziehen möchte. Der Bunbescommiffar verneint beide Fragen. LaSker fragt an, ob die deutschen Juden in sich trotz der dortigen Gesetze der Vortheile deS Vertrages zu erfreuen hätten? p^k-Ä? ?/^"r v. Bülow gibt einen Rückblick auf dte Entstehung deS Vertrags und ! ? C ^4I?an en übenden Israeliten würden dort nach den Gesetzen als Fremde

betrachtet. "Wir haben gegen diese Beschränkung in ihrer Anwendung auf israelitische Deutsche, welche sich in Rumänien qufhalten, mit Erfolg protestirt. Der Vertrag bez eht sich unsererseits nur auf Deutsche. ES sind 6-700 deutsche JSraelitten in Rumänien welche von den Vortheilen des Vertrags tn keiner Wette ausgeschlossen werden können' ^"Deutschland aus wird für alle Fälle Alles geschehen, die Deutschen tn Rumäntm zu schützen. Durch Annahme des Vertrags werde die Stellung der tsraeltttschen Landsleute n keiner Weise benachtheiligt, sondern nur verbessert. Die Reichsregieruna werde wo immer für die Gleichberechtigung der religiösen Bekenntnisse eintreteV wie sie es jüngst zu Gunsten der rumänischen Israeliten gethan. '

v. Kardorff bezweifelte, ob der gegenwärtige Moment zum Abschlüsse einer solchen Convention geeignet fei. (5r forbert Getreibezölle und spricht sich gegen bie Aufnahme ber glnufel ber ^meistbegünstigten Natton^ au« Präsident Hoffmann bekämpft 2lu8fü6rungen. Bamberger für den Vertrag, jeboch gegen das Zugestänbniß der Meistbegünstigung ohne ein rumänisches Aequtoalent. Er wünsche, daß die StaatS- ne?I?flaeg nnrnpn^ii*?eobt°^te gegenüber dem österreichischen HandelS- deutschen Leder-Industrie. Frühauf wünscht den baldigen Abschluß eines Handelsvertrages mit Rußland. Bet der zweiten Lesung richtet

beuHAe^fl^ürapr1 Anfrage an bie Regierung, ob ber vertrag alle

^n^afpr^r0 n Unter^ieb der Confession gegen rumänische W'llküc schütze. mprYrtUp^h,5/ bislang seien Conflicte nicht oorgenommen, das

ber Regierung sei durch einzelne Fäll: bedingt und nicht durch Vertrag zu Sn Vertrags an eine Commission. Der Reichs.

Mat, Abends. Im Unterhause theilte Schatzkanzler

Northcote auf eine Anfrage mit : Rumänien hat seinen gegenwärtigen Zolltarif

rrklätte Northcote^ Di/indische Armee" fti^n^zur Z^h^dttftnlgen Strei/kräfte MgEbeschtteßt V»wchuna V* «ytiäas'äädne"Gommiffiou' ©et

Salonichi, im Osten von der Ostgrenze Serbiens bis zum Busen von Orfano. Endlich ist nothwendig die Entsendung eines Panzergeschwaders an die Küste Albaniens und eines andern an dte Küste Macedonteus. Ferner dürfte der Abschluß von Militär-Conventionen und eines Schutz- und Trutzbündniffes, kurz die Einleitung der Organisirung Rumäniens, Serbiens, Montenegros und aller von der Türkei noch weiter sich loslösenden, die österreichischen Jnteresien tarn gwenden Landestheile zu einem Staatenbunde mit Österreich-Ungarn, ungefähr nach dem Vorbilde Deutschlands, kaum weiter von der Hand zu weisen sein, wobei die vpn der Türkei bereits lo-gelösten oder sich loslösenden Theile theils mit Montenegro, Serbien und Rumänien zu vereinigen oder als selbständige Bundesglteder zu constituiren sein werden.

Dem Polizei-Präsidium ist die Mittheilung zugegangen, der Attentäter Hödel habe bis vor Kurzem der Redaction eines kleinen socialdemokrattschen Blattes angehört, werde vom Kreisgertcht zu Naumburg verfolgt und habe sich vor einiger Zeit von den Leipziger Socialdemokraten ostensiebel getrennt. Die be­züglichen Erhebungen sind im Gange. Hofprediger Stöcker veröffentlicht Namens des Vorstandes der christlich-socialen Arbeiterpartei eine Erklärung, wonach Hödel seit dem 29. April sich der genannten Partei angeschloffen, deren Versammlungen besucht und freiwillig und ohne Bezahlung deren Flugblätter, insbesondere ein solches über Liebe zu König und Vaterland verbreitet hatte; Hödel könne sich, da er sich als Anarchisten erkläre und in Leipzig als social­demokratischer Agitator gewirkt habe, nur aus Unkenntntß oder in böswilliger Absicht der christlich-socialen Arbeiterpartei angeschloffen haben.

Ueber die Ruhe und Kaltblütigkeit Sr. Majestät des Kaisers nach dem Attentat wird u. A. mitgethetlt: Minister v. Bülow, der 20 Minuten nach bcm Ereigniß zum Vortrag über die orientalischen Angelegenheiten im Palais erschien, glaubte bemerken zu müssen, daß unter den vorliegenden Umständen der Vortrag wohl ausfalle; der Kaiser hatte aber dte auf den Vortrag bezüg­lichen Schriftstücke nach seiner Rückkunft bereits gelesen und erklärte, der Vor­trag solle statthaben, wie dies dann auch geschah.

DiePost" erfährt, daß die Rückkehr des Fürsten Bismarck möglicher Weise geyen Ende der Woche erfolgt.

Köln, 13. Mai. Von hier wird gemeldet: Eine größere Anzahl hiesiger Großhandels-Firmen haben an dte Kölnische Handelskammer das Gesuch gerichtet, dieselbe wolle eine von ihnen entworfene Petition umWiedereinfüh­rung der Schuldhaft" dem Reichstage unterbreiten, bezw. befürworten.Die Gründe, welche uns zu dieser Eingabe veranlassen" (so wird ausgeführt), liegen tu dem Bedürfniß, der stets zunehmenden geschäftlichen Unsicherheit Schranken zu setzen." Der Einwurf, daß die Kaufleute beim Creditgeben vorsichtiger sein sollen, sei nicht stichhaltig; denn etnestheils sei e«, besonders in größeren Städten, sehr schwierig, über die Vermögensverhältnisse der betr. Personen zu­verlässige Angaben zu erhalten, anderntheils fänden sich leider viele bemittelte Geschäftstretbende, welche ihre Verbindlichkeiten unerfüllt ließen, sobald sie dies ungestraft thun könnten. Die Wiedereinführung des Haftgesetzes würde das leichtsinnige Creditnehmen vermindern, jedenfalls aber da eine wirksame Hülfe leisten, wo der böswillige Schuldner nicht bezahlen wolle.

Hesterreich.

Wien, 13. Mai. DiePolit. Corresp." bringt folgende Meldungen: Konstantinopel 12. Mai. Russische Kavallerie-Verstärkungen sind in San Stefano angekommen. Bukarest, 12. Mai. Ein Theil der Avantgarde des 11. russi­schen Corps hat den Vormarsch auf Piteschti und Krajova angetreten, was in den rumänischen Regierungskreisen Besorgnisse hervorrief. Agram, 13. Mai. In den letzten Tagen kamen zahlreiche Fälle verbrecherischer Ausschreitungen Seitens bosnischer Flüchtlinge vor. In Stubntk wurden gestern 12 mit Hin­terladern bewaffnete, bet Diakovar internirte Flüchtlinge verhaftet, unter denen einer wegen Widersetzlichkeit von den Sereschanevn erschossen wurde. In der Gegend von Petrovoseljo ist das Vorhandensein mehrerer aus bosnischen Flücht­lingen bestehenden, bewaffneten Banden constatirt, die wiederholt Raubanfälle verübten; es sind strenge Bewachungs- und Entwaffnungs-Maßregeln getroffen worden.

Wien, 13. Mai, Abends. Während der Berathung der Vorlage, betr. die Deckung des 60-Millionen-Credits im Budget-Ausschuß des Abgeordneten­hauses erklärte der Finanzminister: Der Moment der Action könne in der von Andrassy gekennzeichneten Richtung herankommen, obwohl dieser nach wie vor den Congreß anstrebe und deffen Zusammentreten für wahrscheinlich halte. Die Regierung beabsichtige dte Einberufung der Delegationen, sobald das Abge­ordnetenhaus dte Creditvorlage beschlossen habe. Andrassy beharre bei seiner Ansicht über den Frieden von San Stefano, setze aber Alles daran, eine Con­flagratton möglichst zu verhüten. Schließlich wurde der Antrag Gtskra's ange­nommen, welcher lautet: Von der Verhandlung über die Vorlage wird Umgang genommen, bis Mittheilung an die Delegation über die Inanspruchnahme des Credites erfolgt ist.

Pesth, 13. Mat. Dte Conferenz der liberalen Partei berieth die Vor­lage über dte Deckung des 60-Millionen-Credtts. Nachdem der Ministerpräsi­dent die Politik der Regierung entwickelt und die Zwecke des geforderten Credits dargelegt hat, nahm die Partei dte Erklärungen des Ministers mit Zustimmuna zur Kenntniß.

Im Unterhause interpellirte Ernst Simonyi den Ministerpräsidenten wegen der Concentriryng russischer Truppen tn Rumänien. Tisza versprach, morgen bet Gelegenheit der Verhandlung über den 60-Millionen-Credit auch hierüber sich auszusprechen.

Arankreich.

Paris, 13. Mai, Abends. Gambetta ist zum Präsidenten der Budget- Commission erwählt worden. Die Bestattung des Obersten Denfert wird auf Staatskosten stattfinden.

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