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Betreffend: Die Ausführungen des Neichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie.
Bekanntmachung.
In Folge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern bringen wir nachstehend das Verzeichnis der bis zum 8. l. M. verbotenen socialdemokratischen Vereine und Druckschriften, zur öffentlichen Kenntniß.
Gießen, den 15. November 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Boekmann.
Verzeichnis I.
(Aufgestellt nach Maßgabe der Publikationen in den Nummern 250 bis 265 des Reichsanzeigers.)
Auf Grund des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratie vom 21. October 1878 sind verboten worden:
Datum fccr Bekanntmachung, des Verbots.
1. Vereine.
Bezeichnung des Vereins.
Verein zur Wahrung der Interessen der werkthätigen Bevölkerung Berlins.
Verein für communale Angelegenheiten des Nord-Ost-Districts in Berlin.
Deutscher Tabakarbeiter-Verein (Berlin).
Verband der deutschen Schmiede (Centralsitz: Berlin.) Socialistischer Arbeiter-Wahlverein in Chemnitz.
Voltsverein in Glauchau.
Vereinigung von Mitgliedern der socialistischen Arbeiterpartei Deutschlands.
Volksverein zu Flensburg.
Arbeiter-Sängerbund daselbst.
Bildungsverein für Arbeiter daselbst.
Socialdemokratischer Wahlverein zu Rendsburg.
Der socialistische Arbeiter-Wahlverein zu Bochum.
Der Arbeiter-Wahlverein für den Kreis Hagen zn Hagen.
Der socialdemokratische Arbeiter-Wahlverein für* die Stadt und den Landkreis Dortmund zu Dortmund.
Der Arbeiter-Wahlverein in Langerfeld, Kreis Hagen.
Allgemeiner deutscher Töpferverein mit dem Hauptsitz Dresden.
Verein für Sattler und Berufsgenossen daselbst.
Deutscher Stellmacher-Verein daselbst.
Bund der Glasarbeiter Deutschlands daselbst.
Arbeiter-Bildungsverein in Leipzig.
Pfälzisch-Badischer Preß-Verein.
Metallarbeiter-Gewerksgenossenschaft und der mit derselben vereinigte Klempner-Verband in Braunschweig.
Demokratischer Wahlverein zu Braunschweig.
Arbeiter-Bildungs-Verein in Dresden.
Bund der Tischler und verwandter Berufsgenossen in Hamburg.
Deutsches Zimmerer-Gewerk in Hamburg.
Der Theater-Verein Germania in Dortmund.
Der Gesang-Club Vorwärts daselbst.
Der Gesang-Verein Liederfreund daselbst.
Der Berliner Arbeiter-Sängerbund, zu welchem zur Zeit folgende Gesangvereine gehören: „Brüderlichkeit", „Libertä", „Liederhain", „Vorwärts", „Teutonia" und „Karthäuser Gesang-Verein".
Fachverein der Berliner Knopfarbeiter und Berufsgenossen.
Verein der Vorrichter und Stepper Berlins.
Allgemeiner Reepschläger- und Seiler-Verein zu Altona.
Socialdemokratische Volkspartei in Colditz.
Socialdemokratische Partei in Darmstadt.
Oertliche Mitgliedschaft der Gewerkschaft der Schneider in Darmstadt. Oertlicher Verein des Bundes der Tischler und verwandter Berufs- genossen in Darmstadt.
Oertliche Mitgliedschaft der Gewerkschaft der Schuhmacher und der verwandten Gewerbe in Darmstadt.
Der Ortsverein des Allgemeinen Buchdruckerverbandes in Darmstadt.
Arbeiter-Unterrichtsverein zu Bremen.
Volksverein in Meerane.
Arbeiter-Harmonie in Waldenburg.
Allgemeiner Deutscher Schneider-Verein in Gießen.
Socialdemokratischer Arbeiter-Verein in Gießen.
Gewerkschaft der Holzarbeirer daselbst.
Metallarbeiter-Gewerksgenossenschaft daselbst.
Zweigverein der Schuhmacher-Genossenschaft daselbst.
Socialdemokratischer Wahlverein für den 8. Hanüover'schen Wahlkreis in Hannover.
Socialdemokratischer Wahlverein zu Frankfurt a. M.
Socialdemokratischer Wahlverein zu Wiesbaden.
Gesangverein Bruderkette in Bockcnheim.
Arbeiter-Wahl-Comitö zu Ottensen.
Gesangverein Bruderbund in Offenbach a. M.
Gesangverein föumorici in Bieber.
Gesangverein Lassallia in Offenbach.
Offenbacher Theaterclub in Offenbach.
Socialdemokratischer Wahtverein zu Groß-Berkel (Prov. Hannover).
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1878.
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57.
Datum
der Bekanntmachung
des Verbots. Bezeichnung des Vereins.
1878.
2. November. 58. Arbeiter-Fortbildungsverein in Lößnitz.
„ 59. Consumverein in Falkenstein (Kreis Zwickau.)
„ 60. Arbeiter-Verein in Hausen (Kreis Offenbach) nebst dem Zweig
verein desselben Gesangverein Lassallia.
„ 61. Arbeiterverein in Heusenstamm (Kreis Offenbach).
„ 62. Gesangverein Zufriedenheit (früher Lassallia) in Obertshausen
(Kreis Offenbach).
„ 63. Allgemeiner Arbeiter-Sängerbund in Gotha mit dem Vororte Gotha.
1. November. 64. Arbeitervereine zu Eutritzsch, Gohlis, Plagwitz und Reudnitz.
2. November. 65. Arbeiterverein Libertö in Hildesheim.
„ 66. Arbeiter-Unterstützungsverein in Langen.
4. November. 67. Arbeiterleseverein in Eisenach.
1. November. 68. Gesangverein Libertö zu Luckenwalde.
4. November. 69. Voigtländischer Zeitungsverein in Reichenbach i. V.
26. October. 70. Verein der socialistischen Arbeiterpartei zu Worms.
1. November. 71. Die Gewerkschaft der Schuhmacher und verwandten Gewerbe zu Worms.
„ 72. Die Gewerkschaft der Schneider zu Worms.
4. November. 73. Gesangverein Eintracht zu Lübeck.
5. November. 74. Elbstrom-Verein von Hamburg und Altona nebst Umgegend (für die Ewerführer-Tagelöhner sowie die auf und an dem Wasser beschäftigten Arbeiter).
5. November. 75. Gesangverein Bruderbund in Magdeburg.
„ 76. Der Volksverein in Wandsbeck.
4. November. 77. Mitgliedschaft des allgemeinen deutschen Schneidervereins in Bamberg.
5. November. 78. Arbeiterverein in Gautsch.
„ 79. Allgemeiner Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein in Offenbach.
„ 80. Arbeiter-Unterstützungsverein in Hainhausen (Kreis Offenbach.)
„ 81. Arbeiter-Unterstützungsverein in Sprendlingen (Kreis Offenbach.)
6. November. 82. Club Wahrheit in Celle (Provinz Hannover).
„ 83. Volksverein in Werdau, Kreishauptmannschaft Zwickau.
o 84. Volksverein in Reichenbach i. V., Kreishauptmannschaft Zwickau.
5. November. 85. Die in Göppingen (Württemberg) bestehende Mitgliedschaft der
socialistischen Arbeiterpartei Deutschlands.
6. November. 86. Die für das Königreich Württemberg bestehende Mitgliedschaft der socialistischen Arbeiterpartei Deutschlands mit dem Sitze in Stuttgart.
7. November. 87. Die Gewerkschaft der Schuhmacher und verwandten Gewerbe in Gotha.
6, November. 88. Spengler-Unterstützungsverein in Offenbach (Zweigverein des Haupt
vereins des Klempnerverbandes in Braunschweig).
8. November 89. Gewerkverein zu Untermhaus (Gera, Manufactur-, Fabrik- und Handarbeiter-Gewerksgenossenschaft.)
23. Octöber.
28. October.
26. October.
28. Üctober.
29. October.
30. October. ti n
31. October.
1. November.
5. November.
6. November.
8. November.
2) Drttckschristen.
a) Periodische.
1. Neue freie Presse in Berlin.
2. Mecklenburg-Pommerscher Arbeiterfreund. Organ für das werk- thätige Volk.
3. Vorwärts (in Leipzig).
4. Pfälzisch-Badisches Volksblatt (in Mannheim).
5. Braunschweiger Volksfreund nebst den zugehörigen Wochenbeilagen: „Wochenausgabe" und „Leuchtkugeln", <
6. Hessisches Volksblatt. Organ für das werkthatige Voft (in Cassel.)
7. Bergische Volksstimme in Barmen-Elberfeld.
8. Zeitgeist. Organ für des arbeitende Volk (in München).
9. Die Hoffnung. Wochenschrift im Verlag von A. Diflo in Frankfurt a. M.
10. Altonaer Volksblatt in Hamburg.
11. Das Panier. Organ der deutschen Metallarbeiter im Verlag von L. Söhler in Braunschweig.
12. Kölner freie Presse, Verlag von Fritz Harrendorf in Köln.
13. Der Wecker, Organ für die Schuhmacher Deutschlands, im Vertag von W. Bock in Gotha.
14. Zukunft, Socialistische Revue im Verlag der Allgemeinen Deutschen Associations-Buchdruckerei (E. G.) zu Berück.
15. Schlesisches Wochenblatt im Verlag von H. Heimann in Breclaü.


