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DieDevastation" segele heute ab.

London, 14. Febr. (Oberhaus.) Derby antwortete auf eine Frage Strathedens, nur Rußland habe Wien als Conferenzort beanstandet, er meint, diese Schwierigkeit werde weder lange andauern noch die Conferenz verhindern. Auf eine Frage Granville's antwortend, sagt Derby, die eingelaufenen Schiffe seien vor Konstantinopel oder richtiger, sie ankerten bei den Prinzeninseln, zwei englische Meilen unterhalb der Stadt. Der Admiral habe völlig freien Willen in Betreff der Ankerung der Schiffe und Wahl des Platzes, wo ihm dieselbe am sichersten scheine. In Betreff der Einwände der Pforte, habe die Regierung sich sofort mit der Pforte in Verbindung gesetzt und Layard bedeutet, derselben zu erklären, daß das Einlaufen der Schiffe absolut nothwendig sei. Die Pforte habe hierauf formellen Protest erlaffen, aber keine Schritte zur Verhinderung des Einlaufens gethan. Das britische Cabinet, obschon bereit, den Einwand der Pforte zu respectiren, habe geglaubt, daß die Pforte in dieser Angelegen­heit nicht frei handeln könne. Die Regierung könne noch Nichts in Betreff Oesterreichs Action mit Bestimmtheit sagen. Rußland anlangend, so sei Gort- schakoffs Circular bekannt; die Regierung habe gestern ein weiteres Circular erhalten, welches laute: das britische Cabinet habe angezeigt, daß es im Be­griffe steht, einen Theil der englischen Flotte nach Konstantinopel behufs Schutzes der Personen und des Eigenthums der britischen Unterthanen zu senden, deren Sicherheit, wie sie benachrichtigt worden, gefährdet sei. Wir beabsichtigen, einen Theil unserer Truppen zeitweilig nach Konstantinopel für genau denselben Zweck zu schicken, mit dem Unterschiede, daß unser Schutz erforderlichenfalls auf alle Christen ausgedehnt wird. Beide Regierungen werden somit- eine Pflicht der Humanität erfüllen, die beiden gemeinsam eigen ist. Daher kann dieser Act, seiner Natur nach friedlich, nicht irgendwelchen Charakter gegenseitiger Feind'

Papst Pius IX.

IV.

(ö]er§ glich.

Aber Pius liebte die Zusammenstellung seiner P-rson mit Gott, und die erhaben­sten Btbelstellen, die sich auf CzrtstuS beziehen, wendete er ohne Scheu auf sich selbst an. In einer Audienz, die er seinen früheren Beamten gab, ctlirte er die Worte, welche oer hl. Thomas den Jüngern zurtef, als der Heiland zum Tode ging:Laßt uns mn- ztehen, dutz wir mit ihm sterben" und dann fügte er hinzu: Ihr seid es, die heute lenen treuen Anhängern Jesu Christi gleichen; Ihr thui es durch Euren Besuch am Fuß-des päpst­lichen Thrones." Häufig wendete er Worte Jesu auf sich an, wie: ,Meta Vrier, ich will deren keinen verlieren, die du mir gegeben hast",wer nicht für micht. Der wider mich." Wie zu seines Gleichen, wendet er sih an Christus mit den Worten: Bewahre du, mein Jesus, mit der Betwirkung der apostolischen Nachfolger und mu der Betwtrkung der Geistlichen die Heerde, welche Gott dir und mir gegeben hat. Seht in mir nicht den Greis, sondern Jesum Christum", sagte er in einer Audienz, die er katholischen Redakteuren gegeben hatte. In ganz merkwürdiger Wüse sprach er oft von Gott.Auf die Anrufung der obersten Hirten, auf das Gebe und ote Intervention der unbefleckten Jungfrau und der Heiligen wird Gott von seinem Schlummer erwachen und meine Bitten erhören" sagte er einst vor französischen

Irischbäcker in Gießen.

Sonntag, den 17. Januar. Ludwig Kroneberg in der Neustadt. Hermann Vogt am Seltersweg. Gustav Ggger am Ltndenplatz ______

die das Cardinals-Collegium für Pius IX veranstaltet. <

London, 14. Februar. Im Unterhalte wiederholte Northcote gegen- t über Howe: sei kein materieller oder irgendwie thatsächlicher Widerstand gegen die Einfahrt der britischen Flotte in die Dardarellen geleistet worden. , Der Gouverneur der Dardanellen habe nur protestirt.

London, 14. Februar. Unterhaus. Anläßlich der^zwelten Lesung der I Bill betr. die Aufbringung des bewilligten Credites, wies Lrchatzkanzler North­cote' den Vorwurf des Mangels an Aufrichtigkeit zurück. Gladstone wieder­holte seine früheren Einwendungen gegen eine Allianz mit Oesterreich oder einer ; anderen Macht, falls dieselbe die Beschränkung der Freiheit der europäischen Unterthanen der Pforte zum Zwecke habe, und kündigte an, er werde morgen die Regierung interpelliren, wie Oesterreich sein Jntereffe Rußland gegenüber definirt habe. Im Lause der Debatte suchte die Opposition namentlich zu er­fahren, ob die Regierung die russische Besetzung von Konstantinopel als Kriegs­fall ansehe, erhielt jedoch keinen Aufschluß darüber. Die Credit-Bill wurde in zweiter Lesung ohne Abstimmung angenommen. ,

Wien, 14. Febr. Das hiesigeTelegr. Corr.-Bur." veröffentlicht em auf dem direkten Wege befördertes Telegramm aus Konstantinopel vom 13. d. Mittags, wonach die britische Flotte am - °kz- und Abends vor Konstantinopel eintreffen sollte. ±

London, 14. Febr. Im Unterhause erklärte Schatzkanzler Northcote aus Befragen Harttngtons: Die Pforte habe die Erlaubniß zur Einfahrt in die Dardanellen verweigert; darauf habe die Regierung die Flotte zum Ein­laufen beordert. Der Gouverneur der Dardanellen habe protestirt, allein er (Northcote) glaube, es sei kein materieller Widerstand geleistet worden. Ver- muthlich befinde sich jetzt die Flotte in der Nähe von Konstantinopel. Das britische Cabinet habe gegen die Ansicht Rußlands, wonach letzteres durch die Bewegung der britischen Flotte zur Besetzung Konstantinopels berechtigt werde, protestirt mit der Erklärung, daß die Flottenbewegung zum Schutz der britischen Unterthanen unternommen sei- und nicht zur Besetzung Konstantinopels russischer-

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gotte-dienst.

Sonntag, den 17. Februar: Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner.

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 16. bis 23. Februar besorgt Pfarrer Schlosser.

seits berechtige. r , .

Wien, 14. Febr. DiePolit. Corr." enthält folgende Meldungen: Konstantinopel, 14. d. Gestern circulirte das Gerücht, der Sultan treffe Vor­bereitungen die Residenz zu verlaffen. Ein Theil der britischen Flotte ist vor den Prinzeninseln vor Anker gegangen; 2 Panzerschiffe blieben vor GallipoU. Bukarest. Zwei russische Lager werden in Rumänien gebildet: bei Plojesti in der Stärke von einstweilen 30,000, und bei Roman in der Moldau mit 10,000 Mann. Athen, 13. d. Anläßlich der von türkischen Binden bei Karditza (Theffalien) und Retbymno (Kreta) verübten grausamen Acte, derent­wegen Griechenland bet den Mächten Beschwerde erhob, wurde von der Regie­rung beschloffen, die Armee auf die Stärke von 50,000 Mann und die Manne auf 10,000 Mann zu bringen.

London, 14 Februar. DerStandard" erklärt die Gerüchte von dem Rücktritte Lord Derby's und von der bevorstehenden Auflösung des Parlaments für unbegründet. Dasselbe Blatt meldet, das Departement für das Transport­wesen unterhandle mit mehreren großen Lieferanten wegen nötigenfalls un­verzüglicher Lieferung bedeutender Quantitäten Mundvorrath für die Armee. Alle Kriegsschiffe in Malta seien beordert, schleunigst zur Orientflotte zu stoßen.

Kein Zeichen deS Mitleids mit dem greisen Pontifex in dem allgemeinen Freuden­taumel! Welcher Fingerzeig Gottes für den entthronten Herrscher! Aber es lag nicht o------- , v i o in der Natur PiuS IX, gethanes Unrecht einzugestehen und in Ge)uld die Folgen da-

Moraen findet in der sixttnischen Capelle die erste der drei Leichenfeiern statt, öjn tragen Er hatte seitdem nicht aufgehöct, die fremden Mächte gegen Italien ~ ' * ~ " nrX! ° TV *-aufzubringen und die Volksmassen gegen die Regierung zu erbittern. Mrssendepu-

tationen aus allen Ländern wurden ohne Unterlaß arrangirt und vor ihnen erging sich Pius in leidenschaftlichen Klagen, in maßlosen Angriffen, ja Beschimpfungen der tta- ttenischen Regierung. Während er aber von solch unbegrenzter Redefreiheit Gebrauch

Diese Stellung zu Gott, gleichsam eine kameradschaftliche Behandlung Gottes, hat noch kein Papst prätentirt wie Pius IX. Die Eingebungen seiner Phantasie hielt er für göttliche Inspirationen, Zufälle der gewöhnlichsten Art, wie einen emfallenden Sonnenstrahl, für direkte Aeußerungen des Wohlgefallens Lottes. Natürliche Anlage sowohl wie äußere Umstände haben Pius auf diesen Weg geführt- Mit einem schwachen Charakter verband er einen großen Ehrgeiz, und weil seine geistigen Fähigkeiten und noch weniger seine theologische und allgemeine Bildung hmreichten, diesem Ehrgeiz ein ent­sprechendes Feld zu bereiten, so wandte er si- ganz einem Gebiete jir auf

Fantasie allein Betätigung fand. Vielleicht wäre der Jnsptratwnswahn des Papstes zu heilen gewesen, wenn er sich nicht unglücklicherweise ganz in die Hande einer Partei gegeben hätte, in deren Interesse eS lag, diesen Wahn zu nähren um Pius nach thr^m Willen zu leiten. _ , m K

In Schriften, in Bild und Wort machte ihn diese Partei zu einem Gegenstand der Abgötterei und Pius gab den Schriften seine Approbation, nahm die Vergötterung mit Wohlgefallen auf. In der Sammlung seiner Reden, die durch Pasquale heraus gegeben wurde, sagte dieser Schmeichler von Pius:Er ist der lebendige ChrtstuS , er ist die Stimme Gottes",er ist die Natur, welche protestirt, er ist Gott, dec ver­dammt." So war man wieder zum römischen Heidenthum zurückgekehrt, wo dea jn* peratoren ein Kultus wie Göttern dargebracht wurde. Am stärksten trieb dielen Kut- tuS dieCtvtlta cattolica", das vom Papste privilegirte Blatt, daS ihm stets noch vor oer Ausgabe vorgelesen werden mußte. , , , .. .

Da die eigene Neigung Pius IX in solcher Weise durch seine Umgebung genährt wurde, so gab es für seine merkwürdigenInspirationen" und. ^Missionen reine Schranke, weder in der menschlichen Vernunft, noch in der Geschichte und dem Hell der Kirche, noch in der Lage der Welt. ---

machte, ilellte er sich konsequent alsGefangenen" dar.

Pius genoß alle Rechte und Ehren eines Souveräns, er konnte eine Leibgarde halten, Gesandte empfangen und beglaubigen, er hatte ein eigenes Post- un) Tele- graphenbüreau, weitläufige Paläste und Gärten, die der Gerichtsbarkeit und dem Steuergesetz Jtaltens nicht unterworfen sind und 3Vi Mill. Lire jährliche Dotation. In der Regierung dec Kirche Hatteer so freie Hand, wie in keinem anderen katholischen Lande der Welt. Züge bis za 5000 Pilgern erschienen in Brtikan, lasen dem Papste Adressen vor, in welchen die italienische Regierung und der König tn unerhörter Weile angegriffen wurden, und diese Adressen sammt den gleichlautenden Antworten des Pap­stes wurden tn der päpstlichen Presse veröffentlicht, ohne daß die Regierung gegen dieses noch nie und nirgends gesehene Treiben etnschcitt und trog alledem Höne PiuS nicht auf, Über seine Gefangenschaft zu klagen, oas Mitleid, den Zorn der Gläu­bigen zu erwecken und ihre Almosen zu beanspruchen. Die wunoerosllen vatikanischen Paläste hieß er seinenKalvarienberg", er ließ sichdas Lamm des Vatikans' nennen uno verglich sich häufig selbst mit dem leidenden und gekreuzigten Heiland. Von frans zöstschen Damen nahm er eine Dornenkrone entgegen aber eine Dornenkrone von Golo. In diesem Geschenk ist die ganze Lüge vom päpstlichen Martyrium sy nbolisch ramm aus stuiiuuiiuuvyci wm v. oargestellt, obwohl dem Geiste der Geberinnen unbewußt. Die Dornenkrone von Gold, n Mnrn-n« die Dardanellen vassirte welche auf sammtnem Kissen in der päpstlichen Schatzkammer liegt, gleicht lener Wirt­in. Morgens Die ^aroaneuen Pointe Dornenkrone, welche das Haupt unseres Heilandes blutig drückte, gerade so wie oas angebliche Mäctycerlhum des Papstes dem unaussprechlichen Leiden des Er-

Sondon 14 Februar Die in einer Special-Ausgabe erschienene seiigkett -nnehm-n. Lord Derby fügt hinzu: diese Depesche des Fürsten Gort-

Times" melde/ aus Petersburg vom Heutigen: Der russischen Regierung sch^off set °-rs°hnl.ch und mcht ohne ein- g-wifl- Unt-rlag-; -ll-m er mufft «'»bereits die Nachricht von der Ankunft der britischen Flotte vor Konstanti- sagen, das brtttsche Cablnet kann nicht zugeben, daß der Fall einer Militärischen sei bereits cy cy Occupatton der ^vtadt selbst mit der Entsendung von Kriegsschiffen nach dem

nopel zugegangen. Havas" meldet aus Wien: Der Hafen unterhalb der Stadt von der gleichen Bedeutung sei. (Beifall). Diese

Koltan b-be di- köuiain Victoria g"ebeten, auf die Sendung der Flotte nach Ansicht habe er in seiner Antwortdepesche ausgedruckt.

»nnftHnthinwI ,u verrichten ' worauf die Königin erwidert habe: die Einfahrt Im weiteren Verlause theilti Derby noch mit, daß nicht die ganze glotte der Flo -7n d - Gewässer von Konstantinopel habe einen friedlichen Zweck. die Dardan-ll-n passirt habe. Lord-Kanzler Cairns lenkt hierauf die Aufmerk- C 8 enhn 14 er-bruar Die Admiralität erhielt ein Telegramm des samkett des Hauses auf dte Francoma-Affatie und bringt eine Bill ein. wodurch

^ornb'v daß das britische Geschwader ohne Widerstand von Seiten Die englische Gerichts-Competenz auf das offene Meer bis zu solcher Entfernung k,r ü? iich^n Korts in die DardÄen eingefahren sei. Jndeß ging der Admi ausgedehnt werde, wie sie zur Vertheidigung und Sicherheit des Landes noth- raiitch keine Nachricht über das Eintreffen des britischen Geschwaders vor Kon- wendig sei. All- von Fremden aus fremden Schiffen innerhalb de,: territorialen rauiai «i e u- u- Competenz verübten Vergehen sind der neuen Bill gemäß nach englifchem

flamlnope zu. Karlton-Club ein Meeting der konservativen Depu- Gesetz strafbar, wenn der Minister des Innern dies für recht hielt. Die terri-

tM,n TCertta« »eXt ben Zweck, der Regierung Vertrauen zu toriale Competenz erstreckt sich auf dte Punkte, wie st- nach d-m Völkerrecht

ihrer Politik ^uszu^r-chei? und Unterstützung in der gegenwärtigen Krisis zuzu- f-stg-st-llt sind. Di- Bill votirte die erste Lesung. Das Haus vertagt sich sagen. Die unabhängigen und liberalen Deputirten haben ein Comitö zur sodann. ___

Ueberwacbung der Reaierungspolitik in der orientalischen Frage gebildet^

Konstantinopel, 14. Februar. Der erste Secretar des Sultans verlas in der Kammer ein Decret, durch welches die Kammer aufgelost wird. ^n Theffalien dauern die Zusammenstöße mit Insurgenten fort.

Nom, 14. Februar. Nur 7 Cardinäle sind noch nicht eingetroffen.