Bessarabiens durch die Russen nicht nur auf die Dobrudscha zu verzichten, sondern auch die Donaumündungen und die abwärts der Mündung des Pruth in der Donau liegenden Inseln den Russen zu überlassen; die Mächte möchten dann entscheiden, ob ein solcher Besitz Rußlands den Jnteresien Europas entspreche.
Lokal-Notiz.
Gießen, 16. März. (Sitzung der Stadtverordneten am 14. März.) Als erster Punkt der Tagesordnung figurtrte die Erweiterung der Realschule zu einer Realschule I. Ordnung. Herr Realschuldtrektor Dr. @olban wohnte der heurigen Sitzung bet. Die Anregung zur Errichtung dieser höheren schule, welche bereits in Darmstadt, Mainz und Offenbach existtrt, bahrt schon aus dem Jahre 1874. Durch verschiedene Umstände wurde das Projekt bis in die neuere Zett verschoben. In dec heutigen Sitzung entwickelte nun Herr Dr. Sold an die Berechtigungen und daS Erstehen der Realschulen I. Ordnung, er hob hervor, daß seit der Gründung solcher Schulen im Jahre 1859 in Preußen sich sehr viele Meinungen pro und contra kund gegeben, jedoch durch die stetig steigende Frequenz aller Zweifel über die Zweckmäßigkeu solcher Schulen gehoben und es jedenfalls von sehr großem Vortheile für unsere Stadt fei; wenn eine Realschule erster Ordnung in Verbindung resp. gleichzeitiger Beibehaltung der bereits bestehenden Realschule hterselbst errichtet werde. (Von allgemeinem Interesse dürfte es sein, wenn sich vielleicht der Herr Realschuldirector entschließen könnte, den ungefähren Wortlaut seiner Erläuterungen in diesem Blatte wiederzugeben, zu welchem Zwecke wir bereitwilltgst unsere Spalten öffnen würden. D. Red.) Die oer einigten Schul- und Finanzdeputationen, welchen ein ausführliches Expose des Herrn Realschuldircktors Dr. Sold an, begutachtet von Herrn Dr. Stein vorgelegen, einigten sich nun in der Sitzung vom 5. März über folgende 4 Punkte, welche sie der Genehmigung der Stadtverordneten unterbreiteten: 1) Die Erweiterung der Realschule zu einer Realschule erster Ordnung in Combination und organischer Verbindung mit einer Realschule zweiter Ordnung bei dem Ministerium zu beantragen; 2) Dabet dir Gleichstellung in Rechten, Berechtigungen, Einrichtungen rc. mit den übrigen Realschulen erster Ordnung des Landes zu beanspruchen; 3) sich für Beibehaltung des seitherigen Schuf gelbes für die Realschule zweiter Ordnung, sowie 4) für die Gleichstellung des Gehalts- Etats der Lehrer bei den Parallel-Anstalten auszusprechen. Die Versammlung genehmigte mit Ausnahme des letzten Punktes die Vorschläge der Commissionen, und dürfte dieser Beschluß, vorbehaltlich der höchsten Genehmigung im Jntensse unserer Stadt nur zu begrüßen fein. — Das hiesige Regiment bedarf zur Erweiterung seines Schießplatzes im Stadtwalde eine Waldfläche von 1857 Älftr-, auf welchem z. Z. über 300 Cbkmtr. Holz noch stehen. Die Beschlußfassung über dieses Ansuchen, rolro jedoch, um sich vorher noch näher zu tnformtren, vorläufig ausgesetzt. — Genehmigt wird jedoch dem Regiment der Platz im Walde, wo der frühere Pulverschuppen gestanden, zur Errichtung eines gleichen Gebäudes, um in dasselbe die Munition, welche eben an der Schoor im Garten an der Kaserne lagert, zu transferiren und so einem Wunsche der Stadtverordneten nachzukommen. — Die seither in der Reichensand-Bahnhofstraße von Privaten unterhaltene Straßenbeleuchtung mittelst Prtroleumlaternen wird von der Stadt übernommen. Gleichzeitig wird beschlossen hinter dem Thorhäus chen am Neuenweg an der Wallthorschoor eine Gaslaterne anzubringen. Auf Anregen von Herrn Schopbach theilte der Herr Bürgermeister mit, daß die Baudeputatton beschlossen habe, daß für die Folge die Straßenbeleuchtung sich nicht nach dem Mond schein im Kalender zu richten habe und sei der Laterneninspektor schon inftrutrt — Den Viehmarktplatz betreffend beschloß die Versammlung: auf dem Platze links der Chaussee 16 Barrieren mit 5 Meter Abstand staffelförmtg zu errichten. Eine Beschwerde eines Anwohners dieses Platzes wird durch diesen Beschluß als erledigt erachtet. — Die Ausbauung der Retchensand-Bahnhosstraße betreffend, so bedarf die Stadt, wie bekannt, einen Theil des Lenz'schen Felsenkellers. Die Verhandlungen mit Herrn Lenz dauern schon lange und scheiterten immer an der Höhe der geforderten Summe. Herr Lenz verlangt für das gefammte Anwelen die Summe von 100,000 JL eoent. für das abzutretende Gelände von 2033/, lD Klftr. 50,000 Seitens der Baudeputation wurde nun vorge schlagen, Herrn Lenz endgültig 15,000 jt zu bieten (dies macht pro ln Klftr. über 70 je, also der zehnfache Betrag der in der Regel von der Stadt für Straßengelände bezahlt wird) event. das Expropliationsoerfahren einzuleiten. Die Versammlung be schließt demgemäß. — Eine Reparatur an dem ftäbt Hause in der Weidgasse wird gut- geheißen. — Die Mulde in der Straße am Pfau soll neu gepflastert und flacher ge- legt werden. — Betreffend die Abzugsgossen auf dem westl. Trottoir an der Grünbergerstratze beschließt die Versammlung, einem Antrag der Baudeputation gemäß, einen Abzugsgraben nach der Wiefick anzulegen. — Mehrere Koster decreturen wurden k. H genehmigt. — Die Baugesuche des Herrn Kaufmann Käß, welcher auf dem Seltersberg im Bünger'schen Garten eine Villa erbauen will, sowie des Herrn Spengler Rühl in der Neustadt werden gutgehetßen. — In Bezug auf den Bauplan zum Schulhause der höheren Mädchenschule hatte das Kreisbauamt mehrere Ausstellungen daran zu machen und werden einioe derselben als begründet angesehen, im Uebrtgen aber der Plan belassen. — In Betreff der Anlage an der Schoor am Vix'schen Thorhause wurde der vom Stadtbaumeister gefertigte Plan genehmigt- — Das Thorhäus am Seltersweg, worin sich eben die Oklroierheberstelle befindet, ist der Stadt vom Staate gekündigt worden, weil darin das Bergamt plocirt werden soll- Die Beschlußfassung über diesen Punkt mußte jedoch ausgesetzt werden, da mittlerweile die Versammlung durch Weggehen mehrerer Mitglieder beschlußunfähig geworden. —a.
Vermischtes.
Kassel, 10. März. Wie uns heute aus zuverlässiger Quelle mitgetheilt wird, ist es im Handelsministerium beschlossene Sache, daß die Friedderg-Hanauer Bahn nach ihrer Fertigstellung der königlichen Direct'on der Frankfurt-Bebraer Bahn zu Frank furt a. M. unterstellt werden wird, trotzdem die Direction der Main-Weserbahn hterselbst die bauleitende Behörde ist. Die Gründe, welche für diese Disposition maßgebend gewesen fein mögen, sind uns nicht bekannt; jedenfalls aber will man den Ge schästskreis der hiesigen Eisenbahndirection schon deshalb nicht erweitern, weil deren Beseitigung und die Verschmelzung der Main-Weserbahn mit einem größeren preußischen Staatsbahnnetze, und zwar wahrscheinlich dem hannoverschen, längst geplant ist und in einem geeigneten Augenblicke zur Ausführung gebracht werden soll. Bis jetzt scheiterte die Realisirung dieses Planes noch in dem Widerspruche der an der Main Weserbahn beiheiltgten hessischen Regierung sowie vielleicht auch an der zur Zeit noch für opportun geltenden Rücksichtnahme auf die vitalsten Interessen der Stadt Kaffel.
— (Jnstinct oder Ueberlegung.) lieber die Schlauheit der Wildenten wird der „N. Z- Z " geschrieben: Wenn die Wildente mit ihren Jungen von einem Jagdhunde aufgefunden wird und also in Gefahr ihre Kleinen zu verlieren, so stellt sie sich flügellahm. Die Ente flattert nur fo über die Wasserpfützen bin und läßt den Hund kaum 3 Fuß hinter sich. Der Hund will natürlich die Ente fassen und so kommen Ente un5 Hund nach und nach 500 Fuß von den Jungen weg. Auf einmal erhebt sich nun di> Ente in die Höhe und in weitem Bogen fliegt sie wieder zu ihren Jungen; so sind die Thiere durch diese Kriegslist gerettet worden. Der Hund hat natürlich das Nachsehen Daß die Krähen auch spaßen können, ist ebenso richtig. Katzen und Hunden ist das Krächzen der Krähen zuwider, das wissen die Krähen. Einen derartigen Fall, den ich letzthin beobachtete wll ich erzählen: Ein Hund, der vergebens zwei Krähen verscheuchen wollte, welche ihn mit ihrem Krächzen gleichsam höhnten, legte sich auf die Lauer, um eine feiner Ruhestörerinnen doch noch zu erwischen. Die Kräden merkten offenbar diese Absicht- WaS geschah nun? Line der Krähen stellte sich kaum 3 Fuß vor dem Kopfe dcS HundeS auf und krächzte, die andere Krähe war zu gleicher Zett hinter dem Hund und biß ihn in den Schwanz. Der Hund wußte nicht, wo er zuerst sich wehren sollte und mußte den Rückzug antreten, aber dieses N.'cken dauerte wobl eine Viertelstunde. Die Thiere handeln viel mehr mit Ueberlegung als man in der Regel annimmt. m Darmstadt, 28 Febr. Nach einem in Nr. 48 dieser Zeitung aufgenommenen Bericht über die am 14. d. M abgehaltene Sitzung des LokalgewerboereinS zu Darm ftadt kam in derselben eine die „Guyot'schen Theerkapseln" betreffend Frage kurz zur Erwähnung, wobei bemerkt wurde, daß der ungeeignete Gebrauch deS Theers unter Umständen schädlich wirken könne. Da diese Mittheilung von manchen der Leser über sehen sein dürfte, erscheint es uns im öffentlichen Interesse für geboten, hier nochmals zu bestätigen, daß die „Theerkapseln", deren in vielen Fällen leider durch Apotheke, vermittelter Vertrieb durch eine unerhört zudringliche Reklame unterstützt wird, keines
wegs zu den unschädlichen Medikamenten gezählt werden könne», deren Wahl um Benutzung den Kranken allein überlassen werden darf, und daß gerade bei den Krank- heitsformen, für deren Heilung sie alS unfehlbar wirkendes Mittel angepriefen werden, nur der Arzt im Star de ist, über die Rä ollchkeit und die Ä t ihrer Anwendung zu urkheilen. Wir glauben daher daher daS Publikum roirnen zu müffm, ohne ärztliche Empfehlung die „Tyee> kapseln" zu gebrauchen, deren unrichtige Anw ndunz der Ge sundhert Nachtheil bringen kann. (Darmft. Zig.)
Darmstadt, 11. März. Im Grotzherzogtbum Heffen befinden sich folgende höhere Lehranstalt-n, welche sich zur Zett, rn Gemäßheit des § 90 Th. 1 der deutschen Wehrordnung im B sitze der Berechtigung zur Ausstellung gültiger Zeugniffe über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig freiwilligen M ütärbienrt befinden. Die Gymnasien zu 1) Bensheim, 2) Büdingen, 3) Darmstact, 4) Gießen 5) Mainz, 6) Worms. — Realschulen I. Ordnung zu 1) Darmstadt und 2) Mainz. — Dus Pro- gymnastum (Frtdertc'anum) zu Laubach. — Realschulen zu 1) Alsfeld, 2> Alzey, 3) Bingen, 4) II. Ordnung zu Darmstadt, 5) Friedberg, 6) Gießen, 7) II. O-dnung zu Mainz, 8) Michelstadt, 9; Offenbach und 10) WormS. — 1) Die Privat-Realichu'e 'eS Dr. Klein (früher Scharvogel) zu Mainz, 2) die Handelsschule des Dr Nägier zu Offenbach. — Die Realschule zu Groß-Umstadt (letztere provisorisch auf Grund be- fonberer Prüfung) ___________________________
Handel und Verkehr.
Gießen, 16. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. Jü 1—1 05, Hühnereier, per St. 4-5 \ Gänseeier per St. 12 Enteneier, per St. 5—6 Käse, per Stück 5—10 Käfewatte, p. St. 3^, Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 22 H, Tauben, das P -ar JL 1.20, HÜyner, per Stück Jt 1.60, Hahnen, per 5t. JL 2, Enten, p. Stück 3.60, Kartoffeln, 100 Kilo 7 50 Ochfenfleisch
70 H per Psd., Kuhfleisch 50-60 Rindfleisch 50—56 Schweinefleisch 62-64 A, Kalbfleisch 55 u. 60 H, Hammelfleisch 64
Auöjug a. ö. ManüesänUsregistern ürs Slanöesamls Gießen.
Vom 9. bis 45 März 1878.
A u fg e bäte*
12. März. Der Buchhandlungs-Agent Victorian Wendelin Böttinger von Herbstein mh Katharine Elisabethe Stammler von Grünberg. 15 März. Der Bremser an bet Oberhessischen Bahn, Heinrich Schmidt VI , Wittwer, von Qaeckoorn mit Margarethe Vollmüller von Lauterbach. — Diener Balthasar Beyerer in Londorf mit Emilie Weirich in Staufenberg.
Eheschließungen.
10. März. Maurer Martin Melcher von Dorfgill mit Lina Rullmann von Nidda. 13. März. Maurer Georg Dietz von Höingen mit Katharina Keller von Bernsfeld. — Kaufmann Georg Kinkel von Sinkershausen mit Georgine Loulse Auguste Hermine Schmidt von Gießen.
Geborene.
4. März. Elisabeth, Tochter des Holzwaarenhändlers Martin W'ißbäcker. 8. Mäiz. Emil Balthasar Robert Louis, Sohn des Schlossers Karl Stabiler. 6. März. Louise, ein außereheliches Kind von auswärts. 7. März. Em Kind weiblichen Ge- schlech's (noch ohne Vornamen) von Schneider Johann Büttner. 6. März. Adolf Ludwig Martin Nicolaus, Sohn des Gastwirths Johannes Spieß. 9 Marz. Karoline Katharine Adelheide, Tochter des Gastwirths Franz Sch'rmer. — Georg Philipp Martin, Sohn deS Gymnasiallehrers Heinrich Scheerer. 10. März. Elisabeth Hermine Sophie, Tochter des Garnison Bau-Jnsp.ctors Otto Gummel. 12. März. Karl Ernst, Sohn des Fuhrmanns Karl Jughardt III. 13. März. Anna Auguste, Tochter deS Schreiners Auaust Weber. 15. März. Heinrich Ludwig Karl, Sohn des Schaffners an der Oder- hessischen Bahn, Heinrich Debus. 11. März. Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Lehrer Karl Rahn. 13. März Emil Adam, Sohn des Bremsers an der Cöln-Mindener Bahn, Johann Jacob Etzelmüller. 9. März. Minna, Tochter des Locomotivführers an der Oberhesstschen Bahn, Wilhelm Kalberlah.
Gestorbene.
8. März. Friedrich Heinrich Louis, 1 Jahr alt, Sohn des Kaufmanns August Plank. — Otto Louis Daniel, 6 Monate 29 Tage alt, Sohn des Conditors Heinrich Kinkel. 11. März. Heinrich Ernst Arch, 70 Jahre alt, von Holzheim- 12. März. Schuhmachermeister Adolf Jeremias Vetzberger, 68 Jahre 11 Monate 17 Tage alt. 11- Mä z. Konrad, 2 Jahre 9 Monate 24 Tage all, Sohn des Schuhmachers Emil Ohr. 12. März. Katharine Wilhelmine Christine Anna, 8 Jahre 9 Monate 15 Tage alt, Tochter des Schreiners Georg Lang 14. März. Ein todtgeborenes Kind männlichen Geschlechts von Maurer Konrad Pfeiffer V. — Margarethe, 16 Jahre 11 Mon. 9 Tage alt, Tochter des Assistenten Johannes Schad. — Lackirer Christoph Wagner, 53 Jahre 9 Monate 11 Tage alt.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute.
März 10. Konrad Jakob Boller, Ober-Lazarethgehülfe dahier, des Schreiner- Anton Boller zu Lang-Göns, ehel. Sohn; und Helene Karoline Schneider, des verstorbenen Maurers August Balthasar Schneider bahier, ehel. Tochter.
Denselben. Heinrich Karl Dickhard, Schreiner dahier, ein Wittwer; und Margarethe Emmerich von Wolferborn.
Denselben. Martin Melcher, Maurer dahier, deS oerft. Maurers Konrad Melcher zu Dorfgill, ehel. Sohn; und Lina Rullmann von Nidda.
März 14. Georg Kinkel, Kaufmann, des Lehrers Georg Kinkel zu Sinkershausen, ehel. Sohn; und Georgine Louise Auguste Hermine Schmidt, deS Metzger- metsters Adolf Schmidt dahier, ehel. Tochter.
Getaufte.
März 10. Dem Eisenbahnarbeiter Georg Schäfer dahier, ein Sohn, Georg, geb. 15. Februar.
Denselben. Dem Heizer Karl Wilhelm Groß, eine Tochter, Anna Marie Friederike, geb. 16. Febr.
Denselben. Dem Wagenmeister Robert Moritz Julius Hartwig, ein Sohn, Robert Emil Karl Eduard, geb. 16. Febr.
Denselben. Dem Taglöhner Michael Heßler, ein Sohn, Ferdinand Franz Karl Anton, geb. 3. Febr.
März 12. Dem Bauunternehmer Heinrich Adami, eine Tochter, Louise Karoline Margarethe Käthchen Paula, geb. 16. Febr.
Beerdigte.
Den 14. März. sAdolf Jeremias Vetzberger, Schuhmacher, alt 68 I. UM- 17 T-, geft- den 12. März.
Dr. Engel Stiftung.
Am 24. März sollen die Zinsen der von dem Stadtoorstande zum Andenken des Geh. Kirchenraths Or. Engel gemachten Stiftung mit je 10 fl. an 10 arme u. würdige Familien aus Gießen vertheilt werden. Diejenigen Familien, welche glauben, sich um dieses Vermächtniß bewerben zu dürfen, wollen sich bis zum 20. März bei einem der Geistlichen, dem Großh. Bürgermeister oder einem der übrigen Mitglieder des Kirchenvorstandes melden.
Gießen, den 15. März 1878.
Für den Kirchenvorstand: Dr. Seel.
Die Annoncen-Exped ition Th. Dietrich Sf Co. in Cassel übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschland- und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnferaten-Annahme f. d. „Casseler Lage-post.")
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